Warum die ‘Worst EU Lobbying’ Awards?
Tausende Lobbyisten streifen durch die Gänge der Macht in Brüssel. Sie arbeiten außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit und viele zögern nicht, problematische Methoden anzuwenden. Sie täuschen vor, besorgte Umweltschützer zu sein, sie kaufen Wissenschaftler, finanzieren verdeckt anarcho-kapitalistische Denkfabriken oder sichern sich einen privilegierten Zugang zu EU-Institutionen. Der Lobbyistenveteran Daniel Guéguen prophezeite vor einigen Jahren: “in Zukunft [...] werden wir immer schärfere Lobbystrategien anwenden [...] die vermutlich Praktiken wie Manipulation, Destabilisierung und Desinformation beinhalten.â€�
Das öffentliche Anprangern solch umstrittener Lobbypraktiken ist ein Weg, um ihren Gebrauch einzudämmen – das ist der Sinn der Worst EU Lobbying Awards. Der Preis belegt die Notwendigkeit für mehr Transparenz des Lobbyismus und bindende ethische Regeln auf EU-Ebene. Die europäischen Bürgerinnen und Bürger haben das Recht zu erfahren, wer Lobbyarbeit bei den EU-Einrichtungen betreibt, wen diese Lobbyisten vertreten, welche Finanzmittel sie dafür haben und auf welche Politikfelder sie Einfluss ausüben wollen.
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