Demokratie, Kommunikation, Verantwortung
Verfasst: 02.07.2009, 00:31
Aus gegebenem Anlaß möchte ich hier, hoffentlich an richtiger Stelle, ein Thema eröffnen, das mir essentiell erscheint für alle, die sich mit Kommunikation in öffentlichen Foren befassen.
Was mich ps. betrifft, so habe ich mich in den letzten Wochen durch diverse Fachforen bewegt/ gequält. Oft genug ist mir dabei ein Lachen in der Kehle stecken geblieben. Wie sich Menschen über andere erheben, sich auf Kosten anderer lustig machen, sich unter dem fadenscheinigen Argument der Fachbeiträge Fehden liefern, stimmt mich nachdenklich. #stoned#
Wo bitte, auf welchem Planeten leben wir?? Zur Erinnerung: Noch auf diesem wunderschönen blauen Planeten. Noch, sage ich. Wie wir miteinander umgehen, wie und ob wir miteinander im Bemühen, einander zu verstehen, sprechen, prägt die - unsere - Welt. Wenn wir nur miteinander kommunizieren, um zu zeigen, dass wir besser sind als der/ die andere, sollten wir besser in die Politik wechseln.
Sich selbst angreifbar zu machen, sich in seinen Schwächen zu zeigen, ist aus meiner Sicht/ Erfahrung heute, besonders in der virtuellen Welt, wo sich viele auf einer Ebene austoben, die sie sich in der Realität niemals erlauben würden, zu leben, scheints immer mehr unmöglich. Hier wird ein Beitrag gesplittet, dort verschoben, dort gesperrt, hier gelöscht. Hausrecht, Regeln und Verantwortung der Moderatoren in allen Ehren, oftmals wird es jedoch aus persönlichen Gründen bis hin zu politischen oder Cliquenwirtschaft nicht sinnvoll gehandhabt. Das widerum wird natürlich nie zugegeben, warum auch? Mann ist ja schließlich Hausherr. So entsteht auf Sicht eine immer schwieriger zu durchschauende Machtebene mit diversen no-go's, an die sich zu halten gilt, will mensch nicht das Risiko eingehen, rauszufliegen. Und wer tut das schon gern: vor anderen als Versager = looser dazustehen? Schwach sein: no go.
Ein niemals endender Teufelskreislauf. Ja, hiermit hat man tatsächlich den Teufel im Kreislauf.
Jede Provokation, sogenannte trolls oder wie auch immer sie verstanden werden könnten, sind immer eine Herausforderung an die Leitungskompetenz, die aus meiner Sicht ohne umfangreiche Kenntnisse in Menschenführung (Scheißwort), Kommunikation, Psychologie und gewaltfreiem Widerstand nicht gut zu managen ist. Hier scheint es aber oft zu mangeln, wovon die starke reaktionäre Reaktionsbereitschaft in besonders Tierforen (oder sehe ich das falsch?) ein Zeugnis ablegt, das im www nie verloren geht.
Ich zitiere hier mal Wolfgang Gutberlet, Unternehmensführer der tegut-Märkte in Hessen (näheres bitte googeln z.b.):
"Manches ist heute schwieriger geworden - das reicht von den Problemen mit der für die Demokratie existenziellen Gewaltenteilung, Verfilzung und Lobbyismus bis hin zu Bürokratismus in fast jedem Bereich. Den Einzelnen oder den Unternehmen wird zunehmend vorgegeben, wie oder was sie zu tun oder zu lassen haben; wir müssen auf immer mehr Gebieten um Gestaltungsraum ringen. Die Gefahr ist, dass das Element der freiheit immer mehr "zusammengeknautscht" wird. Mein Urteilsvermögen ist dann unwichtig, denn Vorschriften und Schilder regeln scheinbar alles - und das ist etwas, was gerade junge Leute in Konflikte oder in resignation treibt.... Wenn wir aus Zwang oder allein aufgrund gesetzlicher Vorgaben handeln, verlernen wir auch, initiativ zu sein und ein Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Wer nur gelernt hat, gegängelt und gestützt zu gehen, ist in Gefahr, bei Hindernissen schnell zu stürzen und ist nicht in der Lage, sich selbst die notwendigen Grenzen zu setzen..." aus Freiheit lernen - Qualität fördern", a tempo 05/2009.
Ich wünsche mir ein lebendiges Forum mit Mut zu Widersprüchlichkeiten, zeitweisem Chaos, Begegnung und dem Einstehen für unsere kostbaren demokratischen Rechten und Pflichten.
Darüber wünsche ich mir eine lebhafte Diskussion ohne Hauen und Stechen, dafür mit Freundlichkeit und Wohlwollen.
mit freundlichen Grüßen, Sabina
* Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und völlig auswechselbar... #freunde#
Was mich ps. betrifft, so habe ich mich in den letzten Wochen durch diverse Fachforen bewegt/ gequält. Oft genug ist mir dabei ein Lachen in der Kehle stecken geblieben. Wie sich Menschen über andere erheben, sich auf Kosten anderer lustig machen, sich unter dem fadenscheinigen Argument der Fachbeiträge Fehden liefern, stimmt mich nachdenklich. #stoned#
Wo bitte, auf welchem Planeten leben wir?? Zur Erinnerung: Noch auf diesem wunderschönen blauen Planeten. Noch, sage ich. Wie wir miteinander umgehen, wie und ob wir miteinander im Bemühen, einander zu verstehen, sprechen, prägt die - unsere - Welt. Wenn wir nur miteinander kommunizieren, um zu zeigen, dass wir besser sind als der/ die andere, sollten wir besser in die Politik wechseln.
Sich selbst angreifbar zu machen, sich in seinen Schwächen zu zeigen, ist aus meiner Sicht/ Erfahrung heute, besonders in der virtuellen Welt, wo sich viele auf einer Ebene austoben, die sie sich in der Realität niemals erlauben würden, zu leben, scheints immer mehr unmöglich. Hier wird ein Beitrag gesplittet, dort verschoben, dort gesperrt, hier gelöscht. Hausrecht, Regeln und Verantwortung der Moderatoren in allen Ehren, oftmals wird es jedoch aus persönlichen Gründen bis hin zu politischen oder Cliquenwirtschaft nicht sinnvoll gehandhabt. Das widerum wird natürlich nie zugegeben, warum auch? Mann ist ja schließlich Hausherr. So entsteht auf Sicht eine immer schwieriger zu durchschauende Machtebene mit diversen no-go's, an die sich zu halten gilt, will mensch nicht das Risiko eingehen, rauszufliegen. Und wer tut das schon gern: vor anderen als Versager = looser dazustehen? Schwach sein: no go.
Ein niemals endender Teufelskreislauf. Ja, hiermit hat man tatsächlich den Teufel im Kreislauf.
Jede Provokation, sogenannte trolls oder wie auch immer sie verstanden werden könnten, sind immer eine Herausforderung an die Leitungskompetenz, die aus meiner Sicht ohne umfangreiche Kenntnisse in Menschenführung (Scheißwort), Kommunikation, Psychologie und gewaltfreiem Widerstand nicht gut zu managen ist. Hier scheint es aber oft zu mangeln, wovon die starke reaktionäre Reaktionsbereitschaft in besonders Tierforen (oder sehe ich das falsch?) ein Zeugnis ablegt, das im www nie verloren geht.
Ich zitiere hier mal Wolfgang Gutberlet, Unternehmensführer der tegut-Märkte in Hessen (näheres bitte googeln z.b.):
"Manches ist heute schwieriger geworden - das reicht von den Problemen mit der für die Demokratie existenziellen Gewaltenteilung, Verfilzung und Lobbyismus bis hin zu Bürokratismus in fast jedem Bereich. Den Einzelnen oder den Unternehmen wird zunehmend vorgegeben, wie oder was sie zu tun oder zu lassen haben; wir müssen auf immer mehr Gebieten um Gestaltungsraum ringen. Die Gefahr ist, dass das Element der freiheit immer mehr "zusammengeknautscht" wird. Mein Urteilsvermögen ist dann unwichtig, denn Vorschriften und Schilder regeln scheinbar alles - und das ist etwas, was gerade junge Leute in Konflikte oder in resignation treibt.... Wenn wir aus Zwang oder allein aufgrund gesetzlicher Vorgaben handeln, verlernen wir auch, initiativ zu sein und ein Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Wer nur gelernt hat, gegängelt und gestützt zu gehen, ist in Gefahr, bei Hindernissen schnell zu stürzen und ist nicht in der Lage, sich selbst die notwendigen Grenzen zu setzen..." aus Freiheit lernen - Qualität fördern", a tempo 05/2009.
Ich wünsche mir ein lebendiges Forum mit Mut zu Widersprüchlichkeiten, zeitweisem Chaos, Begegnung und dem Einstehen für unsere kostbaren demokratischen Rechten und Pflichten.
Darüber wünsche ich mir eine lebhafte Diskussion ohne Hauen und Stechen, dafür mit Freundlichkeit und Wohlwollen.
mit freundlichen Grüßen, Sabina
* Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und völlig auswechselbar... #freunde#