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Die Nacht der Geister kommt näher.................hu hu hu

Verfasst: 31.10.2007, 01:38
von Ziegenfreundin
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Verfasst: 31.10.2007, 10:25
von Bine
Es gruselt mich schon ganz dolle..... :P :P :P

Aber den wahren Hintergrund von Halloween kennen bestimmt nicht alle, wobei es ja auch nicht unbedingt nur einen "Grund" gibt, da haben ja viele dran rumgebastelt....rumgefeiert und umbenannt:

Wie ist Halloween entstanden?
Der Halloween-Brauch stammt ursprünglich aus dem keltischen Raum: in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verabschiedeten sich die Druiden vom Sommer - der Jahreszeit der Göttin - und feierten die Herrschaft des Todesfürsten Samhain, der während des Winters regiert. Im keltischen Kalender symbolisiert dieser Tag den Jahreswechsel.

Halloween bei den Kelten
Obwohl dieser Brauch noch aus den Zeiten vor Christus stammt, wurde er auch noch bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung exzessiv zelebriert. Da in dieser Nacht nach keltischem Glauben das Leben (der Sommer) die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Tod (den Winter) abgibt, glaubte man, dass es ein besonders günstiger Moment wäre, damit sich die Toten unter die Lebenden mischen können. Man glaubte, dass sich die Toten sich für ein Jahr lang den Körper eines Lebenden suchen. Daher wurden ihnen Opfer gebracht, damit sie nicht den eigenen Körper auswählten.

Außerdem glaubte man, dass die Trennwand zwischen der Welt der Toten und der Lebenden an diesem Abend besonders dünn ist und man daher besonders einfach mit den Toten in Kontakt treten kann. Um diesen Kontakt besonders einfach herstellen zu können, wurde gefeiert und den Toten allerlei Leckereien angeboten, auf dass sie gerne und für kurze Zeit auf die Erde zurück kehren sollten. So wollte man auch nach dem Tod von Verwandten den Kontakt zu ihnen aufrechterhalten. Es war ein großes Fest, mit Lagerfeuer und Festmahl. Aufgrund des Jahreswechsels wurde meditiert und Voraussagungen für das nächste Jahr gemacht: Es ging um Krieg, Frieden, Politik, Ernten und Krankheiten. Den Göttern wurden Opfer dargebracht, um sie möglichst gnädig zu stimmen.

Die Iren haben diesen Halloweenbrauch etwas abgewandelt. Sie haben sich in dieser Nacht möglichst schrecklich angezogen und verkleidet, damit die Toten und Geister an ihnen vorbeigehen und sie nicht als Lebende erkennen. Die Masken und Verkleidungen dienten zur Abschreckung.

Christianisierung Halloweens
Mittlerweile ist Allerheiligen ein christlicher Brauch geworden. Bis dahin war es allerdings ein langer harter Kampf. Die Menschen waren zwar relativ leicht davon zu überzeugen, die damals neue Religion, das Christentum, anzunehmen, allerdings haben sie oft an Ihren alten heidnischen Bräuchen und Traditionen festgehalten. Um die Gläubigen vor Sünden zu bewahren wurden die alten Bräuche einfach christianisiert. Im Jahre 837 verfügte Papst Gregor IV, dass an Samhain ebenfalls Tote geehrt werden sollten. So setzte man für den 1. November Allerheiligen an und am darauf folgenden Tag Allerseelen. Dies hatte zur Konsequenz, dass sich die einfachen Menschen nicht umstellen mussten und man sagen konnte, man habe erfolgreich die heidnischen Bräuche bekämpft. Gerade im keltischen Raum ließ sich allerdings die Feier im ursprünglichen - heidnischen - Sinne nicht vertreiben. Im 16. Jahrhundert entstand der eigentliche Name Halloween. Die protestantische Kirche führte den Namen All Hal lowed Evening ein. Bis zu diesem Zeitpunkt war die eigentliche Halloween-Nacht noch nicht christlich aber durch diese spezielle Betitelung war der Brauch endgültig christianisiert.

Halloween in Amerika
In Amerika kehrte man zum alten Brauchtum von Halloween zurück. Das Fest wurde modernisiert und mit der Zeit hat es seine jetzige Form angenommen: ein herzlich wenig christliches Fest, bei dem sehr vielen heidnischen Bräuchen gefrönt wird. Kinder ziehen verkleidet durch die Strassen und Klingen an den Häusern, um um Süßigkeiten zu bitten. Hierbei wird der typische Spruch: "Trick or Treats" (Streiche oder Süßes) gerufen. Entsprechend dem Spruch werden den Kindern unterschiedlichste Süßigkeiten zugesteckt, falls nicht wird den Hausbesitzern ein Streich gespielt.Typisch für Halloweenfeiern sind die gruseligen Verkleidungen, die ausgehöhlten Kürbisse, aus deren Fruchtfleisch allerlei Gerichte gemacht werden. Der Süßigkeitenbrauch stammt aus dem christlichen Raum: im 9. Jahrhundert n. Chr. wanderten frühe Christen am 2. November, dem Seelenfest, von Dorf zu Dorf und erbettelten so genannte Seelenkuchen. Als Ausgleich für diese Gabe versprachen sie entsprechend intensiv für die Spender zu beten. Das eigene Beten und auch das anderer galt als Vereinfachung des Weges von Toten in den Himmel.

Jack-O-Lantern oder auch: "Wie es zum Kürbis kam!"
Eines der bekanntesten Halloween-Symbole dürfte der Kürbis sein: die "Jack-O'-Lantern". Der Brauch stammt auch wieder aus Irland: Man erzählt sich die Geschichte des Jack O. der zu seinen Lebzeiten nur böses tat und ein Trinker und Betrüger war. Er soll den Teufel durch eine List auf einen Baum gelockt und in den Stamm ein Kreuz geritzt haben. Der Teufel war somit gefangen und konnte nicht herunter. Jack versprach ihm ihn herunter zu lassen, wenn er ihn nie wieder verführen würde. Als Jack umkam, fand er weder einen Platz im Himmel, da er ja nur Schlechtes getan hatte, noch in der Hölle, da er ja den Teufel übers Ohr gehauen hatte. Der Teufel hatte aber ein geringes Erbarmen mit ihm und gab ihm einen kleinen Funken, ein Stück glühende Kohle, mit dem durch die Dunkelheit zwischen Himmel und Hölle wandern konnte. Dieser Funken befand sich in einer ausgehöhlten Rübe. Beneidet wurde Jack definitiv nicht, aber der "Volksmund" hat aus der Geschichte abgeleitet, dass man mit die ser Rübe die Geister abschrecken kann. Als der Halloweenbrauch noch in Irland praktiziert wurde, nahmen die Menschen für ihre Laternen auch Rüben, aber als sie in Amerika waren, fanden sich im Übermaß Kürbisse, die sich für diesen Zweck sogar auf Grund der Größe noch besser eigneten. Um die Bösen Geister abzuschrecken, schnitzte man Grimassen in die Kürbisse.

Es ist doch schon verrückt, an was man früher geglaubt hat, nicht wahr? Noch verrückter ist, dass wir uns heute Kürbisse aufstellen und gar nicht wissen warum das so ist. Weil man es halt so Ende Oktober macht... :-)

Liebe Grüße, Bine.

Verfasst: 31.10.2007, 21:16
von DasBastet
Hallo Bine,vielen Dank für die Aufklärung. Ich wusste zwar das es aus dem keltischen kommt, aber ich habe mich nie damit verfasst.
Sehr interessant fand ich die Christianisierung, dies war mir komplett neu.

schöne Grüsse
Christine

Verfasst: 31.10.2007, 21:33
von Anonymous
Hallo Bine und Christine
ich hatte den Artikel schon anderswo gelesen,sehr interessant
Bin allerdings nicht wirklich interessiert an dem ganzen Zirkus der darum gemacht wird.

Bitte nicht schlagen,ist meine persönliche Meinung !!

schöne Grüße ohne Horror
NORA

Verfasst: 01.11.2007, 01:32
von Eifelhexe
Hallo Binchen

das war eine sehr umfassende und tolle Erklärung!!!
Wirklich sehr Interessant.
Ich hoffe es geht euch allen gut!!!!
währe lieb mal wieder was voneinander zu hören!

Verfasst: 01.11.2007, 09:50
von Nicola
Hallo,
meine Kinder haben in der Schule nur mitbekommen, daß man sich verkleiden darf, Erwachsene erschrecken und Süßes bekommt.
Das reicht ihnen vollkommen :D

Also mußte ich die Beiden als Hexe und Drakula schminken - was mir echt gut gelungen war.

Nur guckte Richard dann in den Spiegel und hat sich selbst so vor sich gegruselt #shock# , daß er nur schnell bei einem Nachbarn geklingelt hat (und natürlich Berge von Schnuck abkassiert) und dann zügig nach Hause kam, um sich abschminken zu lassen #baeh#

"Wohl Mama, jetzt bist du auch froh, deinen blitzblanken Sohn wieder zu haben?" :D
Nicola

Verfasst: 01.11.2007, 12:10
von DasBastet
Nora hat geschrieben:Hallo Bine und Christine
ich hatte den Artikel schon anderswo gelesen,sehr interessant
Bin allerdings nicht wirklich interessiert an dem ganzen Zirkus der darum gemacht wird.

Bitte nicht schlagen,ist meine persönliche Meinung !!

schöne Grüße ohne Horror
NORA
Hallo Nora, wir selbst machen nicht mit bei Helloween, denn ich finde es ist traurig, dass so viele einheimische Tradionen aussterben. Ob Osternratschen usw. ich selbst kannte dies auch nicht, obwohl ich aus Bamberg stamme, ist ja eine Kleinstadt. Selbst in dieser kleinen Stadt, kamen die Drei Könige wenn sie gerade mal Lust hatten.

Daher war ich erstaunt, als ich aufs "Dorf" zog wieviele Bräuche es gibt, Neujahrswünschen mit Musik, usw. Fand ich auch toll, nur sieht man, dass diese Bräuche immer zäher werden, und kaum noch zustande kommen. Da die Jugend kein Interesse mehr haben.

Jedoch an Helloween, wie im letzten Jahr, alle Stunde eine Gruppe von Kinder draussen stand, ab 16.00h mit den Eltern, die griensend im Hintergrund standen und dir Süsses oder Saures entgegen schallte. Ab 22.00h die Jugend kam, welche dir dann weil man genervt zischte, zieht Leine sonst gibt es Saueres, Eier auf Fenster uns Hauswand schmissen. Muss man sich schon fragen, was ist jetzt los.
(Nicht nur bei uns, Polizei war letztes Jahr im Dauereinsatz)
Es artet aus und keiner kennt den eigentlichen Ursprung.

Daher fand ist es unheimlich informativ, was Bine geschrieben hat.

Meine Einstellung, zu dem komplett Überzogenen was hier abläuft, hat sich deswegen nicht geändert. Auch, dass man die ursprünglichen heimatlichen Bräuche teilweise wieder ausgraben und mindestens genauso intensiv aufleben lassen sollte.

Tine

Verfasst: 01.11.2007, 13:57
von Anonymous
Hallo Tine,
das genau ist der Grund,warum ich damit nichts am Hut habe,Du hast noch einen Brauch vergessen St. Martin !

Da kommt kein Kind mehr singen,habe mal Nachbarskinder gefragt,die Antwort "Das ist Altmodisch" !! Traumhafte Zeiten haben wir !!!

schöne Grüße
NORA

Verfasst: 01.11.2007, 14:21
von Ziegenfreundin
Hallo zusammen,

mmhhhhh...., jetzt muss ich ja auch Farbe bekennen, hab ja schliesslich das Ganze eröffnet. Ich mache dieses Trara mit dem ganzen : gib Süsses oder es gibt Saures auch nicht mit. Ich habe auch meine Kinder nicht verkleidet und sie von Haus zu Haus geschickt. Vor Jahren klingelte es ständig bis in die Nacht hinein an unsrer Haustür, irgendwann öffnete ich nicht mehr. Nachher konnten wir gekochte Spaghetti an unserer Haustür und im Vorgarten entfernen :evil: #daumen_runter# . Gestern klingelte nur ein 1,15m grosses Skelett, ihm gab ich gerne was, nicht zuletzt weil es der Enkel meiner Nachbarin war. Aber was mir sehr gut an Halloween gefällt, weswegen ich auch die Bilder eingestellt habe, ist die Farbkombination schwarz/gelb/orange. *oops* *oops* Das ist eigentlich der wahre Grund und da ich eigentlich zu jeder Jahreszeit die entsprechende Deko in unserem Esszimmer habe, war nun für Mitte Oktober die orange/schwarze Serie wieder an der Reihe. In vierzehn Tagen wird wieder gewechselt :D .

@Nora: St.Martin ist hier total unbekannt :-( . Eigentlich schade, obwohl der St.Martin zu Ende seiner Tour in Paris gelandet sein soll. #ka#

schönen Feiertag noch
Anouschka

Verfasst: 01.11.2007, 14:33
von Anonymous
Hallo Anouschka

wenn Du schwarz - gelb so liebst ,dann schaff Dir doch Bienen an,auf einpaar Tiere mehr oder weniger kommt es doch nicht an. "lach".

St, Martin ist in rein katholischen Gegenden !!

Soll jeder so machen wie er es für richtig hält !!
schöne Grüße
NORA
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