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@Willi
Verfasst: 23.09.2003, 09:33
von Eifelhexe
Hallo Willi,
ich wollte Dir ja gerne auf Deine Frage mit dem Salzbad antworten hatte aber leider in den letzten 3 Tagen wenig Zeit und nu ist der Beitrag weg :-(.
Naja vielleicht finde ich ihn nur nicht weil es noch so früh ist.
Also sweit ich mich erinnere wolltest Du wissen ob Kochsalz pures Salz ist.
Es sind noch einige andere Salze drin (Trennmittel) ebenfalls kann Kristallwasser im Salz enthalten sein, aber beides nur in so geringen Mengen, das es bei der Herstellung eines Salzbades zu vernachlässigen ist (ist nur in der quantitativen Analytik von Bedeutung).
Die 5 kg Salz auf 100l Wasser sind natürlich 5%.
Du hast erwähnt, das Du den Salzgehalt misst.
Wie, womit?
Mit einer Salzspindel?
Welchen Konzentrationsbereich deckt diese ab?
Antworte noch mal vioelleicht können wir ja noch rausfinden was los ist.
<br><br>______________<br><br>Alles Liebe aus der Eifel,
Uli
RE: @Willi
Verfasst: 23.09.2003, 14:23
von Khamis
Ich weiss einen alten Rezept, um Salzkonzentration zu messen, leider keine Prozentrechnung:
Man legt ein ungekochtes Ei ins Wasser. Je weiter oben das Ei im Wasser hängt, desto höher der Salzgehalt ist. Wenn das Ei aus dem Wasser rausragt, ist es ziemlich salzig.
Das Rezept benutzt man z.B. um Oliven einzulegen. <br><br>______________<br><br>Schöne Grüsse
Khamis
--
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RE: @Willi
Verfasst: 23.09.2003, 17:19
von Ines
und mit wieviel Salz legt man die Oliven ein Khamis?<br><br>______________<br><br>Liebe Grüße Ines
RE: @Willi
Verfasst: 23.09.2003, 21:36
von Willi
hallo ulli
der beitrag ist rausgeflogen (....nahja....)
ich habe einen böme oder bröhme, oder so messer,
die soll (laut hohenheimer angabe) bei 20° celsius, pH 5,5. 18 bis 20 (grad sind das wahrscheinlich keine) einheiten anzeigen.
ich habe 200 liter wasser usw. drinn und 10 kg salz rein. das boeme schwamm dann auf 2 einheiten an der skala.
jetzt hab ich ca. 40 kg drinn und bin bei 10.
das problem:
der käse schwimmt nicht, also muss sie zu schwach sein.
ich jetzt mit salz schmiere.
vor allem bedenken habe das mir das salzbad umkippt.
am donnerstag brauch ich salzlake für feta die sollte auch 5 prozentig sein..... sonst wird der feta so schmierig,
habe ich evtl. den falschen wert für das messgerät.
danke für gegenfrage
willi
ps@khamis, wiviel prozent sind das denn wenn das ei herausschaut....... kannst du dir vorstellen was der wkd dazu sagt wenn in meiner käserei, ein ei ist...... trozdem danke auch an dich.
RE: @Willi
Verfasst: 23.09.2003, 23:20
von Eifelhexe
Hallo Zusammen,
@ Willi speziell.
Nachdem ich alles an Wissen zusammen gekratzt habe, kann ich mir vorstellen was zur Zeit in Dir und in deiner Käseküche schief läuft.
Erst mal Allgemein: Die Messung der Konzentration erfolgt nach einer Dichtebestimmung, d.h. ist gebe ein Aräometer (so heisst das Ding ausserhalb der Käseküche) bei 20°C in eine flüssigkeit und lese an der Skala die Konzentration ab.
Da es einen sehr grossen Bereich gibt wenn man alle Lösungen so übersieht (z.B. Alkoholgehalte, Säurekonzentration in der Autobatterie und halt noch hunderte anderer Flüssigkeiten) wurden die Aräometer für jeden Einzelfall speziell mit einer Skala hergestellt die im Konzentrationsrahmen liegt.
Für die Käserei gibt es die Spindel nach Boumé die eine Konzentration so um die 20% anzeigt (die genaue Skalengrösse kenne ich nicht da ich das Ding speziell noch nicht in der Hand hatte).
Auf die ca. 20 % komme ich, weil ich in den Käsebüchern die ich hier habe ( Quark, Butter, Joghurt, Käse selbstgemacht Ludwig Verlag; Käse selbst gemacht auch Ludwig Verlag; Käse aus Schaf, Ziegen- und Kuhmilch Ulmer Verlag und einem Handbuch für eine Hofkäserei) entnommen habe, das alle mit 18- 25% iger Salzlösung arbeiten.
Da die Spindel auf dem Prinzip des Auftriebs funktioniert muss man eine ziemlich enge Grenze der messbaren Konzentrationen ziehen ich denke also das die Messung nur um die 20% +-10% wirklich funktioniert.
Wenn du also nur 5% hast Willi muss das Ding dir ne dünne Lösung anzeigen.
Weshalb arbeitest du mit 5%? Wer hat dir das so beigebracht?
Bitte versteh mich nicht falsch ich will keine Kritik üben, aber so wenig Salz tötet nicht mal die Keime zuverlässig.
Das mit dem Ei hab ich heute morgen übrigens auf einer Schweizer Seite auch gefunden.
Ist auch eigentlich ganz gut zu erklären, das Ei wird (wie Mutter Natur oder auch die Physik) es wollte genau die Auftriebskraft haben wie die Spindel bei ca. 20%. Um bakterielle Sachen muss man sich bi der Konzentration glaub ich auch keine all zu grossen Sorgen machen aber was unser Gesetzgeber dazu sagt steht auf einem anderen Blatt. Ach ja alle die das dennoch probieren sollten wissen, das das Ei immer ein neues sein muss und es nicht in der Lake liegen bleiben darf über eine längere Zeit, denn durh die poröse Eierschale dringt das Salz in das Ei (Osmose) und das Eigengewicht ändert sich, damit auch der Auftrieb.
Nach ein paar Tagen zeigt das Ei dann an was es will und nicht mehr das was wir wollen.
So Willi, ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick in mein Wissen geben und es hilft dir auf irgendeine Weise.
Wenn du noch Fragen hast stehe ich dir sehr gerne zur Verfügung, zumal ich nicht weiss wie die Erklärung so rüberkommt, ist dumm wenn man erklären muss was für einen selbst selbstverständlich ist aber den anderen nicht ?.
<br><br>______________<br><br>Alles Liebe aus der Eifel,
Uli
RE: @Willi
Verfasst: 24.09.2003, 00:47
von Mazzu
@Ines
wir legen unsere Oliven in 12%tiger Salzlake ein (nach dem Wässern). Aber kommt auch auf den eigenen Geschmack an und wie lange sie halten sollen.
Schöne Grüsse Franco
RE: @Willi
Verfasst: 24.09.2003, 00:58
von Khamis
Hallo Ines,
so nach dem Beitrag von Eifelhexe müsste es über 20% sein, wenn das Ei im oberen Bereich des Wassers (knapp unter der Wasserüberfläche) schwimmt. Damit kannst du deine Oliven einlegen. Wie Uli es erwähnt muss das Ei frisch sein.
Wenn du Oliven einlegen willst, musst du die Oliven mindestens 1 bis zwei Monate gut verschlossen liegen lassen, am besten noch scharfe peperoni und einpaar Scheiben Zitronen mit dazu einlegen. Daraus werden die Oliven pikant und schmecken einmalig.
Der Rezept kommt sicherlich weit hinter der Saison her. Außerdem ist es ein Wunder, wenn man hier in Deutschland noch grüne Oliven kriegen kann.
P.S. Der Franco ist sicherlich auch Experte darin! wir schrieben die Beiträge fast gleichzeitig.<br><br>______________<br><br>Schöne Grüsse
Khamis
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RE: @Willi
Verfasst: 24.09.2003, 01:19
von Ines
@khamis und mazzu
einer wässert, einer lagert gut verschlossen ein....??
Ich bin Griechenlandfan, nur lange keine Zeit gehabt. Oliven hab ich nur ne Handvoll von 2 eigenen Bäumen im Topf. Da man damit nix anfangen kann und die frisch auch noch bitter schmecken, hab ich sie voriges Jahr gleich in ein Schraubglas mit Salzwasser(Bauchgefühl=Menge)getan. Danach konnte man die Dinger essen. :-)
Nun, deshalb die Fragerei, was nun tun mit frischen?<br><br>______________<br><br>Liebe Grüße Ines
RE: @Willi
Verfasst: 24.09.2003, 02:38
von Mazzu
Hallo Ines
Also wir machen es so: Oliven 40 Tage in Wasser einlegen (alle 10 Tage das Wasser wechseln!). Auch ein paar Tage mehr oder weniger, je nach Grösse und gewünschte "Bitterkeit". Dann wie gesagt in eine 12%tige Salzlake einlegen. Die 12% beziehen sich auf das Wasser das im Glas mit den Oliven noch Platz hat. Siehe z. B. auch: <a href="
http://www.forendienst.de/unref.php?url ... B0ZS5odG0=" target="_new">
http://web.tiscali.it/fymazzu/rezepte.htm</a> oder <a href="
http://www.forendienst.de/unref.php?url ... VsLmh0bQ==" target="_new">
http://web.tiscali.it/fymazzu/olivenoel.htm</a>
Schöne Grüsse Franco
RE: @Willi
Verfasst: 24.09.2003, 09:43
von Ines
aha, danke Franco.
Zu der Spindelei ist mir jetzt eingefallen, das meine Fleischerfreundin ja auch spindelt, um Nitratsalzlake zum Spritzen von Kassler und schnellen Schinkenarten zu machen. Sie sagte immer 6% will sie, hab allerdings nie auf die Spindel gesehen, werd ich jetzt also mal nachholen!<br><br>______________<br><br>Liebe Grüße Ines