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Hessischer Kochkaese

Verfasst: 26.05.2004, 13:22
von OldsFarm
Hallo Leute,

nachdem ich nun eine so erfahrene Kaesefrau lol bin, wollte ich gerne von Euch wissen, wie ich hessischen Kochkaese aus meiner Ziegenmilch bekomme.
Ich kenne bisher nur das Rezept Kochkaese mithilfe von Handkaese herzustellen und den gibt es ja hier nicht.
Also her mit den Rezepten lol
Danke fuer alle Infos

Verfasst: 31.05.2004, 16:41
von Zickenvoigt
Liebe Annette,
ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich dir helfen kann, aber ich versuchs mal:
Ich habe folgendes Rezept für kochkäse aus einem uralten Kochbuch:

Man nehme sehr trockenen Quark(oder Frischkäse)und gebe etwas Natron hinzu und verteile den in einer flachen Schüssel. Unter tägl. Umrühren lasse man das Ganze eine Woche stehen(soll entsetzlich riechen!).Dafür muß die Küche gut themperiert sein!!!In einer zu kalten Küche gelingt der Kochkäse nicht.Wenn die Konsestenz glasig wirkt (natürlich darf der Käse nicht schimmeln!!!), würze man das Ganze nach belieben mit Salz, Pfeffer und Kümmel und löse den Käse in einem Warmwasserbad in Butter auf.

Ob das nun das ist, was du suchst, weiß ich nicht. Mir ist das auch noch nicht gelungen(2x ausprobiert).
Ich hoffe, du hast da mehr Glück wie ich.

Schöne Grüße, Manuela

Verfasst: 31.05.2004, 19:12
von OldsFarm
Hallo Manuela,
Ich werde es mal ausprobieren und Dir dann sagen, wie es geworden ist. Warum er dann Kochkaese heisst, ist allerdings unklar lol
Bei meinem Rezept mit dem Handkaese (schoen stinkig) wird der Handkaese mit Sahne geschmolzen. Quark und Natron sind auch dabei. Das Ganze kann man fast sofort essen, nachdem es abgekuehlt ist.

Verfasst: 31.05.2004, 21:51
von Günter
Hallo Annette,

hier noch 2 Rezepte, die ich in <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.hexenkueche.de">www.hexenkueche.de</a><!-- w --> gefunden habe (immer wieder eine gute Adresse, wie ich finde)

Belgischer Kochkäse

Zutaten:
Sauermilch
Rahm
Salz

Dieser Käse wird auch Belgischer Sauermilchkäse genannt.
Das über 100 Jahre alte Rezept lautet wie folgt:
Die durch freiwillige Säuerung dick gewordene Milch wird abgerahmt und in einem Kessel auf ca. 55 bis 60° C erwärmt.
Ist die Abscheidung der Molke vor sich gegangen, so hebt man den Quark in einem Tuche heraus und hängt dieses auf, so daß
die Molke abtropfen kann. Ist der Quark trocken, so wird er möglichst fein mit den Händen zerrieben und in einen Topf
gegeben, wo er täglich zweimal umgerührt wird, bis er in Folge eingetretener Gärungsprozesse weich und zäh geworden ist.
Dies ist im Winter gewöhnlich in 10 bis 14 Tagen, im Sommer in 6 bis 8 Tagen der Fall; natürlich sind diese Zeiten von
der Temperatur und der Feuchtigkeit des Aufbewahrungsraumes abhängig.
Nach durchgemachter Gährung wird der Teig mit saurem Rahme (und zwar drei Eßlöffel voll auf 25 bis 30 kg Milch), dann
auch mit Salz gemischt und in einen eisernen, verzinnten Kessel gebracht, der vorher mit Butter ausgestrichen wurde. Über
einem schwachen Feuer wird die Masse so lange rasch gerührt, bis sie ganz gleichmäßig weich und fein geworden ist und
aussieht wie gekneteter Brotteig. Nun drückt man sie in mit feinem Leinen ausgelegte Formen und nimmt den Käse nach
24 Stunden wieder heraus.
Nach 8 Tagen hat der Käse die nötige Reife erlangt, um verzehrt werden zu können.
100 bis 120 kg saure Milch ergeben 3 kg reifen Käse.



Kochkäse

Man brüht die saure Milch recht hart, läßt dann die Molken so lange durch einen leinenen Sack ablaufen, bis der
zurückbleibende Käse ganz hart ist. Dieser bleibt dann zwei Tage stehen, worauf man ihn auf einem Reibeisen in einen
steinernen Topf abreibt, welcher nun zugebunden wird und 11 - 14 Tage an einem warmen Ort stehen bleiben muß bis der
Käse durchaus speckig ist. Bei der allsdann stattfindenden Zubereitung läßt man ein Stück Butter in einem Tpof uaf dem
Feuer zergehen, füllt den Käse dazu und rührt ihn so lange, bies er ganz zart ist und alle Klümpchen zergangen sind.
Wenn er so zweimal aufgekocht hat, ist er zum Servieren gut.

Obs Dir hilft oder ist es mehr nur eine originelle Beschreibung aus alten Zeiten ?

Viele Grüße

Günter

Verfasst: 01.06.2004, 13:03
von OldsFarm
Hallo Guenter,

das wird auch mal ausprobiert.
Allerdings wohl eher das zweite Rezept. Denn bis ich fuers erste genug Milch beisammen habe, ist der Sommer rum lol (100 - 120 kg Saure Milch!)

Trotzdem, werde ich sicher mal das zweite ausprobieren.

Danke Dir

Annette


PS Bei der Hexenkueche werde ich auch mal vorbeischauen. Danke fuer den Link

Verfasst: 22.06.2004, 18:51
von Zickenvoigt
Hallöchen,
Ich habe mein oberes Rezept noch mal ausprobiert und es ist mir gelungen!!! :D
Kochkäse heißt das deshalb, weil man die Quarkkrümel in der Butter auflösen muß und das Ganze etwas köcheln lasse muß. Natürlich unter ständigem Rühren. Und noch etwas:Man sollte etwas Milch hinzugeben, dann wirds cremiger.UND ES SCHMECKT NICHT SO SCHLECHT,WIE ES RIECHT!!!

Alles Liebe und gutes Gelingen, Manuela

kaese

Verfasst: 22.06.2004, 23:25
von Ursula
welcher kaese liebhaber kuemmert sich schon ueber den geruch, moechte nur harzer roller und limburger erwaehnen. beide stinken zum hohen himmel aber sind gut! die gibts in schlamerika nicht. :evil:
lg
ursula