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trotz behandlung fleischverarbeitung?
Verfasst: 14.09.2007, 17:25
von Ziegen-Heinz
hallo
mich würde doch mal interessieren wie ihr das im moment handhabt
bezüglich der blauzungenkrankheit mit dem melken (sprich käse) und eventuell mit der fleischverarbeitung
da ich immer wieder lese das alle paar tage mit BUTOX behandelt wird scheint mir das doch etwas bedenklich.meines wissens geht BUTOX über die haut in das blut und bekämpft so die parasiten.
wer weiss was momentan noch alles verabreicht wird von dem hier noch nicht geschrieben wurde.
melkt momentan noch jemand der in einem sperrbezik wohnt?
mfg uwe 8)
Verfasst: 15.09.2007, 07:35
von Elise
Hallo Uwe, diese Gedanken gehen mir schon länger durch den Kopf.
Es wundert mich, daß da noch keiner drüber geschrieben hat.
Das Volk wird doch beruhigt: Milch und Fleisch kann verzehrt werden.
Vlg Claudia
Verfasst: 15.09.2007, 12:47
von Annabella
HAllo,
in dem Zusammenhang finde ich interessant, daß Butox in der Schweiz für Ziegen zugelassen ist, und auch keine Wartezeit auf Milch und Fleisch besteht- hier der Link dazu:
<!-- m --><a class="postlink" href="
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm ... loader.htm ... halt_c.htm</a><!-- m -->
Verfasst: 15.09.2007, 18:58
von Moritz
Diese "Pour on"-Präparate gegen Ektoparasiten sind so konzipiert, daß sie auf der Haut diffundieren, die Moleküle (so will es der Hersteller) nicht umfänglich durch die Haut ins Blut dringen können (ohne gegebene Verletzung). Es ist also nicht so, daß das ganze Tier damit "durchtränkt" wäre.
Über Schleimhäute wäre ein Eindringen verstärkt möglich.
Das einfallende Insekt kommt nicht mehr richtig zum Blutsaugen und Austausch, daher die geringere Infektionsgefahr.
Die Präparate gegen Würmer dringen (durch ihre Molekularstruktur) ein, das ist etwas anderes.
Nun weiß ich in anderem Zusammenhang von einem amerik. Unkrautvernichtungsmittel, dessen Vertreter - so hat man sie es glauben machen - das Zeug sogar unverdünnt trinken, um seine Unschädlichkeit zu beweisen, daß es doch schlimme Folgen (Grundwasser usw.) hat.
Man glaubt oder nicht, man wägt ab.
Gruß MO
Verfasst: 16.09.2007, 10:05
von Mountain Meadows
Hallo!
Meine TÄ hat gesagt, dass bei Butox eigentlich weitergemolken werden kann, sie aber empfiehlt die ersten zwei bis drei Tage die Milch zu entsorgen. Danach könnte man die Milch bedenkenlos trinken... #ka#
Viele Grüsse aus dem Hunsrück!
Tine
Verfasst: 16.09.2007, 13:06
von Elise
Hallo, so bedenkenlos dann doch nicht, wenn man die Milch die ersten, zwei Tage wegkippen sollte.
Vlg Claudia
Verfasst: 16.09.2007, 13:36
von Ziegenfreundin
Hallo zusammen,
wenn man die ersten beiden Tagen die Milch wegkippen soll, fällt das vielleicht bei einem Hobbybauer nicht so ins Gewicht, der die Milch zum Eigenbedarf nutzt. Aber wie handhaben das die Grossbauern mit mehreren Ziegen ? #ka# Ich vermisse hier in diesem Thread die Stellungnahme von diesen Herr und Frauschaften, würde mich nämlich brennend interessieren.
Gruss Anouschka
Verfasst: 16.09.2007, 14:43
von Annabella
@ anouschka: da in der EU (anders als in der Schweiz) Butox nicht für Ziegen zugelassen ist und vom TA umgewidmet werden muß, ergibt sich eine Wartezeit von 28 Tagen auf Milch und Fleisch.
Und weil das eigentlich unlogisch ist (siehe Schweiz), wird keiner, der die Milch vor Ablauf dieser Frist verwendet, das in einem öffentlichen Forum an die große Glocke hängen. ;-)
Verfasst: 16.09.2007, 22:07
von Ziegen-Heinz
hallo katja
so langsam geht aber auch die decksaison wieder los oder hat sogar schon begonnen,von daher hat sich das mit dem melken dann ja wohl erledigt.stellt sich aber die frage ob man die ziegen in anbetracht der bt überhaupt decken lassen soll oder ob man eventuell mal eine pause einlegt um die ziegen zu schonen falls sie von dem virus befallen werden.
kanns du mir das mit dem umwidmen der arznei etwas genauer erklären,so ganz habe ich das nicht kappiert?
es geht aber hier nicht um eine einmalige anwendung sondern um mehrmalige und eventuell auch falls verschiedene arznei zum einsatz kommt.aus angst das die ziegen befallen werden und das vieleicht verluste drohen schreckt manche nicht davor zurück alles mögliche auszuprobieren.
mfg uwe
Verfasst: 16.09.2007, 23:38
von Annabella
Ich würde Ziegen, sofern sie nicht bereits erkrankt sind, decken lassen. Allerdings würde ich, wenn akute BT-Gefahr besteht, versuchen, das Immunsystem zu stabilisieren. Z.B. mit Baypamun oder einem ähnlichen Mittel, das dann auch wieder für Ziegen umgewidmet werden muß.
Die Umwidmung besagt, daß der TA ein Medikament für eine Ziege verordnen kann, das keine Zulassung für Ziegen hat, indem er z.B. bei Butox eine Wartezeit von 28 Tagen für Milch und Fleisch auf dem Abgabebeleg einträgt (neben den üblichen Angaben). Eine Umwidmung ist meist auch bei Wurmkuren erforderlich, da für Milchziegen die Mittel aus dem Rinderbereich sinnvoll sind. Die wenigen für Ziegen zugelassenen Wurmkuren entlocken den Würmern meist nur noch ein müdes Lächeln, da sie bereits gegen die Wirkstoffe resistent sind.