nicht nur Fuchse...

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Winnie23

der liebe bär

Beitrag von Winnie23 »

hallo




jetzt bin ich mal wieder der böse!
aber laßt euch mal durch den kopf gehen wenn ihr am haus tiere egal ob schafe hühner oder dergleichen.
und genau in der näheren umgebung gibts nen bären der den respekt vom menschen verloren hat!
klar das tier kann nichts dafür aber wilde tiere flüchten wen sie nur die witterung eines menschen aufnehmen.

ach ja und ihr mit euren HERDENSCHUTZHUNDEN das is dann wohl das non plus ultra gegen nen bären der das 3 bis 4 fache wiegt.

wau wau und schon is der bär weg


stellt euch vor er hätte schon einen menschen angefallen oder gar getötet dann wären die meinungen hier auch anders!!!!

mir egal wenn ich der böse bärenhasser bin
hier in einem forum darf man seine meinung kundt tun und das mach ich zu genüge

der bär muß weg!!!


das schlimmste daran ist das uns (dem steuerzahler) das ganze wieder geld kostet.

warum nimmt man keinen HELI mit wärmebildkamera und sucht meister petz auf diese weise.

für mich is der jetzige aufwand ein irrsinn

mfg


Luci
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Registriert: 13.10.2004, 08:54

Beitrag von Luci »

Hallo!

@Martin(Winnie23)

Lieber Martin ich sehe dich nicht als den Bösen. Allerdings vertrete ich nicht deine Meinung, obwohl gerade ich, mir zur Zeit am meisten das Verschwinden dieses Bär wünschen könnte - wie gesagt er wurde ca. 15km von uns gesichtet....

Ich besitze kein Herdenschutz Hund, meine Tiere sind zur Zeit am Rande unseres Ortschaft und ich habe vierjahrige Tochter mit der ich sehr sehr viel in die Wälder und in die Berge gehe.... Also Grunde genug um Angst zu kriegen....

Nun - der Bär hat kein Mensch verletzt oder angegrifen, und das er bis in die Dorfer rein geht.... also, ehrlich gesagt - das kommt ja überal vor, wo es Wilde Tiere gibt ... meine Wissen nach kommt es ziemlich oft vor, daß irgendwo Elche durch die Straßen spazieren gehen, Fuchse in die Hühner Ställe gehen, Wilde Schweine oder wo es Wolfe gibt, kann man auch in der Stadt treffen...

Und nun mal ehrlich - wie oft hast gehört über Menschen die vom ein Wild Tier angegrifen wurden, verletzt oder getötet wurden? Ich denke es gibt viel viel mehr zwischenfälle mit Haushunden,(und die haben auch einige Schafe/Hühner auf dem Gewissen) Sogar Ziegen und Schaf Bocke haben schon Menschen umgebracht...eine Muterkuh hat in unseren Bezirk die Bauerin umgebracht als sie dem Kalb die Ohrmarke verpasen wollte (glaube das das nicht einzellfall war) und naja... es gibt auch Menschliche Bestien die einfach aus Spaß unsere Tiere (und nicht nur die) qualen, toten oder stehlen...

Also ich glaube das dieser Bär viel weniger Gefahr ist als es dargestellt wird.

Ach ja, noch zu den Hunden... ein Bär hat vom Hunden Respekt nicht wegen den selbst, sondern wegen dem, daß diese meist auch Menschen dabei haben oder ewentuel ein ganzes (lästiges)Rudel (Wolfe zum Beispiel treiben ein Bär locker von der Beute).

Also ein ordentlicher Kläfer reicht um ein Bär zu vertreiben - dieses habe ich mir gemerkt, als ich vom Jahren ein Buch über Bären in Alaska gelesen habe. Dort ist ein Wissenschaftler Jahre lang immer nur in Begleitung eines Jackrussel Terrier unterwegs gewesen..und ohne Gewehr - in einem Gebiet wo es die meisten Bären in ganzen Welt gibt...

Gruß

Luci


"Der geniale Mensch ist der, der Augen hat für das, was ihm vor den Füsen liegt."
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sanhestar
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Registriert: 17.03.2003, 11:56

Beitrag von sanhestar »

Hallo Martin,

ein Raubtier kann es sich nicht leisten, aufzufallen oder verletzt zu werden. Daher wird ein laut bellender Herdenschutzhund (oder eben 2) für einen Bären soviel "annoyance" = Belästigung darstellen, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit er eine andere, weniger stark verteidigte Beutequelle suchen wird.

Eine wahre Geschichte bzgl. Bären und deren "Nonkonfrontationspolitik":

<!-- m --><a class="postlink" href="http://news.yahoo.com/s/ap/20060610/ap_ ... 060610/ap_ ... es_bear_10</a><!-- m -->

7,5 kg schwere Hauskatze (!) jagt einen Schwarzbär auf einen Baum und lässt ihn 15 min. lang nicht runter


Ach ja, ich wäre mit sehr grosser Sicherheit am Boden zerstört, wenn ein Raubtier in meiner Herde jagen und Ziegen töten würde. Ob ich dann jedoch danach rufen würde, dieses Tier zu töten? Der Impuls wäre mit Sicherheit da, ich würde ihm jedoch nicht nachgeben, dann müsste ich auch verlangen, dass jeder Autofahrer, der in der Vergangenheit eine unserer Katzen überfahren hat, ......
Denn der Tod auf der Strasse ist unnötig, der Tod als Beutetier hat zumindest einen Sinn, so schmerzlich die Erfahrung für den Menschen, der dieses Tier(e) betreut, auch ist.


Gruss


Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
BBreiten
Beiträge: 88
Registriert: 13.03.2006, 17:30

Beitrag von BBreiten »

Hallo,

seit dem JJ1 fast täglich in den Schlagzeilen zu finden ist habe ich viel im Internet gestöbert und über Bären gelesen.

In Österreich leben zur Zeit zwischen 25 und 30 Bären. Ein Teil der Population hält sich im Oberösterreichischen Salzkammergut auf. Vom Innviertel, wo ich lebe, ist das gar nicht so weit weg. Auch der Kobernausserwald (etwa 10 Minuten Autofahrt für mich) ist ein heißer Anwärter als Lebensraum für Bären. Und so weit ich weiß ist dieser JJ1 erst der zweite Fall seit der Wiederbesiedelung, bei dem ernsthaft ein Abschuß in Erwägung gezogen wird.
Die Jährliche Schadenssumme verursacht durch Bären liegt zwischen sieben und zehntausend Euro. Der Großteil davon fällt auf zerbissene Rapsöl Behälter. Irgendwo habe ich auch gelesen daß es hierzulande Platz für bis zu 400 Bären geben soll. Diese Zahl hört sich zwar recht hoch an, bedenkt man aber, daß in Slovenien (etwa so groß wie Niederösterreich) an die 500 Bären rumlaufen, finde ich 400 nicht übertrieben.
Wie jeder mittlerweile vernommen hat ist das Verhalten von JJ1 nicht "Bärenüblich". Normalerweise reißt ein Bär ein Tier, frißt teile der Eingeweide und kehrt nach einigen Tagen, wenn der Braten schön angefault ist zu seiner Beute zurück um diese zu fressen. Durch Erfahrungen, die JJ1 als Junger Bär gemacht hat - JJ1, ein Bruder von ihm und seine Mutter (alle drei zeigen übrigens das gleiche Jagd/Freßverhalten) wurden bei der Rückkehr zur Beute mit Gummigeschoßen und Feuerwerkskörpern empfangen - hat er gelernt, daß dies nicht gut für ihn ist. Resultierend aus diesem angelernten Fehlverhalten hat JJ1 nun zusätzlich die Scheu vor den Menschen verloren. Irgendwie muß er ja genug Nahrung finden, und die Menschen sind noch dazu so freundlich der Beute durch Umzäunungen die Fluchtmöglichkeit zu nehmen. Und genau deshalb muß er auch gefangen und weggesperrt werden. Angeblich gibt es ja schon ein Freigehege (WWF oder VierPfoten hat da was aufgetrieben), wo er unterkommen kann.
Bis jetzt sind noch alle mit dem Schrecken davon gekommen. Aber irgendwann bricht JJ1 in einen Stall ein und wird vom Besitzer so überrascht, daß er sich nicht einfach umdrehen und verschwinden kann. Und dann wirds nicht mehr so glimpflich ausgehen.

Die Probleme mit JJ1 sind wie mann bei uns so schön sagt "Hausgemacht". Aber solche Fehler geschehen nun einmal. Der Wille zu Koexistenz ist sicherlich vorhanden, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Und sicherlich war das nicht der letzte Fehler der gemacht wurde.


Bougle
Beiträge: 233
Registriert: 16.12.2005, 11:24

Beitrag von Bougle »

ich finde es z.B.auch schade, dass es fast verpflichtend ist, irgendein Tier, das im Gebirge umkommt, unbedingt zu entfernen. Wenn eines auf der Alm über einen Felsen abgestürzt ist oder, na und, dann stinkt es halt eine paar Tage oder Wochen und dann haben es die Wildtiere verdrückt. (es ist nur was anderes, falls es in einem Quellgebiet für Trinkwasser oder
Bachbett ist).
Ich war lettes Jahr bei einem Praktikum im Nationalpark hohe Tauern. Da werden tote Tiere liegengelassen. Warum? Damit genau die Wildtiere was haben, v.a. auch, da dort ein wichtiger Stützpunkt des Projektes "Wiederansiedlung des Bartgeiers im Alpenraum" liegt und was nützt es, Aasfresser auszuwildern, wenn man ihnen die einzige Nahrungsgrundlage entfernt?
Bartgeier wurden übrigens ausgerottet, weil man ihnen anchsagte, sie würden kleinkinder holen und fressen. Ebenso ihr zweiter Name: Lämmergeier.
Aber eigentlich ist er Aasfresser, nur Aas und zwar 90 Prozent Knochen und Sehnen. (unglaublich, aber erwachsene leben nur von Knochen und den daranhängenden Sehnen und erst, wenn sie schon genug abgenagt sind, dass nicht mehr zu viel fleisch dran ist, die Jungen bekommen die ersten paar Wochen etwas Fleisch, aber dann schon die ersten Knochen.)


C.Andrea

Beitrag von C.Andrea »

Nun ist er tot. Die "Krone der Schöpfung" hat mal wieder den einfachsten Weg gewählt. Vernichtet, was euch stört...manchmal könnte ich mich schämen, ein Mensch zu sein.
L.G. Andrea


Winnie23

der bär

Beitrag von Winnie23 »

hallo



heute morgen um ca. 4.30 wurde meister petz erlegt.

jetzt werden die stimmen wieder laut weil man den bären erschossen hat.

aber wie verrückt müssen menschen sein die gegen die jäger morddrohungen aussprechen.


hätte der bär erst einen menschen töten müssen????

was ich an der sache nicht verstehe ist das bärenspezialisten aus finnland den bären innerhalb von 2 wochen nicht fangen können, ABER dann jäger das tier innerhalb eines tages erschießen.

hier bleibt die logik mal wieder auf der strecke!!!!

es hätte bestimmt auch eine andere lösung gegeben

verstehn tu ich das ganze nicht

2 wochen erfolglos betäuben wollen und dann so schnell abschießen
da kann doch was nicht stimmen.

aber lieber so als wäre noch etwas schlimmeres passiert

mfg


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