Zeigt her Eure Pferde.....
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Mountain Meadows
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- Registriert: 12.02.2007, 16:50
Hallo!
@ Silke
Also, ich hab mir meine Stute damals in der Lehre gekauft. Hatte grad den Führerschein fertig und das kleine Autochen von meiner Mutter bekommen. Mein bissl Lehrlingsgehalt, das nach Abzug von Wohngeld und KFZ Kosten übrig war, reichte da für mein Pferdchen, da ich eh nicht grossartig am Wochenende weggegangen bin...
Nach der Arbeit bin ich dann immer direkt in den Stall gegangen und hab mich um mein Stütchen gekümmert. Im Sommer ist sie von den Stallbesitzern eh immer mit auf die Weide gestellt worden und ich musste dann nur noch misten und reiten. Im Sommer konnte ich auch noch prima nach der Arbeit ausreiten, im Winter blieb mir dann nur die Halle... Im Winter sind die Pferde dann tagsüber auch oft in die Halle gestellt worden, damit sie sich da ein bissl austoben konnten. Die Wochenenden gingen dann komplett für mein Pferdchen drauf. Da bin ich dann schon mal nen ganzen Tag unterwegs im Sattel gewesen... Mein damaliger Freund war da auch manchmal etwas eifersüchtig...
Später hab ich dann einen Offenstall gefunden und mein Pferdchen konnte rund um die Uhr, zu jeder Jahreszeit selber wählen, ob sie lieber im Stall oder draussen ist. Fast immer war sie draussen...
Dort waren die Pferde in zwei Herden unterteilt, Stutenherde und Wallachherde. Da brauchte ich auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich arbeitsbedingt (ich war zu der Zeit mittlerweile Vorarbeiterin) nicht grossartig reiten konnte.
Dann haben wir uns einen Traum erfüllt und haben ein Bauernhaus gekauft... Als Gesellschaft musste dann noch ein Pferdchen her. Da hab ich nen Mitleidskauf gemacht... Ich hatte Glück, aber so kam es, dass ich plötzlich 5 Pferdchen hatte und da kommt man nicht mehr so viel zum Reiten... Das macht mehr arbeit... Hat Spass gemacht, aber ich habe das Reiten schon vermisst... Mittlerweile habe ich einen Teil der Pferdchen in echt gute Hände vermittelt und habe nur noch drei. Die drei stehen von Frühjahr bis Anfang Winter auf der Weide und wenn es der Winter erfordert im Stall mit Auslauf. Durch meine kleine Tochter komm ich zwar immer noch nicht grossartig zum Reiten, aber ein Mädel aus der Nachbarschaft macht das ganz gut. Naja, sobald ich wieder richtig zum Reiten komm kann ich dann mit ihr zusammen die Prärie hier unsicher machen und später mit meiner Tochter... ;-)
So, ist nen bissl lang geworden, aber ich denke mal, wenn man sich in Kopf setzt, dass man ohne Pferdchen nicht leben kann, klappt das schon irgendwie...
Viele Grüsse aus dem Hunsrück!
Tine
@ Silke
Also, ich hab mir meine Stute damals in der Lehre gekauft. Hatte grad den Führerschein fertig und das kleine Autochen von meiner Mutter bekommen. Mein bissl Lehrlingsgehalt, das nach Abzug von Wohngeld und KFZ Kosten übrig war, reichte da für mein Pferdchen, da ich eh nicht grossartig am Wochenende weggegangen bin...
Nach der Arbeit bin ich dann immer direkt in den Stall gegangen und hab mich um mein Stütchen gekümmert. Im Sommer ist sie von den Stallbesitzern eh immer mit auf die Weide gestellt worden und ich musste dann nur noch misten und reiten. Im Sommer konnte ich auch noch prima nach der Arbeit ausreiten, im Winter blieb mir dann nur die Halle... Im Winter sind die Pferde dann tagsüber auch oft in die Halle gestellt worden, damit sie sich da ein bissl austoben konnten. Die Wochenenden gingen dann komplett für mein Pferdchen drauf. Da bin ich dann schon mal nen ganzen Tag unterwegs im Sattel gewesen... Mein damaliger Freund war da auch manchmal etwas eifersüchtig...
Später hab ich dann einen Offenstall gefunden und mein Pferdchen konnte rund um die Uhr, zu jeder Jahreszeit selber wählen, ob sie lieber im Stall oder draussen ist. Fast immer war sie draussen...
Dort waren die Pferde in zwei Herden unterteilt, Stutenherde und Wallachherde. Da brauchte ich auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich arbeitsbedingt (ich war zu der Zeit mittlerweile Vorarbeiterin) nicht grossartig reiten konnte.
Dann haben wir uns einen Traum erfüllt und haben ein Bauernhaus gekauft... Als Gesellschaft musste dann noch ein Pferdchen her. Da hab ich nen Mitleidskauf gemacht... Ich hatte Glück, aber so kam es, dass ich plötzlich 5 Pferdchen hatte und da kommt man nicht mehr so viel zum Reiten... Das macht mehr arbeit... Hat Spass gemacht, aber ich habe das Reiten schon vermisst... Mittlerweile habe ich einen Teil der Pferdchen in echt gute Hände vermittelt und habe nur noch drei. Die drei stehen von Frühjahr bis Anfang Winter auf der Weide und wenn es der Winter erfordert im Stall mit Auslauf. Durch meine kleine Tochter komm ich zwar immer noch nicht grossartig zum Reiten, aber ein Mädel aus der Nachbarschaft macht das ganz gut. Naja, sobald ich wieder richtig zum Reiten komm kann ich dann mit ihr zusammen die Prärie hier unsicher machen und später mit meiner Tochter... ;-)
So, ist nen bissl lang geworden, aber ich denke mal, wenn man sich in Kopf setzt, dass man ohne Pferdchen nicht leben kann, klappt das schon irgendwie...
Viele Grüsse aus dem Hunsrück!
Tine
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Fjordi777
Hallo Zieglinde!
Ich arbeite zum Glück nur 25 Std die Woche, sonst könnte ich das zeitlich nie schaffen......und finanziell gehts auch, die ich die Ponys bei meinem Freund im Offenstall habe.....
Wäre sonst irgendwie ne Schraube ohne Ende: Finanziell ist nur bei Vollzeit zu schaffen, aber dann fehlt die Zeit fürs Pferd....eins wäre in VP zu schaffen, aber 2 in Eigenregie......das wäre unmöglich!
Oder wie machen das die anderen???
ein Friese............traumhaft......... #daumen_hoch*
Ich arbeite zum Glück nur 25 Std die Woche, sonst könnte ich das zeitlich nie schaffen......und finanziell gehts auch, die ich die Ponys bei meinem Freund im Offenstall habe.....
Wäre sonst irgendwie ne Schraube ohne Ende: Finanziell ist nur bei Vollzeit zu schaffen, aber dann fehlt die Zeit fürs Pferd....eins wäre in VP zu schaffen, aber 2 in Eigenregie......das wäre unmöglich!
Oder wie machen das die anderen???
ein Friese............traumhaft......... #daumen_hoch*
Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten.
Ich hatte das Thema schon im Dezember, als ich Milimeter davor war, ein Schlachtardennerfohlenhengst von der Schlachtbank weg zu retten. Auch da hatte ich schon mal gefragt und einige Antworten erhalten. Gottseidank hatte sich jedoch eine andere Frau erbarmt, so ist dieser Kelch (nanu, Angst?) nochmal an mir vorbei gegangen. Aber hätte die den nicht genommen, hätte ich ihn hierher geschafft.
Also bin ich immer noch pferdelos und kann mich nur wundern, wie ihr das auf die Reihe kriegt! Und dann vielleicht auch noch das Pferdchen dressieren!
Alle Achtung.
Aber ich möchte gerne auch noch von den Anderen erfahren, wie sie ihren Alltag mit Pferd und Ziege und meist auch noch mit Hund (mal ganz abgesehen von Kindern) gebacken kriegen!!!
Liebe Grüße
Silke
Ich hatte das Thema schon im Dezember, als ich Milimeter davor war, ein Schlachtardennerfohlenhengst von der Schlachtbank weg zu retten. Auch da hatte ich schon mal gefragt und einige Antworten erhalten. Gottseidank hatte sich jedoch eine andere Frau erbarmt, so ist dieser Kelch (nanu, Angst?) nochmal an mir vorbei gegangen. Aber hätte die den nicht genommen, hätte ich ihn hierher geschafft.
Also bin ich immer noch pferdelos und kann mich nur wundern, wie ihr das auf die Reihe kriegt! Und dann vielleicht auch noch das Pferdchen dressieren!
Alle Achtung.
Aber ich möchte gerne auch noch von den Anderen erfahren, wie sie ihren Alltag mit Pferd und Ziege und meist auch noch mit Hund (mal ganz abgesehen von Kindern) gebacken kriegen!!!
Liebe Grüße
Silke
Hallo! Ich habe meine Ponys geschenkt bekommen. die große von meinem vater, und die kleine von meinem Opa. Ställe haben wir selbst gebaut. Offenställe. Die Pferde sind bei mir 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr raußen. dafür sind sie so gut wie nie krank. Abgehärtet eben.
Die Pacht für die Weiden hält sich in Grenzen. Für unsere Winterweide, wo wir auch einenfesten Vorplatz für regenwetter etc. in eigenlestung gemacht haben, bezahlen wir 44€ im Jahr!! 3500 qm.
Die andere Weide kostet uns 35€ im Jahr. ebenfalls ca. 3000 qm. Die Baumstücke, auf denen sie jetzt stehen, bekommen wir gratis cvon der Gemeinde, die sind froh, dass sie nicht mulchen müssen um die Bäume rum.
Ansonsten haben wir viele weiden, wo die leute einfach froh sind, dass sie sich nicht klümmern bracuhen. Dieses Jahr eigentlich schon zu viel. Aber wir werden das schon irgendwie schaffen.... :D
Wir arbeiten beide (mein Mann und ich) er in Vollzeit, schicht und ich nach Absprache nach Termin. So kann ich es mir legen, wie ich will. Hat er spät, dann höre ich früher auf, hat er früh, dann fange ich später an.
Wir haben aber noch eine Gute seele hier im Ort, der einspringt, wenn wir in Urlaub fahren, oder krank sind, etc.
Kosten kommen nur im Winter für Heu auf uns zu. Wir brauchen mit allen Tieren ca. 450 Ballen Heu im Winter. Wir zahlen 1,50€ pro ballen, bekommen sie dann aber auch geliefert und gesetzt.
Zur Haltung kommen dann auch ncoh die Weidezaungeräte, Batterien, Stäbe, Band, Halfter, Trensen, Sättel, Putzzzeug, Impfungen, wurmkuren......
Das muss gut durchdacht sein. Bei mir springen hier und da die Großeltern ein und holen mal ne Batterie, oder kaufen Futter. Wir wünschen uns zum Geburtstag Gutscheine Vom Bauern, die wir dann in Heu umlegen.
Grüße, Olga
Die Pacht für die Weiden hält sich in Grenzen. Für unsere Winterweide, wo wir auch einenfesten Vorplatz für regenwetter etc. in eigenlestung gemacht haben, bezahlen wir 44€ im Jahr!! 3500 qm.
Die andere Weide kostet uns 35€ im Jahr. ebenfalls ca. 3000 qm. Die Baumstücke, auf denen sie jetzt stehen, bekommen wir gratis cvon der Gemeinde, die sind froh, dass sie nicht mulchen müssen um die Bäume rum.
Ansonsten haben wir viele weiden, wo die leute einfach froh sind, dass sie sich nicht klümmern bracuhen. Dieses Jahr eigentlich schon zu viel. Aber wir werden das schon irgendwie schaffen.... :D
Wir arbeiten beide (mein Mann und ich) er in Vollzeit, schicht und ich nach Absprache nach Termin. So kann ich es mir legen, wie ich will. Hat er spät, dann höre ich früher auf, hat er früh, dann fange ich später an.
Wir haben aber noch eine Gute seele hier im Ort, der einspringt, wenn wir in Urlaub fahren, oder krank sind, etc.
Kosten kommen nur im Winter für Heu auf uns zu. Wir brauchen mit allen Tieren ca. 450 Ballen Heu im Winter. Wir zahlen 1,50€ pro ballen, bekommen sie dann aber auch geliefert und gesetzt.
Zur Haltung kommen dann auch ncoh die Weidezaungeräte, Batterien, Stäbe, Band, Halfter, Trensen, Sättel, Putzzzeug, Impfungen, wurmkuren......
Das muss gut durchdacht sein. Bei mir springen hier und da die Großeltern ein und holen mal ne Batterie, oder kaufen Futter. Wir wünschen uns zum Geburtstag Gutscheine Vom Bauern, die wir dann in Heu umlegen.
Grüße, Olga
Wer den Mensch kennt wird die Tiere lieben!
Moin,
habt ihr alle keine Kinder??? Meine drei sind z.Zt. nicht fremdbetreut, ich arbeite nur ein paar Stunden im Monat, aber bin trotzdem an der Schmerzgrenze mit meinem Bestand (200 St. Geflügel, 25 Ziegen, ein paar Karnickel, Hunde, Katzen). Bei mir kommt jede Woche eine Helferin zum Misten, die macht alles sauber. Die drei Pferde bei mir auf dem Hof gehören einer Bekannten. Was bin ich froh, daß das nicht meine sind!!! Ehrlich, die machen so viel Arbeit! Bestimmt noch mal so viel wie der Rest zusammen. Ist ja nicht nur die Grundversorgung mit Misten und Abäppeln usw., bei uns werden regelmäßig durch gründlich Arschscheuern Zäune zerknackt oder auch mal ein Tor. Da meine Bekannte HartzIV- Empfängerin ist und sich standhaft weigert, auch nur eins der Pferd wegzugeben, ist natürlich auch die Grundversorgung nur eine Grundversorgung. Nix mit Mineral und so...Im Schnitt kosten die drei im Winter ca. 50,- pro Monat für Heu und Wasser, der Schmied nimmt (wegen meinereiner:)) nur 30,- für alle zusammen (ohne Beschlag), aber selbst da wird es schon eng. Dementsprechend sehen die Hufe aus. Tetanus/Dämpfigkeitsimpfung für 35,- pro Pferd ist nicht drin, auf Wurmkuren bestehe ich. Mineralpellets habe ich letzten Winter schon zugekauft. Trotzdem ich die Tiere mag und sie mir Spaß machen, ich bin von dem Gedanken an eigene Pferde weit abgerückt. Kann aber auch nicht reiten, muß ich dazu sagen. Wenn man also absehen kann, daß man eh nicht genug Zeit hat, um regelmäßig und zuverlässig mit den Tieren zu arbeiten, sollte man es m.M. nach vielleicht doch lieber lassen oder sich eine Reitbeteiligung suchen.
Andererseits, wenn ich die Bilder von Ela sehe, dann wird mir schon ein wenig schwach.....Aber dann hätte ich auch ein Pferd und sonst nichts.
Liebe Grüße,
Claudia
habt ihr alle keine Kinder??? Meine drei sind z.Zt. nicht fremdbetreut, ich arbeite nur ein paar Stunden im Monat, aber bin trotzdem an der Schmerzgrenze mit meinem Bestand (200 St. Geflügel, 25 Ziegen, ein paar Karnickel, Hunde, Katzen). Bei mir kommt jede Woche eine Helferin zum Misten, die macht alles sauber. Die drei Pferde bei mir auf dem Hof gehören einer Bekannten. Was bin ich froh, daß das nicht meine sind!!! Ehrlich, die machen so viel Arbeit! Bestimmt noch mal so viel wie der Rest zusammen. Ist ja nicht nur die Grundversorgung mit Misten und Abäppeln usw., bei uns werden regelmäßig durch gründlich Arschscheuern Zäune zerknackt oder auch mal ein Tor. Da meine Bekannte HartzIV- Empfängerin ist und sich standhaft weigert, auch nur eins der Pferd wegzugeben, ist natürlich auch die Grundversorgung nur eine Grundversorgung. Nix mit Mineral und so...Im Schnitt kosten die drei im Winter ca. 50,- pro Monat für Heu und Wasser, der Schmied nimmt (wegen meinereiner:)) nur 30,- für alle zusammen (ohne Beschlag), aber selbst da wird es schon eng. Dementsprechend sehen die Hufe aus. Tetanus/Dämpfigkeitsimpfung für 35,- pro Pferd ist nicht drin, auf Wurmkuren bestehe ich. Mineralpellets habe ich letzten Winter schon zugekauft. Trotzdem ich die Tiere mag und sie mir Spaß machen, ich bin von dem Gedanken an eigene Pferde weit abgerückt. Kann aber auch nicht reiten, muß ich dazu sagen. Wenn man also absehen kann, daß man eh nicht genug Zeit hat, um regelmäßig und zuverlässig mit den Tieren zu arbeiten, sollte man es m.M. nach vielleicht doch lieber lassen oder sich eine Reitbeteiligung suchen.
Andererseits, wenn ich die Bilder von Ela sehe, dann wird mir schon ein wenig schwach.....Aber dann hätte ich auch ein Pferd und sonst nichts.
Liebe Grüße,
Claudia
@ Claudia:
#daumen_hoch* Gebe Dir völlig recht!
Man muss sich (wie aber eigentlich vor jeder Tieranschaffung) darüber klar werden, dass eine Grundversorgung Zeit & Geld kostet, man aber darüber hinaus auch noch mehr investieren muss, da Tiere auch beschäftigt werden wollen.
Allerdings sollte zu der sog. Grundversorgung auch die Hufpflege, Schutzimpfungen und adäquates Futter gehören - nur auf dieser Basis vermeidet man unnötige Erkrankungen!!!
#daumen_hoch* Gebe Dir völlig recht!
Man muss sich (wie aber eigentlich vor jeder Tieranschaffung) darüber klar werden, dass eine Grundversorgung Zeit & Geld kostet, man aber darüber hinaus auch noch mehr investieren muss, da Tiere auch beschäftigt werden wollen.
Allerdings sollte zu der sog. Grundversorgung auch die Hufpflege, Schutzimpfungen und adäquates Futter gehören - nur auf dieser Basis vermeidet man unnötige Erkrankungen!!!
