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Leishmaniosegefahr: Sandmücken jetzt auch in Deutschland

Verfasst: 08.05.2009, 15:06
von Locura
Weiterleitung:

Hallo ihr Lieben,

gestern bekamen wir von unserer Tierärztin die erschreckende Nachricht: in RLP wurden in einigen Regionen Schwärme von Sandmücken entdeckt, die die unheilbare Krankheit Leishmaniose überträgt.

Es wurden diverse Tests durchgeführt, einige Studien gemacht, dabei stellte man fest: Hunde, die noch nie im Ausland waren, sind an Leishmaniose erkrankt, es gab einige Fälle bei Menschen, einige bei anderen Tieren.

Einen Impfstoff gibt es natürlich noch nicht, jedoch sind Gruppen dabei, die Sandmücken einzufangen, damit man mit der Entwicklung anfangen kann.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Liebe Grüße

Sabine

Re: Leishmaniosegefahr: Sandmücken jetzt auch in Deutschland

Verfasst: 08.05.2009, 22:40
von Nicola
Hallo,
eine ähnliche Stellungnahme habe ich bereits letztes Jahr von 2 TÄ bekommen. So neu ist das also nicht.

Das ist auch der Hauptgrund, weshalb ich gegen wahllose Pseudorettungsaktionen aus dem gesamten Rest der Welt bin.

Wohlgemerkt: Mit Verstand und Umsicht kann Auslandstierschutz sehr gut und wichtig sein. Also z.B. Welpen hierhin holen und von dem Geld die verbleibenden älteren Streuner kastrieren und dort belassen.

Ich weiß, daß das Leid dort oft unbeschreiblich ist, aber in einen halbtoten, alten Hund Zigtausende von Euros für Operationen stecken halte ich für blanken Unsinn!
Das Geld wäre woanders wesentlich hilfreicher und dieser Hund würde durch eine gnädige Spritze erlöst.

Auch zum Schutz der Hunde, die uns in unserer Hundepension anvertraut werden lehnen wir eine Aufnahme von Hunden mit ansteckenden Krankheiten (also auch Leishmaniose) prinzipiell ab!

Liebe Grüße
Nicola

Re: Leishmaniosegefahr: Sandmücken jetzt auch in Deutschland

Verfasst: 11.05.2009, 13:26
von Anja W
Viele Hunde und Katzen werden aber auch kastriert nicht gerne gesehen und deshalb oft vergiftet oder (ange)erschossen.
Die Auslandshunde bringen die Sandmücken ja nicht mit nach Deutschland und Leishmaniose ist nicht von Tier zu Tier ansteckend.
In den Auffangstationen sitzen die schönsten Tiere, mit nicht mehr Macken wie deutsche Hunde. Es gibt da bestimmt auch Ausnahmen, aber Auslandshunde gelten als sehr sozial und dankbar.
Außerdem werden alle Tiere vor der Ausreise geimpft und auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Bevor man zum Züchter geht sollte man ruhig mal auf den Auslandsseiten schauen, es gibt auch viele reinrassige Hunde dort, von groß bis klein. Ein guter Verein weiß auch genau Bescheid über den Charakter des Tieres und wird genau informieren.

Ich finde gerade auch ein älterer Hund hat es verdient ordentlich tierärztlich versorgt zu werden , wenn er noch eine gute Prognose in Aussicht hat. Oft sind dies auch ausgediente Jagdhunde oder Geburtsmaschinen.

LG Anja

Re: Leishmaniosegefahr: Sandmücken jetzt auch in Deutschland

Verfasst: 12.05.2009, 00:20
von Nicola
Hallo,
trotzdem finde ich, daß zu viele Hunde importiert werden!

Wenn in Deutschland alte Hunde abgegeben werden müssen ( Todesfall, Scheidung,...) nimmt fast kein Tierheim sie auf, weil sie voll sind mit Südländern.
Die alten Notfälle bringen kein Geld, wie z.B. süße Welpen oder Rassehunde aus Spanien.
Oft wird auch noch die Abstammung erlogen (gepunkteter Jagdhund als Dalmatiner-Mix, Plattnasen als Boxer und wenn der Staff noch so deutlich ist, das haben wir selbst erlebt!).

Wir sind echt Sammelstelle für deutsche, alte Hunde geworden und das kotzt mich an!
Die werden sonst eingeschläfert, obwohl sie gesund sind, weil keiner sie aufnimmt.

Leishmaniose ist ansteckend, auch in Deutschland, und auch auf Menschen übertragbar. Das ist nicht neu, sondern schon lange bekannt.

Man braucht sich über BT nicht aufzuregen, wenn man anderen Siff bewußt herholt.

Mag sein. daß andere Menschen andere Meinungen haben, aber das ist nun mal meine!

Liebe Grüße
Nicola