Krumme Geschäfte mit Tieren
Verfasst: 17.11.2009, 22:30
Beim üblichen Durchsehen der Tierheimseiten im Netz stießen wir auf folgenden Verweis: <!-- m --><a class="postlink" href="http://lisboa.coisas.com/para_venda/ani ... _venda/ani ... 64d513d3d/</a><!-- m --> Eine Holländerin aus der Gegend von Lissabon bietet ihre Friesenstute zur Adoption an. Sehr guter Charakter, an Kinder gewöhnt, alles bestens. Leider müsse sie wegen Schwangerschaft der Eigentümerin weggegeben werden. Sie soll aber nicht verkauft werden, denn wichtig ist nicht ein zu erlösender Verkaufspreis, sondern daß das Pferd in gute Hände und Haltungsbedingungen kommt. Das ist bei uns alles gegeben. Es wurde also per email hin- und hergeschrieben. Gestern abend erhielten wir die Nachricht, daß die Holländerin die Sache mit ihrem Mann durchgesprochen hätte - wir könnten die Stute haben. Da waren Freude und Aufregung natürlich groß. Heute dann unsere Nachfrage, wo man das Pferd denn besuchen könne. Ach ja, hieß es da, man habe ganz vergessen zu sagen, daß das Pferd in Kamerun stehe und von dort abgeholt werden müsse. Natürlich wurden wir da stutzig! Da soll ein Pferd in Portugal weggegeben werden, man schreibt mehrmals hin und her, "vergißt" dabei aber ganz zufällig gerade den alles entscheidenden Punkt zu erwähnen - daß das Pferd in Kamerun steht! So als ob es sich hierbei um eine völlig belanglose Nebensache handelt.
Was wird hier gespielt? Eine Möglichkeit könnte sein, daß man Interessenten ausfindig macht, diese "heiß" macht auf das Pferd und wenn sie angebissen haben, die Sache mit Kamerun aus dem Hut zaubert. Dann bespricht man die Modalitäten, vielleicht würde auch der jetzige Pferdebesitzer (wenn das Pferd überhaupt existiert) vorschlagen, einen Teil der nicht unerheblichen Transportkosten zu übernehmen - immerhin bekäme man dann ja für den verbleibenden Eigenanteil an diesen Kosten ein edles und teures Friesenpferd... Aber die Anzahlung für den Transport von Kamerun nach Portugal würde man nie mehr wiedersehen, ebensowenig wie ein Pferd...
Hinzu kommt, daß Friesenpferde in Portugal, dem Land der ebenfalls hervorragenden Lusitaner, so gut wie unbekannt sind. Es leben aber viele Deutsche und Holländer in Portugal (von denen überdurchschnittlich viele Pferde halten) - und die kennen Friesenpferde. So glaubt man vielleicht, an einen als zahlungskräftig geltenden Personenkreis heranzukommen. Wie gesagt, eine Vermutung. Aber es ist doch mehr als seltsam, wenn bei einer solchen Transaktion gerade der wesentliche Punkt, nämlich daß das Pferd in Kamerun steht(!), wie als unwesentlich zu erwähnen vergessen wird.
Was haltet Ihr von der Sache?
Grüße aus Portugal!
Richard
Was wird hier gespielt? Eine Möglichkeit könnte sein, daß man Interessenten ausfindig macht, diese "heiß" macht auf das Pferd und wenn sie angebissen haben, die Sache mit Kamerun aus dem Hut zaubert. Dann bespricht man die Modalitäten, vielleicht würde auch der jetzige Pferdebesitzer (wenn das Pferd überhaupt existiert) vorschlagen, einen Teil der nicht unerheblichen Transportkosten zu übernehmen - immerhin bekäme man dann ja für den verbleibenden Eigenanteil an diesen Kosten ein edles und teures Friesenpferd... Aber die Anzahlung für den Transport von Kamerun nach Portugal würde man nie mehr wiedersehen, ebensowenig wie ein Pferd...
Hinzu kommt, daß Friesenpferde in Portugal, dem Land der ebenfalls hervorragenden Lusitaner, so gut wie unbekannt sind. Es leben aber viele Deutsche und Holländer in Portugal (von denen überdurchschnittlich viele Pferde halten) - und die kennen Friesenpferde. So glaubt man vielleicht, an einen als zahlungskräftig geltenden Personenkreis heranzukommen. Wie gesagt, eine Vermutung. Aber es ist doch mehr als seltsam, wenn bei einer solchen Transaktion gerade der wesentliche Punkt, nämlich daß das Pferd in Kamerun steht(!), wie als unwesentlich zu erwähnen vergessen wird.
Was haltet Ihr von der Sache?
Grüße aus Portugal!
Richard