was zum Nachdenken
Verfasst: 31.05.2010, 19:58
Milch - ein fast mythisches Lebensmittel - doch was verbirgt sich dahinter?
Unter dem Motto "Sie sehen die Milch - wir sehen die Kuh" startet der VGT eine groß angelegte Kampagne zur Aufklärung über die Milchindustrie
Informationskundgebung am Weltmilchtag
Dazu wird es am morgigen Weltmilchtag einen VGT-Informationsstand am Wiener Stephansplatz geben! So wie die meisten Kühe ihr Leben an einer kurzen Kette fristen müssen, werden AktivistInnen von 11:00 bis 17:00 Uhr an die Kette gelegt!
Weit verbreitet ist immer noch die feste Überzeugung, dass eine Kuh ja ohnedies Milch gibt und sie leiden würde, würde sie nicht gemolken werden. Doch wie alle Säugetiere, somit auch der Mensch, produziert die Kuh nur dann Milch, wenn sie ein Kind zur Welt gebracht hat. Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist sehr stark, wenn sie könnte, würde sie mindestens ein Jahr ihr Kleines trinken lassen, am Ende der Stillperiode wird der Milchfluss immer geringer.
Doch wie sieht das Leben einer Kuh in der Milchproduktion aus:
Die Milchleistung ist in den letzten Jahren enorm nach oben gezüchtet worden. Lag die Jahresmilchleistung in den 1960er Jahren noch bei 4.000 Litern pro Kuh, so "produziert" eine durchschnittliche Kuh heute über 7.000 Liter pro Jahr. Das ist das 10fache ihres Körpergewichts.
Mit knappen zwei Jahren wird die Kuh das erste Mal künstlich besamt, 9 Monate ist sie schwanger, danach kommt ihr Kleines zur Welt. In der Tierindustrie wird auf die Bedürfnisse der Tiere keinerlei Rücksicht genommen. Mit einer besonderen Brutalität werden den Müttern spätestens am 4. Tag nach der Geburt ihre Kinder entrissen. Würde das zu einem späteren Zeitpunkt geschehen, wäre die Bindung schon so ausgeprägt und stark, sodass sich die Mütter von dem Trauma nicht mehr erholen könnten. Die Milch ist für die Menschen reserviert, die Kälber werden mit Milchaustauschern aus Kübeln getränkt. Die Mutter wird zweimal täglich an die Melkmaschine gehängt, das Kind würde natürlich viel häufiger trinken. Trotz des Kraftfutters lässt der Milchfluss nach einem knappen Jahr nach. Doch die Tierindustrie sorgt vor, drei Monate nach der Geburt wird die Mutter erneut künstlich befruchtet und bekommt ein Jahr nach der ersten Geburt erneut ein Junges. Der Milchfluss ist für ein weiteres Jahr gesichert. Die Kühe in der Milchwirtschaft sind ab ihrem zweiten Lebensjahr einer Dauerschwangerschaft ausgesetzt. Der enorme, dauernde Milchfluss zehrt an der Gesundheit und an den Reserven der Tiere
Nach fünf bis sieben Schwangerschaften ist die "Milchkuh" am Ende ihrer Kraft und bringt den letzten Profit auf dem Schlachthof.
Stillgestanden - ein Leben lang
Gerade in kleiner strukturierten Betrieben ist die ganzjährige Anbindehaltung noch gängige Praxis. Ein Leben lang stillgestanden. Schwer vorstellbar, mit wie viel Leid ein Leben an der Kette verbunden sein muss. Fast wie ein Hohn klingt hier das gesetzlich verankerte Wort der "Bewegungsfreiheit": 40 cm in der Quer- und 60 cm in der Längsrichtung, diesen Spielraum muss die Kette der Kuh bieten.
Es gibt eine kleine gesetzliche Verbesserung für die Kühe seit Beginn dieses Jahres. An 90 Tagen muss die dauernde Anbindehaltung unterbrochen werden, doch wie so oft entkräften drei äußerst weit gefasste Ausnahmeregelungen diese Forderung. Die LandwirtInnen können auch für sich selbst entscheiden, ob eine der Ausnahmen für ihren Betrieb zutrifft, so reicht schon eine fehlende Möglichkeit, bauliche Gegebenheiten am Betrieb oder eben eine zu erwartende Gefahr für Mensch und Tier, um die Kühe weiterhin ein Leben lang an der Kette zu halten.
Riesige EU-Subventionen
Die Milchwirtschaft wird EU weit mit Millionenbeträgen subventioniert. In der EU wird zu viel Milch produziert. Die EU kauft diese überschüssigen Milchprodukte. Zum Kauf der überproduzierten Milchprodukte wurden bislang 350 Millionen Euro ausgegeben. (Quelle: EU Kommission, 2009: Die Lage auf dem
Unter dem Motto "Sie sehen die Milch - wir sehen die Kuh" startet der VGT eine groß angelegte Kampagne zur Aufklärung über die Milchindustrie
Informationskundgebung am Weltmilchtag
Dazu wird es am morgigen Weltmilchtag einen VGT-Informationsstand am Wiener Stephansplatz geben! So wie die meisten Kühe ihr Leben an einer kurzen Kette fristen müssen, werden AktivistInnen von 11:00 bis 17:00 Uhr an die Kette gelegt!
Weit verbreitet ist immer noch die feste Überzeugung, dass eine Kuh ja ohnedies Milch gibt und sie leiden würde, würde sie nicht gemolken werden. Doch wie alle Säugetiere, somit auch der Mensch, produziert die Kuh nur dann Milch, wenn sie ein Kind zur Welt gebracht hat. Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist sehr stark, wenn sie könnte, würde sie mindestens ein Jahr ihr Kleines trinken lassen, am Ende der Stillperiode wird der Milchfluss immer geringer.
Doch wie sieht das Leben einer Kuh in der Milchproduktion aus:
Die Milchleistung ist in den letzten Jahren enorm nach oben gezüchtet worden. Lag die Jahresmilchleistung in den 1960er Jahren noch bei 4.000 Litern pro Kuh, so "produziert" eine durchschnittliche Kuh heute über 7.000 Liter pro Jahr. Das ist das 10fache ihres Körpergewichts.
Mit knappen zwei Jahren wird die Kuh das erste Mal künstlich besamt, 9 Monate ist sie schwanger, danach kommt ihr Kleines zur Welt. In der Tierindustrie wird auf die Bedürfnisse der Tiere keinerlei Rücksicht genommen. Mit einer besonderen Brutalität werden den Müttern spätestens am 4. Tag nach der Geburt ihre Kinder entrissen. Würde das zu einem späteren Zeitpunkt geschehen, wäre die Bindung schon so ausgeprägt und stark, sodass sich die Mütter von dem Trauma nicht mehr erholen könnten. Die Milch ist für die Menschen reserviert, die Kälber werden mit Milchaustauschern aus Kübeln getränkt. Die Mutter wird zweimal täglich an die Melkmaschine gehängt, das Kind würde natürlich viel häufiger trinken. Trotz des Kraftfutters lässt der Milchfluss nach einem knappen Jahr nach. Doch die Tierindustrie sorgt vor, drei Monate nach der Geburt wird die Mutter erneut künstlich befruchtet und bekommt ein Jahr nach der ersten Geburt erneut ein Junges. Der Milchfluss ist für ein weiteres Jahr gesichert. Die Kühe in der Milchwirtschaft sind ab ihrem zweiten Lebensjahr einer Dauerschwangerschaft ausgesetzt. Der enorme, dauernde Milchfluss zehrt an der Gesundheit und an den Reserven der Tiere
Nach fünf bis sieben Schwangerschaften ist die "Milchkuh" am Ende ihrer Kraft und bringt den letzten Profit auf dem Schlachthof.
Stillgestanden - ein Leben lang
Gerade in kleiner strukturierten Betrieben ist die ganzjährige Anbindehaltung noch gängige Praxis. Ein Leben lang stillgestanden. Schwer vorstellbar, mit wie viel Leid ein Leben an der Kette verbunden sein muss. Fast wie ein Hohn klingt hier das gesetzlich verankerte Wort der "Bewegungsfreiheit": 40 cm in der Quer- und 60 cm in der Längsrichtung, diesen Spielraum muss die Kette der Kuh bieten.
Es gibt eine kleine gesetzliche Verbesserung für die Kühe seit Beginn dieses Jahres. An 90 Tagen muss die dauernde Anbindehaltung unterbrochen werden, doch wie so oft entkräften drei äußerst weit gefasste Ausnahmeregelungen diese Forderung. Die LandwirtInnen können auch für sich selbst entscheiden, ob eine der Ausnahmen für ihren Betrieb zutrifft, so reicht schon eine fehlende Möglichkeit, bauliche Gegebenheiten am Betrieb oder eben eine zu erwartende Gefahr für Mensch und Tier, um die Kühe weiterhin ein Leben lang an der Kette zu halten.
Riesige EU-Subventionen
Die Milchwirtschaft wird EU weit mit Millionenbeträgen subventioniert. In der EU wird zu viel Milch produziert. Die EU kauft diese überschüssigen Milchprodukte. Zum Kauf der überproduzierten Milchprodukte wurden bislang 350 Millionen Euro ausgegeben. (Quelle: EU Kommission, 2009: Die Lage auf dem