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Verfasst: 19.10.2013, 07:24
von Zirkuszuchtziegenzüchter
Hi Alex,
schön, daß Ihr einem Hund eine Chance auf ein besseres Leben geben wollt!
Schicke Dir PN.
Gruß,
Eva
Verfasst: 19.10.2013, 07:42
von Dipla
Grüß dich,
zu LM gibt´s viele Meinungen. Angefangen von "man soll das Risiko vermeiden LM nach D einzuschleppen" bis "klar, kein Problem". Fakt ist, im Frankfurter Raum gibt´s Sandmücken, eine Verbreitung der Krankheit auch in Deutschland ist also gegeben je mehr LM+ Tiere man nach D einbringt.
Das nur am Rande.
Meine Meinung zu LM ist folgende, such dir nen guten TA, halte unnötigen Stress vom Tier ab, freu dich auf einen tollen Kumpel der vermutlich genauso alt wird wie alle anderen Hunde auch, der eine älter, der andere halt nicht.
LM war früher in vielerlei Mündern ein Todesurteil, den meisten Hunden merkt man LM heutzutage überhaupt nicht mehr an. Viele sind mit Allopurinol gut eingestellt, wichtig ist einfach daß der Titer ein wenig im Auge behalten wird.
Wenn du dich genauer informieren willst setz dich mal mit Torsten Naucke in Verbindung, er ist ein anerkannter Spezialist für soetwas und hat auch eine LM+ Hündin (klasse Maus!). Sie gilt wenn ich nicht irre sogar geheilt, so niedrig bzw nicht nachweisbar ist/war ihr Titer.
Wenn du mich fragst, mach es nicht vom LM abhängig sondern davon ob ihr, also Hund und du, zusammenpasst :-)
Mehr gern per PN, für was bin ich Pflegestelle für Südländerhunde :-D
Verfasst: 19.10.2013, 09:43
von Dipla
Grüß dich,
soweit ich weiß ja, kommt aber auf die Höhe des Titers an. Ich kenne 2 Hunde im näheren Umfeld die LM+ sind, keinerlei Anzeichen haben, fit wie nochwas sind und momentan kein Allo brauchen.
Das beste Beispiel hab ich aber gerade hier, 6 Jahre alt, LM+, seit 2 Jahren ohne Medikamente und ein vor Energie strotzender fröhlicher Kerl.
Wie gesagt, wichtig ist daß man weiß woran man ist, dann kann man damit umgehen. Schau daß du in Erfahrung bringst wie der LM-Titer gemessen wurde und wie hoch er ist. Elisa-Tests sind da nicht sonderlich genau, besser man lässt genau bestimmen. Denn ich gehe davon aus daß damit getestet wurde, Spanien macht das leider per Schnelltest, die Tests in den deutschen Laboren sind da genauer.
Wo in Spanien sitzt der Kerl denn der zugegebenermaßen echt ein Knuffel ist :love:
Bezüglich deutschem Labor könnte ich dir evtl helfen, kommst du irgendwie an sein Blut ran?
Verfasst: 19.10.2013, 18:41
von Dipla
Wichtig ist jetzt erst mal das man überhaupt schon getestet hat. Viele Hunde kommen nach D, erkranken teilweise aufgrund des Stresses in der neuen Umgebung und die Besitzer plus teilweise auch div. TA´s stehen dann da und wissen nicht was los ist. Ich spreche da aus Erfahrung...
Von daher finde ich es sehr verantwortungsvoll von der Orga den Hund vor Ausreise schon mal testen zu lassen, Hut ab!
So, was kommt auf dich zu...
Wenn der Hund bei dir wäre würde ich ihn erst mal 2-3 Monate in Ruhe und ankommen lassen. Dann einen vernünftigen TA suchen der sich mit LM auskennt (da kann ich dir sicher helfen) und dann vielleicht 1x jährlich ein Kontrolltiter, mehr nicht. Allopurinol ist günstig, manche Hunde brauchen es auch nicht ihr Leben lang. Der älteste Hund mit LM den ich kannte wurde 16. Allerdings holte sich der Hund LM im Urlaub irgendwo bei Barcelona.. blöd gelaufen, die Besitzer hätten mal lieber damals Scalibor genommen.
Die meisten Hunde haben ein unauffälliges Leben, heißt man merkt ihnen nicht an daß sie krank sind. Ich vergleiche LM auch gern mit Herpes.. man hat´s im Körper aber es bricht nur aus wenn irgendetwas nicht stimmt. Von daher dem Hund ein entspanntes und schönes Leben bieten, fertig. Allerdings sollte das Tier nicht geimpft werden, das ist zumindest meine letzte Info. Kann sein daß sich diesbezüglich etwas geändert hat, aber Impfungen gehen ganz schön an die Substanz. Zudem ist LM eine chronisch verlaufende Krankheit, kranke Tiere impft man normalerweise nicht.
Wenn ich vor der Entscheidung stünde, ich würde sie nicht von LM+ oder LM- abhängig machen. Ist der Hund denn gegen die anderen Reisekrankheiten auch schon getestet worden?
Je nach Ecke Spaniens gibt´s andere Test-Empfehlungen, ich persönlich würde noch zu Babesien, Filarien und Ehrlichiose raten, Herzwurm wäre auch noch wissenswert.
Kennst du seine Vorgeschichte?
Verfasst: 30.10.2013, 08:45
von Ziegenzicke
Liebe Alex,
wie bereits hier schon angesprochen bringen Tiere aus Südeuropa immer öfter Krankheiten mit nach Deutschland - bzw. Nordeuropa.
Ich finde es toll, wenn Du den Tieren dort helfen möchtest. Aber bevor Du ein Tier hierher bringst und evtl. den hier lebenden Tieren einer Berührung mit irgendwelchen (vielleicht noch nicht mal bekannten?) Krankheiten aussetzt, wäre es doch bestimmt möglich dem Tier dort - und anderen auch - ein besseres Leben zu ermöglichen. Vielleicht durch Spende an das Tierheim o.ä.
Ich persönlich halte es für sinnvoller, sich dort an der Arbeit und den Kosten für med. Versorgung und Kastrationen zu beteiligen. Es gibt viele Tierärzte, welche in diesen Ländern "Urlaub" machen um zu helfen. (Urlaub heißt kastrieren am Fließband u. ä.) Das "Groschengrab" für einen Hund hier in Deutschland reicht bestimmt aus um dort mehreren Tieren zu helfen. In Spanien u. Portugal ändert sich langsam die schlechte Einstellung zu Tieren und immer mehr. "Einheimische" legen sich selber ein Haustier als Gefährte zu.
Ein Tier "gerettet" und die vielen anderen?
Vielleicht magst Du ja nochmal darüber nachdenken.
Manuela