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Schweine Freilandhaltung

Verfasst: 17.12.2005, 21:57
von ClaudiaH
Hallo,

wir haben ja jedes Jahr ein Angler Sattelschwein in Freilandhaltung. Dummerweise ist das Freiland nicht sooo riesig, aber meiner Meinung nach immer noch viel besser als Stallhaltung. Leider haben die Schweine ihren Auslauf derart umgepflügt und verwüstet, daß bei diesem Wetter alles unter Wasser steht. Die Hütte ist trocken und dick eingestreut, draußen steht der Herr Speck bis zum Bauch im Modder. Den stört's nicht, aber uns!!!

Wie könnte man also ca. 40 qm schweinesicher und -freundlich befestigen? Ausbaggern und drainieren wäre möglich, aber was macht man dann?

Danke euch,
Claudia

Verfasst: 17.12.2005, 23:39
von -Johanna-
Hallo,

ich kenn mich mit Schweinen nicht aus, aber in den Zoos sind die immer betoniert. Das wird wohl nicht sein, was dir vorschwebt?

Aber eine andere Variante gefällt mir theoretisch gut, obs praktisch durchführbar ist, müssen andere klären.

John Seymor in seinen phantadtischen Bilderbüchern vom Lande "Leben auf dem Lande", "Selbstversorgung aus dem Garten" empfiehlt, die Schweine jeweils auf abgeernteten Kartoffel - und Topinamburäckern einzuzäunen und dort die Nachlese betreiben zu lassen. Auch andere Stellen, die man gerne umgeackert hätte, wären sicher möglich.

Ich stell mir nur die Einzäunung schwierig vor - oder??

Also ich denke befestigen - oder Weidewechsel.

Gruß -Johanna-

Verfasst: 17.12.2005, 23:45
von Bougle
was ist das Problem, wenn das Schwein im Dreck steht? Es legt sich doch sowieso am liebsten in den Schlamm vor allem im Sommer. Damit muss man leben wenn man Freilandhaltung will.

Unsere sind manchmal auch mehr schwarz/braun als schweinchenrosa, was solls, müssen nur zum Schlachten wieder relativ sauber sein.

Einzäunung schwer? 3 Elektrodrähte und die Einzäunung steht, hatten damit noch nie Problem. Wenn sie das erste mal rausgehen gelangen sie halt irgendwann das erste mal an den Draht, dann geht eine vielleicht mal durch, aber das lernen sie wirklich sehr schnell.

Verfasst: 18.12.2005, 00:22
von ClaudiaH
Hallo,

die Sache mit dem betonieren haben wir auch schon ins Auge gefaßt. Eine Ecke zum wühlen freilassen und gut is'. Weidewechsel geht mangels Fläche leider nicht, außerdem halte ich auch nicht so viel davon, weil man ja immer mit einer stärkeren Wurmkontamination rechnen muß. Obwohl es sicher ginge, da man ja schlecht einschätzen kann, woher die Würmer bei den Kindern nachher kommen.

@ bougle: eigentlich kein Problem, im Sommer geht's auch. Zur Zeit ist es aber so, daß das Schwein sich eben nicht hinlegen kann, weil es sonst ertrinkt :D Es ist echt zu nass. Ich halte es auch nicht für besonders gesundheitsförderlich, wenn die Tiere über einen längeren Zeitraum extremer Nässe ausgesetzt sind. Irgendwann muß man ja mal Probleme kriegen. Das fängt schon damit an, daß man den Futterrplatz nicht ordentlich sauber halten kann, da ja jedes Behältnis irgendwann ausgehebelt wird und durch das Wühlen beim Fressen auch erst mal Futter daneben fällt. Sein Klo ist zwar in der anderen Ecke, aber trotzdem...Ein anderes Problem ist, daß man das Schweinegehege praktisch nicht betreten kann, da man sofort steckenbleibt. Was mache ich, wenn ich da tatsächlich mal einen Notfall habe und das Schwein da nicht rauskriege bzw. versorgen kann?
Ich würde ihm ja eine Liegefläche aus Paletten bauen, aber du weißt ja, wie lange das hält :D

Also, ich bin sehr dankbar über weitere Ideen :D :D :D

Liebe Grüße,
Claudia

Verfasst: 18.12.2005, 08:31
von Loise
Liebe Claudia,

einige Wollschweinzüchter die ich kenne halten ihre Schweine auch in "relativ" klein begrenzter Freilandhaltung (pro Schwein ca. 100m² Auslauf). Die haben einfach die Hütte und einen Vorplatz dazu betoniert und den Rest wie du meinst drainagiert und geschottert.
Um eine Möglichkeit zum Sulen zu bieten haben sie einfach eine Ecke mit fester Umrandung mit normaler Erde gefüllt.

Ich glaube so kommt man einer "schweinegerechten" Haltung ziemlich nahe. Hat ja nicht jeder die Möglichkeiten eines Sepp Holzers.

Schönen Sonntag
Jutta

schweinchen

Verfasst: 18.12.2005, 09:56
von Winnie23
hallo


man kann den schweinen einen extra"nasenring für schweine" reinmachen dann können die nicht mehr so viel umbaggern

gibt z.b. bei westfalia

mfg

Re: schweinchen

Verfasst: 18.12.2005, 11:31
von Bougle
Winnie23 hat geschrieben:hallo


man kann den schweinen einen extra"nasenring für schweine" reinmachen dann können die nicht mehr so viel umbaggern

gibt z.b. bei westfalia

mfg
dann kann ich sie auch in kleinen Buchten konventionell halten. Ich halte das für Tierquälerei, es ist ein normales Verhalten und soll nicht verhindert sondern gefördert werden.

Welchen Zweck hat eigentlich das Schwein? Braten und Schnitzel oder als "Heimtier"?

Wir halten unsere paar Schweine immer draußen natürlich mit einer erhöhten Hütte, wo sie immer trockene Fläche haben. Entwurmen tun wir eigentlich nicht, da wir sie schon entwurmt als Läufer ankaufen, füttern und dann gibt es exrafeine Schnitzel, a schmeckt man dann auch, dass sie anderst gefüttert und gehalten wurden als normale konventionelle Mastschweine.

Verfasst: 18.12.2005, 12:44
von Elise
Hallo ClaudiaH, Würmer bei den Kindern??
Vlg Claudia

Verfasst: 18.12.2005, 17:19
von -Johanna-
Hallo Christoph/bougle

wie in einer erhöhten Hütte??? Auf einem Rost, oder wie lol ??? Ne, mal im Ernst, damit ist doch das Zumatschen vom Auslauf noch nicht geklärt.

Wir hatten bei den Ziegen das gleiche Problem. Durch den geringen Platz wird der Boden verdichtet und bei Regen fließt das Wasser nicht ab und alles wird sumpfig. Hat im Sommer noch eine unangenehme Seite der Fliegen- und Mückenentwickung, von den Gerüchen ganz zu schweigen.

Nur wollen Ziegen halt nicht wühlen - gottseidank :wink:

Gruß -Johanna-

Verfasst: 18.12.2005, 18:23
von Bougle
die Hütte steht auf einer Erhöhten Betonfläche, die sowieso schon da war. In de rHütte ist ein Holzboden, damit sie nicht auf dem Kalten Beton lieben und darauf Einstreu. Darin ist auch der Trog.

Das Problem mit dem Versumpfen hat schon mit der Verdichtung zu tun, leider.