Seite 1 von 2

1000l Faß zum Entenstall umrüsten?

Verfasst: 06.03.2007, 13:41
von sanhestar
Hallo ihr Entenhalter,

hier werden demnächst Enten (und vielleicht auch noch ein paar Gänse) einziehen.

Bin nun am überlegen, ob man ein 1000l Faß (s. Thread mobile Weidehütten) auch als Entenstall umrüsten kann. Meine Idee:

Türöffnung rausschneiden, gross genug, dass ich mich auch rein bücken kann, mit 4kant-Profilen "Schienen" anbringen, in denen eine Falltür läuft und fixiert wird (damit nachts Fuchssicher). Zur Belüftung im oberen Bereich Lüftungsöffnungen ausschneiden, diese ähnlich sichern. Boden drinlassen, einstreuen, regelmässig reinigen. Das ganze noch auf Paletten stellen (Rampe nachts ebenfalls entfernen).

Es geht darum, eine mobile Lösung zu haben, da die Enten nicht auf einer Standweide bleiben und auch mal so weit weg vom Heimatstall sein werden, dass sie nachts nicht reingetrieben werden können (5-6 km Entfernung).

Wat meint ihr?

Gruss

Verfasst: 06.03.2007, 17:38
von Moritz
Wat meenste wie ville datte von die pussierlichen Tierchen uff soone kleene Fläche wie den Kanister mit seen nich mal een Quadratmeter Jrundfläche tust halten können, man jrade viere würdick saren.
Außerdem wolln die Vöjelchen schwimmen, wa? Na siehste!
Un wenn nu tachsüber der Fux kommen tut, wat machste denn, wennsde nich da bist? Inne Röhre kucken!
Ick wees also nich, ob dit sone jute Idee von Dir is, Meechen.

Ich bewundere zwar jeden Tag, wie früh Du aufstehst, aber Deine Pusselchen würden im Sommer schon gern beim ersten Sonnenstrahl äsen, zu trinken in einer solch kleinen Hütte wäre auch ein Problem, viel Kot fällt auch nachts an.
Mal schauen, was andere meinen.
Gruß MO

Verfasst: 07.03.2007, 06:56
von sanhestar
Moritz,

vielen Dank für dat geschreibsel aber dat war nicht sehr produktiv.

a) soll die Weidehütte - gleich welcher Art - die Fuchssicherheit für die Nacht sicherstellen

b) werden die Enten Zugang zu Wasser und Schwimmgelegenheiten haben

c) Fuchs- und Hundeabwehr tagsüber UND Nachts zusätzlich durch elektrifiziertes Geflügelnetz

d) Weidegang ist täglich sichergestellt, im Sommer bin ich mit Sonnenaufgang draussen

e) kann Wasser für die Nacht bereit gestellt werden

f) ist tägliches Misten kein Problem, Mistboy, Schubkarre, etc. vorhanden ;-)

g) geringe Grundfläche: das kann ich akzeptieren, wieviel Grundfläche würde ein Entenhalter für die Unterbringung über Nacht (nicht während das Aufstallgebotes, da gibt es eine andere Lösung) pro Ente veranschlagen?

Also, bitte anderweitig konstruktive Vorschläge, ob sich das Material eignet, andere die Idee schon hatten (und verworfen oder umgesetzt haben), etc.

Gruss

Verfasst: 07.03.2007, 09:41
von Lafayette
Hallo Sanhestar,

diese Tankhütten finde ich vom Innenklima nicht so besonders toll. Das ist dann nachts wie ein Zelt mit schlechter Lüftung. Das Kondeswasser läuft die Wände runter und es wird klamm und feucht darin.

Ich hatte mir sowas auch für meine Ziegen überlegt nach dem Fred hier im Forum. Bei uns gibt es kleinere Kunststoffweintanks für wenig Geld zu kaufen. Ich bin aber wegen dem erwarteten Kondenswasser wieder davon abgekommen.

Grüßle
Lafayette

Verfasst: 07.03.2007, 10:03
von Leiliche
Hallo Sabine,
habe keine Erfahrung mit der Entenhaltung in so einem Faß, kenne diese aber.

Wir hatten auch einmal Enten und hielten die so ähnlich wie Du es Dir vorstellst.
Die Türöffnung würde ich so aussägen das zum Boden noch 5cm bleiben, dann verstreuen die Enten die Einstreu nicht so.
Als Einstreu würde ich Dir Hanfspelzen empfehlen, saugen das 400fache des Eigengewichts auf siehe <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.bafa-gmbh.de/einstreu.htm">h ... tm</a><!-- m -->
Als Türe bzw Türöffner und Schliesser haben wir den Türöffner von AXT-Electronic eingebaut, mit dem Dämmerungsschalter funktioniert das einwandfrei.
Das Enten bei der Nacht Trinkwasser benötigen glaube ich nicht, deshalb kannst Du es weglassen.
Das mit Kondenswasser kann natürlich ein Problem sein, über eine gute Lüftungsführung müsste es aber in den Griff zu kriegen sein.

den Gruß entsendet
Andreas

Verfasst: 07.03.2007, 12:58
von sanhestar
Hallo,

hmm, Kondenswasser....

Ich habe eine solche Hütte als Unterschlupf für unsere Notziegen im Gebrauch, da ist mir bislang die Bildung von Kondenswasser nicht aufgefallen, liegt vielleicht an den niedrigen Aussentemperaturen. Der Schlupf ist aber an einer kurzen Seite komplett aufgeschnitten.

Deswegen allerdings auch meine Idee mit den Lüftungsöffnungen im oberen Bereich, evtl. sogar den Einfülldeckel abschrauben und mit einem "Schornsteindach" versehen als Abluftmöglichkeit (ist verständlich, was ich meine?).

Kombiniert mit der grossen Türöffnung für die "Falltür" (die man auch wiederum mit Gitterteil im oberen Bereich versehen kann), reicht das nicht?

Wie sieht's aus mit Flächenbedarf pro Ente?

Gruss

Verfasst: 08.03.2007, 06:29
von Leiliche
Hallo Sabine,
der Flächenbedarf pro Ente ist nicht geregelt nach Anzahl sondern nach Kilogramm. und da heisst es pro 1qm 38Kg "lebende" Ente . Das ist schon pervers--- #bonk# .

Als Maximum würde ich 6 Enten oder 3 Gänse auf der Fläche unterbringen.

Das mit der Lüftung (Schornstein/Gittertüre) müsste funktionieren.

den Gruß entsendet
Andreas

Verfasst: 08.03.2007, 15:51
von NFDieter
Moin Sabine,

die Enten oder Gänse würden Dir das Fass sofort zuscheissen #daumen_runter#

Wir haben selbst genug von dem "Volk" gehabt, und haben auch noch so ein Fass von Bernd stehen, aber als Hütte auch nur für die Nacht würd ich da nicht mal unsere 4 Seidenhühner reinstecken...


Ich werds dann jetzt doch nur als Wasserfass verwenden!

@Andreas
9 Viecher??? in dem 1000 Liter Fass! Ernst gemeint?

Dieter

Unsere Enten waren nie nachts eingesperrt, keine Verluste! Lags daran, dass sie mit den Schafen zusammenlebten? Wir wissens nicht...

Verfasst: 09.03.2007, 05:48
von Leiliche
Guten Morgen Dieter,
sei mir bitte nicht böse "Einstein" :D 3 Gänse und 6 Enten sind tatsächlich 9 "Viecher", die ganze Mathematik entfällt aber wenn ein oder dazwischen steht.
Auf 1qm² Grundfläche 6 Enten oder 3 Gänse unterzubringen, wohlgemerkt für die Nacht ist nicht zu eng.

Liebe Grüsse in den Norden
Andreas

Verfasst: 09.03.2007, 07:46
von schuehlw
@Sabine:
Würde ein altes, ausgedientes Holzfass nicht schöner aussehen?
Das hat mein Nachbar seit Jahren (eigentlich mehrere) und die Gänse brüten sogar darinnen.
In so manchem Keller liegen diese Fässer in allen Größen rum.
(Stichsäge, Türchen rausschneiden, fertig)

Unsere Laufis verschmähen übrigens die aufgestellte große Hundehütte
und verbringen die Nacht lieber in einem Winkel des Geheges, den ich mit Platten überdacht habe.

Normalerweise scheißen die Tiere auch nicht ihr Nachtquartier zu, sondern außerhalb.

Gruß Werner