TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Platz für Ziegen-Themen, die in keine der anderen Rubriken passen ...
Piroschka
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Beitrag von Piroschka »

Wäre sie in Panik gesprungen, hätten wir das nie erfahren.
Demnach war ein Filmteam alarmiert.
Die Wasserfrage messe ich an Vergleichen mit Afrika.
Man sieht sie wunderbar wiederkäuen, Raufutter halt in Masse.
Dieses verwandelt sie in Zucker.
Da sie schon früher verschwunden ist, wenn sich Personen näherten, bot sich wohl immer dieser Weg.
Auch ich schreibe "gerettet" in Anführungszeichen.
Der Kommentar sagt gleichzeitig viel über die Kompetenz von Journalisten aus, die von Euren Zwangsbeiträgen leben.
Gut erkannt, Alex.


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die_Alex
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Beitrag von die_Alex »



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Fleisch, das; -es, -; 1.Leichenteil(e) eines getöteten Tieres, das leben wollte


Warum vegan? - - -Carne vale
die_Alex
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von die_Alex »



die_Alex
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von die_Alex »

...und es geht nur um Profit. :(



Viktualia
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von Viktualia »

Hallo Alex,
.und es geht nur um Profit.
Versteh ich nicht - wie meinst du das?
Ich hab mir den Film jetzt angeschaut und bis auf die Tatsache, dass es ja "weiter gehen" muss, konnte ich da kein "Profitdenken" erkennen-
(Im Gegenteil, bei der Käseherstellung hat´s mir in den Fingern gejuckt, die Arbeitsschritte zu rationalisieren, weil der so seltsam lange Wege gemacht hat...).
Meinst du den Umgang mit dem Virus?
Da hatte ich ebenfalls den Eindruck, dass es "wirtschaftlicher" gewesen wäre, die Tiere früher auszutauschen, bzw. frag mich, ob es wirklich "tierfreundlich" ist, so abgemagerte Ziegen weiter zu melken.
Den Ansatz, selber zu züchten, weil sie, wie sie sagen, dann für die Abgabe von Zuchtvieh mehr Geld bekommen, kann ich gut nachvollziehen - nicht nur wegen des Gewinns, sondern auch wegen kommender Krankheiten könnte eine "bewusstere Zucht" nicht nur mehr Geld, sondern auch weniger Tierleid bringen.

(Eine Frage hab ich noch zum Film: brauchen die nicht neue Weiden? An einer Stelle wird gesagt, auf den Weiden könnten sie sich den Virus holen, aber es wurde nicht erwähnt, wie lange sich der dort hält. Da hat mich gewundert, dass die neue Herde nach 3 Wochen Quarantäne da hin durfte.)

Mit Ziegen kenne ich mich ja eigentlich nicht aus, aber die Sache mit dem "Profitdenken", oder besser gesagt dessen Ablehnung, die interessiert mich.

In meinen Augen ist da was paradoxes dran: denke ich gar nicht an den Profit, muss ich verdammt viel Glück haben, oder woanders meine Fehler schon gemacht, mein Lehrgeld bezahlt haben, damit ich es langfristig halten kann.
Beim Orientieren an "Profit" ist es etwas anders: leg ich es nicht auf "direkten Gewinn" an, sondern auf langfristigen,
darauf, die Komponenten stimmig zu gestalten, kann es durchaus sein, dass dabei auch "glückliche", also artgerecht gehaltene und damit gesündere Tiere möglich sind.
Und der Laden langfristig gut läuft, weil halt auch die beteiligten Strukturen gepflegt sind.
Wenn das zum Kampfbegriff wird (und diesen Verdacht möchte ich gerne ausräumen), fällt mehr weg als nur "Profit"(Geld): Auch wenn ich nicht für andere produziere, muss es sich doch "lohnen", im Sinne von: nicht zu viel aus andern Bereichen verbrauchen.

Nach einigem Grübeln bin ich drauf gekommen, dass es wohl besser "Verschwendungs-Vermeidung" (als "Profitdenken") heissen müsste - klingt aber absolut zu sperrig.
Und taugt auch weil es irgendwie eine doppelte Verneinung ist nicht wirklich. Aber ich fand schon, dass sie da eine "gute Vermeidung von Verschwendung" betreiben.
Hab dich dich jetzt missverstanden oder nur zu wörtlich genommen?

(Ein "P.S. in eigener Sache" quasi: Unser Begriff von "Profitdenken" kommt ja daher, dass "Juristische Personen", also Firmen, kein Gewissen haben und alles auf die Gesellschaft abwälzen können, was sie an Schaden anrichten; bzw, sie bedienen sich der Ressourcen, ohne dafür Verantwortung zu übernehmen.
Das schmälert aber nicht nur die Lebensqualität der anderen, sondern auch deren Möglichkeit, zu "profitieren", am Kreislauf teil zu nehmen.
Vor allem aber schadet es dem Kreislauf selbst und der ist dann nicht mehr "profitabel" - er ist weniger "lebendig", siehe Klimawandel.
Nicht der Begriff ist das Übel, sondern die Art, ihn zu ge- oder missbrauchen.)


die_Alex
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von die_Alex »

Naja...wenn die Ziegen nicht mehr genug Milch geben, dann gehen die in die Wurst. Jetzt kann ich den Bauern doch nicht mehr glauben, dass Annegret deren Lieblingstier war, sonst hätten die eine andere Lösung finden können.
Oder mit den Bocklämmern, stellen sich als große Tierfreunde hin, weil sie die Böcke nicht ins Ausland verkaufen für 2,50 Euro. Täten denen die Böckchen wirklich so leid, dann würden sie die gar nicht erst produzieren, das ist bei Ziegen ja sogar gut machbar.


Viktualia
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von Viktualia »

Hmm, Alex, wegen "Annegret" - du hast aber schon mitbekommen, dass sie krank ist, oder?
Und dass sie nicht von ihrer Freundin getrennt wird, bevor sie beide sterben müssen?

Was für eine "andere Lösung" kannst du da sehen?
Um ihr auf diesem Hof das Gnadenbrot geben zu können, müssten sie entweder die Haltung gesunder Tier aufgeben, oder sich ständig desinfizieren - und hoffen, dass das reicht, bzw. ansonsten die anderen gefährden.

Zu den Böcken: wie aufwändig ist "gut machbar" bei 75-150 Ziegenmüttern?
Und was genau spricht deiner Ansicht nach gegen das Schlachten von männlichen Nutztieren?
Ich hab gesehen, dass die ne Menge Zeit und Hirnschmalz in die Infrastruktur ihrer Umgebung stecken um es so hin zu bekommen.
Willst du darauf hinaus, dass sie bei Milch und Käse bleiben sollen und gar nicht schlachten?

Eine Art "veganen Vegetarismus"?
Und allen alten Ziegen Gnadenbrot anbieten? Ne Art "Betriebsrente"?
Woher willst du wissen, dass Ziegen das wollen - und nicht lieber nen Wolf, "Ziegenwalhalla"?

Du findest also, sie sollten kein Geld damit verdienen wollen - aber wieso es diesen oder anderen Ziegen dadurch besser gehen soll,
wie überhaupt irgend etwas besser werden könne durch so nen "Verzicht" verstehe ich immer noch nicht.

Aber o.k., ich weiß jetzt, wie du das gemeint hattest mit dem "Profit".
Ich dachte echt, ich hätte vielleicht was missverstanden.

(Ich hab CAE gegoogelt. Wärest du mir mit "Kupfer", oder "andere Melkmaschinen" gekommen, hätte ich es eher nachvollziehen können.
Aber so denke ich: die haben ihr Lehrgeld bezahlt und machen es hoffentlich mit den Braunen besser.
Nicht "wegen des Profits", sondern wegen der Zusammenhänge und des nicht notwendigen Leidens.)


Angler
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von Angler »

Ziegen sind nach meinem Kenntnisstand NUTZTIERE -
wer mit seinem Betrieb Erträge erwirtschaften muß,
kommt um Schlachtungen nicht herum.
Das, werden Veganer nie kapieren.

Alles andere, ist Hobbyhaltung - und jedes Hobby kostet nun mal Geld.


Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund,
warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.

Henry Ford, amerikanischer Industrieller
die_Alex
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von die_Alex »

Wo war Annegret denn krank? Sie war auf CAE positiv getestet und hatte- wie 70% aller Ziegen- keine Symptome. Dafür gleich die ganze Herde töten?

Kam mir irgendwie bekannt vor, übertriebene Maßnahmen bei einem Virus.


die_Alex
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Re: TV-Tipp: Ziegen im Fernsehen

Beitrag von die_Alex »

Angler hat geschrieben: 29.01.2021, 18:03 Ziegen sind nach meinem Kenntnisstand NUTZTIERE -
Das Wort Nutztier hat der Mensch erfunden. Tier ist Tier.


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