Tierhaltungskonzeption
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Marion Schumacher
Tierhaltungskonzeption
Hallo miteinander,
habe heute ein Schreiben vom #bonk# Landratsamt bekommen.
[...]Bauliche Anlagen für eine Hobbytierhaltung können höchstens unter sehr engen Voraussetzungen zugelassen werden. [...]der genannte Standort befindet sich in einer landschaftlich sensiblen Lage in der Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet [...] Allenfalls wäre eine Sommerbeweidung mit temporärer Einzäunung und einem kleinen, mobilen Unterstand in gedeckten Farben denkbar. Der Unterstand (wohl bemerkt, der MOBILE) [...]wäre mit standortgerechten, einheimischen Laubgehölzen [...] einzugrünen. [...]
Jetzt wollen die eine Tierhaltungskonzeption von mir haben :evil: und da brauche ich Eure hilfe...
Ich soll denen z.B." ein Konzept zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Ziegenmists" vorlegen. Der soll eigentlich bei mir im Garten ( zumindest soweit er dort gebraucht wird) verarbeitet werden, der Rest kann abgeholt werden, aber wie wird er bis dahin am besten gelagert und wie lange darf ich ihn ablagern lassen? Am liebsten wäre mir, wenn das in irgendeinem Buch stehen würde, damit ich es schwarz auf weiß habe.
Wie groß sollen die Weideparzellen ungefähr sein, um 2 Ziegen bei mäßiger Zufütterung für ca. 1 Woche zu ernähren.
Steht in iregendeinem Buch eine Zaunhöhe für Ziegenhaltung?
In den Brief von LA steht:"Aus tierschutzrechtlichen Gründen müsste der Zaun 1,80 m hoch sein" #bonk#
Eigentlich habe ich keine Lust auf dieses Konzept, dem ich auch noch "vermaßte Planunterlagen, aus denen Abmessungen, Höhe und Lage aller geplanter Anlagen klar hervorgeht" beilegen soll.
Ich würde dem guten Mann viel lieber einen bösartigen, stinkenden Ziegenbock ins Büro stellen, die Füße des Beamten festbinden und die Fußsohlen mit Salz einreiben.... Soll im Mittelalter ja ware Wunder bewirkt haben.... #damdidam#
Aber ich will halt meine zwei Ziegen und eigentlich keinen Ärger mit Sesselpupsern, Polizisten oder Nachbarn, deshalb versuche ich ruhe zu bewahren und erstmal das zumachen, was die sagen #ka# #heul# .
habe heute ein Schreiben vom #bonk# Landratsamt bekommen.
[...]Bauliche Anlagen für eine Hobbytierhaltung können höchstens unter sehr engen Voraussetzungen zugelassen werden. [...]der genannte Standort befindet sich in einer landschaftlich sensiblen Lage in der Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet [...] Allenfalls wäre eine Sommerbeweidung mit temporärer Einzäunung und einem kleinen, mobilen Unterstand in gedeckten Farben denkbar. Der Unterstand (wohl bemerkt, der MOBILE) [...]wäre mit standortgerechten, einheimischen Laubgehölzen [...] einzugrünen. [...]
Jetzt wollen die eine Tierhaltungskonzeption von mir haben :evil: und da brauche ich Eure hilfe...
Ich soll denen z.B." ein Konzept zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Ziegenmists" vorlegen. Der soll eigentlich bei mir im Garten ( zumindest soweit er dort gebraucht wird) verarbeitet werden, der Rest kann abgeholt werden, aber wie wird er bis dahin am besten gelagert und wie lange darf ich ihn ablagern lassen? Am liebsten wäre mir, wenn das in irgendeinem Buch stehen würde, damit ich es schwarz auf weiß habe.
Wie groß sollen die Weideparzellen ungefähr sein, um 2 Ziegen bei mäßiger Zufütterung für ca. 1 Woche zu ernähren.
Steht in iregendeinem Buch eine Zaunhöhe für Ziegenhaltung?
In den Brief von LA steht:"Aus tierschutzrechtlichen Gründen müsste der Zaun 1,80 m hoch sein" #bonk#
Eigentlich habe ich keine Lust auf dieses Konzept, dem ich auch noch "vermaßte Planunterlagen, aus denen Abmessungen, Höhe und Lage aller geplanter Anlagen klar hervorgeht" beilegen soll.
Ich würde dem guten Mann viel lieber einen bösartigen, stinkenden Ziegenbock ins Büro stellen, die Füße des Beamten festbinden und die Fußsohlen mit Salz einreiben.... Soll im Mittelalter ja ware Wunder bewirkt haben.... #damdidam#
Aber ich will halt meine zwei Ziegen und eigentlich keinen Ärger mit Sesselpupsern, Polizisten oder Nachbarn, deshalb versuche ich ruhe zu bewahren und erstmal das zumachen, was die sagen #ka# #heul# .
Oh weh, da schlägt der Amtsschimmel ja ganz gehörig aus. Die würden - wie ich schon einmal gemutmaßt habe - eher ein Atomkraftwerk dort dulden, als einen Unterstand aus Zedernholz, weil das keine heimische Holzsorte ist. Es ist augenscheinlich, dass die Dich dort nicht haben wollen. Gegen Beamtenwillkür dieser Art, ist noch kein Kraut gewachsen. Da ziehst Du auf jeden Fall den Kürzeren. Am besten wird es sein, Du lässt Gras über die ganze Sache wachsen und verzichtest vorerst einmal auf die Außenweide.
Ich weiß ja nicht wieviel Zeit Du für Deine Ziegen hast? Aber vielleicht kannst Du mit Ihnen ja in Deiner Freizeit ab und zu auf diese Wiese gehen und lässt sie dort unter Aufsicht weiden. Wie weit ist diese Wiese eigentlich von Deinem Grundstück entfernt?
Mir geht jedenfalls das Geimpfte auf, wenn ich mir vorstelle wie Dir geschieht. Ich leide mit Dir!
Ich weiß ja nicht wieviel Zeit Du für Deine Ziegen hast? Aber vielleicht kannst Du mit Ihnen ja in Deiner Freizeit ab und zu auf diese Wiese gehen und lässt sie dort unter Aufsicht weiden. Wie weit ist diese Wiese eigentlich von Deinem Grundstück entfernt?
Mir geht jedenfalls das Geimpfte auf, wenn ich mir vorstelle wie Dir geschieht. Ich leide mit Dir!
Hallo Marion,
ich hatte Dir ja im November auf Deinen Beitrag "Landschaftsschutzprogramm" empfohlen, mit Leuten aus Deiner Gegend Kontakt aufzunehmen, um Erfahrungen auszutauschen.
(z.B. in Dörzbach)
Vielleicht bekommst Du da Tipps für den Umgang mit Behörden.
Vielleicht hast Du nur den falschen Ansprechpartner erwischt?
Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, Deine Ziegen in einem laufenden Pflegeprojekt zu integrieren?
Viele Grüße Werner
ich hatte Dir ja im November auf Deinen Beitrag "Landschaftsschutzprogramm" empfohlen, mit Leuten aus Deiner Gegend Kontakt aufzunehmen, um Erfahrungen auszutauschen.
(z.B. in Dörzbach)
Vielleicht bekommst Du da Tipps für den Umgang mit Behörden.
Vielleicht hast Du nur den falschen Ansprechpartner erwischt?
Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, Deine Ziegen in einem laufenden Pflegeprojekt zu integrieren?
Viele Grüße Werner
"Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast!"
was du dir vertraut gemacht hast!"
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Anonymous
Re: Tierhaltungskonzeption
Leider sind wir als Hobbyhalter nicht privilegiert im Sinne der Landwirtschaft. Ein Landwirt darf einzäunen, Hallen im Aussenbereich bauen etc.pp, wenn der Zweck seinem Erwerb dient (wenn ein Landwirt zwei Ponies für die Kinder hält und einen Stall in der Gemarkung bauen will, geht das rechtlich gesehen auch nicht, aber wo kein Kläger...). Für uns sind auch feste Zäune bauliche Einrichtungen, die einer *Baugenehmigung* bedürfen...Marion Schumacher hat geschrieben:Hallo miteinander,
habe heute ein Schreiben vom #bonk# Landratsamt bekommen.
[...]Bauliche Anlagen für eine Hobbytierhaltung können höchstens unter sehr engen Voraussetzungen zugelassen werden. [...]
Ärgert mich aber auch immer wieder.
Das ist doch gar nicht so negativ, oder? Demnach darfst Du Netze stellen und gegen einen mobilen Unterstand hat das Amt auch nichts einzuwenden. Das ist doch schon mal eine gute Grundlage!der genannte Standort befindet sich in einer landschaftlich sensiblen Lage in der Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet [...] Allenfalls wäre eine Sommerbeweidung mit temporärer Einzäunung und einem kleinen, mobilen Unterstand in gedeckten Farben denkbar.
Bei Bekannten haben die Helden auch schon den Schenkelklopfer gebracht, dass Beweidung selbstverständlich erlaubt wäre, gegen einen Zaun nichts sprechen würde, aber einem Unterstand jeglicher Art widersprochen werden müsse. Leider wäre es aber so, dass seitens des Tierschutzes ein dreiseitig geschlossener Unterstand sein müsse, demnach klappt das mit den Tieren nicht :-(
Abgesehen davon sehe ich gerade einen Bauwagen mit Bundeswehr-Tarnnetz vor meinem inneren Auge...:-)
...ich sach nur "Tarnnetz"...Der Unterstand (wohl bemerkt, der MOBILE) [...]wäre mit standortgerechten, einheimischen Laubgehölzen [...] einzugrünen. [...]
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ktbl.de/duengung/alt/festmis ... tm</a><!-- m --> für den Anfang.Ich soll denen z.B." ein Konzept zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Ziegenmists" vorlegen. Der soll eigentlich bei mir im Garten ( zumindest soweit er dort gebraucht wird) verarbeitet werden, der Rest kann abgeholt werden, aber wie wird er bis dahin am besten gelagert und wie lange darf ich ihn ablagern lassen? Am liebsten wäre mir, wenn das in irgendeinem Buch stehen würde, damit ich es schwarz auf weiß habe.
Ansonsten wende Dich doch an ein Kompostwerk und lass Dir ein schriftliches Angebot für die Entsorgung des Mists machen. Das sollte als Konzept reichen. Alternativ: verkaufe den Mist als Wirtschaftsdünger an eine Gärtnerei für symbolische 1 € ...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tierschutz-tvt.de/merkblatt9 ... df</a><!-- m --> schreibt auch was von 1,80...allerdings steht da auch, dass ebenso Elektronetze geeignet sind. Bingo. Der Artikel dürfte für Dich ganz ergiebig sein.
Steht in iregendeinem Buch eine Zaunhöhe für Ziegenhaltung?
In den Brief von LA steht:"Aus tierschutzrechtlichen Gründen müsste der Zaun 1,80 m hoch sein" #bonk#
HTH,
Michael
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Brigitte
Hallo Marion,
ich wohne nicht sehr weit von Dir entfernt und kenne hier sehr gut die örtlichen Gegebenheiten.
Das Jagsttal ist zum großen Teil als Landschaftsschutz-/Naturschutzgebiet und Wasserschutzgebiet ausgewiesen!!
Du dürftest da sehr große Schwierigkeiten bekommen, selbst einen "mobilen Weideunterstand " aufzustellen!!!!
Du bist da im Jagsttal nicht der / die Einzige....
Selbst Landwirte haben es da sehr schwer!
Grüßle Brigitte
ich wohne nicht sehr weit von Dir entfernt und kenne hier sehr gut die örtlichen Gegebenheiten.
Das Jagsttal ist zum großen Teil als Landschaftsschutz-/Naturschutzgebiet und Wasserschutzgebiet ausgewiesen!!
Du dürftest da sehr große Schwierigkeiten bekommen, selbst einen "mobilen Weideunterstand " aufzustellen!!!!
Du bist da im Jagsttal nicht der / die Einzige....
Selbst Landwirte haben es da sehr schwer!
Grüßle Brigitte
Hallo Marion,
nun bin ich in solchen Sachen nicht sehr erfahren, weiss aber das der Briefschreiber auch nur ein Mensch ist. Ein Tip von mir ruf einfach mal dort an rede mit dem Verfaser des Schreibens, einigt Euch auf einen Konsens.
Wir hatten im vergangenen Jahr ein Problem mit einem anderen Amt, das Schreiben war sehr kompliziert formuliert, dann haben wir mit der Behörde telefoniert und dem Sachbearbeiter die Lage erklärt. Und schon war es gut.
den Gruß entsendet
Andreas
nun bin ich in solchen Sachen nicht sehr erfahren, weiss aber das der Briefschreiber auch nur ein Mensch ist. Ein Tip von mir ruf einfach mal dort an rede mit dem Verfaser des Schreibens, einigt Euch auf einen Konsens.
Wir hatten im vergangenen Jahr ein Problem mit einem anderen Amt, das Schreiben war sehr kompliziert formuliert, dann haben wir mit der Behörde telefoniert und dem Sachbearbeiter die Lage erklärt. Und schon war es gut.
den Gruß entsendet
Andreas
Das Auge des Herrn mästet das Vieh
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Marion Schumacher
Hallo Ihr,
erstmal vielen Dank für die Antworten und PM. #danke#
@Werner, hab die Tage von einem Zwergziegen (?) Züchter zwei Ortschaften weiter erfahren, den werd ich die nächsten Tage mal aufsuchen. Dörzbach gehört zu einem anderen, wesentlich kulanteren Landkreis...
@Cybister, vielen Dank für die Links, die sind wirklich hilfreich.
@ Brigitte, das Grundstück ist zum Glück nicht im Wasserschutzgebiet und tatsächlich ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet befindet sich nur am Rand.
@Leiliche, hab schon mehrfach mit dem Sachbearbeiter telefoniert, das war das erste Schriftstück von ihm. Finde ich aber ganz gut, weil hier halt greifbare Punkte formuliert sind.
Ich werd mich jetzt mal hinsetzten, einige Eckpunkte für die Konzeption erarbeiten, mein Onkel ist "Berater für Ökologischen Landbau" der hilft mir und dann gehe ich damit direkt zum LAund red mit denen "tacheles" :evil: .
Durch den ganzen Aufwand verzögert sich leider meine Ziegenanschaffung, #heul# ich hoffe trotzdem, das es noch in diesem Jahr klappt. Hab mir schon überlegt mal 2 Ziegen "auszuleihen", um eine weitere Verbuschung zu verhindern.
Gruß und schönes Wochenende
Marion
erstmal vielen Dank für die Antworten und PM. #danke#
@Werner, hab die Tage von einem Zwergziegen (?) Züchter zwei Ortschaften weiter erfahren, den werd ich die nächsten Tage mal aufsuchen. Dörzbach gehört zu einem anderen, wesentlich kulanteren Landkreis...
@Cybister, vielen Dank für die Links, die sind wirklich hilfreich.
@ Brigitte, das Grundstück ist zum Glück nicht im Wasserschutzgebiet und tatsächlich ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet befindet sich nur am Rand.
@Leiliche, hab schon mehrfach mit dem Sachbearbeiter telefoniert, das war das erste Schriftstück von ihm. Finde ich aber ganz gut, weil hier halt greifbare Punkte formuliert sind.
Ich werd mich jetzt mal hinsetzten, einige Eckpunkte für die Konzeption erarbeiten, mein Onkel ist "Berater für Ökologischen Landbau" der hilft mir und dann gehe ich damit direkt zum LAund red mit denen "tacheles" :evil: .
Durch den ganzen Aufwand verzögert sich leider meine Ziegenanschaffung, #heul# ich hoffe trotzdem, das es noch in diesem Jahr klappt. Hab mir schon überlegt mal 2 Ziegen "auszuleihen", um eine weitere Verbuschung zu verhindern.
Gruß und schönes Wochenende
Marion
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Brigitte
Hallo Marion,
ich kenne einen Buren- und Zwergziegenzüchter (Landschaftspflege) in Neudenau - Herbolzheim,
Dieser kämpft nun schon seit ca. 10 Jahren mit der gleichen Behörde wie Du ......!!
Vielleicht schaust mal bei diesem vorbei. Ist ja das Nachbarort!
Der kann Dir mit Sicherheit genaueres sagen.
Grüßle Brigitte
ich kenne einen Buren- und Zwergziegenzüchter (Landschaftspflege) in Neudenau - Herbolzheim,
Dieser kämpft nun schon seit ca. 10 Jahren mit der gleichen Behörde wie Du ......!!
Vielleicht schaust mal bei diesem vorbei. Ist ja das Nachbarort!
Der kann Dir mit Sicherheit genaueres sagen.
Grüßle Brigitte