Weidezaungerät

NFDieter
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Beitrag von NFDieter »

@Marc

Danke für Deinen Beitrag #daumen_hoch*

36 Joule hauen wohl auch einen Elefanten um, der steht nicht wieder auf!
Und bei den Schafen spart man die Schafschur #jubel# , nur einmal gegendrücken, aber das stinkt so.....

Aber wir sind Hobbyhalter und 1360,- Euro kann ich mir echt nicht leisten #heul#

Außerdem ist die angesprochene Weide max. 2000 qm groß.
Denke, das ich mit dem Gerät von dem Weidezaunladen und sehr! guter Erdung gut bedient bin. Will drei verzinkte Winkeleisen in den Boden rammen...

Sonnige Grüße aus NF
Dieter


Fotos unserer Tiere:
https://unser-kleiner-zoo.de
Kudu
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Registriert: 25.03.2007, 00:40

Beitrag von Kudu »

Habe mich nun doch für einen E-Zaun entschieden und folgendes Gerät bei ebay entdeckt:

Link

Was haltet ihr davon?
Fand es sehr preiswert.
Reichen 0,8 Joule für etwa 200Meter Schafsnetz?


Alles Liebe, Katja


Ever since my house burned down I see the moon more clearly
Axel
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Registriert: 06.02.2004, 11:39

Beitrag von Axel »

Hallo alle zusammen,
es gab im Februar das Thema Wie immer - Zaun wer hat den ausbruchsichersten ?
und dort steht einiges zu den erforderlichen Kenndaten.

Viele Grüße Axel


Der Bock springt hoch, der Bock springt weit, warum auch nicht, er hat ja Zeit.
Silke
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Registriert: 08.03.2005, 19:33

Beitrag von Silke »

Nein, nach meiner Erfahrung reicht das auf gar keinen Fall!!
"Meine Erfahrung" heißt: ich hab so eines gekauft, an 100m Schafnetz angeschlossen, die untersten drei Litzen sogar noch komplett vom Stromkreis getrennt und konnte trotzdem immer noch bequem dranpacken. Danach habe ich es in den Keller gestellt, ein 230V/11,5J Netzgerät gekauft, womit sie in Neuseeland Elefanten und Känguruhs einzäunen und bin glücklich und zufrieden
....außer bei dem einen Mal, wo ich das Gerät ausgestöpselt hatte weil ich am Zaun arbeiten wollte und mein Mann hate es unbemerkt wieder eingestöpselt weil er dachte, ich hätte es vergessen. Seit dem weiß ich, wie gut es ist... #shock# #stoned#
Bei Schafnetz darfst Du ja nie vergessen, dass die tatsächliche "Zaunlänge", durch die Strom fließt Umfang Deiner Weide mal Anzahl der Litzen ist (meistens 9 oder so), d.h. aus 200m Zaun werden gleich schon mal schnell fast 2km Leitungslänge, und davon hängt ein drittel meist im Gras.
Unter 4J würde ich es erst gar nicht versuchen an einem Netz...ist zumindest bei mir so.

Viele Grüße, Silke


"Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr."

Laotse; Dao-de-dsching - Kapitel 81
Fridolin
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Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

Ich hätte da noch eine Frage:

Werner schrieb:

Test: Zaunprüfgerät oder für Mutige der Finger zwischen Litze und Erdung:
Da darf keine Spannung auftreten.


Das verstehe ich nun aber nicht. Wenn ich die stromführende Litze und die Erdung angreife, darf keine Spannung auftreten?? Gerade dann sollte es mich aber ganz ordentlich reissen - oder etwa nicht?

Oder verstehe ich da etwas falsch?


Roland Müller
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Registriert: 01.11.2006, 15:36

Beitrag von Roland Müller »

Hallo Kudu,

ich habe ein solches Gerät im Einsatz (allerdings mit Autobatterie, ohne Solarpanel). Ich betreibe damit maximal 4 Elektronetze á 50m Länge mit 7 stromführenden Litzen = 1.400m Zaunlänge und bin damit überaus zufrieden. Also mir versetzt das Ding einen gehörigen Schlag wenn ich dranpacke. Habe auch noch zwei andere Geräte im Einsatz und bei allen besteht die Erdung aus einem (1) verzinktem Eisenstab, der maximal 30 cm in der Erde versenkt wird um genügend Erdung zu haben. 3 Eisen á 1m wie oben beschrieben halte ich für völlig überzogen. Man muß ja auch dran denken, die Dinger beim ein- bis zweiwöchigen Netzumbau wieder aus der Erde zu bekommen bzw. wieder rein. Meiner Meinung nnach völliger Quatsch. Auch mehrere bekannte Schaf- und Ziegenhalter machen solch einen Blödsinn nicht. 30cm x1 reichen völlig aus, es sei denn, Du lebst in der Wüste.

Grüße aus dem Hessischen,

Roland


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Der Mangel an Urteilskraft ist Das, was man Dummheit nennt. Und einem solchen Gebrechen ist nicht abzuhelfen.

Immanuel Kant
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Manfred
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Beitrag von Manfred »

Hallo Roland,

das kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen.
Mit 1x 30 cm bekommst du allenfalls unter sehr guten Bedingungen eine ausreichende Erdung für mit schwaches bis mittelstarkes Gerät.

Der Test ist wie beschrieben ganz einfach:
1) Kurzschluss vom Zaun zum Boden erzeugen, um Tierberührung zu simulieren. (z.B. Eisenpfahl an den Zaun lehnen)
2) Eine Hand auf den Boden (so weit weg von der Erdung wie es geht), zweite Hand an die Erdung

Bekommst du einen Schlag, dann ist die Erdung unzureichend.
D.h. du verschenkst ordentlich Impulsenergie an dien Widerstand zwischen Erde und Erdpfahl.
Wenn deine Tiere trotzdem drin bleiben, dann hast du zu viel für das Gerät bezahlt, weil ein deutlich schwächeres mit einer anständigen Erdung locker reichen würde (z.B. sternförmige Anordnung mehrerer kurzer Erdpfähle), oder deine Tiere haben in den Phasen mit halbwegs brauchbarer Erdung (nasser, mineralhaltiger Boden) so viel Schiss vor dem Zaun bekommen, dass sie es auch bei schlechter Erdung nicht versuchen.
Bei kleinen bis mittleren Geräten liegt man mit der Faustformel 1 m Erdstab pro 1 Joule Impulsenergie zumindest nicht ganz verkehrt.

Viele Grüße,
Manfred


schuehlw
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Registriert: 24.02.2003, 22:40

Beitrag von schuehlw »

@Gerald:
Sorry, hatte ich im Eifer vergessen zu schreiben: So wie´s Manfred richtig erläutert geht´s: Kurzschluss zwischen Zaun und Boden herstellen, indem Du eine Eisenstange an den Zaun lehnst, dann wie unter 2) beschrieben.

Zur Erdung: Dabei werden die meisten Fehler gemacht (unzureichend).
Nochmal: Gemäß VDE Nr. XYZ ist der Betrieb von E-Zäunen über 5,0 Joule in Deutschland nicht erlaubt (s. Link oben)

Und Nochmal: Der Widerstand der Litze ist absolut wichtig (<0>3000V. Bsp.: Eine Standart-Litze mit 2,3Ohm die nach 100m noch 5.500V aufweist, führt nach 1 KM noch 1400V
nach 3km noch 600V (Rechne: Zaunlänge x Anzahl Drähte)
Gruß Werner


"Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast!"
NFDieter
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So, zum Abschluss...

Beitrag von NFDieter »

Habe mir jetzt folgendes Gerät für 139,- Euro von dieser affengeilen (kompetenten , freundlichen und total unkomplizierten) Firma geholt!
Das vor einem Monat gekaufte Batteriegerät wurde anstandslos zurückgenommen und verrechnet!

http://www.weidezaun.info/index.php?cat ... duct=44338

Stromquelle 230V~
Ausgangsspannung max.: 8200 Volt (Leerlauf)
Spannung bei 500 Ohm ca. 4800 Volt
Ladeenergie 6,0 Joule
Entladeenergie 4,95 Joule
Stromverbrauch 10 Watt
empf. Zaunlänge: ohne Bewuchs 24 km
leichter Bewuchs 16 km
starker Bewuchs 8 km

Test mit Schaf #shock# an einem Zaun mit 3 Leitern (Höhe 30, 70, 120cm. ) , Fläche ca. 2000 qm in L-Form, Litze 3,8 Ohm, Funke springt mit lautem Knacken ab ca. 1 cm Annäherung über...
Das Ding hat echt Power und die Stärke reicht uns allemal!
Auf dieser Strecke auch kein Verlust zu merken!
Testmit Testgerät: überall mind. 6000 Volt!
Man kann auch den 2ten reduzierten Ausgang nehmen, entweder für eine 2te Zaunanlage (ja das geht), oder wenn man einfach nicht so viel Power braucht!
Ich habe als Erdung ein verzinktes Winkeleisen ca. 1.8 Meter tief (mit Vorbohren) in den Boden gerammt und bei dieser Trockenheit noch gut gewässert. Scheint zu reichen!

Gruß Dieter


Fotos unserer Tiere:
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