Großer Ampfer

Alewirts
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Registriert: 10.07.2008, 22:38

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Alewirts »

Du musst dich nur an die anweisungen im beipackzettel halten die tiere dürfen dann ne zeit lang nicht drauf normal macht mans aber als herbstspritzung nach dem abweiden durch das Vieh.


Fuchshub

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Fuchshub »

Ampfersamen sind 50 Jahre keimfähig; eigentlich ist der "Kampf" schon lange verloren.
Wir bewirtschaften 22 ha und seit wir uns keinen grossen Kopf mehr um die Ampferbekämpfung machen haben wir ihn eigentlich ganz gut im Griff ;)
Wir haben festgestellt, dass (zumindest bei uns) in schlimmen Jahren irgendwann der Ampferkäfer auf der Bildfläche erscheint und dann wirklich schnell und zuverlässig die Pflanzen zum Absterben bringt.
Ansonsten hilft nur gutes Beweiden mit viel Weidedruck. Rinder fressen den Ampfer als Jungpflanze und schaffen es durch Kurzrasenbeweidung eine Fläche innerhalb von 2 bis 3 Jahren Ampferfrei zu bekommen.
Wobei wir aber wieder beim Anfangssatz wären...
so wirklich ampferfrei ist in Wirklichkeit kein Zentimeter Land.


Uzou

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Uzou »

Hallo,
@ alewirts : Ja Spritzen haben wir natürlich schon jahrelang gemacht, hat aber kaum Erfolg gebracht. bis zum nächsten Jahr ist dann Ruhe und dann sind die alten Pflanzen wieder da. Wir haben sogar in der ersten Annahme, dass wir etwas falsch gemacht hätten, dann eine Firma beauftragt das für uns zu machen ... Ergebnis: genauso mies!!! Selbst auf die Pflanze mit der Handspritze aufgebracht hat keinen wirklichen Erfolg! Daher sind wir es leid der Chemie-Industrie die Kosten in den Rachen zu schmeißen.
Ich glaube mittlerweile, dass derjenige, der eine probate Lösung findet nobelpreisverdächtig ist.

@ Ulli: Natürlich kannst Du nicht sofort Tiere auf eine solche Fläche geben. Da gibt es Wartezeiten.

Gruß Marion


Ulli
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Re: Großer Ampfer

Beitrag von Ulli »

Hallo!

Aber selbst nach Wartezeiten.. gibt es da keine Rückstände?

Dass niemand da sofort Tiere drauf stellt war mir klar..

LG Ulli


Leben ist gefährlich und endet immer tödlich
Barbara2
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Re: Großer Ampfer

Beitrag von Barbara2 »

Fuchshub hat geschrieben:Ampfersamen sind 50 Jahre keimfähig; eigentlich ist der "Kampf" schon lange verloren.
Wir bewirtschaften 22 ha und seit wir uns keinen grossen Kopf mehr um die Ampferbekämpfung machen haben wir ihn eigentlich ganz gut im Griff ;)
Wir haben festgestellt, dass (zumindest bei uns) in schlimmen Jahren irgendwann der Ampferkäfer auf der Bildfläche erscheint und dann wirklich schnell und zuverlässig die Pflanzen zum Absterben bringt.
Ansonsten hilft nur gutes Beweiden mit viel Weidedruck. Rinder fressen den Ampfer als Jungpflanze und schaffen es durch Kurzrasenbeweidung eine Fläche innerhalb von 2 bis 3 Jahren Ampferfrei zu bekommen.
Wobei wir aber wieder beim Anfangssatz wären...
so wirklich ampferfrei ist in Wirklichkeit kein Zentimeter Land.
Genau! So ist es bei uns auch. Wenn man nicht mit Chemie dran geht und auch keine Gülle ausbringt, kommt der Ampferkäfer und hilft. Ansonsten gutes Beweiden oder mehrmaliges Mähen im Jahr, dann kann man ganz gut damit leben.
Schöne Grüße
Barbara


Ozzyoil
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Registriert: 23.08.2008, 07:12

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Ozzyoil »

Moin!
Chemie bringt gegen Ampfer nicht viel. Am wirksamsten ist beweiden der jungen Pflanzen, ältere werden von Rindern nicht gefressen. Ziegen fressen auch ältere Pflanzen(eigene Erfahrung). Wichtig ist das ausmähen nach der Beweidung, es darf kein Samenstand überbleiben.
Eine andere Möglichkeit ist, den Ampfer im Sommer ruhig mal blühen zu lassen. Die Mutterpflanze stirbt nach der Blüte ab, und es werden aus den Rhizomen neue Pflanzen geschoben. Diese müssen dann stark beweidet werden, um zu verhindern, daß wieder Nährstoffe in die Wurzeln eingelagert werden, die die Pflanze zum überwintern bräuchte. Wenn dann im folgenden Frühjahr noch Pflanzen austreiben-> beweiden.
Wichtig ist auf jeden Fall, die ausgemähten Ampferpflanzen aus der Weide zu entfernen(am besten verbrennen), da Ampfer die Fähigkeit zur Notreife hat.
Diese bekämpfung muß KONSEQUENT einige Jahre durchgeführt werden, dann kann eine Weide WEITGEHEND ampferfrei sein. Ganz sauber wird man es nicht schaffen wegen der langen Keimfähigkeit der Samen.
http://www.lfl.bayern.de/ite/gruenlandnutzung/
Unter diesem Link kann man alles nochmal nachlesen, nicht nur zur Ampferbekämpfung, sondern Weidemanagement allgemein.
Gruß Sven


Günter
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Registriert: 27.03.2003, 23:09

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Günter »

Hallo an alle Ampfergeplagten,

diese Jahr habe ich 1/2 ha dazugenommen, da direkt angrenzend. Leider total ampferverseucht.
Im Schafforum wurde ebenfalls mal viel über die Bekämpfung diskutiert.
Ich habe mir einen Ampferstecher gekauft (Siepmann) und kämpfe mich durch und sehe bleibende Erfolge.

Nebenbei:
In der Schweiz laufen diese Werkzeuge laut goole auch unter "Blackeneisen", und vielleicht kommt vom elenden Ampferstechen daher auch der Begriff der "B(P)lackerei"

viele Grüße
Günter


Folge denen, die die Wahrheit suchen.
zweifle an denen, die sie gefunden haben.
Uzou

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Uzou »

Hallo, danke Sven,
durch das Lesen der vergangen Tage und Deinen Beitragstipp hat sich bei mir doch die Überzeugung herausgebildet, dass man gegen Schrepp etwas tun kann. Das sind alles wertvolle Tipps, die nun mit Überlegung in die Praxis umgesetzt werden müssen. Diese Kurzrasenweide hat mich überzeugt! Grüße Marion


Anonymous

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Anonymous »

Hallo Günter!

....schön, "dich mal wieder zu lesen :-) ",,,, und möchte gerne dein Geschriebenes noch ein wenig ergänzen.

Ampferstecher ist die ultimative "Waffe".!! ...und : ich säe immer noch so kleinste Lücken in der Weide mit Weidelgras sofort nach.
Wo Ampfer ausgestochen wurde, sofort nachsäen, find ich sehr sinnvoll.(Experten übrigens auch) :-)
Das macht auch anderen unerwünschten Beikräutern ,wie Jakobskreutzkraut ,das Leben schwer.

Grüßle Raimund


Uzou

Re: Großer Ampfer

Beitrag von Uzou »

Hallo Günter,
das klingt ja sehr ermutigend! Was mich nur noch zweifeln lässt ist der Weidedruck über Rinder, von dem immer gesprochen wird. Die habe ich ja nicht und meine Ziegen schaffen das nicht (zu wenige: 10 Stck+Lämmer auf 5ha) und die Pferde fressen ihn ja nie! So wird uns nichts übrig bleiben als ihn hektarweise auszustechen. Na denn man ran an den Stecher! Dürfte jetzt wo unsere schweren Lehmböden wieder feucht sind ja die richtige Zeit dafür sein.

@Raimund: Beim Jakobskreuzkraut bin ich von Anfang an konsequent drangeblieben, sodass Ruhe an der Front ist! Gott sei Dank

Gruß Marion


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