Seite 1 von 4

Großer Ampfer

Verfasst: 02.10.2009, 12:50
von Uzou
Hallo,
nachdem hier ein Thread mit Brennnesselbekämpfung zu lesen ist, frage ich hier mal wer mir gute Tipps für die Bekämpfung des großen Ampfer geben kann ! Vor mehreren Jahren habe ich Heu von einer ampferverseuchten Fläche zugefüttert. (Hab ich leider nicht gewusst) Im nächsten Jahr ging es los, und nun hat sich das zu einer echten Plage ausgewachsen, Natürlich halte ich ihn kurz und schneide immer wieder, natürlich fressen ihn auch die Ziegen, aber die Saat übersteht die Darmpassage locker und er breitet sich immer mehr aus ! Gespritzt hab ich auch schon mehrfach...alles ohne Erfolg. Für einzelne Horste gibt es die Methode ihn bodennah auszustechen und einen Eßlöffel Kalkstickstoff auf die offene Wurzel zu streuen. Das hilft wirklich, aber in den Mengen, die er bei uns annimmt??? Wer weiß Rat????
LG Marion

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 02.10.2009, 15:25
von Elise
Hallo Marion, ich hatte eine Fläche mit Algomin bestreut. Das Jahr darauf war so gut wie nichts mehr vom großen Ampfer da.

Vlg Claudia

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 02.10.2009, 16:08
von Uzou
Hallo Claudia, danke und bitte sage mir doch wie groß die Fläche war, die Du bearbeitet hast. Und ist das mit Algomin dann erschwinglich??? Wieviel in etwa auf den ha????
Gruß Marion

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 03.10.2009, 08:51
von Anonymous
Hallo Marion!

Ein Patentrezept gibt es nicht!---leider.
Du machst schon alles richtig;!... mit Ampferstecher ausstechen, Kalkstickstoff,usw.
Ich habe hier Seitenweise Publikationen über Bekämpfung von Rumex Acetosa.Die Essenz daraus ist:

Die beste Methode ist das Pflügen,aber nicht zu tief. (Schälfurche)Mit weiteren nachfolgenden Bearbeitungsschritten. :-) Alles sehr Kosten aufwendig und Arbeitsintensiv.
Aber ich vermute , daß pflügen bei bei dir nicht in Frage kommt. :-)

Es wurden schon vergleichende Versuche gemacht mit Spritzen und Ausstechen:
--"Bei einem praktischen Vergleich der Ampferbekämpfung mit einem Herbizid und Dochtstreichgerät und dem Ampferausstechen war das Austechen je nach Ampferbesatz zwei- bis viermal zeitaufwendiger. Nach einem Jahr waren auf der chemisch behandelten Fläche aber noch 28 % der Ampferpflanzen vorhanden, gegenüber nur 13 % auf der gestochenen Vergleichsparzelle. Das Ampferstechen ist also aufwendiger dafür aber deutlich effektiver als die chemische Bekämpfung. Die Überlebensrate an Ampferpflanzen zeigt jedoch, daß das Stechen so lange wiederholt werden muß, bis alle Pflanzen entfernt sind."--
Man sollte mehr als 10 cm tief ausstechen, weil in diesem Bereich die Augen für Neuaustrieb sitzen.
Wenn der Ampfer erst mal das 6 Blattstadium erreicht hat, hat er gewonnen.
Lücken in der Grasnabe sollten sofort durch Einsäen geschlossen werden.Ich nehm da deutsch. Weidelgras.

Ich habe nur auf einer Weide (wechselweise Heuwiese mit Weide)Ampfer und bilde mir ein ,mit dieser Methode den Ampfer schon erheblich reduziert zu haben:
Gleich im Frühjahr,bei geringstem Austrieb 2 mal innerhalb kurzer Zeit kurz abweiden zu lassen.Dann einen Schnitt Heu machen und gleich wieder beweiden.
Mit Algomin find ich eine gute Idee und werds nächstes Jahr, nach der ersten Beweidung ausprobieren.
Übrigens fressen meine Böcke den jungen Ampfer lieber als die Mädels.

"-- ....--" :Zitat aus einer Publikation

Mit einem Grüßle an die Waterkant

Raimund

PS. wenn du möchtest, schick ich dir gerne die Publikationen per PN (das ist aber sehr viel) :-)

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 03.10.2009, 14:44
von Uzou
Hallo Raimund,
ja bitte, wenn es nicht Svens Forum bersten lässt(weils soviel ist ;-) ;-) ) Und wenn es nicht zuviel Mühe macht. Es wird wichtig sein, dies Thema genauer unter die Lupe zunehmen, da bei mir die Gefahr besteht, dass er "der Schrepp" - wie wir ihn hier nennen - sonst zur Katastrophe wird.
Vielen Dank! Marion

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 03.10.2009, 21:25
von Anonymous
Hallo Marion!

Werde dir ab Mittwoch einiges schicken können. Von Kollegen hab ich erfahren ,daß das allgemein bei euch ein großes Problem ist.
Auf den tiefgründigen ,feuchten Böden hat der Ampfer beste Bedingungen. Auch wenn er oben ausgehungert wird kann er mit seiner bis 1m langen Wurzel sich noch eingespülte Nährstoffe konkourenzlos aus dieser Tiefe holen.
Die wichtigste Bekämpfungszeit ist der Vegetationsbeginn.
Allerdings sieht man in Norwegen und Schweden , daß die Menschen wohl schon den Kampf aufgegeben haben. Ich möchte dich hier nicht entmutigen ,aber es wird ein schwerer Kampf werden.
-----Richard hat diese Probleme wohl nicht---ein Späßle am Rande :-)

Mit einem Grüßle
Raimund

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 05.10.2009, 19:37
von Sven
Uzou hat geschrieben:Hallo Raimund,
ja bitte, wenn es nicht Svens Forum bersten lässt(weils soviel ist ;-) ;-) ) Und wenn es nicht zuviel Mühe macht. Es wird wichtig sein, dies Thema genauer unter die Lupe zunehmen, da bei mir die Gefahr besteht, dass er "der Schrepp" - wie wir ihn hier nennen - sonst zur Katastrophe wird.
Vielen Dank! Marion
Hallo Ihr zwei,

das sollte schon passen ;-) Aber da in eine PN ja nicht unendlich viel reinpasst, könnte es an Raimunds nervliche Substanz gehen *fg* Wenn es nicht hinhaut, tauscht doch einfach per PN Eure eMail-Adressen aus. Dann habt Ihr's am einfachsten. Aber wie gesagt, dem Forum macht es auch per PN nix.

Viele liebe Grüße,
Sven

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 05.10.2009, 22:38
von Uzou
Danke Sven, so wirds gehen!
Danke Raimund, ja, hier haben wir alle schwer zu kämpfen, aber irgendetwas muss passieren, denn sonst sind unsere Koppeln bald unbrauchbar. Mein Nachbar kämpft übrigens mit dem selben Problem und uist auch schon ganz neugierig auf meine neuen Versuche! Bei ihm ist es durch die selben Gründe gekommen. Was schlimm ist, ist dass der Verursacher dies mit verunreinigtem Saatgut von der grünen Firma auf seine Koppeln bekommen hat! Er musste jetzt mit einem anderen Bauern die Flächen tauschen, da der Schrepp bei Getreide im Feldanbau nicht so stark in Erscheinung tritt. Da wird ja regelmäßig gepflügt! Ich kann meine Koppeln aber nicht tauschen, da ich Offenstallhalltung mit den Ziegen hinter dem Haus betreibe. Auch meine kostbaren Lipizzaner möchte ich natürlich nicht vom Haus weghaben. So müssen wir denn ranklotzen. Ich werde Fotos machen und dann in Abständen berichten. Denn Schrepp kann jeder kriegen! Es ist eine ebensolche Plage wie das Polygonum.

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 05.10.2009, 22:52
von Alewirts
Bei uns ist der große Ampfer auch unterwegs hier wird der ampfer gespritzt und was soll ich sagen bei ner pflanze deren samen mehrere jahre im boden verbleiben kann muss man halt dahinter her sein wir spritzen die flächen wo der ampfer gegen den ampfer und andere unerwünschte beikräuter.

Re: Großer Ampfer

Verfasst: 05.10.2009, 23:30
von Ulli
Hallo!

Ist es für die Tiere nicht schädlich, wenn sie auf Weiden kommen, die gegen unerwünschte Pflanzen gespritzt wurden?

LG Ulli