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Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 12.10.2011, 06:26
von Heckenrose
Mor - gähn zusammen......

mein Offenstall ist in 2 Bereiche unterteilt:
im hinteren ist er auf 3 Seiten geschlossen, dort stehen die Raufen.
Der vordere Bereich hat den hinteren Bereich als Rückseite, an der Wetterseite eine Bretterverschalung, die mir bis zur Schulter geht, ist ansonsten offen, kann aber mit Hurden geschlossen werden. Die Dacheindckung ist durchsichtig.
Im gesamten Bereich ist Lehmboden, der Boden hat ein Gefälle und ich streue dick ein, miste 1-2mal im Jahr ganz aus, normalerweise kommt einfach frisches Stroh darüber.
Das ganze hat *grübel* etwa 80 qm2.

Nun überlege ich, ob ich im vorderen Bereich statt einer Matraze Knochensteine verlegen soll und nur hinten die dicke Stroheinstreu lassen.

Allerdings habe ich einige Bedenken/Fragen:
* Wird der vordere Teil im Winter nicht zu rutschig und zu kalt?
* Wenn ich auch datauf einstreue - lässt sich das dann mit Bobycat befahren und misten oder rutschen mir die Platten weg bzw verschieben sich?

Die Matrzenstreu, wie sie jetzt ist, ist immer trocken und kuschelig.
Allerdings bleibt jedesmal beim Misten etwas Erde dran hängen und so wird der Boden im Laufe der Zeit tiefer und tiefer....das sollte ich vermeiden, sonst grabe ich bald die Stützen/Pfosten des Stalles aus.

Ich hoffe, ich konnte das Dilemma einigermaßen deutlich darstellen; habt ihr eine Idee?

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 12.10.2011, 07:47
von Stony Hill
Hi Doris!

Wenn Du Pflaster verlegen willst (Knochensteine sind Doppel-T-Pflaster), dann solltest du je nach Gewicht deines Bobcats mind. 20 cm Schotter als Unterbau vorsehen und Leistensteine mit 10 cm Dicke rundherum ebenerdig als Abschluß einbetonieren. Klingt sehr aufwändig, ist es aber nicht, wenn Du den Bobcat zur ständigen Verfügung hast.

Wegen Misten und dabei immer Erde mitnehmen...versuche es doch mal mit einer dicken Schicht sand unter dem Stroh....Da siehst du schnell., wann du zu tief kommst und es wird nicht immer tiefer. Den mussrt du dann natürlich immer mal wieder auffüllen.

LG Andrea (Landschaftsbauerin)

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 08:50
von SuessStueck
Hallo,

wir haben verschiedene Möglichkeiten zur Bodenbefestigung verlegt. Den Teil den wir am meisten betreten, haben wir mit Pflastersteinen belegt. Diese haben wir einfach auf begradigten Boden ohne Unterbau verlegt, hält auch bei den Pferden schon Jahre und wird weder holperig, noch locker. Besondere Glätte kann ich im Winter nicht feststellen, der Lehmboden vorher war rutschiger.

In einem Unterstand haben wir den Boden glatt geharkt und darauf Stallplatten verlegt, die, die für Pferdeställe etc. angeboten werden. Kosten etwa 25,- € pro qm, aber super schnell verlegt und eine jahrelange Dauerlösung. Steine und Platten sind im Winter eine echte Erleichterung, da der Lehmboden besonders im Matschwinter nicht nur uns das Leben schwer macht, sondern die Hörnchen haben auch keine Matschfüße mehr. Hält die Klauen gesund und spart Einstreu.

Lg
´stueck

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 10:25
von Bunnypark
hallo

warum betonierst du nicht? .... ist meiner meinung nach die stabilste und sauberste lösung

wenn du darunter eine plane verlegst, kannst bei bedarf den beton wieder entfernen

es gibt auch betonsteine (50x50cm) ...heissen bei uns "waschbeton" und werden auf sand verlegt

je kleiner die steine - desto größer dass problem an deren kanten beim ausmisten hängen zu bleiben bzw diese im laufe der zeit zu lockern.

wenn du den vorderen bereich trockener haben willst, empfehle ich dir ein vordach beim eingang - hält den meisten matsch zurück

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 11:32
von sanhestar
Bunnypark hat geschrieben:wenn du darunter eine plane verlegst, kannst bei bedarf den beton wieder entfernen
Hallo,

kannst Du bitte im Detail erläutern, wie man beim verlegen und entfernen dann vorgehen muss?

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 13:29
von Ziegentrekking Altmühlfra
sanhestar hat geschrieben:
Bunnypark hat geschrieben:wenn du darunter eine plane verlegst, kannst bei bedarf den beton wieder entfernen
Hallo,

kannst Du bitte im Detail erläutern, wie man beim verlegen und entfernen dann vorgehen muss?
Ich schließe mich der Frage an.

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 13:33
von Bunnypark
klar doch *fg*

will man den lehmboden später wieder sehen, legt man eine dünne plane auf damit sich der beton nicht mit dem naturstein verbindet ..... sonst gibts beim entfernen große löcher
kann man natürlich auch mit sand unterlage erziehlen, aber der aufbau wäre bedeutend größer

an den rand legt man styropor oder holz-abstandhalter (betondehnung und es erleichtert die spätere entnahme) bzw kann man die ganze fläche mit einem gitterrahmen versehen, um so rechteckige oder quatratische teilstücke zu erhalten
(ich würde zwischen den platten einen abstand von etwa 1-2cm machen)....und diese mit beton ausgiesen.
will man es ganz toll machen, schüttet man vor der betonschicht etwas sand auf

das raster bzw die randhalter kann man nach 24-34 stunden vorsichtig entfernen

die entstandenen scharfen kanten kann man nach griff-festigkeit, ohne plane nach 24stunden, mit plane nach etwa 34 stunden bearbeiten (mit der spachtel abrunden)....diese angaben sind ungefähr und sind abhängig von der ausgangsfeuchte
beton gut rütteln und die ersten 3 tage gut feuchthalten

die entstandenen fugen werden mit quarzsand oder nach 3 wöchigen durchtrocknen mit feinbeton aufgefüllt.

bei der bauweise plane + sand (2-3cm schicht) kann die 5-10 cm betonschicht (je nach einsatzzweck) mit einem schweren hammer zerschlagen werden

je kleiner die teilstücke sind, desto leichter lassen sie sich später entfernen bzw desto weniger ist die rissgefahr bei zu dünnen betonschichten (maschinelle befahrung)

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 13:55
von Bunnypark
ups...das wichtigste hätte ich beinah vergessen *oops*

unebenheiten des naturbodens müssen natürlich vorher mit sand ausgeglichen werden
einfach aufschütten und mit einem langen geraden holzbrett abziehen #freunde#

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 13.10.2011, 13:59
von sanhestar
wow, super!

Für mich war betoniert immer gleichbedeutend mit einer endgültigen Lösung. Betonieren mit Plane drunter könnte für uns eine Lösung für diverse Umstellungen, die wir machen wollen, bedeuten.

Re: Naturlehmboden contra Knochensteine

Verfasst: 14.10.2011, 08:52
von Stony Hill
Wollte Heckenrose nicht per Bobcat misten???

Verwirrte Grüsse
Andrea