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Waldmeister, Heckenkirschen ...
Verfasst: 29.09.2013, 22:18
von Olivia
Hallo,
seit einiger Zeit plane ich nun schon den Einzug einiger Ziegen. Die Hühner sind jetzt in einen neuen Stall umgezogen, der alte Hühnerstall wird jetzt ziegentauglich gemacht und grundgereinigt, und im Frühjahr könne dann die Ziegen kommen. Bis dorthin will ich den Auslauf/die Weide ziegensicher machen. Hauptsächlich will ich die Ziegen in meinem Wäldchen halten (3.500 qm - Mischwald mit viel Krautschicht - direkt am Haus), und an der Grundstücksgrenze ( Landschaftshecke, keine Nachbarn!) um das Unterholz im Griff zu halten . Jetzt bin ich dabei die giftigen Pflanzen zu eliminieren. Das sind in erster Linie Eiben und Goldregen. Bei einigen anderen bin ich mir nicht sicher: Z.b. Waldmeister wächst bei mir schon in großer Anzahl, soll aber in großen Mengen für Menschen auch leicht giftig sein. Ist das bei Ziegen auch so? ?( Fressen die Ziegen überhaupt giftige Pflanzen, oder haben Sie da normalerweise genug Instinkt um diese Pflanzen zu meiden? Wie sieht es mit den üblichen Landschaftsheckengehölzen aus, z.b. Heckenkirschen, Hartriegel und Rainweiden aus? Wie ist es mit Pilzen im Wald? :?: :?: :?:
Und noch eine wichtige Frage - können Füchse eine Gefahr für die Ziegen (evtl. Zwergziegen) werden? :-o
Vielleicht hat ja einer von euch Erfahrung mit Ziegen im Wald? :-)
Für hilfreiche Antworten wäre ich echt dankbar.
Viele Grüße
Olivia
Verfasst: 30.09.2013, 07:55
von ElliBesch
Hallo Olivia,
ein heikles Thema. Drum vorab schonmal eine
Liste mit den Giftpflanzen
Jeder Halter wird Dir andere Erfahrungen schreiben. Ich denke, es kommt auch auf die frühere Haltungsform bei Ziegen an. Wenn Du verblödete Tiere, die mehr im Stall, als draußen waren, nimmst oder welche auf 'Golfplatzähnlichen' Rasengrundstücken ohne Wilbewuchs groß geworden sind und von der Mutter nicht vorgelebt werden konnte, was gut ist oder nicht...nun, dann hätte ich immer mehr Bedenken bis Todesangst.
Die rote Heckenkirsche ist ja ein Vogelnährgehölz, wird von meinen Ziegen total gemieden- ich weiß wohl, dass die Früchte( rote Beeren) sehr viel Bitterstoffe enthalten- aber ob sie Ziegengiftig sind, weiß ich nicht und im Botanikus sind sie nicht vermerkt.
An Waldmeister gehen meine auch nicht.
Pilze werden kurz probiert, hier gibt es einige Arten, aber eigentlich werden sie nicht gefuttert. Sind auch meist essbare Pilze, von daher mach ich mir keine großen Sorgen.
Hartriegel ist ein super Leckerchen, den werden Deine Ziegen selbst eliminieren. Leider, denn der rote Hartriegel sieht im Herbst besonders schön aus. Der Gelbe eher im Winter wegen des gelben Gehölzes.
Rainweide ist doch Liguster, richtig? Das weiß ich leider nicht, wir haben keinen auf dem Gelände.
LG. Elli, die sicher ist, dass gleich noch viele Erfahrungsberichte kommen werden. :-)
Ich fragte mich gerade, ob ich auf Absenden klicken soll. 'Ne große Hilfe war's ja eigentlich nicht. *oops*
Verfasst: 30.09.2013, 10:01
von sanhestar
Liguster ist auch für Ziegen giftig, wird jedoch in geringen Mengen gefressen. Ich hätte kein gutes Gefühl, diesen als grossflächigere Hecke auf einer Ziegenweide zu haben.
Verfasst: 30.09.2013, 10:36
von Bunnypark
[quote='Olivia','index.php?page=Thread&postID=171697#post171697']
Und noch eine wichtige Frage - können Füchse eine Gefahr für die Ziegen (evtl. Zwergziegen) werden? :-o
[/quote]
hallo
füchse werden ziegen, auch zwergziegen niemals jagen - sie sind also als beihnah harmlos gegenüber ziegen anzusehen
frischgeborene kitze ohne mutterschutz sind zwar gefährdeter....allerdings sollte mammi da schon aufpassen
wichtiger sind allerdings übertragene krankheiten - eine ziegensichere einzäunung ist aber auch fuchssicher :-D ....somit dürften sie nur sehr wenig bis keinen kontakt zu ziegen haben
zum instinkt:
die auswahl von fressbarer bepflanzung ist eher erlernt als instinkt - wie elli geschrieben hat muss ein tier gewisse erlernte (mutter oder lettier) erfahrung schon mitbringen um in einem giftpflanzen gebiet keine schäden davon zutragen - ist ein gebiet nur spärlich mit giftpflanzen bedeckt und hat das tier ausreichend alternativen wird sie selbst lernen
Verfasst: 30.09.2013, 16:55
von Egloffsteinerin
hallo,
hier ist meine Erfahrungu: Hartriegel wird geliebt, Liguster und Heckenkirschen werden gelegentlich angeknabbert, Pilze und Waldmeister werden ignoriert. Es kann aber durchaus Schaden an größeren Bäumen durch Rinden schälen und Hörner wetzen geben. Auch können Parasiten vom Wild übertragen werden. Meine Tiere sind gerne im Wald - da ist doch mehr Abwechsung als auf der Wiese :)
Verfasst: 30.09.2013, 20:07
von Olivia
Danke für Eure Antworten. Das die Ziegen nicht so an Waldmeister gehen, ist super, :thumbup: denn es hätte mir echt Leid getan, denn rauszureißen, und vermutlich hätte ich das nicht mal ganz geschafft. Im Wald sind Heckenkirschen nur vereinzelt vorhanden, hauptsächlich Haselnüsse, Hagebutten , Hartriegel, Kornelkirschen, wilde Himbeeren, Haufenwiese Fichten-, Birken-, Ahorn-und Buchennachwuchs, ... . Momentan kann ich mir kaum vorstellen , dass 4-5 Zwergziegen das alles überhaupt gegessen bekommen.... Vielleicht kann ich die größeren Ansammlungen von Liguster irgendwie umzäunen, mal sehen. Mit Schäden an manchen Bäumen rechne ich schon, aber da der Wald sowieso viel zu dicht steht, kann ich da einige schon verschmerzen. Besonders schöne Bäume werde ich schützen. Die Hartriegel sind echt schön, einige werde ich auch nicht abfressen lassen, vor allem die am Grundstücksrand. In dem Link von Elli ist der Goldregen nicht auf der Liste, ist das korrekt, oder habe ich was übersehen? Das wäre ja spitze!
Einen Teil des Waldes habe ich bereits mit Staketenzaun 1,50m hoch eingezäunt, das wäre dann der feste Auslauf mit direktem Zugang zum Stall. Der Fuchs kommt aber bei dem Staketenzaun unten durch, deshalb die Angst um die Ziegen. Ich hoffe mal,Ziegen graben sich nicht unten durch, oder? Langfristig will ich den ganzen Wald mit Maschendraht oder Knotengitter einzäunen, ist allerdings auch 'ne Geldfrage. Bis dorthin werde ich mir bei den Arealen, die zum abfressen bestimmt sind mit Bauzaun oder Strom behelfen müssen.
An die Parasiten hab ich schon auch gedacht - vor allem Fuchsbandwurm, aber wirklich etwas dagegen tun kann man ja vermutlich eh nicht. Mit dieser Gefahr leben meine anderen Tiere ( und ich ) ja bisher auch. Flöhe bringt mein Kater auch ziemlich oft mit, aber dagegen kann man ja was unternehmen. Habe ich sonst noch was vergessen ?
Nochmal danke, dass ich euch mit blöden Fragen so auf die Nerven gehen darf. ;-)
Verfasst: 30.09.2013, 20:25
von Cirkle-B-Ranch
bei uns kannst du für schmales geld ca 800 lfm wildschutzzaun abbauen .....
Verfasst: 30.09.2013, 20:41
von Olivia
Hallo, danke für das Angebot, habe gerade deine Homepage besucht. Tolle Tiere habt ihr da! :thumbup: Dann mußte ich aber erst mal googeln, wo Steimbke liegt..., naja, ist doch etwas weit... .Ich sitze hier so zwischen Bodensee und Tübingen. Aber danke nochmal für das Angebot.
Verfasst: 30.09.2013, 20:48
von Bunnypark
[quote='Olivia','index.php?page=Thread&postID=171735#post171735'] Ich hoffe mal,Ziegen graben sich nicht unten durch, oder?[/quote]
hallo
natürlich darfste uns mit fragen auf den nerv gehen :-D
ziegen graben sich nicht unten durch....aber sobald sie mit der schnutte oder den hörnern irgendwo durch können, werden sie sich über kurz oder lang durcharbeiten #freunde#
Verfasst: 30.09.2013, 21:00
von Olivia
Oha, dann ist ein Staketenzaun ja doch nicht so sicher wie ich dachte. Durch die Zwischenräume der Latten bekommen die sicher mal ein Horn... . Vielleicht könnten Sie den auch hochstemmen, wobei er echt schwer ist, und 'ne Zwergziege wiegt ja auch keine 80kg... . Meine Hoffnung ist ja eigentlich die, dass sie gar nicht raus wollen, weil es bei mir so schön ist... . :-D Natürlich werde sehr engmaschig kontrollieren, was für Unsinn da getrieben wird. Im Zweifel werde innen am Zaun noch Stromlitzen ziehen, allerdings nicht wirklich gerne.