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Ziege und Strom
Verfasst: 21.05.2007, 09:20
von T/D Hespelt
Hallo miteinander, gestern haben wir unser neues Weidezaungerät ( 1,6 Joule max.) installiert und unsere 2 Mädels auf die gegenüberliegende dazugepachtete Wiese ( 46 ar) gepackt. Nach ca 10 min versuchte die "leitende" den E-Zaun abzuschlecken, bekam eine gewischt und rannte mit panischem Mäh in den Zaun, verhedderte sich mit Hörner, Kopf und Beinen ( in dieser Reihenfolge) und wir hatten ganz schön zu tun um der armen Bömmel aus dieser panischen Situation zu helfen. Der Nagelneue Zaun ist natürlich kaputt und als ich dann anschließend mit auf der Weide saß hat sie nicht mal gefressen (1h) sondern stand die ganze Zeit dicht neben mir und meckerte leise vor sich hin....Beide Ziegen sind ca.4-6 Wochen vor dem Ablammtermin und ich hatte gestern den Eindruck das solche Unfälle den Allgemeinzustand nicht besonders fördern. Am Dienstag bekommen wir unser richtiges Weidezaungerät ( 4 Joule? ) mit mehr " Aua " da die Firma ein falsches Gerät geliefert hat. Ich werde jetzt erst mal tgl. mit auf die Weide sitzen und das ganze überwachen um ggf. gleich einzugreifen. Ne bessere Idee hab ich momentan nicht. Vielleicht sollten wir die Einzäunung erweitern damit sie im Falle eines Schlages mehr Platz zum weichen haben, sind ja jetzt nur 50 meter Schafzaun und das ist nicht viel meine ich. Für Anregungen zu Plan B,C,D...... bin ich sehr(!!!!!!!!!!!!!) dankbar. :-) Liebe Grüße Tanja
Verfasst: 21.05.2007, 09:57
von Hitzewelle
Da ich seit kurzem ne Jungziegen habe, die den Zaun vorher noch nicht kannte, kenn ich die Problematik mit dem Verfangen in dem Knotengitter. Aber zum Glück hat die keine Hörner, und somit bleiben nur der Kopf und die Beine (und die Ohrmarke!!!! :evil: ) zum Verfangen übrig.
Am Anfang ist das wirklich ziemlich gefährlich, aber mit der Zeit werden sie es schon lernen. Ich lasse die betreffende Ziege auch schon mal, wenn sie uneinsichtig ist und immer wieder in den Zaun springt, anstatt zurück, einige Male mit Strick am Halsband an den Zaun kommen, und habe sie so unter Kontrolle. Ist zwar gemein, aber es hilft.
Was wesentlich ungefährlicher ist, sind Litzen. Du brauchst aber dann je nach Hartnäckigkeit der Ziege, sehr viele. Bei meine zwei großen Ziegen reichen sogar zwei, die kleine hat das aber noch nicht kapiert.
Verfasst: 21.05.2007, 11:00
von Fridolin
Servus
Mich wundert, dass Deine Ziege bei der ersten Berührung nicht zurückgesprungen ist, sondern weiter in den Zaun hineingerannt ist.
Dieses Problem hat man aber nicht, wenn man die Ziegen auf den Zaun einschult, d.h. sie an den Hörnern oder am Halsband packt und sie mit der Nase an eine waagrechte, stromführende Litze drückt. Man sollte dabei nicht unbedingt barfuß sein - 1,6 Joule sind aber leicht auszuhalten. 4 Joule übrigens auch. Danach muss man sich bei ihnen aber wieder einschmeicheln, sonst sind sie einem ziemlich gram.
Von Litzendrähten halte ich allerdings nichts. Wenn sie rauskriegen, dass man mit einem beherzten Schritt durchschlüpfen kann, hat der Zaun seine Wirkung verfehlt. Habe bis zum Vorjahr auch nur Litzendrähte gespannt. War immer eine Heidenarbeit und nachdem wir auch zwei Schafe haben, sind die bei Bedarf einfach durchgegangen und die Ziegen hinterher. Ich habe sowieso den Verdacht, dass die Ziegen die Schafe aufgehusst haben, doch rasch einmal den Zaun umzurennen.
Verfasst: 22.05.2007, 13:22
von Therapiehof
Lieb Tanja, Auch ich kenne das. leider sind Knotennetze für Schafe denkbar schlecht für behornte Ziegen, daher lieber Geflügelnetze nehmen (allerdings nur wenn die Ziegen kleine Lämmer dabei haben) die sind unten enger geflochten und die Gitzis bekommen den Kopf nicht rein. Ich würde vor das Netz mit Plastikpfählen und einer einfachen Litze einen "Abwehrzaun" vorbauen und soweit das Gerät das kann, erst mal den halben Strom draufgeben, oder zum gewöhnen mal nen olles Batterieweidezaungerät nehmen mit wenig Strom, dann langsam erhöhen. Bei meinen Geissen brauchts inzwischen ein Gallagher mit 25 Joule, dann bleiben die, wo sie sollen. Ich hab immer 3 Fache weisse Wiedelitze ind 1,10 m hohe Plastikpfähle, ist auch billiger als die doofen Netze und lässt sich schneller aufbauen.
Gruß
Andreas
Strom
Verfasst: 22.05.2007, 13:46
von Winnie23
Hallo
erstmal hochtragende muttertiere die keinen zaun kennen an den zaun gewöhnen zu wollen, nicht gut!
ich denke wenn die ziege einmal im zaun hängen gebliben ist dann sollte sie es auch nimmer vergessen, is wie bei kindern die das erste mal auf die herdplatte fassen.
einfachere methode:
mehrere Litzen oder ein kleines stück schafnetz auf einer mit zaun (holz, draht) eingezäunten weide aufstellen, strom drauf, und sich dann mal nen nachmittag zeitnehmen um zu beobachten.
bevor die lämmer bei mir auf die (netz) weide kommen mach ich das immer so und wenn die dann mal nen richtigen schlag bekommen haben dann merken sie sich es auch.
mfg
Verfasst: 23.05.2007, 10:33
von T/D Hespelt
Hallo zusammen, erst mal herzlichen Dank für die Antworten!!!! Es ist jetzt so das die Ziege welche sich im Zaun verfangen hatte bei betreten der abgesteckten Fläche trotz Anwesenheit meinerseits stehenbleibt statt zu fressen und leichte Ansätze von Hyperventilation zeigt. Ich mache mir natürlich Gedanken ob ich sie vorm Ablammen überhaupt noch so stressen soll und irgendwie sieht es überhaupt nicht schön aus wenn ein Weidetier Angst vor seiner Weide hat #shock# . Zum Thema Geflügelnetz hat glaub ich Cybister geschrieben ( Todesfalle für Kleinsäuger u.ä.) deshalb nur ungern.....Irgendwie bekloppt die Wiese liegt genau gegenüber unseres Wohnhauses, 30 er Zone, Ortsrandlage, alle Nachbarn finden unsere Tierhaltung super und sind erfreut. Wir können den Strom direkt vom Haus rüberlegen und alles von der Terrasse aus beobachten und eigentlich geben die Alteingesessenen nur ungern Grünland an Neigschmeckde ab d.h. WIR HATTEN TIERISCH GLÜCK!!! Ich sag das Bömmel jeden Tag aber ich war ja auch mal schwanger :D . Fazit: Wir überdenken auf jedenfall die Einzäunungsart ( neues Netz bräuchten wir sowiso) und verlagern das ganze bis die Kitze da sind. Solange gibts " Betreutes Grasen" und Frühstück ans Bett :-) . Nochmals Danke Liebe Grüße Tanja
Verfasst: 23.05.2007, 10:34
von T/D Hespelt
Hallo zusammen, erst mal herzlichen Dank für die Antworten!!!! Es ist jetzt so das die Ziege welche sich im Zaun verfangen hatte bei betreten der abgesteckten Fläche trotz Anwesenheit meinerseits stehenbleibt statt zu fressen und leichte Ansätze von Hyperventilation zeigt. Ich mache mir natürlich Gedanken ob ich sie vorm Ablammen überhaupt noch so stressen soll und irgendwie sieht es überhaupt nicht schön aus wenn ein Weidetier Angst vor seiner Weide hat #shock# . Zum Thema Geflügelnetz hat glaub ich Cybister geschrieben ( Todesfalle für Kleinsäuger u.ä.) deshalb nur ungern.....Irgendwie bekloppt die Wiese liegt genau gegenüber unseres Wohnhauses, 30 er Zone, Ortsrandlage, alle Nachbarn finden unsere Tierhaltung super und sind erfreut. Wir können den Strom direkt vom Haus rüberlegen und alles von der Terrasse aus beobachten und eigentlich geben die Alteingesessenen nur ungern Grünland an Neigschmeckde ab d.h. WIR HATTEN TIERISCH GLÜCK!!! Ich sag das Bömmel jeden Tag aber ich war ja auch mal schwanger :D . Fazit: Wir überdenken auf jedenfall die Einzäunungsart ( neues Netz bräuchten wir sowiso) und verlagern das ganze bis die Kitze da sind. Solange gibts " Betreutes Grasen" und Frühstück ans Bett :-) . Nochmals Danke Liebe Grüße Tanja