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Joseph - Ein potentieller Ziegenhirte
Verfasst: 29.04.2014, 01:28
von Joseph
Hallo Zusammen,
auf meiner Suche im Internet bin ich nun endlich auch in eurem Forum gelandet.
Einige meiner Fragen konnte mittels Suchfunktion dann schon beantworten.
Zu meinem Hintergrund:
Am liebsten würde ich vegetarisch leben, aber ich bin einfach zu schwach dazu.
Aus diesem Grunde möchte ich wenigstens gewährleisten, dass die Tiere, die ich esse, ein anständiges Leben haben, anstatt in der industriellen Massentierhaltung gequält zu werden.
Ich habe mir jetzt einen Garten gekauft, in dem 1000-1500m² als Weidefläche genutzt werden könnten. Hier möchte ich meine ersten Erfahrungen sammeln.
Wenn ich dabei erste Erfolge erzielen kann, dann würde ich mich darum kümmern, dass ich weitere Flächen hinzu pachten kann, um vielleicht eine kleine Herde zu halten.
LG
Joseph
Verfasst: 29.04.2014, 01:54
von Joseph
Hier wäre dann auch mein erster Thread, in dem ich alle Fragen gestellt habe, die im Moment noch offen sind. Für Antworten bin ich sehr dankbar.
Ziegenhaltung: mein erster Wurf - Was ist noch zu beachten?
Verfasst: 29.04.2014, 08:57
von Ulli
Hallo!
Ich gebe zu ich hatte erst Dein anderes Thema gelesen.. Deine Vorstellung liest sich deutlich besser!
Bei Deinem Ansatz (Fleisch von glücklichen Tieren) nimm aber bitte Abstand von der Einzelhaltung- das Lamm wäre SEHR einsam.
Besser ist, in der "Probephase" Futter (Heu) zuzukaufen und den Garten als "Auslauf" zu sehen- dann kannst Du für die kurze Zeit der Aufzucht bis zur Schlachtreife durchaus 4 Bocklämmer halten- ausreichend Platz im Stall vorausgesetzt.
Warum 4? Nun, das ist nach meiner Erfahrung die Anzahl von Tieren, ab der eine gewisse Ruhe in die Gruppe kommt..
Mädels würde ich zur reinen Fleischerzeugung nicht kaufen- teils weil sie mehr Chancen haben, ein dauerhaftes Zuhause zu finden als Böcke, teils weil Böcke einfach schneller wachsen..
Solange Du keine Milchhochleistungsrassen (z.B.WDE) nimmst kannst Du ruhig Böckchen von einem Milchbetrieb kaufen- dort sind sie leider jedes Jahr massenhaft über ;( Du kannst ruhig Mixlämmer nehmen, da Du mit ihnen nicht Züchten und die Nachzucht verkaufen willst..
Wo Du auf keinen Fall sparen solltest: GUTER E-Zaun, grosszügiger Stall, gutes Heu . Empfehlenswert wäre eine gute Klauenschere -alles andere macht einem das Leben nur unnötig schwer..
LG Ulli
Verfasst: 29.04.2014, 14:21
von Joseph
Hallo Ulli, Danke für die vielen Tips.
Das wäre für mich echt eine Perspektive, mit der „Böckchenherde“.Auch der Ansatz, sie direkt von einem Milchbetrieb zu kaufen, dann hätte ich ihr Leben verlängert und nicht verkürzt.
Vielleicht gibt es ja einen Mischbetrieb (Fleisch- und Milchproduktion) wo sie Tiere halten, die keiner Milchhochleistungsrasse angehören.
Schmeckt ein nicht kastriertes Böckchen wirklich nicht zu intensiv mit 10 Monaten? Auf der Seite von so einem Milcherzeuger habe ich folgenden Passus gefunden:
„Die Schlachtlämmer werden oft nur 10 Wochen alt. Bocklämmer sollte man spätestens mit 4 Monaten, auf jeden Fall aber vor der Geschlechtsreife, der Schlachtung zuführen.
Um ganzjährig Ziegenlammfleisch anzubieten, können die Böcke kastriert werden. Auch kann man im Herbst das Decken einzelner Ziegen herauszögern, um später geborene Lämmer zu erhalten.“
Verfasst: 29.04.2014, 15:03
von S.Bure.Simon
Also ich hab im Februar einen einjährigen Bock Bde geschlachtet und da hat garnichts nach Bock geschmeckt War sehr zufrieden.
Verfasst: 29.04.2014, 20:58
von Ulli
Hallo!
Ein "echter" Mischbetrieb wird schwer zu finden sein bzw seine Lämmer grösstenteils selbst aufziehen. Eine tolle Zweinutzungsrasse sind Anglo Nubier, aber die sprengen für den Anfang echt den Rahmen- sowohl preislich als auch vom Pflegeaufwand.
Klasse Tiere sind z.B. Mixe mit Toggenburger- wird gern eingekreuzt, um robustere Tiere zu erhalten. Meine Toggenburgermixe waren sehr frohwüchsig- wurden allerdings nicht geschlachtet #jubel#
LG Ulli