ziegen-imker - moin allerseits
Verfasst: 19.04.2007, 22:25
hallo, ihr lieben ziegenfreunde, :-)
ich grüße euch herzlich aus der norddeutschen heide.
wir sind eher praktisch denkende leute und haben uns schon diverse jahre verschiedene nutzviehhaltungserfahrungen (für den eigenbedarf) erarbeitet.
als wir aus der großen hauptstadt hierher zogen, wußten wir zwar eine menge über verschiedene "tiere der stube", aber über die um einiges größeren und auch viel stärkeren nutztiere wussten wir so gut wie garnichts.
wir wussten also weder wie man sie richtig unterbringen und halten sollte, noch was und vor allem wieviel sie fressen oder was sie so alles im guten und auch im bösen drauf haben können.
wir hatten aber das riesengroße glück, dass unserer schon etwas älterer nachbarin, die bis zu ihrer verrentung aktive bäuerin war, unsere hochfliegenden ideen, unser elan und unser enthusiasmus so gut gefiel, dass sie uns fortan und bis zu ihrem plötzlichen tod mit viel hilfe und nochmehr wissen und erfahrung jederzeit voll zur seite stand und uns dabei vieles wichtige beibrachte, was ein richtiger bauer ebend so wissen muss.
bei unserem einzug hier brachten wir ein kaninchenpärchen, einen hund und einem kater mit. alles extra für den neuen wohnsitz und kurz vor dem umzug hierher gezielt angeschafft
unsere ranch ist zwar kein richtiger bauernhof, aber doch um einiges grösser als ein normales wohngrundstück. folglich wollten wir uns auf dieser basis baldigst und möglichst auch recht umfassend und natürlich weitestgehend chemiefrei selbst versorgen. nach relativ kurzer zeit und einiger stallumbauten folgten also die ersten beiden mastschweine und noch ein weiteres jahr später hatten wir dann auch schon ein kleines mastbullenkalb im stall.
irgendwann danach folgte diesem dann beinahe schon zwangsläufig auch ein weibliches kalb, welches nun auch schon wieder einige zeit kein kalb mehr ist, sondern uns bei bedarf und mit hilfe eines "rucksackbullen" immer wieder mit weiteren masttiernachwuchs und diesen jeweils fast lebenslang mit bester mastmilch versorgt.
ausserdem flattern nun sommers auch ein paar bienchen für uns umher, dieses aber leider mit beängstigend stark fallender tendenz, da nun auch mir tatsächlich von jahr zu jahr zunehmend immer mehr völker wegsterben, als ich reproduzieren kann und wie es scheint, kann ich offensichtlich nichts dagegen tun.
eine nicht nur für uns persönlich, sondern vor allem auch für unser aller umwelt sehr, sehr bedenkliche entwicklung !!! #heul#
vor einigen jahren begann ein kumpel mit einer zwergziegenzucht (afrikanische bergziege) und folglich dauerte es dann auch garnicht lange, bis es auch bei uns meckerte.
unsere kleine ziegendame hatte dabei die hohe ehre, nach den ständig auf nutzen orientierten tierbetandserweiterungen nunmehr unser erster landwirtschaftlicher luxus zu sein, denn sie hatte im gegensatz zu allen unserem anderen tieren keine wirkliche aufgabe, ausser die, einfach da zu sein.
dafür trägt sie seitdem sehr häufig und erheblich zu grossen familiären erheiterungen, aber manchmal, wenn man nicht gut genug aufgepasst hat, auch zu fast ebenso intensiven familiären ärgernissen bei.
seit einigen wochen sind wir nun ausserdem auch noch halter von zwei weiblichen WDE, die sich, da wir sie bereits hochtragend kauften, mittlerweile erfolgreich auf nunmehr insgesamt sechs stück vermehrt haben.
ob wir sie oder ihren nachwuchs einst essen mögen, das wissen wir noch nicht so genau; an schaffleisch konnten wir jedenfalls, ausser seltsamerweise beim griechen oder türken, noch nie so richtig gefallen finden.
die milch unserer neuen hausgenossen und auch den ersten käse daraus geniessen wir aber seit dem vergangenen wochenende schon sehr. zugute kommt uns nun hierbei, dass wir vorher bereits an der kuh einige melkkenntnisse und -erfahrungen sammeln konnten und uns in der vergangenheit gelegentlich auch schon mal an einfachsten käseexperimenten erfolgreich versucht hatten.
äusserst interessant und sehr überraschend für uns wurde gleich zu beginn unseres neuen "grösseren ziegenhalterdaseins" die erkenntnis, wie extrem verschieden doch das verhalten und die charaktere der beiden ziegenrassen sind.
unsere kleine übernahm ausserdem sofort und gnaden- und bedingungslos die rolle der grossen ziegenherden-überchefin.
und sie ist glashart und äusserst streng zu den beiden grossen, die sich ihr fast völlig kampflos sehr schnell unterwarfen. die kleine wirkt in ihrem verhalten geradezu launisch, denn selbst scheele blicke der beiden weissen werden von ihr nicht geduldet, sondern mit kräftigen stössen und bösem gemecker hart bestraft, wenn ihr gerade so ist.
aber der nachwuchs der grossen, die dürfen dafür mit ihr machen was sie nur wollen.
da hat sie dann alle geduld der welt und gibt sich als sehr gute, äusserst aufmerksame und sehr fürsorgliche "ziegen-tante". #jubel#
zu dieser seite hier kam ich durch zufall und mit googles hilfe, weil wir uns nun folgerichtig etwas intensiver für die ziegerei im allgemeinen und für die käserei und die ziegenfleischverwertung im speziellen interessieren.
ich danke euch jetzt schon für die vielen guten hinweise, die ich dazu bereits beim stichprobenartigen überfliegen einiger beiträge der foren bekommen habe.
ed
ich grüße euch herzlich aus der norddeutschen heide.
wir sind eher praktisch denkende leute und haben uns schon diverse jahre verschiedene nutzviehhaltungserfahrungen (für den eigenbedarf) erarbeitet.
als wir aus der großen hauptstadt hierher zogen, wußten wir zwar eine menge über verschiedene "tiere der stube", aber über die um einiges größeren und auch viel stärkeren nutztiere wussten wir so gut wie garnichts.
wir wussten also weder wie man sie richtig unterbringen und halten sollte, noch was und vor allem wieviel sie fressen oder was sie so alles im guten und auch im bösen drauf haben können.
wir hatten aber das riesengroße glück, dass unserer schon etwas älterer nachbarin, die bis zu ihrer verrentung aktive bäuerin war, unsere hochfliegenden ideen, unser elan und unser enthusiasmus so gut gefiel, dass sie uns fortan und bis zu ihrem plötzlichen tod mit viel hilfe und nochmehr wissen und erfahrung jederzeit voll zur seite stand und uns dabei vieles wichtige beibrachte, was ein richtiger bauer ebend so wissen muss.
bei unserem einzug hier brachten wir ein kaninchenpärchen, einen hund und einem kater mit. alles extra für den neuen wohnsitz und kurz vor dem umzug hierher gezielt angeschafft
unsere ranch ist zwar kein richtiger bauernhof, aber doch um einiges grösser als ein normales wohngrundstück. folglich wollten wir uns auf dieser basis baldigst und möglichst auch recht umfassend und natürlich weitestgehend chemiefrei selbst versorgen. nach relativ kurzer zeit und einiger stallumbauten folgten also die ersten beiden mastschweine und noch ein weiteres jahr später hatten wir dann auch schon ein kleines mastbullenkalb im stall.
irgendwann danach folgte diesem dann beinahe schon zwangsläufig auch ein weibliches kalb, welches nun auch schon wieder einige zeit kein kalb mehr ist, sondern uns bei bedarf und mit hilfe eines "rucksackbullen" immer wieder mit weiteren masttiernachwuchs und diesen jeweils fast lebenslang mit bester mastmilch versorgt.
ausserdem flattern nun sommers auch ein paar bienchen für uns umher, dieses aber leider mit beängstigend stark fallender tendenz, da nun auch mir tatsächlich von jahr zu jahr zunehmend immer mehr völker wegsterben, als ich reproduzieren kann und wie es scheint, kann ich offensichtlich nichts dagegen tun.
eine nicht nur für uns persönlich, sondern vor allem auch für unser aller umwelt sehr, sehr bedenkliche entwicklung !!! #heul#
vor einigen jahren begann ein kumpel mit einer zwergziegenzucht (afrikanische bergziege) und folglich dauerte es dann auch garnicht lange, bis es auch bei uns meckerte.
unsere kleine ziegendame hatte dabei die hohe ehre, nach den ständig auf nutzen orientierten tierbetandserweiterungen nunmehr unser erster landwirtschaftlicher luxus zu sein, denn sie hatte im gegensatz zu allen unserem anderen tieren keine wirkliche aufgabe, ausser die, einfach da zu sein.
dafür trägt sie seitdem sehr häufig und erheblich zu grossen familiären erheiterungen, aber manchmal, wenn man nicht gut genug aufgepasst hat, auch zu fast ebenso intensiven familiären ärgernissen bei.
seit einigen wochen sind wir nun ausserdem auch noch halter von zwei weiblichen WDE, die sich, da wir sie bereits hochtragend kauften, mittlerweile erfolgreich auf nunmehr insgesamt sechs stück vermehrt haben.
ob wir sie oder ihren nachwuchs einst essen mögen, das wissen wir noch nicht so genau; an schaffleisch konnten wir jedenfalls, ausser seltsamerweise beim griechen oder türken, noch nie so richtig gefallen finden.
die milch unserer neuen hausgenossen und auch den ersten käse daraus geniessen wir aber seit dem vergangenen wochenende schon sehr. zugute kommt uns nun hierbei, dass wir vorher bereits an der kuh einige melkkenntnisse und -erfahrungen sammeln konnten und uns in der vergangenheit gelegentlich auch schon mal an einfachsten käseexperimenten erfolgreich versucht hatten.
äusserst interessant und sehr überraschend für uns wurde gleich zu beginn unseres neuen "grösseren ziegenhalterdaseins" die erkenntnis, wie extrem verschieden doch das verhalten und die charaktere der beiden ziegenrassen sind.
unsere kleine übernahm ausserdem sofort und gnaden- und bedingungslos die rolle der grossen ziegenherden-überchefin.
und sie ist glashart und äusserst streng zu den beiden grossen, die sich ihr fast völlig kampflos sehr schnell unterwarfen. die kleine wirkt in ihrem verhalten geradezu launisch, denn selbst scheele blicke der beiden weissen werden von ihr nicht geduldet, sondern mit kräftigen stössen und bösem gemecker hart bestraft, wenn ihr gerade so ist.
aber der nachwuchs der grossen, die dürfen dafür mit ihr machen was sie nur wollen.
da hat sie dann alle geduld der welt und gibt sich als sehr gute, äusserst aufmerksame und sehr fürsorgliche "ziegen-tante". #jubel#
zu dieser seite hier kam ich durch zufall und mit googles hilfe, weil wir uns nun folgerichtig etwas intensiver für die ziegerei im allgemeinen und für die käserei und die ziegenfleischverwertung im speziellen interessieren.
ich danke euch jetzt schon für die vielen guten hinweise, die ich dazu bereits beim stichprobenartigen überfliegen einiger beiträge der foren bekommen habe.
ed