Schnuriella - Jule und Janosch stellen sich endlich vor
Verfasst: 27.08.2007, 18:28
Hallo, liebe Ziegenfreunde ?
Heute nun will ich mich Jule und meinen Partner Janosch und unser Umfeld endlich einmal vorstellen, denn wir sind ja nun schon eine ganze Weile (Ende Juli 07) im Ziegentreff im Forum erschienen.
Tja, mich und meinen Lebenspartner hat es aus Süddeutschland vor zwei Jahren nach Südungarn verschlagen, nachdem wir uns entschlossen hatten, gemeinsam ?alt? zu werden. Über Internet fanden wir uns und haben uns die große Aufgabe gestellt, hier ein neues Leben zu beginnen.
Dazu gehörte natürlich auch ein Hausum+Ausbau, der sich teilweise recht schwierig gestaltete, da wir als zwei fertige Menschen zusammentrafen und jeder seine Vorstellungen mitbrachte.
Zu unser Haus gehört auch ein riesiger Garten, so bot es sich an, verschiedene Tiere an zu schaffen. Aus unserem vergangenen Leben kannten wir beide Hunde, ich könnte fast sagen, ich führte ein Hundeleben (habe vier Schäferhunde großgezogen!) und eine Katze brachte ich in die neue Verbindung auch mit, die mich jetzt schon über 19 Jahre meines Lebens begleitet!
Der Garten gibt genügend Futter für Schafe, Ziegen, Enten und Gänse, die wir uns letztes Jahr auch zugelegt haben. Sicher würde auch noch ein Pferd, ein Esel und ein Schwein hier satt, aber es hat doch alles seine Grenzen und wir haben das Ganze auf zwei Ziegen minimiert, die mir sehr viel Freude bereiten.
Wir hatten zuerst die zwei Schafe angeschafft, die aber inzwischen natürlich in der Gefrier-truhe gelandet sind und die Felle sind zu schönen Bettvorlegern verarbeitet worden.
Sechs Gänse und fünf Enten waren letzten Sommer ständig unterwegs und schnatterten was das Zeug hielt und auch sie gaben so manchen guten Braten ab, denn letztendlich sollten diese Tiere als Nutztiere gehalten werden und nicht nur aus Spaß an der Freud! Könnte mir vorstellen, wenn die Truhen leer sind, gibt es nächstes Jahr wieder welche.
Tja, dann kam unser Nachbar und bot uns zwei Ziegen an. Er war eigentlich der Vorbesitzer des Hauses und hat uns gegenüber neu gebaut. Ziegenställe waren von ihm noch vorhanden und somit war der Entschluß schnell gefasst, wir nehmen die Ziegen. Zumal es zwei sehr hübsche Tiere waren.
Die größere Ziege war schwarz/weiß und die kleinere dreifarbig bunt.
Die große Ziege hat sich ständig mit der kleinen gekappelt und so hab ich sie dann oft in unser Nachbargrundstück, wo sie viel Auslauf hatten und es keine Rolle spielte, was sie dort trieben, gestellt. Das ist ein altes Bauernhaus, ringsherum eingemacht mit Maisschober, Scheune, Hofeinfahrt mit großem Tor und auf der Ostseite grenzt das nächste Nachbarhaus an, somit konnten sie da nicht ausbüchsen.
Dort tollten sie den ganzen Tag herum ? rannten auf den Maisschober mit Gepolter und lugten durch die Ritzen zu uns und meckerten, wenn sie uns sahen. Futter war reichlich vorhanden, Unterstellplatz usw., für alles war gesorgt. Ich hatte sogar im alten Stall in der Scheune extra Gefahrenstellen beseitigen lassen, damit den lustigen Ziegen nix passiert, wenn sie herumtollten.
An einem Sommertag mussten wir nach Pecs, Baumaterial holen. Die Ziegen waren mit Futter versorgt und als wir abends heim kamen, war es schon dunkel.
Ich bin dann erst am nächsten Morgen zu ihnen ? da kam mir nur die kleine Ziege entgegen und meckerte erbärmlich. Das war mir schon sehr ungewöhnlich.
Nachdem die große Ziege nicht zu sehen war und ich nach ihr gerufen hatte ? ohne Erfolg ? machte ich mich auf die Suche. Konnte sie leider nirgends entdecken! Die kleine Ziege ging mir nicht von der Seite!
Auf dem Nachbargrundstück ist noch eine alte Zisterne, dass ganze Anwesen ist ca. 150 Jahre alt! Diese Zisterne hat ein Loch von ca. 40 x 40 cm und ich hatte sie mit Brettern zudeckt, denn ich wollte vermeiden, dass da jemand drin ersäuft! Aber es war doch leider so ? meine schöne große, schwarz-weiße Ziege lag drin und es schaute nur der Kopf raus!
Wir holten sie dort raus, sie war schon ganz aufgedunsen, vermutlich ist sie schon am Vortrag dort ertrunken.
Ich verbarrikatierte die Zisterne nun ganz fest und hab die kleine Ziege beobachtet. Sie turnte dort ebenfalls rum und knabberte an der Hauswand, die dort weiß getüncht war. Dabei stand sie auf den Hinterläufen und streckte sich heftig nach oben. Nun war mir klar, wie es die andere Ziege gemacht hat! Dabei muß sie abgerutscht sein und hat dann die Bretter, die ich auf die Zisterne gelegt hatte mit ihrem Körpergewicht verschoben und ist abgesoffen. Denn dort konnte sie sich auf keinen Fall mehr alleine befreien.
Da mir meine kleine Ziege leid tat, nun so allein zu sein, verbrachte ich unendlich viel Zeit mit ihr und sie hat mich vermutlich als Schwester akzeptiert!!! Sie durfte dann bei uns hier im Hof herumtollen und so mancher Besuch erschrak sich heftig, wenn sie zu uns wollten und es kam an Stelle eines Hundes eine Ziege angerannt im Galopp!!!
Dabei guckte sie immer so drollig die Leute an, aber selbst erwachsene Männer war diese Art der Hausbewachung nicht geheuer ? grins!
Natürlich übersäte sie den ganzen Hof mit ihren ?Goldkugeln? und ihr Lieblingsplatz war vor der Haustüre auf dem Fußabstreifer! Meine Katze ging der ganzen Sacher eher aus dem Weg, denn so ein Tier kannte sie von früher nicht und betrachtete sie nur aus der Ferne.
Im November dann, als sie aufnehmen konnte, haben wir eine Reise mit ihr in den Weinberg gemacht zu einem Bock, der sie entjungferte!
Im April kam dann ?unser Ziegennachwuchs? auf die Welt. Ein schönes Erlebnis, so dabei sein zu dürfen!
Leider macht uns nun unsere kleine Zimmi schon eine ganze Zeit lang Sorgen mit ihrer Schwellung am Hals. Hierzu habe ich ja schon mehrfach im Forum geschrieben.
Nun werden wir wohl unsere Zimmi schlachten lassen, da es in Ungarn nicht klappen will, einen Elisatest bzw. eine Blutentnahme zu bekommen!!!
Denn trotzt aller Tierliebe, möchte ich das Risiko nicht eingehen, dass es doch eine Pseudo-TBC ist!!!
Es stellt sich dann auch die Frage, was wir mit unserer hübschen Meckerle machen, ob sie sich auch infiziert hat bzw. ob wir weiter Milch trinken können usw. Auch ist mir nicht klar, wie sie die Trennung von ihrem ersten Jungen verkraftet!
Ja, es wäre schön, wenn sich alles zum Guten wenden würde, aber ich glaub langsam nicht mehr dran.
Wenn dies alles durch gestanden ist, werde ich mir vermutlich keine Tiere mehr zulegen!
Die Verantwortung kann man ja auch auf niemand übertragen ? da müssen wir durch.
So, nun hoffe ich, genug von uns berichtet zu haben ? freu mich, dass es den Ziegentreff gibt und grüße Euch aus der Ferne!
Jule und Janosch
PS: Mehr über uns hier ...
Heute nun will ich mich Jule und meinen Partner Janosch und unser Umfeld endlich einmal vorstellen, denn wir sind ja nun schon eine ganze Weile (Ende Juli 07) im Ziegentreff im Forum erschienen.
Tja, mich und meinen Lebenspartner hat es aus Süddeutschland vor zwei Jahren nach Südungarn verschlagen, nachdem wir uns entschlossen hatten, gemeinsam ?alt? zu werden. Über Internet fanden wir uns und haben uns die große Aufgabe gestellt, hier ein neues Leben zu beginnen.
Dazu gehörte natürlich auch ein Hausum+Ausbau, der sich teilweise recht schwierig gestaltete, da wir als zwei fertige Menschen zusammentrafen und jeder seine Vorstellungen mitbrachte.
Zu unser Haus gehört auch ein riesiger Garten, so bot es sich an, verschiedene Tiere an zu schaffen. Aus unserem vergangenen Leben kannten wir beide Hunde, ich könnte fast sagen, ich führte ein Hundeleben (habe vier Schäferhunde großgezogen!) und eine Katze brachte ich in die neue Verbindung auch mit, die mich jetzt schon über 19 Jahre meines Lebens begleitet!
Der Garten gibt genügend Futter für Schafe, Ziegen, Enten und Gänse, die wir uns letztes Jahr auch zugelegt haben. Sicher würde auch noch ein Pferd, ein Esel und ein Schwein hier satt, aber es hat doch alles seine Grenzen und wir haben das Ganze auf zwei Ziegen minimiert, die mir sehr viel Freude bereiten.
Wir hatten zuerst die zwei Schafe angeschafft, die aber inzwischen natürlich in der Gefrier-truhe gelandet sind und die Felle sind zu schönen Bettvorlegern verarbeitet worden.
Sechs Gänse und fünf Enten waren letzten Sommer ständig unterwegs und schnatterten was das Zeug hielt und auch sie gaben so manchen guten Braten ab, denn letztendlich sollten diese Tiere als Nutztiere gehalten werden und nicht nur aus Spaß an der Freud! Könnte mir vorstellen, wenn die Truhen leer sind, gibt es nächstes Jahr wieder welche.
Tja, dann kam unser Nachbar und bot uns zwei Ziegen an. Er war eigentlich der Vorbesitzer des Hauses und hat uns gegenüber neu gebaut. Ziegenställe waren von ihm noch vorhanden und somit war der Entschluß schnell gefasst, wir nehmen die Ziegen. Zumal es zwei sehr hübsche Tiere waren.
Die größere Ziege war schwarz/weiß und die kleinere dreifarbig bunt.
Die große Ziege hat sich ständig mit der kleinen gekappelt und so hab ich sie dann oft in unser Nachbargrundstück, wo sie viel Auslauf hatten und es keine Rolle spielte, was sie dort trieben, gestellt. Das ist ein altes Bauernhaus, ringsherum eingemacht mit Maisschober, Scheune, Hofeinfahrt mit großem Tor und auf der Ostseite grenzt das nächste Nachbarhaus an, somit konnten sie da nicht ausbüchsen.
Dort tollten sie den ganzen Tag herum ? rannten auf den Maisschober mit Gepolter und lugten durch die Ritzen zu uns und meckerten, wenn sie uns sahen. Futter war reichlich vorhanden, Unterstellplatz usw., für alles war gesorgt. Ich hatte sogar im alten Stall in der Scheune extra Gefahrenstellen beseitigen lassen, damit den lustigen Ziegen nix passiert, wenn sie herumtollten.
An einem Sommertag mussten wir nach Pecs, Baumaterial holen. Die Ziegen waren mit Futter versorgt und als wir abends heim kamen, war es schon dunkel.
Ich bin dann erst am nächsten Morgen zu ihnen ? da kam mir nur die kleine Ziege entgegen und meckerte erbärmlich. Das war mir schon sehr ungewöhnlich.
Nachdem die große Ziege nicht zu sehen war und ich nach ihr gerufen hatte ? ohne Erfolg ? machte ich mich auf die Suche. Konnte sie leider nirgends entdecken! Die kleine Ziege ging mir nicht von der Seite!
Auf dem Nachbargrundstück ist noch eine alte Zisterne, dass ganze Anwesen ist ca. 150 Jahre alt! Diese Zisterne hat ein Loch von ca. 40 x 40 cm und ich hatte sie mit Brettern zudeckt, denn ich wollte vermeiden, dass da jemand drin ersäuft! Aber es war doch leider so ? meine schöne große, schwarz-weiße Ziege lag drin und es schaute nur der Kopf raus!
Wir holten sie dort raus, sie war schon ganz aufgedunsen, vermutlich ist sie schon am Vortrag dort ertrunken.
Ich verbarrikatierte die Zisterne nun ganz fest und hab die kleine Ziege beobachtet. Sie turnte dort ebenfalls rum und knabberte an der Hauswand, die dort weiß getüncht war. Dabei stand sie auf den Hinterläufen und streckte sich heftig nach oben. Nun war mir klar, wie es die andere Ziege gemacht hat! Dabei muß sie abgerutscht sein und hat dann die Bretter, die ich auf die Zisterne gelegt hatte mit ihrem Körpergewicht verschoben und ist abgesoffen. Denn dort konnte sie sich auf keinen Fall mehr alleine befreien.
Da mir meine kleine Ziege leid tat, nun so allein zu sein, verbrachte ich unendlich viel Zeit mit ihr und sie hat mich vermutlich als Schwester akzeptiert!!! Sie durfte dann bei uns hier im Hof herumtollen und so mancher Besuch erschrak sich heftig, wenn sie zu uns wollten und es kam an Stelle eines Hundes eine Ziege angerannt im Galopp!!!
Dabei guckte sie immer so drollig die Leute an, aber selbst erwachsene Männer war diese Art der Hausbewachung nicht geheuer ? grins!
Natürlich übersäte sie den ganzen Hof mit ihren ?Goldkugeln? und ihr Lieblingsplatz war vor der Haustüre auf dem Fußabstreifer! Meine Katze ging der ganzen Sacher eher aus dem Weg, denn so ein Tier kannte sie von früher nicht und betrachtete sie nur aus der Ferne.
Im November dann, als sie aufnehmen konnte, haben wir eine Reise mit ihr in den Weinberg gemacht zu einem Bock, der sie entjungferte!
Im April kam dann ?unser Ziegennachwuchs? auf die Welt. Ein schönes Erlebnis, so dabei sein zu dürfen!
Leider macht uns nun unsere kleine Zimmi schon eine ganze Zeit lang Sorgen mit ihrer Schwellung am Hals. Hierzu habe ich ja schon mehrfach im Forum geschrieben.
Nun werden wir wohl unsere Zimmi schlachten lassen, da es in Ungarn nicht klappen will, einen Elisatest bzw. eine Blutentnahme zu bekommen!!!
Denn trotzt aller Tierliebe, möchte ich das Risiko nicht eingehen, dass es doch eine Pseudo-TBC ist!!!
Es stellt sich dann auch die Frage, was wir mit unserer hübschen Meckerle machen, ob sie sich auch infiziert hat bzw. ob wir weiter Milch trinken können usw. Auch ist mir nicht klar, wie sie die Trennung von ihrem ersten Jungen verkraftet!
Ja, es wäre schön, wenn sich alles zum Guten wenden würde, aber ich glaub langsam nicht mehr dran.
Wenn dies alles durch gestanden ist, werde ich mir vermutlich keine Tiere mehr zulegen!
Die Verantwortung kann man ja auch auf niemand übertragen ? da müssen wir durch.
So, nun hoffe ich, genug von uns berichtet zu haben ? freu mich, dass es den Ziegentreff gibt und grüße Euch aus der Ferne!
Jule und Janosch
PS: Mehr über uns hier ...