Erfahrungsbericht Kastration
Verfasst: 27.10.2013, 17:47
Da das Thema Kastration im Forum ja auch oft diskutiert wird, wollte ich hier einmal meine Erfahrungen schildern und hoffe, vielleicht dem ein oder anderen ein paar Anregungen geben zu können.
Nach mehreren Wochen intensiver Recherche, welche Kastrationsmethode nun die beste sei, haben wir uns für eine Vollnarkose mit Burdizzozange entschieden. Die Böcke sind 5 und 6 Monate alt. Nachdem wir unseren TA von einer Vollnarkose überzeugt hatten (eigentlich wollte er es nicht machen, da er keine Erfahrung mit Narkosen bei Wiederkäuern hatte), ging es dann auch los. Verwendet wurde das Mittel Xylazin in Kombination mit einem anderen Präparat (konnte leider nicht in Erfahrung bringen, wie es heißt) in der Stufe zwei (es gibt wohl vier Narkosestufen). Leider waren die Tiere sehr schnell weg (15 sec), was bereits darauf schließen ließ, dass es vermutlich zu stark dosiert war. Die Zange wurde je Seite einige Minuten angesetzt, was uns in der Entscheidung einer Vollnarkose dennoch bestärkte. Leider wurden aus den prognostizierten 30 min Schlafzeit dann schrecklich bange sechs Stunden. Der Pansen blähte sich immer mehr auf, obwohl wir sie, mehr oder weniger, in eine "gesunde" Stellung legten. Es waren wirklich schlimme Stunden, in denen ich die Entscheidung der Narkose dann doch etwas bereute. In diesem Moment kam mir ein Gedanke, den man leider etwas ehr hätte haben können. Da die Dosierung zu hoch war, habe ich mich sehr über mich selbst geärgert, nicht in der häufig hier im Forum beschriebenen Tierklinik einmal angerufen zu haben und nach der Dosierung zu fragen. Dies empfehle ich wirklich jedem, deren TA sich nicht ganz so gut mit Ziegen auskennt. Nach dieser furchtbar langen Zeit kamen sie Gott sei Dank wieder auf die Beine, waren aber noch bis zum nächsten Morgen total schläfrig. Weitere zwei Tage dauerte es, bis sie ihren Schwanz nicht mehr zwischen die Beine klemmten (die Schmerzen müssen vermutlich doch sehr stark gewesen sein) und danach ging es wieder bergauf. Am Tag danach hatte der jüngere Bock leichten Durchfall, was auf die Nebenwirkung zurückzuführen war. Ansonsten scheint der Pansen aber keinen Schaden davongetragen haben, da der Kot wieder ganz normal aussieht.
Mein Fazit des Ganzen ist, dass ich Tiere nie dem Schmerz von nur einer örtlichen Betäubung aussetzen würde, trotz des Narkoserisikos. In Zukunft habe ich für mich beschlossen, bei Unklarheiten wirklich bei absoluten Ziegenprofis Rat zu suchen (wäre im Grunde auch Aufgabe des TA gewesen, wenn man es mal genau betrachtet).
Dieser Beitrag soll wirklich nur als Erfahrungsbericht dienen und keine Diskussion über richtige oder falsche Kastrationsmethoden nach sich ziehen. Mir hat es damals auch sehr geholfen zu lesen, wie es bei anderen war. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Nach mehreren Wochen intensiver Recherche, welche Kastrationsmethode nun die beste sei, haben wir uns für eine Vollnarkose mit Burdizzozange entschieden. Die Böcke sind 5 und 6 Monate alt. Nachdem wir unseren TA von einer Vollnarkose überzeugt hatten (eigentlich wollte er es nicht machen, da er keine Erfahrung mit Narkosen bei Wiederkäuern hatte), ging es dann auch los. Verwendet wurde das Mittel Xylazin in Kombination mit einem anderen Präparat (konnte leider nicht in Erfahrung bringen, wie es heißt) in der Stufe zwei (es gibt wohl vier Narkosestufen). Leider waren die Tiere sehr schnell weg (15 sec), was bereits darauf schließen ließ, dass es vermutlich zu stark dosiert war. Die Zange wurde je Seite einige Minuten angesetzt, was uns in der Entscheidung einer Vollnarkose dennoch bestärkte. Leider wurden aus den prognostizierten 30 min Schlafzeit dann schrecklich bange sechs Stunden. Der Pansen blähte sich immer mehr auf, obwohl wir sie, mehr oder weniger, in eine "gesunde" Stellung legten. Es waren wirklich schlimme Stunden, in denen ich die Entscheidung der Narkose dann doch etwas bereute. In diesem Moment kam mir ein Gedanke, den man leider etwas ehr hätte haben können. Da die Dosierung zu hoch war, habe ich mich sehr über mich selbst geärgert, nicht in der häufig hier im Forum beschriebenen Tierklinik einmal angerufen zu haben und nach der Dosierung zu fragen. Dies empfehle ich wirklich jedem, deren TA sich nicht ganz so gut mit Ziegen auskennt. Nach dieser furchtbar langen Zeit kamen sie Gott sei Dank wieder auf die Beine, waren aber noch bis zum nächsten Morgen total schläfrig. Weitere zwei Tage dauerte es, bis sie ihren Schwanz nicht mehr zwischen die Beine klemmten (die Schmerzen müssen vermutlich doch sehr stark gewesen sein) und danach ging es wieder bergauf. Am Tag danach hatte der jüngere Bock leichten Durchfall, was auf die Nebenwirkung zurückzuführen war. Ansonsten scheint der Pansen aber keinen Schaden davongetragen haben, da der Kot wieder ganz normal aussieht.
Mein Fazit des Ganzen ist, dass ich Tiere nie dem Schmerz von nur einer örtlichen Betäubung aussetzen würde, trotz des Narkoserisikos. In Zukunft habe ich für mich beschlossen, bei Unklarheiten wirklich bei absoluten Ziegenprofis Rat zu suchen (wäre im Grunde auch Aufgabe des TA gewesen, wenn man es mal genau betrachtet).
Dieser Beitrag soll wirklich nur als Erfahrungsbericht dienen und keine Diskussion über richtige oder falsche Kastrationsmethoden nach sich ziehen. Mir hat es damals auch sehr geholfen zu lesen, wie es bei anderen war. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.