Habe soeben mit einer supernetten Schweizerin telefoniert. Spezialisiert auf Ziegen u. Schafe.
Die meinte: lt. meiner Fotografie sehe das nach einer Chlamydieninfektion aus.
Auf keinen Fall Auge rausnehmen!
Entweder Baytril oder Penicilline als Antibiotikum spritzen und Vitamin B dazu damit die Infetkion weggeht. Auge sei auf alle Fälle noch zu retten.
Auch das mit den Metastasen sei für sie neu und das hat sie noch nie gehört. Beruhigt mich jetzt schon noch extra...
Also - wenn es wirklich nur so eine Lapalie ist - habt Ihr hier aus dem Forum alle recht gehabt und ich hab mich von unseren TA verunsichern lassen.
LG, Nici
Traubenkörner? und milchiges Auge
hi,
natürlich können auch chlamydien im spiel sein, aber so aus der ferne finde ich (aus erfahrung) diese diagnose gewagt, auch wenn die dame nett und kleinwiederkäuerspezialisiert ist.
nur daraufhin AB zu spritzen ebenso.
hat Rosi fieber ? das muß aber auch nicht zwangsläufig sein, auch wenn sie eine systemische infektion am laufen hätte.
vitamin B ist sehr in ordnung. du kannst es Rosi aber auch oral selbst eingeben, geh mal in die suchfunktion vom forum.
nach wie vor würde ich dringend einen abstrich des augensekrets empfehlen, dann weiß man genau, welche erreger am werk sind und auf welches AB sie mit absterben reagieren.
soll sie heute abend nun unter narkose untersucht werden ??? ich weiiiiß nicht so recht, ob ich das echt nötig finde.
hat sich das auge und ihr zustand seit vorgestern verändert ? und wie ?
gruss
biber
natürlich können auch chlamydien im spiel sein, aber so aus der ferne finde ich (aus erfahrung) diese diagnose gewagt, auch wenn die dame nett und kleinwiederkäuerspezialisiert ist.
nur daraufhin AB zu spritzen ebenso.
hat Rosi fieber ? das muß aber auch nicht zwangsläufig sein, auch wenn sie eine systemische infektion am laufen hätte.
vitamin B ist sehr in ordnung. du kannst es Rosi aber auch oral selbst eingeben, geh mal in die suchfunktion vom forum.
nach wie vor würde ich dringend einen abstrich des augensekrets empfehlen, dann weiß man genau, welche erreger am werk sind und auf welches AB sie mit absterben reagieren.
soll sie heute abend nun unter narkose untersucht werden ??? ich weiiiiß nicht so recht, ob ich das echt nötig finde.
hat sich das auge und ihr zustand seit vorgestern verändert ? und wie ?
gruss
biber
Der TA Besuch gestern lief besser als erwartet.
Die TA hat meine Rosi sehr gründlich untersucht und sich gefreut eine so brave Patientin vor sich zu haben.
1. Beide Augen wurden eingetropft - Rosi hat das mit Zähneknirschen über sich ergehen lassen
2. Das kranke Auge wurde mit einer Lösung eingefärbt - Zähneknirschen
3. Es wurde KEINE Verletzung an der Hornhaut festgestellt (also kein Kratzer, nichts auffälliges) - da sieht man wieder mal, wie wenig man mit einer Taschenlampe ausrichten kann... nur Einfärben hat hier ein GENAUES Ergebnis gebracht.
4. Gesundes Auge wurde zum Vergleich untersucht - die Wucherungen hat die TA selber noch nicht so beobachtet, denkt aber auch nicht, dass anhand einer solch gewagten Diagnose Metastasen festzustellen wären
5. Ein Abstrich wurde gemacht weil ich das mit den Chlamydien gesagt habe. Dieser wird aber erst eingeschickt wenn es mit den Salben innerhalb 3-4 Tagen keine Besserung gibt - Zähneknirschen enorm und auch Heidi hat mitgeknirscht, obwohl die nicht mal untersucht wurde.
6. Antibiotika wurden nicht gespritzt weil ohne genaue Bakterienuntersuchung (eben mittels Abstrich und dann ins Labor) das Antibiotikum event. nicht wirklich das Richtige wäre.
7. Ich habe eine neue Salbe bekommen, die ich abwechselnd zur Oxtetracyclin verabreichen soll (die ist leicht Cortisonhältig). Die TA meinte, die Oxitetracyclin wäre ganau die richtige Salbe für Rosi und ich soll - genau wie Piroschka gemeint hat - so oft wie möglich einschmieren.
8. Das mit der Spritze in das Auge habe ich falsch verstanden. Es wäre eine Spritze ins obere Augenlid gewesen. Damit das Cortison nicht irgendwo in den Körper gespritzt wird, sondern so nah wie möglich an die kranke Stelle gelangt. Wurde aber eh nicht gemacht.
Und wie es Rosi so geht: gestern sind wir mit Sonne im Rücken spazieren gegangen und es gab Wiese satt... endlich kein Schnee mehr dachte sich auch Rosi und hat Luftsprünge absolviert. Das Auge sieht zwar noch blutunterlaufener aus als am Vortag, aber die Behandlung wird jetzt so durchgezogen und ich bin guter Dinge. Appetit hat die Dame auch noch enorm und das Heu geht weg wie nix. Abgenommen hat sie trotzdem, aber ich führ das jetzt auf den Stress mit den Tierärzten zurück.
Ich danke Euch alle für Eure Unterstützung. Ganz liebe Grüße, Nici
Die TA hat meine Rosi sehr gründlich untersucht und sich gefreut eine so brave Patientin vor sich zu haben.
1. Beide Augen wurden eingetropft - Rosi hat das mit Zähneknirschen über sich ergehen lassen
2. Das kranke Auge wurde mit einer Lösung eingefärbt - Zähneknirschen
3. Es wurde KEINE Verletzung an der Hornhaut festgestellt (also kein Kratzer, nichts auffälliges) - da sieht man wieder mal, wie wenig man mit einer Taschenlampe ausrichten kann... nur Einfärben hat hier ein GENAUES Ergebnis gebracht.
4. Gesundes Auge wurde zum Vergleich untersucht - die Wucherungen hat die TA selber noch nicht so beobachtet, denkt aber auch nicht, dass anhand einer solch gewagten Diagnose Metastasen festzustellen wären
5. Ein Abstrich wurde gemacht weil ich das mit den Chlamydien gesagt habe. Dieser wird aber erst eingeschickt wenn es mit den Salben innerhalb 3-4 Tagen keine Besserung gibt - Zähneknirschen enorm und auch Heidi hat mitgeknirscht, obwohl die nicht mal untersucht wurde.
6. Antibiotika wurden nicht gespritzt weil ohne genaue Bakterienuntersuchung (eben mittels Abstrich und dann ins Labor) das Antibiotikum event. nicht wirklich das Richtige wäre.
7. Ich habe eine neue Salbe bekommen, die ich abwechselnd zur Oxtetracyclin verabreichen soll (die ist leicht Cortisonhältig). Die TA meinte, die Oxitetracyclin wäre ganau die richtige Salbe für Rosi und ich soll - genau wie Piroschka gemeint hat - so oft wie möglich einschmieren.
8. Das mit der Spritze in das Auge habe ich falsch verstanden. Es wäre eine Spritze ins obere Augenlid gewesen. Damit das Cortison nicht irgendwo in den Körper gespritzt wird, sondern so nah wie möglich an die kranke Stelle gelangt. Wurde aber eh nicht gemacht.
Und wie es Rosi so geht: gestern sind wir mit Sonne im Rücken spazieren gegangen und es gab Wiese satt... endlich kein Schnee mehr dachte sich auch Rosi und hat Luftsprünge absolviert. Das Auge sieht zwar noch blutunterlaufener aus als am Vortag, aber die Behandlung wird jetzt so durchgezogen und ich bin guter Dinge. Appetit hat die Dame auch noch enorm und das Heu geht weg wie nix. Abgenommen hat sie trotzdem, aber ich führ das jetzt auf den Stress mit den Tierärzten zurück.
Ich danke Euch alle für Eure Unterstützung. Ganz liebe Grüße, Nici
Hallo Nici,
das freut mich jetzt ganz besonders, wenn ich das also richtig verstanden habe hat Deine Ziege keinen Krebs bzw. Metastasen.
Dann war die ganze Aufregung ja Gott sei Dank umsonst.
Hoffe das Auge der Ziege kommt wieder in Ordnung, kannst uns ja weiterhin die Heilungsfortschritte berichten.
Ich wünsche Dir alles Gute und eine noch sehr lange Zeit gemeinsam mit Deinen beiden Ziegen :thumbup:
Liebe Grüße
Martin
das freut mich jetzt ganz besonders, wenn ich das also richtig verstanden habe hat Deine Ziege keinen Krebs bzw. Metastasen.
Dann war die ganze Aufregung ja Gott sei Dank umsonst.
Hoffe das Auge der Ziege kommt wieder in Ordnung, kannst uns ja weiterhin die Heilungsfortschritte berichten.
Ich wünsche Dir alles Gute und eine noch sehr lange Zeit gemeinsam mit Deinen beiden Ziegen :thumbup:
Liebe Grüße
Martin
[quote='Piroschka','index.php?page=Thread&postID=163978#post163978']
Chlamydien werden nicht nachgewiesen werden, und zwar aus folgenden Gründen:
- das zweite Auge wäre inzwischen befallen;
- es müsste Tränenfluss erfolgen;
- es müssten hohe Lichtempfindlichkeit vorliegen ( Blenden durch Schnee vor dessen Schmelze, Auge zukneifen);
- eventuell würden sich die Augenlider durch die eintretende Schwellung der Schleimhäute nach aussen krempeln.
[/quote]Hallo P.
danke - ja das dachte ich mir auch schon mit den Chlamydien - und habs auch schon gelesen. Ich werde jetzt wirklich mal Ruhe geben, so behandeln wie Du schon von Anfang an beschrieben hast (ausser den Tropfen weils die ja bei uns nicht gibt) :) und dann hoffen, dass es wieder gut wird.
Danke für Deine - trotz meiner nervigen Statements - Unterstützung!
Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Nici
Chlamydien werden nicht nachgewiesen werden, und zwar aus folgenden Gründen:
- das zweite Auge wäre inzwischen befallen;
- es müsste Tränenfluss erfolgen;
- es müssten hohe Lichtempfindlichkeit vorliegen ( Blenden durch Schnee vor dessen Schmelze, Auge zukneifen);
- eventuell würden sich die Augenlider durch die eintretende Schwellung der Schleimhäute nach aussen krempeln.
[/quote]Hallo P.
danke - ja das dachte ich mir auch schon mit den Chlamydien - und habs auch schon gelesen. Ich werde jetzt wirklich mal Ruhe geben, so behandeln wie Du schon von Anfang an beschrieben hast (ausser den Tropfen weils die ja bei uns nicht gibt) :) und dann hoffen, dass es wieder gut wird.
Danke für Deine - trotz meiner nervigen Statements - Unterstützung!
Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Nici
Kaum zu glauben!
Hab letzte Woche bis Mittwoch wie blöd das Auge mit beiden Salben behandelt und siehe da - es wurde wirklich besser - JUHU
Da sieht man wieder mal, man sollte auf die Mitglieder im Forum hören... (danke Piri)
1. Meine TA hat mich am Wochenende angerufen und mir berichtet, dass sie mit dem ersten TA - der ja die Metastasen diagnositziert hat - telefoniert hat.
Sie meinte, er bleibt bei seiner Meinung, dass in den Augen von beiden Ziegen Melanome zu sehen sind (keine Traubenkörner) und diese Melanome in der Regel metastasieren und beide Ziegen deshalb im Körper irgendwo bereits Metastasen / Tumore hätten.
2. Meine TA meinte ausserdem, dass sie einige Kollegen/innen befragt hat und noch niemand so etwas gehört hat. Sie kann zwar keine Garantie abgeben, aber dennoch glaubt sie nicht an solche Tumordiagnosen.
3. Hab trotzdem noch ein Foto dazugepackt, wo man eines dieser angeblichen "Melanome" und eine übriggebliebene Trübung an Rosis Auge erkennen kann. [attach=2261][/attach]
4. Jedenfalls sieht man Rosi die Verletzung am Auge nur mehr an, wenn man es weiss. Ein Laie kann den Unterschied zwischen den beiden Augen wahrscheinlich nicht mehr feststellen. Sehen tut Rosi auch wieder fast normal. Eine kleine Eintrübung über der Pupille besteht noch und die Iris sieht noch etwas dunkler aus als bei dem gesunden Auge, aber der Zwinkerreflex ist wieder vorhanden (das war ja Anfang letzter Woche nicht mehr der Fall).
[attach=2263][/attach] [attach=2262][/attach]
Zusammenfassend:
Liebe Grüße aus Österreich,
Nici
Da sieht man wieder mal, man sollte auf die Mitglieder im Forum hören... (danke Piri)
1. Meine TA hat mich am Wochenende angerufen und mir berichtet, dass sie mit dem ersten TA - der ja die Metastasen diagnositziert hat - telefoniert hat.
Sie meinte, er bleibt bei seiner Meinung, dass in den Augen von beiden Ziegen Melanome zu sehen sind (keine Traubenkörner) und diese Melanome in der Regel metastasieren und beide Ziegen deshalb im Körper irgendwo bereits Metastasen / Tumore hätten.
2. Meine TA meinte ausserdem, dass sie einige Kollegen/innen befragt hat und noch niemand so etwas gehört hat. Sie kann zwar keine Garantie abgeben, aber dennoch glaubt sie nicht an solche Tumordiagnosen.
3. Hab trotzdem noch ein Foto dazugepackt, wo man eines dieser angeblichen "Melanome" und eine übriggebliebene Trübung an Rosis Auge erkennen kann. [attach=2261][/attach]
4. Jedenfalls sieht man Rosi die Verletzung am Auge nur mehr an, wenn man es weiss. Ein Laie kann den Unterschied zwischen den beiden Augen wahrscheinlich nicht mehr feststellen. Sehen tut Rosi auch wieder fast normal. Eine kleine Eintrübung über der Pupille besteht noch und die Iris sieht noch etwas dunkler aus als bei dem gesunden Auge, aber der Zwinkerreflex ist wieder vorhanden (das war ja Anfang letzter Woche nicht mehr der Fall).
[attach=2263][/attach] [attach=2262][/attach]
Zusammenfassend:
- Solltet Ihr eine Augenverletzung bei Eurer Ziege erkennen, unbedingt erfahrenen Tierarzt ranlassen und auf die Spezialisten im Forum hören denn die haben die meiste Erfahrung!
- Von Vorteil wäre natürlich ein Praxisbesuch, wo das Auge mit einer fluoriszierenden Flüssigkeit auf eine Hornhautverletzung getestet werden kann (Weil: Kein Cortison bei Hornhautverletzungen).
- Die Ziege sollte für einen TA-Besuch fahrtüchtig sein. Da ich meine Tiere bereits früh ans Auto gewohnt habe, war die Fahrt zum TA kein Problem und kein Stress. Nicht alle TA haben die Möglichkeit eine Ziege vor Ort richtig zu untersuchen. Schön war auch, dass die zweite Ziege mitgefahren ist und Rosi somit Gesellschaft hatte und die Anspannung minimiert wurde.
- Meiner Rosi hat eine Behandlung mit einer Antibiotischen Salbe und einer Cortisonhältigen-antibiotischen Salbe sehr geholfen. Ich habe von 5 Uhr früh bis 4 Uhr Nachmittags am Wochenende stündlich abwechselnd die Salben eingebracht. Wochentags dann Morgens einmal und nach der Arbeit wieder stündlich.
- 2 x täglich behandeln ist zuwenig! Die antibiotische Salbe sollte so oft wie möglich gegeben werden auch wenn es Anfangs nicht einfach ist die Ziege davon zu überzeugen.
- Die Salbe/n sollten wenn möglich direkt aus der Tube ins untere Augenlid gegeben werden. Das hat bei mir aber nicht geklappt. Rosi hat gezuckt und beinahe hätte ich ihr mit der Tube auch noch weh getan. Auch mit einem Wattestäbchen war es unmöglich.
- Ich habe deshalb jedes Mal einen Einweghandschuh genommen, auf den Zeigefinger eine 1cm lange Salbenwurst gegeben. Die Ziege mit dem gesunden Auge parallel zur Wand gestellt (sie somit leicht fixiert). Dann mit der einen Hand meine Ziege beruhigt und am Halsband gehalten und mit der behandschuhten Hand das Augenlid nach unten gezogen und die Salbe vorsichtig ins untere Augenlid gelegt. Funktionierte sehr gut und Verletzungsrisiko und Verunreinigung beinahe gleich null. Natürlich bedarf es einiger Übung und die ersten Male spielt die Ziege nicht mit, aber belohnen hat bei uns geholfen.
- Bei jeder Behandlung hat meine Rosi ein Stück Karotte od. Apfel bekommen und somit war es nach 3 Tagen nur mehr Routine für Rosi und mich und kein Zweikampf mehr wie Anfangs.
Liebe Grüße aus Österreich,
Nici
