ziegenhaltertreffen am freitag
Verfasst: 01.11.2005, 20:26
hallo für alle die es weiter intressiert
hier der offizielle bericht von beate milerski
um es vorweg zunehmen der werner war natürlich auch dabei:
Hallo liebe GEHler
- Am Freitag war ja unser erstes „Ziegentreffen“ und wir waren immerhin 17 Leute. Das ist schon eine ganze
Menge. Einen Bericht dazu findet ihr unten.
- Wie wahrscheinlich schon jeder mitbekommen hat bringt die Geflügelpest einiges durcheinander. Nachdem wir
wahrscheinlich schon morgen alle daran gestorben sein werden (wenn man den Zeitungen so glaubt) findet auch
die Landesvolierenschau am 12./13.11. auf dem Killesberg im Rahmen der „Animal“ nicht statt. Das bedeutet
für alle, die beim Stand mithelfen oder Tiere ausstellen wollten, ein freies Wochenende.
Bleibt nur zu hoffen, daß das leidige Thema bald aus den Schlagzeilen verschwindet und unser Geflügel
wieder aus dem Stall darf, bevor es sich darin selbst massakriert, was ja bei Gänsen, Puten und auch
Hühnern durchaus vorkommt.
Herzliche Grüße
Beate Milerski
Ziegenförderung in Baden-Württemberg
Aus der Regionalgruppe Baden-Württemberg heraus kam der Wunsch, die Ziegenhaltung in Baden-Württemberg
wieder etwas populärer zu machen. Dazu wurde in einem Freundeskreis kurzfristig ein Treffen vereinbart und
noch schnell per Mail verbreitet. Als Treffpunkt wurde das Örtchen Zaberfeld auserkoren, da mittig zwischen
den zwei neu entstehenden (?) Ziegenhochburgen Vaihingen/Enz und Eppingen gelegen. An einem Freitagabend
Ende Oktober kamen doch 17 Leute zusammen, fast mehr als das Zimmer fassen konnte. Bei einigen davon sind
schon Schafe vorhanden, die in der Landschaftspflege der allgegenwärtigen Schlehengebüsche aber nicht Herr
werden, da sollen Ziegen Abhilfe schaffen. Andere haben oder hatten aber auch schon Ziegen. Als Praktiker
mit Milchschafbetrieb und Capra Grigia bzw. als Milchziegenhalter wurden Willi Keller und Herr Vorhoove
kurzerhand zu den Moderatoren und berichteten aus der Praxis. Was gibt es alles zu beachten, z.B. bei den
Zäunen und bei der Haltung zusammen mit Schafen? Welche Rassen eigenen sich? Milchziegenlinien müssen
meistens gemolken werden auch wenn man das eigentlich nicht will. Zum Beispiel könnte nur ein Zicklein
kommen oder die Ziege einfach zu viel Milch produzieren. Könnte man das Melken gewährleisten? Euterprobleme
sind sonst vorprogrammiert. Und wie sieht es mit den Hörnern aus? Und die mögliche Vermarktung der Zicklein
darf auch nicht vergessen werden, auch wenn sie in den ersten Jahren vielleicht weniger eine Rolle spielt.
Es stellte sich nach langen Diskussionen heraus, daß für die meisten eine Gebirgsrasse in Frage käme, die
nicht aus einer speziellen Milchleistungszucht stammt. Und robust sollen sie sein, sie sind ja für draußen
gedacht, am besten auch im Winter. Und dann ging die Auswahl rein nach Optik, denn die Ziegen sollen was
hermachen. Möglicherweise organisiert man in der Zukunft ja auch mal eine Ziegenschau? Sehr beliebt waren
jedenfalls die Pfauenziegen, die ja auch in der Schweiz sehr selten sind, sowie die Tauernschecken und auch
die Capra Grigia aus der Gegend des Passaiertals, welche ja von Herrn Keller schon gezüchtet wird. Nun
kommt es natürlich darauf an, Tiere zu bekommen. Vielleicht wird’s ja doch eine Nera Verzasca, eine
Bündnerziege oder eine Schwarzwaldziege. Es kam auch noch die Frage auf, ob es eigentlich noch Weiße Ziegen
des alten, kräftigen Schlages gibt, bevor sie in der Deutschen Weißen Edelziege zusammengeschmissen und zu
Hochleistungsziegen wurden. Darauf wußte aber keiner eine Antwort. Man konnte aber merken, daß eine
einfache weiße oder braune Ziege nicht so gut ankam. Bei den ganzen Schlägen Schwarzwaldziege, Frankenziege,
Harzziege störte, daß sie im Ziegenzuchtverband alle unter BDE laufen und z.B. der gleiche Bock mal unter
Schwarzwaldziege und mal unter Harzziege auf Schauen vorgestellt wurde. Sie sind unseren Individualisten
einfach nicht einzigartig genug.
Es ist auf jeden Fall mal ein Anfang zur Ziegenförderung gemacht. Man weiß jetzt, mit wem man in der Zucht
kooperieren kann, weil die gleiche Rasse favorisiert wird. Der Bockaustausch wird natürlich leichter, wenn
in einer Region mehrere Züchter sind, außerdem wäre die Haltung eines Bockes auch nicht bei jedem möglich.
Einen Termin für ein weiteres Treffen gibt es noch nicht, aber das läuft bei uns immer etwas kurzfristig.
Wer noch dazustoßen möchte ist aber trotzdem herzlich willkommen. Organisator ist Hartmut Krammer (Tel.
gesch. 07262-6249), Infos per Mail, Einladungen und den Rundbrief Baden-Württemberg bekommen Sie über mich
(<!-- e --><a href="mailto:B.Milerski@web.de">B.Milerski@web.de</a><!-- e -->). Wenn zufällig jemand von den oben erwähnten Rassen zu verkaufen hat (im nächsten Jahr)
darf er sich natürlich sehr gerne an uns wenden.
hier der offizielle bericht von beate milerski
um es vorweg zunehmen der werner war natürlich auch dabei:
Hallo liebe GEHler
- Am Freitag war ja unser erstes „Ziegentreffen“ und wir waren immerhin 17 Leute. Das ist schon eine ganze
Menge. Einen Bericht dazu findet ihr unten.
- Wie wahrscheinlich schon jeder mitbekommen hat bringt die Geflügelpest einiges durcheinander. Nachdem wir
wahrscheinlich schon morgen alle daran gestorben sein werden (wenn man den Zeitungen so glaubt) findet auch
die Landesvolierenschau am 12./13.11. auf dem Killesberg im Rahmen der „Animal“ nicht statt. Das bedeutet
für alle, die beim Stand mithelfen oder Tiere ausstellen wollten, ein freies Wochenende.
Bleibt nur zu hoffen, daß das leidige Thema bald aus den Schlagzeilen verschwindet und unser Geflügel
wieder aus dem Stall darf, bevor es sich darin selbst massakriert, was ja bei Gänsen, Puten und auch
Hühnern durchaus vorkommt.
Herzliche Grüße
Beate Milerski
Ziegenförderung in Baden-Württemberg
Aus der Regionalgruppe Baden-Württemberg heraus kam der Wunsch, die Ziegenhaltung in Baden-Württemberg
wieder etwas populärer zu machen. Dazu wurde in einem Freundeskreis kurzfristig ein Treffen vereinbart und
noch schnell per Mail verbreitet. Als Treffpunkt wurde das Örtchen Zaberfeld auserkoren, da mittig zwischen
den zwei neu entstehenden (?) Ziegenhochburgen Vaihingen/Enz und Eppingen gelegen. An einem Freitagabend
Ende Oktober kamen doch 17 Leute zusammen, fast mehr als das Zimmer fassen konnte. Bei einigen davon sind
schon Schafe vorhanden, die in der Landschaftspflege der allgegenwärtigen Schlehengebüsche aber nicht Herr
werden, da sollen Ziegen Abhilfe schaffen. Andere haben oder hatten aber auch schon Ziegen. Als Praktiker
mit Milchschafbetrieb und Capra Grigia bzw. als Milchziegenhalter wurden Willi Keller und Herr Vorhoove
kurzerhand zu den Moderatoren und berichteten aus der Praxis. Was gibt es alles zu beachten, z.B. bei den
Zäunen und bei der Haltung zusammen mit Schafen? Welche Rassen eigenen sich? Milchziegenlinien müssen
meistens gemolken werden auch wenn man das eigentlich nicht will. Zum Beispiel könnte nur ein Zicklein
kommen oder die Ziege einfach zu viel Milch produzieren. Könnte man das Melken gewährleisten? Euterprobleme
sind sonst vorprogrammiert. Und wie sieht es mit den Hörnern aus? Und die mögliche Vermarktung der Zicklein
darf auch nicht vergessen werden, auch wenn sie in den ersten Jahren vielleicht weniger eine Rolle spielt.
Es stellte sich nach langen Diskussionen heraus, daß für die meisten eine Gebirgsrasse in Frage käme, die
nicht aus einer speziellen Milchleistungszucht stammt. Und robust sollen sie sein, sie sind ja für draußen
gedacht, am besten auch im Winter. Und dann ging die Auswahl rein nach Optik, denn die Ziegen sollen was
hermachen. Möglicherweise organisiert man in der Zukunft ja auch mal eine Ziegenschau? Sehr beliebt waren
jedenfalls die Pfauenziegen, die ja auch in der Schweiz sehr selten sind, sowie die Tauernschecken und auch
die Capra Grigia aus der Gegend des Passaiertals, welche ja von Herrn Keller schon gezüchtet wird. Nun
kommt es natürlich darauf an, Tiere zu bekommen. Vielleicht wird’s ja doch eine Nera Verzasca, eine
Bündnerziege oder eine Schwarzwaldziege. Es kam auch noch die Frage auf, ob es eigentlich noch Weiße Ziegen
des alten, kräftigen Schlages gibt, bevor sie in der Deutschen Weißen Edelziege zusammengeschmissen und zu
Hochleistungsziegen wurden. Darauf wußte aber keiner eine Antwort. Man konnte aber merken, daß eine
einfache weiße oder braune Ziege nicht so gut ankam. Bei den ganzen Schlägen Schwarzwaldziege, Frankenziege,
Harzziege störte, daß sie im Ziegenzuchtverband alle unter BDE laufen und z.B. der gleiche Bock mal unter
Schwarzwaldziege und mal unter Harzziege auf Schauen vorgestellt wurde. Sie sind unseren Individualisten
einfach nicht einzigartig genug.
Es ist auf jeden Fall mal ein Anfang zur Ziegenförderung gemacht. Man weiß jetzt, mit wem man in der Zucht
kooperieren kann, weil die gleiche Rasse favorisiert wird. Der Bockaustausch wird natürlich leichter, wenn
in einer Region mehrere Züchter sind, außerdem wäre die Haltung eines Bockes auch nicht bei jedem möglich.
Einen Termin für ein weiteres Treffen gibt es noch nicht, aber das läuft bei uns immer etwas kurzfristig.
Wer noch dazustoßen möchte ist aber trotzdem herzlich willkommen. Organisator ist Hartmut Krammer (Tel.
gesch. 07262-6249), Infos per Mail, Einladungen und den Rundbrief Baden-Württemberg bekommen Sie über mich
(<!-- e --><a href="mailto:B.Milerski@web.de">B.Milerski@web.de</a><!-- e -->). Wenn zufällig jemand von den oben erwähnten Rassen zu verkaufen hat (im nächsten Jahr)
darf er sich natürlich sehr gerne an uns wenden.