David Brandt, der Mann mit den Rettichen.
Durch No-till und seinen Zwischenfruchtanbau hat er einen schnellen Humusaufbau und eine deutliche Reduzierung des Düngerbedarfs erreicht.
Sein Wissen teilt er auf Vorträgen und Seminaren.
Als eine Art running gag ziehen er und sein Freund Gabe Brown sich gerne gegenseitig auf, wer von beiden die größeren Zwischenfrucht-Rettiche hat.
Bei den Zwischenfrüchten achtet er darauf, dass Leguminosen nicht zur Blüte kommen. Durch die Blüte würde ein guter Teil des in den Wurzelknöllchen gespeicherten Stickstoffs verbraucht und stehe damit der Folgekultur nicht mehr bzw. nur noch über Umwege zur Verfügung.
Zur Unkrautunterdrückung setzt er vor Soja Winterroggen als Zwischenfrucht ein. Dieser wird in der Blüte gewalzt und die Sojabohnen eingeschlitzt.
Fruchtfolge, Pflanzenschutz:
Weizen -> Glyphosat, v.a. zur Gräserbekämpfung -> artenreiche Zwischenfrucht mit Rauhaariger Wicke (Vicia hirsuta, gute Massenentwicklung zur Bodenbedeckung und Unkrautunterdrückung, alternativ Wintererbsen) und Daikon-Rettichen (zur Bodenlockerung) -> Körnermais -> Roggen (inzwischen Saat mit einem Stelzenschlepper in den stehenden Maisbestand) als Zwischenfrucht-> Soja -> (Winter?)Weizen
Einer von Davids Vorträgen:
Ab ca. 17:30 min zeigt er, was seit 1971 aus seinen ehemals gelben Lehmböden mit 0,5% Humus und < 15 mm Versickerungsfähigkeit / Stunde geworden ist: Heute dunkelbrauner bis schwarzer Boden mit 5 (bis 8)% Humus und Versickerungsfähigkeit 500 mm / Stunde.
Ab 23:10 min die Daten aus seinem Versuch zur Stickstoffdüngung beim Körnermais:
Links das Jahr, oben in den 3 Spalten die Stickstoffmenge in lb/arce, darunter der Ertrag in bushel/acre.
Er fixiert mit seinen artenreichen Zwischenfrüchten so viel N, dass die Stickstoffdüngung keinen Ertragseffekt mehr zeigt.
Ab 52:15 min eine Grafik mit Körnermaisertrag in Abhängigkeit von der N-Düngung und der vorher eingesetzten Gründüngungsmischung. Nach den artenreicheren Gründungsmischungen hat auf diesen gut eingestellten Böden die N-Düngung sogar einen negativen Effekt auf den Vertrag. (Ein möglicher Grund wäre m.E., dass die Maispflanzen weniger Wurzelausscheidungen an das Bodenleben abgeben um dieses zu füttern, weil sie N für lau erhalten und so die Versorgung mit anderen Nährstoffen leidet. Denkbar wären auch Einflüsse auf den Wasserhaushalt der Pflanze.)
Ab 52:40 min der Proteingehalt des Körnermaises in Abhängigkeit von der Düngung: Auch hier liegen die Flächen ohne zusätzliche N-Düngung vorne.
Hier ein Bericht über einen Besuch auf seinem Betrieb, mit Fotos:
http://thriplow-farms.co.uk/category/no-till/page/4/
Daraus dieses Fotos mit Vergleich von Bodenproben einer neu zugekauften Nachbarfläche (links) und einer langjährig von ihm bewirtschafteten Fläche (rechts):
David Brandt ist Mitinhaber der Firma Soil Health Consultants, LCC: http://www.soilhealthconsulting.com/
David Brandt - USA- No-till, Zwischenfrüchte, Humusaufbau
Re: David Brandt - USA- No-till, Zwischenfrüchte, Humusaufbau
Ein Vortrag von David Brandt in deutscher Übersetzung.
(Ich stelle ich auch hier ein, damit er leichter zu finden ist.)
https://www.regenerative-landwirtschaft ... _Natur.pdf
(Ich stelle ich auch hier ein, damit er leichter zu finden ist.)
https://www.regenerative-landwirtschaft ... _Natur.pdf