Der Bergkern – warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ?!
Die Himalaya-Salz-Lüge und ihre bessere Lösung
„ ... Außerordentlich häufig kommt beim Pferd ein Natrium-Mangel vor, besonders während des Weideganges und bei überwiegender Verfütterung von Heu und Hafer. Zur Überbrückung ... ist Viehsalz geeignet, ... kann lose oder in Form von Lecksteinen eingesetzt werde.“ (Meyer, H. – Pferdefütterung)
Soweit ist fast jeder Halter heute informiert. Das lose Viehsalz (vergälltes Speisesalz Kristall-Pulver) wurde abgelöst von industriell geformten Blöcken / Ziegeln und anderen Formen. Die samt passender Halterung für die Stallwand oder ein Seil zum Aufhängen fast überall, vom Salzfachhändler über Futtermittelanbieter bis hin zum Reitsportfachgeschäft feil geboten werden. Die Auswahl ist schier unüberblickbar, besonders hin auf die Zusammensetzung.
Seit ca. 2 Jahrzehnten werden Standard-Mineralisierungen beigemengt, guten Gewissens tischt man das dem Liebling auf. Hintergrund waren die Veränderungen in Flora und Fauna durch die Erfindung des „Kunstdüngers“, auch mineralischer Dünger genannt durch Justus von Liebig. Die Produktionsverbesserung erforderte einen Ausgleich der Mangel im Grundfutter.
Bis irgendwann in den 90er Jahren in der Welle neuen menschlichen Bewußtseins ein Heilsalz angepriesen wurde, das direkt aus dem Himalaya stamme und für allerlei Wehwehchen gut sei. Orange-rosa Steinstücke eroberten auch als Lampen die Wohnzimmer, neben dem PC Bildschirm die Luft zu reinigen, ionisieren und andere Wohlgefühle zu erzeugen. Granulate für die gehobene Küche gingen vom Reformhaus wie Bio-Kaufhaus in alle Gewürzschränke.
Da war der Weg in den Pferdestall und die Mischfutterwerke ein kleiner. Natur pur aus den unendlichen Tiefen des alten reinen Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt. Alles Gute kommt von weit her und hat seinen Preis? Immer mehr Anbieter und das Internet ließen die Preise schlachtartig fallen. Irgendwo kaufmännisch betrachtet, ist eine Grenze – denn der Weg ist ja weit und nicht umsonst zu haben, oder? Ja, wenn es denn aus dem Himalaya kommt. Wer überprüft das? Wer untersucht die Zusammensetzung resp. Reinheit? Darüber wurden auch bereits mehrere kritische Schriften verfasst. So findet man unter anderem in seriösen Quellen im Internet: „...Unwidersprochen bleibt , dass die Herkunft der sog. Himalaya-Salze nicht das Karakorum- oder Himalaya-Gebirge ist, sondern die Salt Range südlich von Islamabad.“
Was nun, fragt sich der besorgte Pferdebesitzer? Salz gibt es glücklicherweise auch mitten in Europa, in Deutschland und Österreich zum Beispiel. Prinzipiell unterscheidet man Meersalz und Steinsalz. Letzteres kommt aus dem Berg, dem Salzstock. Nach dem Abbau kann man immerhin Atom-Müll darin lagern. Jeder hat schon von Bad Reichenhall, Bad Ischgl und anderen gehört oder einen lehrreichen Besuch gemacht. Es wird dort mechanisch durch Heraushauen abgebaut oder per Sole (Wasser) gelöst, ausgewaschen und wieder ausgetrocknet. Reines Natrium-Chlorid wird dann industriell durch einen Siedevorgang gewonnen. Dumm nur, dass dabei dann leider auch alle natürlichen Minerale (Spurenelemente) damit weg sind. Im gut sortierten Supermarkt gibt es daher also mindestens 15 Sorten und Mischungen aller Coleur.
Steinsalz ist dabei völlig naturbelassen. Für die Salzmühle in der Haushaltsküche in grobe Stücke zerkleinert (Granulat) wurde dabei der BERGKERN. Das ist der Fachbegriff für das gute Stück Natur aus unserer Heimat. Ohne weite Anreise und von zuverlässigen Firmen (Nordsalz, ECO-Salt, Südsalz, Salinen Austria und weitere) zum Verkauf angeboten, in großen Holzboxen mit 600 kg oder handlicheren Jutesäcken mit 25 bis 50 kg Inhalt. Beim Fachhandel (Salzhändler, nicht Sattler!) wird das Produkt seit jeher bereit gestellt. Es ist für den ökologischen Landbau von der EU freigegeben. Förster verwenden dies schon immer im Wald, weil es sich – in Stümpfe junger Bäume geklemmt – langsam auflöst und wirtschaftlich gezielt das Wild damit versorgt, womit es sich früher an Fundstellen der noch nicht so ganz kultivierten Wildnis selbst versorgen durfte. Auch Hippologen können Wildpferde bei der Aufsuche von Erdleckstellen mit hohem Salzgehalt beobachten.
Also gehen wir in die sinnvolle Richtung. Geben wir unserer Pferdehaltung, die die Tiere davon abhält, das zu tun, was sie instinktiv tun würden, die Auswahl: Bergkern Brocken mit verschiedenem Mineraldurchsatz ( je nach Abbauort), zur freien Auswahl und Verfügung. Gelegentlich kann es zu einer erstaunlichen Erstbegeisterung einzelner Tiere kommen – freuen wir uns mit Ihnen.
Die Autorin hat selbst über einen längeren Zeitraum diese Beobachtungen erarbeitet bei der eigenen Haltung von Pferden, Ponies, Eseln, Maultieren, Schafen, Milchziegen, Zwergziegen.
Dr. Dorothe Meyer (Iwest München) : „ ...Salz aus dem Salzstock, dieses mal eben nicht aus dem Himalaya. Haben wir hier in Süddeutschland auch (Reichenhall). .... Salzstein ist ein MUSS für Pferde, aber eben nur ein simpler Salzstein, kein Industriestein mit Spurenelementen, Mineralien etc.“
Bezugsquellen: Jeder gut sortierte Salzhandel oder bei der Autorin, Versand möglich.
© Claudia S. Brunner 2009
die Himalaya Salz Lüge
die Himalaya Salz Lüge
artgerechter Tierschutz - Privatinitiative
mobile Tierheilpraxis
Huf- und Klauenpflege
Seminare und Kurse
NEU: http://foerderverein.lucky-farm.de
http://www.youtube.com/luckyfarm09
mobile Tierheilpraxis
Huf- und Klauenpflege
Seminare und Kurse
NEU: http://foerderverein.lucky-farm.de
http://www.youtube.com/luckyfarm09