Emel - Hallo an alle

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Emel

Emel - Hallo an alle

Beitrag von Emel »

Hallo, stelle mich dann auch mal kurz vor. Ich bin Emel und habe selbst keine Ziegen, interessiere mich aber sehr für das Thema. Eigene Haltung ist auch noch lange nicht geplant, erst einmal steht das Studium Ökologische Landwirtschaft an :-)

Mein (landwirtschaftliches) Hauptinteresse liegt derzeit bei ökologischer Ziegen- und Schafhaltung, hauptsächlich zur Milchgewinnung. Ich habe schon länger dann und wann hier mitgelesen und mich dann jetzt eben auch endlich angemeldet.

Viele Grüße!
Emel


Bunnypark
Beiträge: 2934
Registriert: 19.01.2010, 10:12

Re: Hallo an alle

Beitrag von Bunnypark »

willkommen im forum #freunde#
ökologische landwirtschaft hört sich gut an....ergebnisse bitte an mich richten #jubel#


Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .Bild
Anonymous

Re: Hallo an alle

Beitrag von Anonymous »

Hallo,
herzlich willkommen hier im Forum :-) .
Viele liebe Grüße von Mienchen2712


Girly0815
Beiträge: 588
Registriert: 24.10.2007, 18:33

Re: Hallo an alle

Beitrag von Girly0815 »

auch von mir ein liebes willkommen hier im forum. erzähl doch mal ein bissel mehr wie kommst du zu dem studienthema?


Liebe Grüße aus Adelsberg, von Carola, den Eseldamen Lilly, Emma und ihrer Elenor und den Ziegendamen Goldy und Chipsy und dem kleinen Jacky.
Emel

Re: Hallo an alle

Beitrag von Emel »

Zu dem Studienthema bin ich eigentlich erst über Umwege gekommen - ich warne euch, es ist eine lange Geschichte. :D

Eine Freundin von mir ist (bzw war) Veganerin, wodurch sie mich auf das Thema Massentierhaltung und die damit verbundene Tierquälerei aufmerksam gemacht hat. Ich habe mich daraufhin selbst mit dem Thema beschäftigt.
Das ganze begann mit endlosen Diskussionen und gelesenen Texten über die Mensch-Tier-Beziehung aus ethischer Sicht. Von vielen Sachen weiß der Verbraucher heute erst mal gar nichts, wenn man es dann erfährt, schockt das natürlich zuerst einmal. Die meisten Menschen glauben z.B. tatsächlich, Kühe geben "immer einfach so" Milch etc. Zu allererst war ich wirklich sehr erschüttert und war selbst kurz davor, vegan zu werden, einfach aufgrund der ganzen "Schreckensbilder" und -Berichte.

Da ich aber gleichzeitig bereits studiere - Zentralasienwissenschaften - bin ich auch mit den dortigen Bedingungen und mit Menschen aus der Gegend vertraut. Zentralasien ist ja quasi die Urheimat von Schafen und Ziegen und die dort praktizierte Tierhaltung ist zum Teil noch immer (halb-)nomadisch und fast immer Freilandhaltung etc. Nachdem ich mich aufgrund des gesteigerten Interesses dann auch mit dem Thema "Tierhaltung und Landwirtschaft in meinen Spezialgebiet-Ländern" auseinandergesetzt hatte, kam ich zu dem Schluss, dass es ja doch irgendwie in (für mich) vertretbarem Maß möglich ist. Weiterhin war mir das Vegan-Thema dann häufig zu radikal (Zitat: "Melken ist nichts als Raub von Muttermilch" etc) und wirklich bodenständig und realistisch ist das Ganze ja schließlich auch meist nicht, wie ich feststellte, als ich mich näher mit landwirtschaftlichen Kreisläufen etc beschäftigte. Da kamen für mich dann Fragen auf wie "Menschheit rein pflanzlich ernähren - woher kommt dann der Dünger?", "Wie kann man zum Erhalt von Kulturlandschaften beitragen ohne Beweidung?", "Woher Nahrung in Gebieten nehmen, welche bewohnt, aber nicht für den Pflanzenanbau geeignet sind? (z.B. zentralasiatische Steppen)" etc.

Über das Thema kam ich dann wiederum zum Thema ökologische Landwirtschaft. Also habe ich angefangen, mich damit zu befassen. Ich habe einiges über die Ursprünge der Landwirtschaft gelesen und darüber, wie die biologischen Kreisläufe über viele Jahrhunderte weitgehend unverändert geblieben sind, bis ab Mitte des letzten Jahrhunderts dann Dinge wie Massenanbau und -tierhaltung, Monokulturen, Kunstdünger, Pestizide etc aufkamen.
Daaaarüber (puh, was für eine Kettenreaktion) kam ich dann wieder zu bedrohten Pflanzenarten und habe angefangen, seltene Gemüsesorten (v.a. Tomaten) zu züchten. Über meinen "Saatgutvermittler" Arche Noah (Österreich) kam ich zur GEH, was wiederum mein Interesse für bedrohte Nutztierrassen weckte. Damit startete vor einigen Monaten ein weiterer Lesemarathon.

Mein Glück ist, dass sich mein momentaner Studiengang (Zentralasien) mit meinem geplanten (Ökolandwirtschaft) gut vereinbaren lässt, da Landwirtschaft in den meisten dortigen Ländern der Hauptwirtschaftszweig ist, es aber momentan gerade in diesem Sektor viele Probleme gibt. Deshalb werden für viele Projekte in dem Bereich Leute gesucht. Für die hiesige Ökolandwirtschaft ist wiederum die erhalten gebliebenen Vielfalt an Pflanzen- und Nutztierarten in Zentralasien sowie Russland/Osteuropa interessant, sowie Methoden, die durch jahrelange Technisierung der Landwirtschaft beinahe in Vergessenheit geraten sind (z.B. Zugrinder etc). Insofern werde ich versuchen, beide Bereiche in meinem späteren Beruf zu verbinden. Wie genau, weiß ich noch nicht, es gäbe mehrere Möglichkeiten (Forschung, Entwicklungshilfe, Projekte von Regierungsorganisationen oder NGO's, ...) und ich hab ja auch noch ein paar Jahre Zeit.
Fest steht für mich jedenfalls, dass ich zumindest in 1-2 Jahrzehnten gerne "sesshaft" werden würde (Hof kaufen etc) und selbst aktiv in die Landwirtschaft einsteigen möchte (Geflügel, Schafe und Ziegen). Wenn alles klappt, würde ich mir das zunächst im Nebenerwerb aufbauen (arbeitstechnisch auf Teilzeit gehen) und dann ganz umsteigen.

Ja. Das war mein Roman, aber ich wusste nicht wirklich, wie ich das in kürzerer Form anständig erklären sollte #ka#


Sven
Beiträge: 8291
Registriert: 06.03.2001, 00:00

Re: Emel - Hallo an alle

Beitrag von Sven »

Hallo Emel,

herzlich willkommen hier im Forum. Du musst nur lange genug hier dabei bleiben (bis nach dem Studium), dann ist das mit den eigenen Ziegen reine Formsache :-)

Viele Grüße,
Sven


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