was zum Nachdenken

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Monica

was zum Nachdenken

Beitrag von Monica »

Milch - ein fast mythisches Lebensmittel - doch was verbirgt sich dahinter?
Unter dem Motto "Sie sehen die Milch - wir sehen die Kuh" startet der VGT eine groß angelegte Kampagne zur Aufklärung über die Milchindustrie
Informationskundgebung am Weltmilchtag
Dazu wird es am morgigen Weltmilchtag einen VGT-Informationsstand am Wiener Stephansplatz geben! So wie die meisten Kühe ihr Leben an einer kurzen Kette fristen müssen, werden AktivistInnen von 11:00 bis 17:00 Uhr an die Kette gelegt!
Weit verbreitet ist immer noch die feste Überzeugung, dass eine Kuh ja ohnedies Milch gibt und sie leiden würde, würde sie nicht gemolken werden. Doch wie alle Säugetiere, somit auch der Mensch, produziert die Kuh nur dann Milch, wenn sie ein Kind zur Welt gebracht hat. Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist sehr stark, wenn sie könnte, würde sie mindestens ein Jahr ihr Kleines trinken lassen, am Ende der Stillperiode wird der Milchfluss immer geringer.
Doch wie sieht das Leben einer Kuh in der Milchproduktion aus:
Die Milchleistung ist in den letzten Jahren enorm nach oben gezüchtet worden. Lag die Jahresmilchleistung in den 1960er Jahren noch bei 4.000 Litern pro Kuh, so "produziert" eine durchschnittliche Kuh heute über 7.000 Liter pro Jahr. Das ist das 10fache ihres Körpergewichts.
Mit knappen zwei Jahren wird die Kuh das erste Mal künstlich besamt, 9 Monate ist sie schwanger, danach kommt ihr Kleines zur Welt. In der Tierindustrie wird auf die Bedürfnisse der Tiere keinerlei Rücksicht genommen. Mit einer besonderen Brutalität werden den Müttern spätestens am 4. Tag nach der Geburt ihre Kinder entrissen. Würde das zu einem späteren Zeitpunkt geschehen, wäre die Bindung schon so ausgeprägt und stark, sodass sich die Mütter von dem Trauma nicht mehr erholen könnten. Die Milch ist für die Menschen reserviert, die Kälber werden mit Milchaustauschern aus Kübeln getränkt. Die Mutter wird zweimal täglich an die Melkmaschine gehängt, das Kind würde natürlich viel häufiger trinken. Trotz des Kraftfutters lässt der Milchfluss nach einem knappen Jahr nach. Doch die Tierindustrie sorgt vor, drei Monate nach der Geburt wird die Mutter erneut künstlich befruchtet und bekommt ein Jahr nach der ersten Geburt erneut ein Junges. Der Milchfluss ist für ein weiteres Jahr gesichert. Die Kühe in der Milchwirtschaft sind ab ihrem zweiten Lebensjahr einer Dauerschwangerschaft ausgesetzt. Der enorme, dauernde Milchfluss zehrt an der Gesundheit und an den Reserven der Tiere
Nach fünf bis sieben Schwangerschaften ist die "Milchkuh" am Ende ihrer Kraft und bringt den letzten Profit auf dem Schlachthof.
Stillgestanden - ein Leben lang
Gerade in kleiner strukturierten Betrieben ist die ganzjährige Anbindehaltung noch gängige Praxis. Ein Leben lang stillgestanden. Schwer vorstellbar, mit wie viel Leid ein Leben an der Kette verbunden sein muss. Fast wie ein Hohn klingt hier das gesetzlich verankerte Wort der "Bewegungsfreiheit": 40 cm in der Quer- und 60 cm in der Längsrichtung, diesen Spielraum muss die Kette der Kuh bieten.
Es gibt eine kleine gesetzliche Verbesserung für die Kühe seit Beginn dieses Jahres. An 90 Tagen muss die dauernde Anbindehaltung unterbrochen werden, doch wie so oft entkräften drei äußerst weit gefasste Ausnahmeregelungen diese Forderung. Die LandwirtInnen können auch für sich selbst entscheiden, ob eine der Ausnahmen für ihren Betrieb zutrifft, so reicht schon eine fehlende Möglichkeit, bauliche Gegebenheiten am Betrieb oder eben eine zu erwartende Gefahr für Mensch und Tier, um die Kühe weiterhin ein Leben lang an der Kette zu halten.
Riesige EU-Subventionen
Die Milchwirtschaft wird EU weit mit Millionenbeträgen subventioniert. In der EU wird zu viel Milch produziert. Die EU kauft diese überschüssigen Milchprodukte. Zum Kauf der überproduzierten Milchprodukte wurden bislang 350 Millionen Euro ausgegeben. (Quelle: EU Kommission, 2009: Die Lage auf dem


Locura
Beiträge: 4653
Registriert: 31.05.2007, 10:01

Re: was zum Nachdenken

Beitrag von Locura »

Ein schöner Beitrag! #daumen_hoch*


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss schließlich auch mit jedem Ar*** klar kommen!
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Die meisten Tiere haben Besitzer - Ziegen haben Personal!
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Nehmt Euch mal die Zeit!!!
http://veg-tv.info/Earthlings
Brennessel
Beiträge: 320
Registriert: 08.03.2010, 12:28

Re: was zum Nachdenken

Beitrag von Brennessel »

Zur Info: Das Juniheft des Vereins SlowFood steht gänzlich unter dem Titel "Milch". HIntergründe, Fakten, Ernährungspolitisches... Das Magazin ist, soweit ich es weiß, nicht frei verkäuflich. Wer Interesse hat - bitte PN an mich, ich kann eine Zusendung organisieren.


Bunnypark
Beiträge: 2934
Registriert: 19.01.2010, 10:12

Re: was zum Nachdenken

Beitrag von Bunnypark »

die_Alex hat geschrieben: Hier wurde im Imbiss Tofu statt Fleisch verkauft und keiner hats gemerkt,
"so muss sie schmecken, die Wurst" *fg*
:D geht man mal davon aus, dass in der normalen wurst schon einiges "fremdmaterial" daruntergemischt ist, verwundert es mich nicht dass hier kein unterschied erkannt wird #wb#
ich bin es gewohnt, "echte" wurst zu essen...und glaubt mir, den unterschied zu tofu erkennt jeder!

genauso wie den unterschied zwischen kuhmilch und soja/reismilch....so angegriffen können meine geschmacksnerven nie sein #baeh#

leider wissen längst nicht alle, dass man für milch auch das "nebenprodukt jungtier" in kauf nehmen muss :-(
wie denn auch - in den städten kommt die milch ja aus dem laden *fg*
nur kinder/erwachsene am stadtrand sehen noch die eine oder andere kuh auf der weide und schliessen das auf: freilaufende kuh = milch....niemand sieht die massen an kühe angekettet im stall auf 3 m2...ihr leben lang


Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .Bild
ElliBesch
Beiträge: 3694
Registriert: 17.03.2008, 10:35

Re: was zum Nachdenken

Beitrag von ElliBesch »

Hallihallo

...also ich hab für mich Hafersaft von Alnatura entdeckt. Schmeckt köstlich, sieht aus wie Milch und kann man auch zum Backen nehmen.

#daumen_hoch*

Sonnige Grüsse!
Elli&Co


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Not being vegan is a mistake. ^^
Netti
Beiträge: 548
Registriert: 13.03.2010, 17:31

Re: was zum Nachdenken

Beitrag von Netti »

hola,
naja, wir trinken eh nur noch milch von glücklichen ziegen,

aber zum thema geschmack, wir haben mal in unserem restaurant mischbrotscheiben paniert und in butter gebraten, dass als schnitzel seviert und gewartet was passiert, na ratet mal?!

ich wollte es nicht glauben, aber es hat keiner der testpersonen bemerkt, ist das nicht traurig ? #daumen_runter#

die netti


Mopsmeier
Beiträge: 402
Registriert: 08.02.2009, 20:17

Re: was zum Nachdenken

Beitrag von Mopsmeier »

danke für den milch-beitrag. ich habe lange im westerwald auf dem land gelebt - dort kommen die kühe im sommer noch auf die weide, und seit die bauern nicht mehr so viel milch produzieren dürfen, sah man auch öfter wieder kälber bei ihren müttern. aber im großen und ganzen ist es sicher so, wie im beitrag beschrieben. da muss noch viel passieren!!!
zum geschmack: es gab ja auch mal tests, wo herauskam, dass die yoghurts mit künstlichem aroma "natürlicher und besser" schmecken, als die mit echten früchten. und achtet mal auf den aufdruck: auf vielen steht schon gar nicht mehr yoghurt drauf ... es ist ein kunstprodukt.


kuckt mal hier: <!-- m --><a class="postlink" href=" m -->
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