Hallo!
Vielleicht hat Jemand von euch da eine Ahnung von, auf normalen Wege finde ich nämlich nichts.
1) Weiß Jemand, ob bzw. wie giftig das Drüsige Springkraut für a) Ziegen und b) Schafe ist?
Wenn man googelt, findet man einfach nur "leicht giftig" - aber soweit ich sehen kann, bezieht sich das immer nur auf den Menschen.
2) Fressen sie es, wenn sie die Gelegenheit dazu haben?
Ich würde meine zwei Böcke gerne kurzzeitig auf ein kleines Stück "Wiese" stellen, wo eine Zeitlang Holz lag = ungeeignet zum normalen Mähen... ABER da wächst eben auch dieses elende Springkraut. Ich reiße ständig aus, werde aber nicht alle Pflanzen erwischen... und möchte ungerne meine Böcke vergiften :-)
Grüße
Renca
Drüsiges Springkraut?
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Brennessel
- Beiträge: 320
- Registriert: 08.03.2010, 12:28
Re: Drüsiges Springkraut?
Hallo Renca,
Hier ein Auszug aus einer außergewöhnlich guten Publikation zum Thema: Landschaftspflege mit Ziegen. Der Autor, Thomas Stumpf ist wohl auch irgendwo hier im ZT vertreten, ich weiß allerdings nicht, hinter welchem Nickname er sich verbirgt.
(Th. STUMPF (2002): Die Nahrungswahl einer frei gehüteten Ziegenherde im Naturschutzgebiet
Wahner Heide bei Köln, Internet: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ziegenhof-stumpf.de">http://www.ziegenhof-stumpf.de</a><!-- m -->).
Thomas Stumpf schreibt zum Thema Drüsiges Springkraut/Neophyten
5.8. Neophyten
Eine Anzahl sich aggressiv ausbreitender Neophyten sorgt für reichhaltigen Diskussionsstoff nicht
nur unter Experten, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit. Bekannt wurden vor allem ... das
Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) durch Massenauftreten an Bach- und Flussufern ...
Nahezu sämtliche Neophyten können mit Ziegen erfolgreich bekämpft werden. Hierzu einige
Beispiele:
im Untersuchungsgebiet gibt es am Rande der Hasbacher Wiese einen etwa 200 qm großen Bestand
des Riesen-Bärenklaus (Heracleum montegazzianum). Zu dieser Art stand in den LÖBFMitteilungen
I2/2001 im Journal (Titel: „Stopp! Hände weg von der Herkulesstaude!“) unter
Anderem Folgendes zu lesen (S. 9): „Sie mit Stumpf und Stiel auszurotten ist unmöglich.“ und
„Feinde kennt die Herkulesstaude nicht.“ Man muß wohl hier ergänzen: Der größte Feind der
Herkulesstaude ist die Ziege! Selbst zwei Meter hohe blühende Stauden werden umgebrochen und
„mit Stumpf und Stiel“ aufgefressen. Inzwischen muß man an genannter Stelle suchen, um noch das
eine oder andere kümmerliche Grundblatt zu finden.
Ähnlich ist es mit anderen Neophyten: Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) wird sehr
gerne gefressen, die einjährige Pflanze dadurch schnell verdrängt.
Hoffe, dies bringt Dich weiter, LG
Hier ein Auszug aus einer außergewöhnlich guten Publikation zum Thema: Landschaftspflege mit Ziegen. Der Autor, Thomas Stumpf ist wohl auch irgendwo hier im ZT vertreten, ich weiß allerdings nicht, hinter welchem Nickname er sich verbirgt.
(Th. STUMPF (2002): Die Nahrungswahl einer frei gehüteten Ziegenherde im Naturschutzgebiet
Wahner Heide bei Köln, Internet: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ziegenhof-stumpf.de">http://www.ziegenhof-stumpf.de</a><!-- m -->).
Thomas Stumpf schreibt zum Thema Drüsiges Springkraut/Neophyten
5.8. Neophyten
Eine Anzahl sich aggressiv ausbreitender Neophyten sorgt für reichhaltigen Diskussionsstoff nicht
nur unter Experten, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit. Bekannt wurden vor allem ... das
Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) durch Massenauftreten an Bach- und Flussufern ...
Nahezu sämtliche Neophyten können mit Ziegen erfolgreich bekämpft werden. Hierzu einige
Beispiele:
im Untersuchungsgebiet gibt es am Rande der Hasbacher Wiese einen etwa 200 qm großen Bestand
des Riesen-Bärenklaus (Heracleum montegazzianum). Zu dieser Art stand in den LÖBFMitteilungen
I2/2001 im Journal (Titel: „Stopp! Hände weg von der Herkulesstaude!“) unter
Anderem Folgendes zu lesen (S. 9): „Sie mit Stumpf und Stiel auszurotten ist unmöglich.“ und
„Feinde kennt die Herkulesstaude nicht.“ Man muß wohl hier ergänzen: Der größte Feind der
Herkulesstaude ist die Ziege! Selbst zwei Meter hohe blühende Stauden werden umgebrochen und
„mit Stumpf und Stiel“ aufgefressen. Inzwischen muß man an genannter Stelle suchen, um noch das
eine oder andere kümmerliche Grundblatt zu finden.
Ähnlich ist es mit anderen Neophyten: Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) wird sehr
gerne gefressen, die einjährige Pflanze dadurch schnell verdrängt.
Hoffe, dies bringt Dich weiter, LG