Crocosmia...die aus dem Lipperlande!!!

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Eifelhexe
Beiträge: 2059
Registriert: 26.05.2002, 00:00

Beitrag von Eifelhexe »

Hallo ihr Lieben
die Sache mit dem richtigen Gemüse und Kräutergarten war auch mal mein Traum.
Inzwischen habe ich ihn aufgegeben.
Wir haben hinter unserer Scheune einen Garten von ca. 400m², war auch mal der gemüsegarten, aber als wir das Haus kauften wuchs dort schon knapp 10 Jahre nur was die Natur so hergibt; sprich Butterblumen und Brennesseln, die aber dafür in ihrer ganzen Pracht.
In den ersten Jahren wohnten wir noch nicht fest hier und hatten daher nur am WE mal ein paar Stunden Zeit uns zu kümmern, so blieb das Ergebnis eher spärlich.
In den letzten Jahren hab ich immer im März angefangen Pflanzen zu ziehen und auch tüchtig Samen gekauft.
Im Mai wurde dann gegraben und gesät bzw. gesetzt was an Pflanzen vorher liebevoll gezogen wurde.
Dann kam jedes Jahr das Chaos. Der Garten ist mit einem 1,30m hohen Maschendrahtzaun umgeben und unsere Hühner LIEBEN diesen Garten. Immer wenn frisch gesät oder gepflanzt wurde und die Erde schön locker ist, lädt sie geradezu ein zu scharren!!
Wer kann einem Huhn das schon verdenken?? Und wer kann es 35 Hühnern verdenken??
Aber noch ein Problem kommt jährlich (und das immer intensiver) auf uns zu. Mein Mann und ich sind alleine und machen unser eigenes Heu (ab diesem Jahr auf min. 5 ha. Just zu der Zeit in der man im Garten auf all die süssen Unkräuter achten müssten und auch eingreifen müssten, sind wir im Heu!
Und als gute Gärtner könnt ihr euch sicher vorstellen wie ein Garten aussieht der (sowieso noch total verseucht von früher wo auch 2 Jahre Kartoffeln nix dran geändert haben) über eine Zeit von 4-5 Wochen nicht bearbeitet wird.
Alles was da dann wächst ist?...
Ihr werdet jetzt sagen man ist nicht 4 Wochen konsequent im Heu aber es müssen so ganz nebenbei ja auch noch die Tiere und Ställe versorgt werden (von unserem eigenen mal ganz abgesehen).
Ich trage mich dem gedanken mir zwei Ferkel zu kaufen und diesen den schönen Garten zum Spielplatz zu geben, da hat dann wenigstens einer Freude an dem Platz :-).
Ich bin Stolz auf euch (vor allem auf Dich Karin, denn Dein Garten sieht echt super aus), das ihr es schafft einen so tollen Traum wahrheit werden zu lassen.
Mit dem schlachten der Tiere sehe ich es so wie Ines. Ich weiss jetzt schon, das ich meine 4 wirklich hübschen Böckchen nicht halten kann, obwohl einer lieber ist als der andere und sie mit ihren z.T. Glöckchen sooo hübsch aussehen, aber...
Sie haben ein kurzes aber wie ich denke sehr schönes freies Leben hier bei mir und ich gehe jetzt schon so mit ihnen um, das es mir nicht zu schwer fällt wenn der Metzger zu uns auf den Hof kommt.
In diesem Jahr werden wir wohl zum ersten mal auch wurst machen und wenn ich an die hervorragende Ziegenwurst denke die ich schon gegessen habe und das Schlabberzeug an Aufschnitt was man sonst so zu kaufen bekommt, ist das schlachten für mich sinnvoll und gut.


Alles Liebe aus der Eifel,
Uli
PS: Die Natur ist der Balsam gegen die Leiden, die alle jene verursachen, die die Natur misshandeln.
Annabella
Beiträge: 1746
Registriert: 19.11.2003, 10:48

Beitrag von Annabella »

Hallo,
nachdem Uli schon einige Träume von der Selbstversorgung aus dem eigenen Garten zerstört hat, möchte auch ich noch meine Negativerlebnisse zum Thema liefern: auch an unserem Hof war ein Gemüsegarten, jahre- (oder Jahrzehnte-???)lang vernachlässigt. Wie eine Blöde habe ich gegraben, Erde gesiebt, gedüngt, Beete vorbereitet, Pflänzchen vorgezogen, am Wochenmarkt welche dazugekauft, alles eingepflanzt... und dann kamen (nicht die Hühner), sondern die Schnecken! Und die Wühlmäuse schafften dann unterirdisch, was die Schnecken nicht schon über der Erde verwüstet hatten, mit herzhaftem Biß an den Wurzeln.- Ich habe Wühlmäuse bekämpft, ich habe jeden Abend Schnecken eingesammelt, ich habe Schalen mit Bier aufgestellt. Irgendwann kam ich zu der Überzeugung, daß ich meine Abende anders verbringen möchte, als auf Schneckenjagd. Ich habe dann angefangen, wenigstens ein paar Salatpflänzchen und Tomatenstauden in Töpfen heranzuziehen, nur als mein Salat endlich erntereif war (komischerweise alle Köpfe auf einmal), gab es auch auf dem Wochenmarkt (vom Biobauern) jede Menge zum günstigen Preis. - Dieses Jahr habe ich nur Blumen gekauft und in Schalen und Töpfe gepflanzt...
Zum Thema Schlachten möchte ich auch noch was sagen: Als wir unsere ersten Ziegen angeschafft haben, ging es uns um die Milch. Wir haben uns vorher damit auseinandergesetzt, was mit den unweigerlich anfallenden Böckchen tun werden, tun müssen. Wir waren uns klar darüber, daß sie geschlachtet werden müssen, denn alles andere ist falsch verstandene Tierliebe. Ich möchte keinem meiner Bocklämmer zumuten, eine Zeitlang das niedliche Schmusetier zu sein, und dann wenn die Sache anfängt "zu stinken" von einem Platz zum anderen verhöckert zu werden. Und es gibt nicht so viele Plätze als Gesellschaftstier zu einem einsamen Pferd, daß man alle als Kastraten unterbringen kann; wobei die Frage ist, ob das für das Pferd und die Ziege erstrebenswert ist...-
Ich habe nach wie vor Probleme damit, meine eigenen Tiere zu essen, egal ob Hühner oder Ziegenböckchen. Ich habe einen Metzger gefunden, der die Tiere "in Würde" schlachtet, sie haben in ihrem (kurzen) Leben nie etwas Böses erfahren, und es bleibt ihnen manches erspart, im Gegensatz zu manchem "Beistellbock".
Liebe Grüße, Katja.


Crocosmia
Beiträge: 59
Registriert: 30.01.2004, 13:07

Beitrag von Crocosmia »

Niederlagen habe ich in meinem Garten auch schon zu Genüge erlebt! Gegen die Schneckenplage helfen mir Laufenten und Hühner! Die Wühlmäuse allerdings, lachen unsere Katzen aus! Mal gibts mehr mal weniger Schäden...
Das hintert mich aber nicht im geringsten! Mein Gemüse werde ich im nächsten Jahr in Hochbeeten und Gewächshaus anbauen. Zugegeben, haben wir auch recht viel Platz, das heißt ich nehme mir meinen Platz zum Gärtnern und der Rest geht an die Tiere! Sauber von einander getrennt !!! lol Und soooo viele Tiere wie Uli haben wir auch nicht zu versorgen, also bleibt mir genügend Zeit.

Arme Simone, dieser Nachbarjunge ist wirklich ein Problem! Mir stellen sich schon beim lesen die Nackenhaare hoch! Das muß doch irgendwie klappen, das du einen Kräutergarten anlegen kannst!!! Kannst du nicht zur Nachbar-Seite eine kleine "dornige" Hecke pflanzen und dahinter deine Kräuter?

Liebe Grüße - Karin


Sarah-Ziegenlos
Beiträge: 83
Registriert: 06.04.2004, 11:42

Beitrag von Sarah-Ziegenlos »

Gegen den Nachbarsjungen müsste doch auch ein Stromzaun helfen, oder?
lol
Ich habe zwar nichts gegen Kinder, aber wer nicht hören kann muss fühlen...und so ein kleiner Stromschlag hat noch keinem geschadet!

LG, Sarah

P.S. Bitte nicht falsch verstehen...!!!


Wenn ihr mehr über mich und meine Tiere wissen wollt, dann schaut doch mal auf meiner HP vorbei!
<!-- m --><a class="postlink" href="http://free-hp.com/bluemoon">http://fre ... on</a><!-- m -->
Ich habe jetzt auch ein noch fast ganz leeres Gästebuch!!! Das muss doch nicht so bleiben, oder???
Barbara2
Beiträge: 638
Registriert: 09.07.2003, 14:06

Beitrag von Barbara2 »

Hallo zusammen,
was den Garten angeht, so hab ich zum Glück Familienmitglieder, die das lieber machen als ich und so kann ich mich hauptsächlich um die Tiere kümmern.
Was das Schlachten betrifft, so sehe ich es wie Uli, Katja und Ines. Wer Nutztiere hält muß sich früher oder später entscheiden. Wer die eigenen Tiere nicht schlachten mag, der sollte sich mal ein Kalb oder ein Ferkel genau anschauen. Die sind genauso süß und liebenswert wie unsere Lämmer nur haben sie meistens ein kurzes, unschönes Leben und ein trauriges und angstvolles Ende. Wer Fleisch im Supermarkt kauft unterstützt nach meiner Meinung in der Regel tierquälerische Massentierhaltung, es sei denn er kauft Biofleisch. Wer da konsequent sein will, müßte eigentlich ganz auf Fleisch verzichten und natürlich auch auf Milchprodukte. Alles andere ist, so denke ich, Selbstbetrug und auch falsche Tierliebe.
Liebe Grüße
Barbara
Das heißt aber nicht, dass es mir nicht jedes Mal furchtbar schwer fällt....


Jäckie
Beiträge: 78
Registriert: 06.03.2004, 21:10

Beitrag von Jäckie »

Hallo,

danke für Eure Anteilnahme, an einen Stromzaun habe ich auch schon gedacht, aber leider ist hier nicht soviel Platz und wir müssen beide den selben Eingang benutzen, er gehört zu unserem Haus, aber sonst würden die Nachbarn gar nicht zu ihrem Haus kommen. Hinterm Haus wollte ich meinen Garten anlegen, aber dann bleibt nur noch ein schmaler Gang über und wenn die Nachbarin dort mit dem Wäschekorb entlang läuft , könnte sie auch an den Zaun kommen und das will ich ihr nicht antun.
Ich mag Kinder ja auch, ausser diesen Jungen. Ich darf gar nicht dran denken was meine Eltern mit mir gemacht hätten wenn ich so frech gewesen wäre.

Viele Grüsse

Simone *shock*


Das Leben besteht aus Bemühungen, aus dem Bestreben das Beste zu geben und zu erreichen.
Günter
Beiträge: 783
Registriert: 27.03.2003, 23:09

Beitrag von Günter »

Hallo Ihr Lieben,

auch ich habe meine Erfahrungen gesammelt.
Zu Tieren, Fleisch, Milch, Eiern und Schlachten hat Barbara(2) schon alles geschrieben, was ich ich denke.
Zum Garten. Ich habe einen, ca. 150 m². Bewirtschafte ihn mit möglichst geringem Aufwand, angemessenem Ertrag, aber etwas Konsequenz ist wichtig. Blühende Unkräuter rechtzeitig entfernen ! 1 Jahr Saat, 7 Jahr Plag.
Man/Frau kann aber auch mit 1,5 m² anfangen die ersten Erfahrungen zu sammeln. Ungeziefer, Schnecken, Vögel, Katzen die alles aufscharren habe ich natürlich auch. Da soll man aufmerksam sein und beobachten und lernen, was an seinem Standort gut wächst. Was kränkelt, pflanze ich nicht ! Basilikum hätte ich gerne, ist aber Lieblingsspeise der Schnecken. Bei mir sät sich dafür Feldsalat, Kerbel z.B. immer wieder selber aus. Man kann auch anfangen mit 1-2 Pflanzen Zucchini oder Kürbissen. Mangold ist einfach, ein paar mehrjährige Kräuter sind auch nicht schwer und brauchen nicht viel Platz und und und
Man muß sich in diesen Lebensraum hineindenken wollen und natürlich auch Zeit dafür investieren, von sehr wenig bis 100 % ist alles möglich.
Mir gelingt es, neben Job, Heu machen, 30 Schafen usw irgendwie und macht Spaß.

gutes gärtnern wünscht

Günter

heute mal ne andere Signatur:
Wer will findet Wege, wer nicht will, Ausflüchte


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