Teletac - unsichtbarer Hundezaun für Ziegen?

Spinnrocktanten
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Registriert: 03.09.2013, 16:40

Beitrag von Spinnrocktanten »

Hallo noch einmal. Also erstmal finde ich es nicht nett, dass mich hier einige gleich so angiften. Ich habe ja nicht gesagt, dass ich das auf jeden Fall machen werde, sondern ich wollte wissen ob es hierzu Erfahrungen gibt. So wie es scheint hat hier niemand derartige Erfahrung, gut zu wissen. Und jetzt zu diesem 'unsichtbaren Hundezaun'. Wo genau liegt den der Unterschied ob die Tiere beim Berühren des Zaunes vom Zaun selber einen ordentlichen Schlag bekommen oder eben indirekt von diesem Teletac Ding am Hals? Natürlich könnte man jetzt den Elektrozaun ganz in Frage stellen. Wer schon mal erlebt hat wie sich ein Pferd im Elektrozaun verfangen hat und sich dann voll Panik immer weiter eingewickelt und mehr oder weniger aufgeschlitzt hat, der wird das auch tun.
Über all die anderen Möglichkeiten, von wegen Strom ganz abstellen und die Tiere mit genügend Futter bei Laune halten oder nur die untere Litze abklemmen usw habe ich mir schon längst Gedanken gemacht. Der Holzzaun geht nicht auf der gesamten Länge, da müsste ich die Ziegen in einem kleinen Extrabereich einsperren, währen der Rest der Herde, also die Pferde und Schafe, auf grosse Tour gehen dürfen. Das was wir hier an Koppeln haben würde man in Deutschland als Safariwildpark vermarkten. Wir füttern die Pferde an verschiedenen Stellen, so dass sie gezwungen sind zu laufen. Das Gelände ist strukturiert, da gibt es Steinmauern zum Klettern, Bäume und Büsche zum Beknabbern. Die Pferde sorgen auch für einen gewissen Schutz vor Wölfen (zu uns hier kommen in der Regel nur einzelne Jungwölfe, die auf der Suche nach einem Revier sind, keine Rudel). Aus diesem Grunde habe ich vor diesem kleinen Extraauslauf grosse Angst, das ist so eine bisschen wie ein Präsentierteller.
Ich werde mich also noch weiter schlau machen. Vielleicht starte ich mal einen umgekehrten Versuch und lege so einen Hundezaun im nächsten Frühjahr nur um unseren Gemüsegarten. Dieses Jahr ist die Ernte nämlich etwas kärglich ausgefallen, warum nur???


sanhestar
Beiträge: 8258
Registriert: 17.03.2003, 11:56

Beitrag von sanhestar »

der Unterschied liegt in der Sichtbarkeit und somit Vorhersehbarkeit.

Ziegen lernen, dass eine Litze eine Begrenzung ist. Beim "unsichtbaren Zaun" haben sie nur ein akustisches Signal, das vor einem folgenden Schmerzreiz warnt, jedoch keinen weiteren Hinweis, in welche Richtung sie ausweichen müssen, um dem Schmerzreiz zu entgehen.

Überleg' doch einfach mal selbst, was Dir angenehmer wäre: eine sichbare Grenze, von der Du weisst, wenn Du diese berührst, dann tut es weh oder ein offenes Gelände, ein akustisches Signal und kein weiterer Hinweis, in welche Richtung Du gehen kannst, um den Schmerz zu vermeiden.

Zaununfälle kommen immer wieder mal vor. Ob nun Elektrozaun, Stacheldraht, Holzzäune, Metallgatter. Sogar an Bäumen oder durch Erdlöcher können sich Tiere verletzen.


Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
Ulli
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Registriert: 13.03.2008, 07:18

Beitrag von Ulli »

. Wir leben in Schweden und da gibt es im Winter so viel Schnee, dass es kaum möglich ist einen normalen Weidezaun mit ordentlich Strom zu versorgen, zumindest nicht auf der gesamten Länge. Bis jetzt hatten wir nur Pferde, für die genügt eine weisse Plastikschnur mit der Aufschrift Stromzaun.

Hallo!

Das Zitat oben lese ich so, dass es nicht um einen komplett unsichtbaren Zaun geht sondern um eine Stromleistung des Zaunes trotz Schnee.. Folgeschluss wäre für mich, dass der "unsichtbare Zaun" so verlegt wird, dass er lediglich die ausfallende Schlagleistung ersetzt, nicht neue Grenzen zieht. Heisst, es ist ein Zaun sichtbar- und ob es nun so einen Unterschied macht, ob direkt die Litze oder das Gerät den Schlag auslöst???

Eine Abgrenzung des Gemüsebeetes ohne sichtbaren Zaun finde ich aber nicht gut- eben wegen der Vorhersehbarkeit.

LG Ulli


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