Heilpflanzen statt Wurmkur?

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ElliBesch
Beiträge: 3694
Registriert: 17.03.2008, 10:35

Beitrag von ElliBesch »

[quote='Jassi','http://ziegen-treff.de/forum/index.php? ... post210395'][quote='Barbara2','http://ziegen-treff.de/forum/index.php? ... post210392']Wer Ziegen halten will, der ist dafür verantwortlich, dass es ihnen gut geht und der kommt um Wurmkuren nicht herum! Die Berichte hier im Forum über todkranke und sterbende Tiere sind bei weitem keine Einzelfälle. Sie sind das Resultat davon, dass Leute, die keine Ahnung von der Ziegenhaltung haben, sich welche anschaffen und sich nicht genügend über ihre Bedürfnisse informieren.
[/quote]...Einen Anfänger darüber zu beraten, wie er ausschließlich mit pflanzlichen Mitteln entwurmen kann, halte ich für genauso gefährlich ihm zu raten, er solle 6x im Jahr eine chemische Entwurmung durchführen. Letztendlich kann nur jeder die Fähigkeit seine Tiere genau zu beobachten schärfen und sich Wissen aneignen, wie man Ziegen artgerecht hält (Der Grad der Verwurmung ist sehr eng verknüpft mit den Haltungsbedingungen).


Jassi
[/quote]Liebe Jassi,

absolut richtig. Dennoch frage ich, was schlimm daran wäre, würde man seine Ziegen 6x im Jahr 'chemisch' entwurmen, sofern man seine Ziegen nicht isst oder Milch entnimmt.

Sind Ziegen denn schon einmal an Überdosierungen gestorben? Mir liegen da keine Erfahrungswerte vor und es wäre sehr nützlich und interessant, wenn hier darüber einmal geschrieben werden könnte.

Kurzes Unwohlsein aufgrund einer 'Chemiebombe' wäre mir lieber als ein Dahinsiechen. ( Habe jedoch auch keine Erfahrungen diesbezüglich)

Liebe Grüße und: Interessantes Thema!

Elli


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Not being vegan is a mistake. ^^
Jassi
Beiträge: 1029
Registriert: 26.04.2014, 12:19

Beitrag von Jassi »

[quote='ElliBesch','http://ziegen-treff.de/forum/index.php? ... post210401']Dennoch frage ich, was schlimm daran wäre, würde man seine Ziegen 6x im Jahr 'chemisch' entwurmen, sofern man seine Ziegen nicht isst oder Milch entnimmt.
[/quote]Man darf gerne weiter denken, nicht nur an sich und die Ziege, sondern auch daran, dass sich Rückstände von Arzneimitteln (v.a. Antibiotika und Antiparasitika, aber auch andere) über den Kot im Mist anreichern. Diese Rückstände kommen dann über die Düngung in die Umwelt (Grundwasser) und sind schwer abbaubar. Mit der (meist unnötig, da falsche Haltung) hohen Menge an Entwurmungsmitteln bilden sich vermehrt Resistenzen, so dass im Notfall vielleicht auch das einst wirkungsvolle Mittel nicht mehr seinen Dienst tut (wie es mit u.a. Panacur bereits geschehen).

Ich meine, jemand, der seine Ziegen 6x im Jahr entwurmt, der sollte zunächst erstmal seine Haltungsbedingungen optimieren.


Jassi


ElliBesch
Beiträge: 3694
Registriert: 17.03.2008, 10:35

Beitrag von ElliBesch »

Danke Jassi,

stimmt, an die weiteren Konsequenzen hatte ich in diesem Zusammenhang gar nicht gedacht.

Darum finde ich es ja gut, dass man darüber aufklärt und informiert.

Und: Dass man Menschen, die mit einer Ziegenhaltung liebäugeln und diese nur ein Reihenhausgärtchen o.Ä. zur Verfügung haben, ehrlich und ernsthaft diese Haltungsbedingungen lieber auszureden versucht.

Obwohl man da auch oftmals aneckt...

Schönes Wochenende!

Lg Elli


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Leela
Beiträge: 471
Registriert: 31.07.2014, 22:29

Beitrag von Leela »

Wie schon andernorts geschrieben, würde ich nicht mal sagen, das man Ziegen mit wenig Platz nicht halten kann.
Eine Ziegenherde in einem gut eingerichteten Laufstall kommt ohne Entwurmung aus.
Klar, sicher nicht die artgerechteste Haltungsmöglichkeit aber immer noch besser als dahinsiechen auf zu kleinen, schlecht gemanagten Weiden.

Ziegen, 6x/Jahr entwurmt auf einer Wiese, mag für die Ziegen kein Problem sein aber für die anderen Lebewesen auf dieser Fläche sicher nicht ideal.
Unseren Kaninchenmist benutze ich zum Düngen der Wiesen wie auch für unseren Garten, das würde ich mich solchem Ziegenmist nicht machen...


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