Wachtel mit Blinddarmkokzidiose
Wachtel mit Blinddarmkokzidiose
Zwei Bemerkungen vorweg:
1. Wieder der Hinweis, daß schwache Mägen und Seelen besser nicht weiterlesen.
2. Was sind überhaupt Wachteln?
Wachteln sind die kleinsten bekannten Hühnervögel. In ihrem Verhalten sie alle Merkmale "echter" Hühner, bis hin zu Scharren etc.
Nur eben alles viel schneller.
Acuh die Hähne krähen wie die großen, nur eben auch viel schneller, was sich für Menschenohren eben "nur" höher anhört.
Unsere europäischen Wachteln Coturnix coturnix ist äußerlich von der Japanischen Legewachtel(Cortunix Japonica, deren Eier wir hauptsächlich in Feinkostgeschäften zu kaufen bekommen) fast nicht zu unterscheiden.
Nur der Ruf des Hahnes weißt auf die eine oder andere Unterart hin.
Europäische Hähne krähen "Pickwerwick", der so beliebte Wachtelschlag, der zur Folge hatte, daß Millionen von Hähnen wegen des Rufes in kleinen Käfigen hinvegetierten(das Schicksal der Kanarienhähne), japanische Hähne krähen" Pckbrrrrrrrrr". Und das mit Ausdauer und Leidenschaft.... ganze Nächte durch!!!
Was aber wohl so gut wie gar nicht bekannt ist, ist die Tatsache, daß Wachteln Zugvögel sind, die in der Sahara überwintern.
Heißt im Umkehrschluß, diese winzigen Hühnern können unendlich gut fliegen. Was oft zur Folge hat, daß sie bei Erschrecken in der Volieren auffliegen und sich das Genick am Volierendach brechen.
Daher immer mein Hinweis, unter Volierendächer aus alten Bettlaken noch mal "Himmel" abzuhängen, um den Aufprall zu mindern!!!
Um mit einer relativ kleinen Spannweite in Relation zu einem vergleichsweise schweren Körper diese gigantische Zugleistung zu erbringen, haben Wachteln extrem differenzierte Flügelfedern.
Um das zu zeigen, fängt die Fotoserie auch mit einem Bild der Schwingen an.
Generell differenziert man zwischen Altwelt- und Neuweltwachteln, dann unter zahnlosen und "Zahnwachteln", Frankolinen, Rebhühnern udn Steinhühnern.
Und es gibt auch nicht die allseits beliebten Chinesischen Zwergwachteln, die nur phänotypisch mit den großen Wachteln zu tun haben.
Ihr Name "Excalfactoria chinensis" weist darauf hin, wofür die "ollen Chinesen" sie benutzt haben: ein Exkalfaktor ist eine Heizung. Man hatte diese Wachteln in der Jackentasche, um sich bei den grimmen Temperaturen die Hände zu wärmen.....
Ok, keine weitere Verzögerung, here we go:
1. Wieder der Hinweis, daß schwache Mägen und Seelen besser nicht weiterlesen.
2. Was sind überhaupt Wachteln?
Wachteln sind die kleinsten bekannten Hühnervögel. In ihrem Verhalten sie alle Merkmale "echter" Hühner, bis hin zu Scharren etc.
Nur eben alles viel schneller.
Acuh die Hähne krähen wie die großen, nur eben auch viel schneller, was sich für Menschenohren eben "nur" höher anhört.
Unsere europäischen Wachteln Coturnix coturnix ist äußerlich von der Japanischen Legewachtel(Cortunix Japonica, deren Eier wir hauptsächlich in Feinkostgeschäften zu kaufen bekommen) fast nicht zu unterscheiden.
Nur der Ruf des Hahnes weißt auf die eine oder andere Unterart hin.
Europäische Hähne krähen "Pickwerwick", der so beliebte Wachtelschlag, der zur Folge hatte, daß Millionen von Hähnen wegen des Rufes in kleinen Käfigen hinvegetierten(das Schicksal der Kanarienhähne), japanische Hähne krähen" Pckbrrrrrrrrr". Und das mit Ausdauer und Leidenschaft.... ganze Nächte durch!!!
Was aber wohl so gut wie gar nicht bekannt ist, ist die Tatsache, daß Wachteln Zugvögel sind, die in der Sahara überwintern.
Heißt im Umkehrschluß, diese winzigen Hühnern können unendlich gut fliegen. Was oft zur Folge hat, daß sie bei Erschrecken in der Volieren auffliegen und sich das Genick am Volierendach brechen.
Daher immer mein Hinweis, unter Volierendächer aus alten Bettlaken noch mal "Himmel" abzuhängen, um den Aufprall zu mindern!!!
Um mit einer relativ kleinen Spannweite in Relation zu einem vergleichsweise schweren Körper diese gigantische Zugleistung zu erbringen, haben Wachteln extrem differenzierte Flügelfedern.
Um das zu zeigen, fängt die Fotoserie auch mit einem Bild der Schwingen an.
Generell differenziert man zwischen Altwelt- und Neuweltwachteln, dann unter zahnlosen und "Zahnwachteln", Frankolinen, Rebhühnern udn Steinhühnern.
Und es gibt auch nicht die allseits beliebten Chinesischen Zwergwachteln, die nur phänotypisch mit den großen Wachteln zu tun haben.
Ihr Name "Excalfactoria chinensis" weist darauf hin, wofür die "ollen Chinesen" sie benutzt haben: ein Exkalfaktor ist eine Heizung. Man hatte diese Wachteln in der Jackentasche, um sich bei den grimmen Temperaturen die Hände zu wärmen.....
Ok, keine weitere Verzögerung, here we go:
Bild der Schwingen:

Freigelegter Bauch, dunkle Brustmuskulatur gut zu erkennen, der Bauch weist eine gelbe Farbe auf, man kann fette Strukturen unterhalb des Brustkorbs erkennen, meine Wachteln fressen alle gut und gerne...

Oben jetzt sehr gut das dunkle Brustfleisch zu sehen, welches den Langstreckenflieger kennzeichnet.
Wer es sich überlegt:
Hühner und Puten, die nur auf schnelle, kurze Energiearbeit der Muskulatur ausgelegt sind, haben weiße Muskulatur, Gänse, (Flug)Enten, Wachteln, deren Muskulatur nicht schnell, aber lange agieren muß, haben dunkle Muskulatur!!!
Darunter schon in weißlich der Darm.

Eigentlich hatte ich eine degenerativ verfettete Leber erwartet und habe nicht schlecht gestaunt, daß die Leber top in Schuß war. Das Gekröse in orange, der riesige Darm in weißlich( viel zu groß!!)

Das Herz mittig, die hellen Hörnchen über dem Herzen sind die Luftröhre und die Bronchialäste rechts und links:

Hier ist die Leber und das Herz entfernt und der Blick auf den Magen rechts oben frei

Auch das Herz ist vollkommen normal, schön in der Farbe, kein Kugelherz, nicht verfettet, ich habe nicht schlecht gestaunt!

Herauspräparierter Magen mit vorderem Darmabschnitt. Der Dünndarm ist aufgegast, Folge der Einzellerbelastung.

Hier der hintere Abschnitt mit den viel zu dicken, dunkelroten, von "Kokzidienfraß"aufgeblähten Bilddärmen

In der "ausgeleerten" Wachtel kann man nun als hell-weißes "Gegrissel" die Eierstöcke sehen.
Da sie in der Mauser war, sind die Eierstöcke extrem zurückgebildet.

Wer fragen hat, soll loslegen.
Thilda

Freigelegter Bauch, dunkle Brustmuskulatur gut zu erkennen, der Bauch weist eine gelbe Farbe auf, man kann fette Strukturen unterhalb des Brustkorbs erkennen, meine Wachteln fressen alle gut und gerne...

Oben jetzt sehr gut das dunkle Brustfleisch zu sehen, welches den Langstreckenflieger kennzeichnet.
Wer es sich überlegt:
Hühner und Puten, die nur auf schnelle, kurze Energiearbeit der Muskulatur ausgelegt sind, haben weiße Muskulatur, Gänse, (Flug)Enten, Wachteln, deren Muskulatur nicht schnell, aber lange agieren muß, haben dunkle Muskulatur!!!
Darunter schon in weißlich der Darm.

Eigentlich hatte ich eine degenerativ verfettete Leber erwartet und habe nicht schlecht gestaunt, daß die Leber top in Schuß war. Das Gekröse in orange, der riesige Darm in weißlich( viel zu groß!!)

Das Herz mittig, die hellen Hörnchen über dem Herzen sind die Luftröhre und die Bronchialäste rechts und links:

Hier ist die Leber und das Herz entfernt und der Blick auf den Magen rechts oben frei

Auch das Herz ist vollkommen normal, schön in der Farbe, kein Kugelherz, nicht verfettet, ich habe nicht schlecht gestaunt!

Herauspräparierter Magen mit vorderem Darmabschnitt. Der Dünndarm ist aufgegast, Folge der Einzellerbelastung.

Hier der hintere Abschnitt mit den viel zu dicken, dunkelroten, von "Kokzidienfraß"aufgeblähten Bilddärmen

In der "ausgeleerten" Wachtel kann man nun als hell-weißes "Gegrissel" die Eierstöcke sehen.
Da sie in der Mauser war, sind die Eierstöcke extrem zurückgebildet.

Wer fragen hat, soll loslegen.
Thilda
Wachtel....
Hallo Thilda, vielen Dank für die Bilder und das du dir so viel Mühe machst. Fragen habe ich im Moment noch keine, kann aber nach einigem Denken noch kommen. Vlg Claudia
-
C.Andrea
Ich habe da jedenfalls nichts gegen!! :) Habe selber Wachteln und finde das höchst interessant!!Mathilda hat geschrieben:Wäre es eine Idee, für akute"persönliche" Fragen die PN-Funktion zu nutzen?
Im Augenblick sind wir drauf und dran, das hier zu einem Geflügelforum"verkommen" zu lassen.
Thilda
L.G. Andrea
