Wie sterben eigentlich alte Ziegen?

Hinweis: Dieses Forum ersetzt nicht den Gang zum Tierarzt!
Impalla
Beiträge: 3
Registriert: 14.01.2006, 16:11

Wie sterben eigentlich alte Ziegen?

Beitrag von Impalla »

hallo,

kurze vorstellung: ich bin w, 43 jahre alt, wohne in niederbayern auf nem bauernhof und neben meinen 3 pferden, 3 katzen und dem hund hatte ich zwei zwergziegen.
der kastrierte bock ist weihnachten leider verstorben im alter von 13 jahren. leider weiß ich bis heut nicht, was ihm eigentlich fehlte. er hatte einen ziemlich aufgeblähten bauch, aber den hatte er eigentlich immer mehr oder weniger, da sich meine ziegen tagsüber frei draußen bewegen können und alles gefressen haben, was sie so finden. 3 wochen vor seinem tod hat er sich ein auge irgendwo ausgestoßen oder ist es möglicherweise geplatzt? ich weiß es nicht. der tierarzt hat das nur insofern behandelt, dass er ein wundspray dagelassen hatte. zu dieser zeit und schon etwa 2 wochen vorher hat er sehr viel getrunken und auch dementsprechend viel ausgeschieden, riesenpfützen. am abend vor seinem tod hat er noch normal gefressen und morgens lag er tot im schnee.
die weibliche ziege ist vermutlich älter als er, ich hab sie seit 13 jahren und sie war damals schon erwachsen. jetzt hat sie schon ziemliche altersbeschwerden, sie kann nur noch langsam gehen, sie hört fast nix mehr und hat auch einen aufgeblähten bauch. wurmkur hab ich im dezember gemacht und bei ihr nochmal vor zwei wochen. sie hat seit einigen tagen anscheinend probleme beim wiederkäuen. in der nacht auf donnerstag hat sie im stall lauter weißen schleim gespuckt. ich war dann abends beim tierarzt, der hat ihr 3 spritzen gegeben und was eingeflößt um den pansen zu stimulieren. er sagte, er kann sonst nix tun, sie wär halt schon so alt. ich massier ihr jetzt täglich zweimal den bauch und denke dass es ihr auch gut tut. sie frisst normal mit appetit.

meine eigentliche frage: wie ist das so, wenn ziegen alt und schwach werden und vielleicht schon krank sind? lässt man sie auch einschläfern wie andere haustiere oder wartet man, bis das tier eingeht? wer hat denn schon mal so alte tiere gehabt und wie war das bei euch?

liebe grüße
impalla


Ziegenpetra
Beiträge: 537
Registriert: 30.01.2004, 17:58

Beitrag von Ziegenpetra »

Hallo
Das ist mit Sicherheit eine Einstellungssache, wie das Tier stirbt, b.z.w gestorben wird.
Für mich ist es auf jeden Fall sehr wichtig, daß ich als Tierhalter dem Tier Leid und Schmerz erspar.
Ciao Petra


Winnie23

ziegentod

Beitrag von Winnie23 »

hallo



ich denke wenn es einmal an der zeit ist dann sollte man den tieren schmerzen ersparen!

ansonsten werden die rentner behandelt wie jede andere ziege auch, doch wenn dem tier nicht merh zu helfen ist dann wird es erlöst.

wenn ne ziege mal ins alter gekommen ist dann finde ich es nicht gut dem tierarzt noch ne menge kohle zu bezahlen wenn das tier früher oder später sowieso in die ewigen jagdgrüde eingeht.

altziegen können auch zu salami verwendet werden, aber da bin ich wohl in einer minderheit unter en forianern die eine altziege verwursten würden.

wenn man nur 2 tiere hat is die beziehung zu den tieren etwas enger bei 25 tieren sieht das dann schon wieder anders aus.

mfg


Bougle
Beiträge: 233
Registriert: 16.12.2005, 11:24

Beitrag von Bougle »

wieso, Salami ist doch gut, aber auch andere Würste aus Ziegenfleisch.


-Johanna-

Beitrag von -Johanna- »

Hallo,

das ist wirklich ein schwieriges Thema und darüber muss sich jeder Halter früher oder später klar werden, was er mit Altziegen macht.

Unsere allererste Ziege habe ich -als sie alt und krank war- und der Bestand am Bersten war einschläfern und entsorgen -Entschuldigt das Wort- einschläfern lassen. Für das Geld hätte ich eine gute neue Milchziege kaufen lassen. Diese Ziege starb in meinem Arm unter vorwurfsvollen Worten des Tierarztes (weil sie noch aus dem Kofferrraum springen konnte) hinterher blutete sie aber aus der Scheide (wahrscheinlich Krebs) und er hats dann doch eingesehen. Endeffekt: Viel Geld, Scheissgefühl, Geheul und Ziege tot.

Die nächste Ziege haben wir schlachten lassen von einem Schlachter, der mir sehr sympatisch war. Die vom Transport aufgeregten Ziegen wurden über Nacht erst mal in einen eingestreuten Laufstall gesperrt und am nächsten Tag geschlachtet. Der Schlachter hält selbst Ziegen und ist ein sehr ruhiger Mensch. Ich war nicht dabei, aber ich bin sicher, dass das ohne Panik, Geschrei und ohne derbe Art abging. Wir haben hinterher das ausgebeinte Fleisch geholt und eingefroren. Endefekt: Schlechtes Gewissen, aber Erleichterung, weil der Stall wieder in Idealbesetzung ist.
Viel gutes ehrlich erfüttertes Fleisch in der Tiefkühltruhe. Natürlich Ziege auch tot.

Was war nun die bessere Lösung???

Ersatzweise könnnte man die Ziege im besten Alter von 3 Jahren verkaufen. Dann bringt sie als Milchziege -vielleicht sogar mit Lämmern bei Fuß- die beste Leistung und das meiste Geld. Die Verantwortung für die Endverwendung könnte man dem Neubesitzer aufdrücken,wenn man sich dann aus der Verantwortung entlässt und sich keine weiteren Gedanken macht, wie es dem Tier dort ergeht.

--
Das ist ein weites Thema wie man das philosophisch sieht. Die einen glauben an Gott, Paradies, Weiterleben, Wiedergeburt, warum soll das für Tiere nicht gelten. Sind sie doch wirklich die unschuldigsten Gesellen unter der Sonne, fern jeder Politik und Ränkeschmiede.

Die anderen glauben, nach dem Tod ist alles zuende. In der Natur werden die jüngsten und die ältesten die Opfer der Raubtiere.

Ich denke, da macht man als Ziegenhalter verschiedene Stadien durch. Die erste Ziege hat sicher einen anderen Stellenwert als die späteren. Deshalb kann man das nicht generell sagen. Ist wie bei den anderen Haustieren. Um zu wissen, wann man zulange gewartet hat, muß man es erst mal erlebt haben. Dem nächsten Tier erspart man das bittere Ende weil man weiß wohin es führt. Immer auch eine Platz- und Einstellungsfrage.

Schöne Grüße -Johanna-


Thomas66
Beiträge: 298
Registriert: 17.11.2004, 14:08

Beitrag von Thomas66 »

Ja.....@winie23 prima Idee... eine 13 Jahre alte Ziege die bei mir wie ein Familienmitglied lebte verwurste ich zu Salami und leg sie mir in den Kühlschrank *shock* aus den Hörnern kann man sich ja auch noch einen schönen Messergriff machen und aus den Klauen und Knochen noch etwas Seife kochen *roll*
Man sollte dem Tier unnötiges Leid ersparen,das ist klar aber wenn man die Ziegen nicht als Nutztiere hält ist es wohl angebrachter keine Salami daraus zu machen!



In diesem Sinne
Thomas66 8)


Achtung vor der Kreatur haben
Inge
Beiträge: 500
Registriert: 04.04.2003, 18:52

Beitrag von Inge »

unsere erste Ziege Else hatten wir 5 Jahre, allerdings war sie schon nicht mehr die Jüngste, als wir sie mit ihrer Tochter Emmi bekamen.
Sie bekam dann in der kalten Jahreszeit immer Husten, der trotz tierärztlicher Behandlung nicht wegging. Als wir dann merkten, dass sie sich jedes Jahr mehr plagte, haben wir ihr dann noch einen schönen Sommer geschenkt und sie dann im Herbst (bevor sie sich wieder plagen musste) schweren Herzens schlachten lassen. Obwohl sie unsere erste und älteste Ziege war, hat die Salami doch gut geschmeckt.
Jetzt ist ihre Tochter Emmi fast 7 Jahre alt, und die Gute bleibt so lange bei uns wie es ihr gutgeht. Sobald wir merken, dass sie das Leben nicht mehr genießen kann, dann wird auch sie beim Metzger landen.
Die Liebe zum Tier schließt für mich den anschließenden Genuss des Fleisches oder der Wurst nicht aus.


Viele Grüße aus dem Spessart
Inge

**********************************
Wesemichshof
Winnie23

@thomas

Beitrag von Winnie23 »

meinungsfreiheit


ich werde schlachten und verwursten braten schmoren und ohne schlechtes gewissen meine ziegen essen

an weihnachten hab ich über die feiertage 5 mal zicklein gegessen echt spitze

bei den gästen in unserer gaststätte kommt zickleinbraten sehr gut an.

achja zu den hörnern die gehen alle nach Ö
zwecks KRAMPUS....

bei mir steht eben der mensch am ende der nahrungskette

wenn das bei dir anders ist kan ich auch nix machen

das war mein letzter beitrag zu diesem thema

ich hab meine meinung und andere leute andere meinungen
wen meine nicht gefällt einfach überlesen

es gibt genug die ähnlich denken wie ich aber die sind nur dünn gesäät hier im forum

mfg


Eifelhexe
Beiträge: 2059
Registriert: 26.05.2002, 00:00

Beitrag von Eifelhexe »

Hallo ihr Lieben
unsere erste Ziege war schon uralt als wir sie bekamen (wir waren halt Greenhorns und der Verkäufer hat uns kommen sehen #bonk# ).
Lisa war noch 3 jahre bei uns und hatte nachher immer breiigen Kot. Eventuell mal gefressenes Getreide kam hinten raus wie es vorne reinging.
Fakt war, sie hatte keine vernünftigen Zähne mehr, wiederkäuen funktionierte nicht mehr, Pansen dann auch nicht....
Sie ist gestorben, aber bei der nächsten "Alten" werde ich vorher nachhelfen und sie schlachten lassen!!!!!
Wenn auch das Fleisch nur für die Hunde sein wird, aber den langen Kampf bis zum Tot lasse ich nicht mehr zu und die teuren € fürs einschläfern....muss nicht sein.


Alles Liebe aus der Eifel,
Uli
PS: Die Natur ist der Balsam gegen die Leiden, die alle jene verursachen, die die Natur misshandeln.
Impalla
Beiträge: 3
Registriert: 14.01.2006, 16:11

Beitrag von Impalla »

danke für eure meinungen. noch eine frage: was ist denn ein normales "alter" für eiine zwergziege? wie alt können diese tiere eigentlich werden?
ich glaub auch, die fleischesser unter uns würden sich an einer etwa 15jährigen zwergziege die zähne ausbeißen. ;-) ich persönlich habe nichts dagegen, wenn jemand seine tiere isst. ich finde (bei guter haltung) das sogar besser, als z.b. schweinefleisch im supermarkt zu kaufen. bei dem eigenen tier weiß man was es gefressen hat und dass es ein (hoffentlich) schönes leben hatte, was man von tieren, deren fleisch man irgendwo gekauft hat, nicht behaupten kann.

meiner "alten" geht es momentan wieder etwas besser, sie frisst gut, meckert auch wieder und läuft sogar bißl rum :-) vielleicht darf sie ja noch einen sommer genießen.

liebe grüße
missdoolittle


Antworten