Moos auf der Weide

Lafayette
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Beitrag von Lafayette »

Na da kommen wir der Lösung doch schon näher.

Es ist also kein "Magerrasenstandort", sondern ein selbstbegrünter Acker.

Leiliche, Du mußt dem ausgelutschten Boden helfen.

Ziegenmist ist durch den hohen Strohanteil u.U. sogar ein Stickstoffzehrer gewesen. Die Bodenbakterien brauchen zur Strohrotte Stickstoff. Die haben sich den Stickstoff aus dem Mist geschnappt. Da ist nichts mehr wirklich für die vorhandenen Pflanzen übriggeblieben.

Mache dringend jetzt eine Bodenprobe und dünge nach Empfehlung. Du wirst sehen, daß dann schon mehr vernünftiger Aufwuchs kommt.

Den Vorschlag von Manfred mit der Nachsaat im Herbst solltest Du auch überdenken. Das bringt Dich schneller ans Ziel.

Klar geht das mit Umpflügen und neu einsäen schneller. Aber mit Geduld und Spucke geht das auch ohne. Ich bin kein Fan von Grünlandumbrüchen. Auch nicht für die Neuansaat.

Grüßle
Lafayette


Bougle
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Beitrag von Bougle »

Bodenprobe um die Versorgung anzuschauen.

Auch mal einsäen, damit auch gewisse Nutzpflanzen wachsen, die man mit Dünger überhaupt fördern kann. Auch etwas Klee mit rein, der bringt Stickstoff.


Anonymous

Beitrag von Anonymous »

Und wie würde man dasselbe Problem bei einem verdichteten Nordhang angehen, der nicht maschinenbefahrbar ist? Wird der Boden durch Ziegenbeweidung automatisch besser? Verschwindet das Moos?


Leiliche
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Beitrag von Leiliche »

Hallo,
vielen Dank für Eure Tips, werde jetzt eine Bodenprobe machen lassen, und dann nach Düngeempfehlung vorgehen. #kuh#

den Gruß entsendet
Andreas


Das Auge des Herrn mästet das Vieh
Lafayette
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Beitrag von Lafayette »

Habermus hat geschrieben:Und wie würde man dasselbe Problem bei einem verdichteten Nordhang angehen, der nicht maschinenbefahrbar ist? Wird der Boden durch Ziegenbeweidung automatisch besser? Verschwindet das Moos?
Hallo Habermus,

das Problem haben wir auch! Obendrein noch NSG.
Die ehemaligen Weinberge und Obststücke sind allerdings schon lange nicht mehr intensiv genutzt worden. Ich denke, daß es nicht unbedingt Verdichtungen sind, sondern einfach die geringe Sonneneinstrahlung.

Es wird durch die Ziegenbeweidung jedes Jahr etwas besser. Wir beobachten das jetzt seit 7 Jahren. Ganz weggehen wird es wohl nie.
Der Vertritt durch die Ziegenklauen lockert das Moos schon ganz gut auf. Im Sommer vertrocknet dann auch ein Teil davon.

Grüßle
Lafayette


Tandgrisner
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Beitrag von Tandgrisner »

Moos auf der Weide ist wie Moos im Rasen oft ein Zeichen von Stickstoffmangel. Das Gras kann nicht gut wachsen und damit hat das Moos gute Bedingungen. Darum hat bei Heinz auch der Stickstoffdünger so gut gewirkt. Den Stickstoffgehalt eines Bodens kann man durch eine Bodenanalyse nicht bestimmen, da ein Teil des Stickstoffs leicht löslich ist (so genannter Nmin) und damit leicht ausgewaschen wird. Der Nmin-Status hängt damit hauptsächlich von den Niederschlägen ab, die in den letzten Monaten gefallen sind. Der andere Teil des Stickstoffs ist organisch gebunden und die Mineralisierung und damit Pflanzenverfügbarkeit hängt unter anderem von der Temperatur ab, auch dies kann eine Bodenanalyse nicht erfassen.

Aber von Bedarf an Stickstoff kann man hier sicher ausgehen. Also entweder mineralischen Stickstoffdünger (Ein Landwirt würde im Frühjahr so 50 kg N pro Hektar geben, man kann ja mal vorsichtig die Hälfte davon geben) oder wenn man dies aus weltanschaulichen Gründen nicht will, sollte man versuchen die stickstoffbindenden Leguminosen, vor allem den Weißklee zu fördern, und jetzt im Frühjahr reinen Weißklee oder eine weißkleehaltige Weidemischung nachzusäen.


Manfred
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Beitrag von Manfred »

Das stimmt natürlich, aber eine Orintierung an der Düngeempfehlung nach Nmin dürfte immer noch eine bessere Näherung sein als eine Düngung nach Gusto. Sonst könnte man sich die Beprobung ja auch sparen. Bei einmalig 50 kg N / ha hält sich das Risiko ja in deutichen Grenzen, die Empfehlung würde wohl höher ausfallen. Aber es gibt ja noch andere Nährstoffe die man nicht vernachlässigen sollte.

Mit den zwei Grundmaßnahmen regelmäßige (jährliche) Nachsaat + Düngung nach Empfehlung kann man die allermeisten Flächen gut in Schuss halten.
Wer keine Maschinen hat, oder wenn die Flächen nicht befahrbar sind, kann sich auch gut so behelfen: Eine Woche bevor die Tiere von der Fläche genommen werden per Handsähmaschine übersähen. Die Tiere treten dann in den verbleibenden Tagen einen großen Teil der Samen fest, was die Keimergebnisse dank Bodenschluss deutlich verbessert.
Weißklee ist auf extensivem Grünland als Stickstoffsammler nicht zu unterschätzen. Wenn keine Pferde auf der Fläche gehalten werden, sollte man den Weißklee auf jeden Fall fördern (Falls nicht ausreichend vorhanden nachsäen. Den ersten Schnitt nicht zu spät machen, weil der Weißklee Beschattung durch langes Gras schlecht verträgt).


Leiliche
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Beitrag von Leiliche »

Hallo,
nun ist das Ergebnis der Bodenprobe da, meine Wiese ist Luxus versorgt.
Ph 6,9
Kali, Phosphor,Magnesit im Bereich E (Luxusversorgung)

Habe vor 10 Tagen, Magnesia-Kainit und Perlka (Kalkstickstoff) ausgebracht, das Moos ist weg, und sobald es regnet wird nachgesät.

den Gruß entsendet
Andreas


Das Auge des Herrn mästet das Vieh
Lafayette
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Beitrag von Lafayette »

Hallo Andreas,

öhm, warum hast Du Magnesia Kainit gedüngt, wenn genau diese Nährstoffe schon mehr wie ausreichend vorhanden waren *grübel*, oder habe ich jetzt was nicht verstanden?

Grüßle
Lafayette


Leiliche
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Beitrag von Leiliche »

Hallo,
Das Magnesia-Kainit, habe ich ausgebracht bevor ich das Ergebnis der Bodenprobe hatte.
Im schwäbischen sagt man dazu "die Miste gedüngt", aber das Moos ging durch das Magnesia-Kainit weg.
Dazu soll es das Futter schmackhafter machen, wegen den darin enthaltenen Salzen.

den Gruß entsendet
Andreas


Das Auge des Herrn mästet das Vieh
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