Schafnetz richtig aufstellen?????
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Ziegenhund
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- Registriert: 20.09.2006, 09:18
Hallo,
Ich habe doch auch eine Mutter mit 2 Kitzen gekauft. Die mutter kannte den E-zaun und hat abstand gehalten. Die beiden kitze haben es genau 4 mal probiert gleich die ersten 2 Tage ! Sie haben zwar jämerlich geschrien und sind gleich an Euter,aber jetzt halten sie 10 cm Abstand beim fressen. Also bis jetzt bin ich mit den E-netzen zu frieden !
Gruß heinz
Ich habe doch auch eine Mutter mit 2 Kitzen gekauft. Die mutter kannte den E-zaun und hat abstand gehalten. Die beiden kitze haben es genau 4 mal probiert gleich die ersten 2 Tage ! Sie haben zwar jämerlich geschrien und sind gleich an Euter,aber jetzt halten sie 10 cm Abstand beim fressen. Also bis jetzt bin ich mit den E-netzen zu frieden !
Gruß heinz
Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen,müßen die Tiere fühlen,das Menschen nicht denken!!
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Anonymous
Da fallen mir zwei Sachen zu ein:Leiliche hat geschrieben: Kaufe Dir lieber Geflügelnetze von Euronetz oder Ovinet Höhe 105-112cm
Maschenweite von unten nach oben 5cm 5cm 5cm 10 cm 10cm 10 cm und dann 15 cm da Bleiben keine Kitze drin hängen weil sie mit dem Kopf gar nicht durchkommen.
1. Ovinet: wir haben zwei 112er Ovinets im Einsatz, die wir seinerzeit für unsere Gänse angeschafft hatten. Qualitativ finde ich sie nicht so toll. Diese Netze haben nämlich nur 3 dünne Leiter, für grössere Einzäunungen mit mehr als 2 Netzen nicht wirklich brauchbar. Die geringe Leiterzahl bringt noch ein weiteres Problem mit sich: wenn starke Zaungeräte eingesetzt werden, brennen die Leiter mit der Zeit durch :-(
2. Geflügelnetz: was die Lammsicherheit angeht, eine tolle Idee. Da die stromführenden Leiter bei dieser Netzart aber extrem dicht am Boden sind, hat man u.U. arg mit Ableitungen durch Bewuchs bzw. bei Durchhängen des Netzes zu tun. Und was sind bei den sowieso zum Durchhängen neigenden Weidenetzen 5cm? Wir behelfen uns bei diesen Netzen so, dass wir uns Kunstoffsteckpfähle besorgt haben, die wir in die Mitte der Felder dazustecken.
Michael
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Anonymous
Jetzt ist es schon soweit, dass ich mich selbst zitiere #engel#Cybister hat geschrieben: 2. Geflügelnetz: was die Lammsicherheit angeht, eine tolle Idee.
Michael
Zum Geflügelnetz habe ich noch eine Ergänzung: die Dinger sind Todesfallen für Kröten. Wir haben gestern 6 Erdkrötenleichen aus dem Netz geholt. Die untere Litze ist einfach zu dicht am Boden, so dass die Kerlchen durch den Elektrozaun getötet werden #daumen_runter#
Ich werde also die Tage das auf der Weide noch stehende durch ein weiteres Livestock-Netz austauschen müssen...
Mist,
Michael
Servus
Wenn Cybister Kröten auf seiner Ziegenweide hat, klingt das irgendwie nach Feuchtgebiet. Das aber ist kein idealer Platz für eine Ziegenweide, denn es besteht die Gefahr von Parasitenbefall.
Hat zwar mit dem angesprochenen Thema nichts zu tun, war nur so eine Nebenbemerkung. Nun aber wieder zum Schafsnetz.
Unsere Ziegenweide wird von einem Naturgehölzstreifen zur Straße hin abgegrenzt. Dahinter ist dann noch ein Maschendrahtzaun. Zu diesem Gebüsch - es stehen auch einige Bäume dazwischen - haben die Ziegen keinen andauernden Zutritt, sonst gäbe es diesen natürlichen Sicht- und Lärmschutz nicht mehr. Ich lasse aber immer wieder einzelne Tiere unter Aufsicht in das Gehölz zum Auslichten und Rasenmähen.
Ihr könnt euch vorstellen was das für eine Freude für die Auserwählten ist und welche Qualen die auf der Weide verbliebenen Ziegen erdulden müssen. Während ich also auf die landschaftspflegenden Ziegen aufgepasst habe und mich gleichzeitig am Schafsnetz zu schaffen machte, konnte eine Jungziege einfach nicht wiederstehen, ebenfalls nach draussen zu gelangen und verfing sich prompt im Netz. Dieses war freilich abgeschaltet weil ich daran hantierte. So schnell konnte ich gar nicht schauen und fast alle Ziegen liefen aufgeregt durch das Unterholz, nur eben die Kleine nicht, die die Bresche geschlagen hatte und mühsam aus ihrer misslichen Lage befreit werden musste.
Ich muss sagen, ich war richtig zornig auf die Gesamtsituation und bestrafte die Kleine - etwas über ein Jahr alt - mit zwei drei Stromstößen - bevor sie von meiner Freundin befreit wurde. Ich bekam für meine Maßregelung allerdings auch Schimpfe. Das hielt mich aber nicht davon ab, dass ich unsere Resi, so heisst das vorwitzige Ding, danach auch noch ein paar mal an das stromführende Netz hielt, bis wir beide genug hatten. Bei so einer Prozedur bekommt man selbst nämlich auch etwas ab, vor allem wenn man direkten Kontakt mit dem Netz bekommt. Ich hoffe, Resi wird sich das nun für einige Zeit merken und ich, dass das Netz immer eingeschaltet sein muss, wenn sich die Ziegen auf beiden Seiten der Umzäunung aufhalten.
Wie ich überhaupt sagen muss, dass sich einzelne Ziegen nie freiwillig von der Herde davonmachen. Selbst jene einzelnen Ziegen, die ich ins Gebüsch lasse, kommen mir nachgerannt, wenn ich weggehe. Sie halten es in "Freiheit" nur aus, wenn sie zu zweit oder zu dritt sind. Dann streiten sie sich zwar um jedes Blättlein, sind dabei aber guter Dinge.
Wenn Cybister Kröten auf seiner Ziegenweide hat, klingt das irgendwie nach Feuchtgebiet. Das aber ist kein idealer Platz für eine Ziegenweide, denn es besteht die Gefahr von Parasitenbefall.
Hat zwar mit dem angesprochenen Thema nichts zu tun, war nur so eine Nebenbemerkung. Nun aber wieder zum Schafsnetz.
Unsere Ziegenweide wird von einem Naturgehölzstreifen zur Straße hin abgegrenzt. Dahinter ist dann noch ein Maschendrahtzaun. Zu diesem Gebüsch - es stehen auch einige Bäume dazwischen - haben die Ziegen keinen andauernden Zutritt, sonst gäbe es diesen natürlichen Sicht- und Lärmschutz nicht mehr. Ich lasse aber immer wieder einzelne Tiere unter Aufsicht in das Gehölz zum Auslichten und Rasenmähen.
Ihr könnt euch vorstellen was das für eine Freude für die Auserwählten ist und welche Qualen die auf der Weide verbliebenen Ziegen erdulden müssen. Während ich also auf die landschaftspflegenden Ziegen aufgepasst habe und mich gleichzeitig am Schafsnetz zu schaffen machte, konnte eine Jungziege einfach nicht wiederstehen, ebenfalls nach draussen zu gelangen und verfing sich prompt im Netz. Dieses war freilich abgeschaltet weil ich daran hantierte. So schnell konnte ich gar nicht schauen und fast alle Ziegen liefen aufgeregt durch das Unterholz, nur eben die Kleine nicht, die die Bresche geschlagen hatte und mühsam aus ihrer misslichen Lage befreit werden musste.
Ich muss sagen, ich war richtig zornig auf die Gesamtsituation und bestrafte die Kleine - etwas über ein Jahr alt - mit zwei drei Stromstößen - bevor sie von meiner Freundin befreit wurde. Ich bekam für meine Maßregelung allerdings auch Schimpfe. Das hielt mich aber nicht davon ab, dass ich unsere Resi, so heisst das vorwitzige Ding, danach auch noch ein paar mal an das stromführende Netz hielt, bis wir beide genug hatten. Bei so einer Prozedur bekommt man selbst nämlich auch etwas ab, vor allem wenn man direkten Kontakt mit dem Netz bekommt. Ich hoffe, Resi wird sich das nun für einige Zeit merken und ich, dass das Netz immer eingeschaltet sein muss, wenn sich die Ziegen auf beiden Seiten der Umzäunung aufhalten.
Wie ich überhaupt sagen muss, dass sich einzelne Ziegen nie freiwillig von der Herde davonmachen. Selbst jene einzelnen Ziegen, die ich ins Gebüsch lasse, kommen mir nachgerannt, wenn ich weggehe. Sie halten es in "Freiheit" nur aus, wenn sie zu zweit oder zu dritt sind. Dann streiten sie sich zwar um jedes Blättlein, sind dabei aber guter Dinge.
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Anonymous
Bevor sich einer Gedanken macht: meine Geissen haben *keine* Schwimmhäute und Quaken auch nicht zur Begrüssung.Fridolin hat geschrieben: Wenn Cybister Kröten auf seiner Ziegenweide hat, klingt das irgendwie nach Feuchtgebiet. Das aber ist kein idealer Platz für eine Ziegenweide, denn es besteht die Gefahr von Parasitenbefall.
Die Wiese ist trocken, Kröten sind aber nun mal nicht an Wasser gebunden und kommen auf fast allen Flächen vor, auf denen es lecker Schnecken etc.pp gibt. Am Rand meiner Fläche läuft ein kleines Bächlein entlang, das wars aber auch schon mit Wasser.
Mi"meine Weide ist trocken"chael
Hallo,
hatten auch schon Erdkröten auf nem trocknem Hang.
(Alpensalamander auf der Weide, nicht im Netz, eigentlich liegen wir viel zu tief für Alpensalamander.)
Glaube aber doch an eine positive "Ökobilanz", man sieht immer die großen Tiere, mit den Ziegen sind aber auch viele der Kleinsten gefördert. Wenns ein Bläuling, Tiegerspinne ist sagen wir ahh, bei einem glanzlosem Käfer ihh. Sind aber alle wichtig. Wenn genug Futter für Erdkröten wächst, sind auch welche da, trotz E-Zaun. Ein Problem der modernen Zeiten in der Landwirtschaft sind nicht die getöteten Tiere, sondern die schwindenden Lebensräume. Welches Nektar trinkende Insekt, schaft die Flucht, wenn 10 Hektar am Stück gemäht werden?
Gruß
Werner
Werner
hatten auch schon Erdkröten auf nem trocknem Hang.
(Alpensalamander auf der Weide, nicht im Netz, eigentlich liegen wir viel zu tief für Alpensalamander.)
Glaube aber doch an eine positive "Ökobilanz", man sieht immer die großen Tiere, mit den Ziegen sind aber auch viele der Kleinsten gefördert. Wenns ein Bläuling, Tiegerspinne ist sagen wir ahh, bei einem glanzlosem Käfer ihh. Sind aber alle wichtig. Wenn genug Futter für Erdkröten wächst, sind auch welche da, trotz E-Zaun. Ein Problem der modernen Zeiten in der Landwirtschaft sind nicht die getöteten Tiere, sondern die schwindenden Lebensräume. Welches Nektar trinkende Insekt, schaft die Flucht, wenn 10 Hektar am Stück gemäht werden?
Gruß
Werner
Werner
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Roland Müller
- Beiträge: 93
- Registriert: 01.11.2006, 15:36
Hallo zusammen,
also ich habe mit Netzen auch gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Die schlechten damit, daß die ein oder andere Ziege, die ich neu gekauft habe, genauso wie die neuen Lämmer noch keinen Elektrozaun kennen, wenn es im Frühjahr das erste Mal auf die Weide geht. Meistens springen sie beim ersten Zaunkontakt rückwärts weg und probieren es max. noch einmal aus. Ich hatte aber auch schon eine Ziege, die mit Hörnern einen Satz vorwärts machte und sich verfing. Daher sind wir beim ersten Auftrieb immer mit 2 Mann solange da, bis alle neuen Tiere mindestens einmal Kontakt hatten. Wenn so etwas passiert sofort Strom aus, einer hält die Ziege fest, der andere entwirrt das Netz.
Zu OVI-Netzen: Ich habe noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Trotz "nur" 3 Leitern, ist die Stromschlagqualität absolut ausreichend. Ich hänge bis zu 7 Netzen aneinander und das geht ohne Probleme. Ich habe auch ein schlagkräftiges Gerät, daß allerdings die Litzen mit der Zeit durchbrennen sollen, wie oben beschrieben, habe ich noch nicht festgestellt (meine ältesten OVI-Netze sind 5 Jahre alt und von April bis November im Dauereinsatz).
Seit 2 Jahren arbeite ich auch mit sog. HUCK-Netzen der Sächsischen Netzwerke. Die Querdrähte sind hier nicht wie bei anderen Netzen gedrillt, sondern gewoben. Dies hat den riesigen Vorteil, daß sie extrem dehnbar sind. Diese Netze stehen bei jedem Wetter wie eine Wand. Zudem gehen sie bei Bodenunebenheiten sehr gut mit.
An Stellen wo ein Netz doch mal hänht oder in der Luft schwebt, setze ich zusätzliche Zaunpfähle ein, die man beim Netzhersteller oder Vertreiber billig (ca. 2,50 €/Stück) als Ersatzpfähle kaufen kann. Diese sind meist auch in einer anderen Farbe, so daß man sie vor dem Abbau optisch sofort sieht und vorab wieder herausziehen kann, bevor man das eigentliche Netz abbaut.
Insgesamt gesehen sind Elektronetze die praktischste Alternative für mich. Da ich meine ca. 4 Hektar Wiesen immer wechselnd mal zur Heugewinnung oder zur Beweidung nutze, könnte ich gar nicht alles einzäunen und dann auch noch in Portionsweiden teilen.
Übrigens: Kaputte Netze, sei es durch Gewalt oder weil ein Tier es zerrissen hat kann man bei kleineren Löchern mit dem jedem neuen Netz mitgelieferten Reparaturset flicken (bei OVI-Netzen immer dabei) oder aber, bei größeren Schäden mit ein wenig handwerklichem Geschick entsprechend kürzen und weiternutzen, schließlich passt das letze zu stellende Netz i.d.R. eh nie ganz genau in die Lücke sondern überlappt mehr oder weniger.
Grüße aus dem Hessischen,
Roland
also ich habe mit Netzen auch gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Die schlechten damit, daß die ein oder andere Ziege, die ich neu gekauft habe, genauso wie die neuen Lämmer noch keinen Elektrozaun kennen, wenn es im Frühjahr das erste Mal auf die Weide geht. Meistens springen sie beim ersten Zaunkontakt rückwärts weg und probieren es max. noch einmal aus. Ich hatte aber auch schon eine Ziege, die mit Hörnern einen Satz vorwärts machte und sich verfing. Daher sind wir beim ersten Auftrieb immer mit 2 Mann solange da, bis alle neuen Tiere mindestens einmal Kontakt hatten. Wenn so etwas passiert sofort Strom aus, einer hält die Ziege fest, der andere entwirrt das Netz.
Zu OVI-Netzen: Ich habe noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Trotz "nur" 3 Leitern, ist die Stromschlagqualität absolut ausreichend. Ich hänge bis zu 7 Netzen aneinander und das geht ohne Probleme. Ich habe auch ein schlagkräftiges Gerät, daß allerdings die Litzen mit der Zeit durchbrennen sollen, wie oben beschrieben, habe ich noch nicht festgestellt (meine ältesten OVI-Netze sind 5 Jahre alt und von April bis November im Dauereinsatz).
Seit 2 Jahren arbeite ich auch mit sog. HUCK-Netzen der Sächsischen Netzwerke. Die Querdrähte sind hier nicht wie bei anderen Netzen gedrillt, sondern gewoben. Dies hat den riesigen Vorteil, daß sie extrem dehnbar sind. Diese Netze stehen bei jedem Wetter wie eine Wand. Zudem gehen sie bei Bodenunebenheiten sehr gut mit.
An Stellen wo ein Netz doch mal hänht oder in der Luft schwebt, setze ich zusätzliche Zaunpfähle ein, die man beim Netzhersteller oder Vertreiber billig (ca. 2,50 €/Stück) als Ersatzpfähle kaufen kann. Diese sind meist auch in einer anderen Farbe, so daß man sie vor dem Abbau optisch sofort sieht und vorab wieder herausziehen kann, bevor man das eigentliche Netz abbaut.
Insgesamt gesehen sind Elektronetze die praktischste Alternative für mich. Da ich meine ca. 4 Hektar Wiesen immer wechselnd mal zur Heugewinnung oder zur Beweidung nutze, könnte ich gar nicht alles einzäunen und dann auch noch in Portionsweiden teilen.
Übrigens: Kaputte Netze, sei es durch Gewalt oder weil ein Tier es zerrissen hat kann man bei kleineren Löchern mit dem jedem neuen Netz mitgelieferten Reparaturset flicken (bei OVI-Netzen immer dabei) oder aber, bei größeren Schäden mit ein wenig handwerklichem Geschick entsprechend kürzen und weiternutzen, schließlich passt das letze zu stellende Netz i.d.R. eh nie ganz genau in die Lücke sondern überlappt mehr oder weniger.
Grüße aus dem Hessischen,
Roland
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Der Mangel an Urteilskraft ist Das, was man Dummheit nennt. Und einem solchen Gebrechen ist nicht abzuhelfen.
Immanuel Kant
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Der Mangel an Urteilskraft ist Das, was man Dummheit nennt. Und einem solchen Gebrechen ist nicht abzuhelfen.
Immanuel Kant
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Susanne M.
- Beiträge: 1053
- Registriert: 26.06.2005, 15:34