Staketenzaun

YetiNebelwald
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Registriert: 16.05.2007, 18:03

Beitrag von YetiNebelwald »

Hallo Ihrs, ich glaube es gab ein paar Verständisproblemchen oder ich bin mit meinen Überlegungen einfach schon wieder weiter als ich im Forum aktualisieren könnte.
Schon nach Birgits Antwort
habe ich mir gerade so einen Staketenzaun mal angeschaut. Schön ist er, aber ich denke, der taugt nicht für Ziegen. Besonders stabil wirkt er auf mich nicht und die Lücken provozieren zum Klettern, denn alles was man dahinter sieht schmeckt garantiert besser
hat mich schon von der Idee abgebracht.
YetiNebelwald Jau, so ein massiver Holzzaun kann schon was kosten. Ein neuer Staketenzaun ist viel zu teuer. Und hält wahrscheinlich auch nicht so gut.
Mit Schwartenbrettern einen Zaun? Klingt super, wie hoch war der denn dann? Und mit eingeschlagenen Holzpfosten?

Die Idee und der Erfahrungsbericht von ClaudiaH mit den Schwartenbrettern gefällt mir gut.
Nur würde ich den Zaun nicht wie vorgeschlagen bauen
Die Bretter sollten an allen Stellen so weit auseinander sein, daß eine Ziege, die ihren Kopf seitlich hineinschiebt, nicht stecken bleiben kann.
sondern die Schwartenbretter eng aneinanderliegend, schön jedes Brett ansehen und den richtigen Ort und Nachbarbrett dafür suchen.


Osiris, ja ich habe auch gemerkt, dass man sich blöd blechen kann...

Buren-IZ bzw. Bernd - welche Fläche hast du denn mit dem Zaun umschlossen, und ist unten Beton? Ich hoffe von der waagerechte Leiste oben drauf kann das Wasser abfließen..

Fridolin - meinst du jetzt mit hübsch aber nicht ziegensicher einen Staketen- oder Schwartenzaun?

Querlattung als bequeme Aufstiegshilfe
Das Problem kenne ich aber auch bei Drahtzäunen.
Daher würde ich die Schwartenbretter wie eine Wand innen dicht an dicht waagerecht anschrauben und außen zwischen den Pfosten Querlatten (Diagonal) anbringen. Dann drücken die Ziegen die Bretter an die Pfosten und nicht die Schrauben/Nägel raus.
Oder hält es ClaudiaH?
Aus optischen Gründen hatten wir die Bretter ohnehin von außen angebaut

Und Habermus ich verstehe deinen Angriff nicht. Vielleicht ist es auch keiner. Deine Weide ist sicher optimal, und nen Wald hätte ich auch gerne - aber von dem Staketenzaun bin ich weg. Vielleicht war das nicht deutlich.
Und die Wanderschaft muß noch ein paar Jahre warten, leider aber sie wird nicht vergessen.


Der kleine grüne Mann in meinem Kopf fragt mich woher ich weiß, dass er grün sei....

Freund des Pukas
Anonymous

Beitrag von Anonymous »

YetiNebelwald hat geschrieben:Und Habermus ich verstehe deinen Angriff nicht. Vielleicht ist es auch keiner. Deine Weide ist sicher optimal, und nen Wald hätte ich auch gerne - aber von dem Staketenzaun bin ich weg. Vielleicht war das nicht deutlich.
Und die Wanderschaft muß noch ein paar Jahre warten, leider aber sie wird nicht vergessen.
Nein, es war kein Angriff ;-) Sondern rein informativ: wie groß ist das Gelände, auf dem du die Ziegen halten möchtest? Egal ob Staketenzaun oder Schwarten, besonders groß kann ein Gelände nicht sein, wenn man es fest einzäunen kann. Deswegen der Vorschlag sich nach einer Pachtweide umzusehen, schon wegen der Parasitenbelastung wirst du auf kleinem Raum ohne Ausweichmöglichkeit Probleme bekommen. Ich zahle für meine Weide z.B. garnichts.
Wegen der Schwarten: es wird schwierig, die dicht zu nageln, ich hab das schonmal im Stall versucht. Und im Freien finde ich es unschön, den Zaun so dicht zu machen daß man nicht mehr durchgucken kann. Und Schwarten sind auch nicht wirklich preiswert. Als festen Zaun finde ich immernoch einen Wildzaun am besten - mit 1-2 Stromlitzen kombiníert.


Fridolin
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Beitrag von Fridolin »

@Yeti

Auch wenn Deine Weide noch so groß ist, irgendwann ist sie abgeweidet und mit Kot und Urin durchtränkt, wenn Du kein Weidemanagement betreibst. Auf einer begrenzten Fläche ist das das Um und Auf einer gesunden Ziegenhaltung. Ohne Portionsweiden lässt sich das nicht ordentlich machen.

Ich stelle Dir ein Bild meiner Weide herein, als ich noch mit Litzendrähten arbeitete, die ich inzwischen gegen Schafnetze ausgetauscht habe.

Im Vordergrund siehst Du eine abgeweidete Fläche, im Hintergrund bereits die vorbereitete nächste frische Weide. Dahinter ist dann noch Platz für zwei weitere Portionsweiden.

Bild

Wenn Du genau schaust, siehst Du besonders im rechten Teil des Bildes - dort wo der Zugang zur Weide ist - dass dort Flächen sind, die nicht abgefressen wurden. Leider sieht man auf diesem Bild nicht, dass der äußerst rechte Teil überhaupt nicht abgeweidet sondern das Gras nur niedergetrampelt wurde. Du siehst auch keine einzige Ziege beim Fressen, lediglich eines unserer beiden Schafe bemüht sich noch. Es war also höchste Zeit zum Wechsel. Auf dem linken Bildteil siehst Du übrigens abgefressene Äste von unseren Bäumen und Sträuchern, die wir immer wieder zufüttern. Ganz im Vordergrund übrigens ein ganz normaler Maschendrahtzaun unseres Nachbarn, der mit Litzendrähten abgesichert ist, sonst wären die Ziegen dort schon längst drübergestiegen.

Auf dem nächsten Bild siehst Du die Szene aus einer anderen Perspektive. Im Vordergrund sieht man einige Kahlstellen bzw. wächst dort das Gras nicht so hoch wie dahinter. Das ist nämlich auch der Zugang zu den weiter rechts liegenden Portionsweiden, der sich im Laufe des Vorjahres nicht richtig erholen konnte. Prompt ist dort ein Streifen entstanden, der als Weide nutzlos geworden ist. Im heurigen Jahr habe ich diesen Bereich daher ausgespart, damit er sich erholen kann. Mit einer festen Umzäunung bist Du einfach nicht flexibel genug, um solche Mätzchen zu spielen.

Bild

Ich hoffe Du kannst Dir aus diesen Beispielen einen Reim machen.

Servus


Nicola
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Beitrag von Nicola »

Hallo,
mal eine andere Frage: dieser mobile Stall ist ja wohl einfach nur geil!!!

Ist er auf einen normalen PKW-Hänger gebaut?
Wie stabil (=windsicher) ist das Ding?
Wie sichert ihr ab?(Spannseile oä?)
Kannst du mir Maße nennen?

Liebe Grüße
Nicola


Man sollte nicht anstreben, über den Dingen zu stehen, sondern viel mehr versuchen, ein Teil von ihnen zu werden.
unsere neue Homepage: http://www.hundepension-berg.de !!!!!!
Fridolin
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Beitrag von Fridolin »

Liebe Nicole

Den habe ich auf einem Dachboden gefunden. Das war sicherlich kein Autoanhänger sondern ein Handwagen, der mit einem Griffbügel geschoben wurde. Den Oberteil habe ich in einem architektonischen Anfall selbst ersonnen und aufgebaut.

Steher hat er nur an der Griffseite, die sind aber auch schon ganz schön verbogen. Deshalb unterlege ich dieses Konstrukt vorne und hinten mit jeweils einem großen Hohlziegelstein. Zur Fortbewegung entfernt man die Ziegelsteine, kippt den Hänger nach vorne, sodass die hinteren Steher in die Höhe gehen und schiebt das Ungetüm vor sich hin. Eine Wanderung würde ich damit aber nicht unternehmen. Gerade bei den Jungziegen ist dieses Gestell sehr beliebt. Auf dem Bild schickt sich unser Fridolin gerade an, in den Wagen zu steigen, große Skepsis daher in der oberen Etage. Die Kleinen oben könnten sich relativ sicher fühlen, denn Fridolin ist zu groß um auf das Obergeschoß zu kommen. Allerdings wird es oben relativ ungemütlich, wenn Fridolin von unten mit seinen Hörnern an die Decke schlägt. Die Flücht erfolgt dann nach vorne weg, wo es offen ist.

Bild


Anonymous

Beitrag von Anonymous »

@Fridolin: Ich habe auch noch eine Frage: wieviel Tage sind bei dir die Ziegen auf einer "Portion" der Weide? Wieviel Tiere? Und wie lange "ruht" eine bereits beweidete Fläche?


ClaudiaH
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Beitrag von ClaudiaH »

Hallo,

auch wenn es sich für uns Ziegenirre fast lächerlich anhört: alle drei Meter Pfosten rein, Schwarte rangeschraubt, fertig. Nix mit Querlatten oder diagonal....Ich hatte eine Stelle, wo mir die Kitze durchgekrabbelt sind, da hab ich nur ein Stückchen Maschendraht vorgenagelt. Das war's dann. Die Ziegen hätten eh nur auf die Bretter steigen können, aber die wollten gar nicht. Wenn man die Bretter ganz eng zusammen setzt. braucht man eine Menge mehr.

Yeti, wieviel Fläche willst du denn einzäunen? (Sorry, falls ich das oben überlesen haben sollte. Und überhaupt, hast du auch einen Vornamen?)

Liebe Grüße,
Claudia

PS: Ich schau doch noch mal nach einem Foto.


Fridolin
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Beitrag von Fridolin »

Servus Lynni
@Fridolin: Ich habe auch noch eine Frage: wieviel Tage sind bei dir die Ziegen auf einer "Portion" der Weide? Wieviel Tiere? Und wie lange "ruht" eine bereits beweidete Fläche?
Zur Zeit haben wir 9 Ziegen (davon 3 ZZ) und zwei Schafe, also 11 Tiere. Mit einer Teilfläche komme ich so ca. 1 bis 1 1/2 Wochen aus. Allerdings auch nur dann, wenn ich so eine Portionsweide täglich erweitere. Das geht natürlich nur mit den sehr flexiblen Schafsnetzen, weswegen ich von diesen ja auch so begeistert bin.

Ich habe nämlich - wie in meinem obigen Beitrag beschrieben - die schlechte Erfahrung machen müssen, dass die Ziegen den vorderen - also den Zugangsbereich - schlecht abfressen, weil sie dort immer drüberrennen und das Gras niedertrampeln.

Ich habe mir daher überlegt wie ich dem beikommen könnte und bin auf eine grenzgeniale Idee gekommen.

Bild

Stell Dir also die erste linke Weide - die auf dem obigen Bild - vor. Auf der linken Seite und hinten ist sie von einem Weidenetz nach außen hin fix abgegrenzt. Nach rechts - also zur nächsten freien Weide - beginne ich mit dem Netz mit der vollen Breite und stecke dann das Netz stufenförmig nach links - also jede Stange um ein Feld nach innen versetzt. Das nicht benötigte Schafsnetz - es ist 50 Meter lang - lasse ich - damit keine Litze am Boden anstreift - abgespannt ins Leere laufen. Wenn dann nach spätestens 3 Tagen (kann natürlich auch schon nach 2 Tagen sein) der freigegebene Bereich schön abgefressen ist, setze ich die erste nach links versetzte Stange nach rechts - also nach außen und gebe somit einen frischen Teilbereich frei. Am nächsten Tag versetze ich die zweite Stange und danach die dritte und vierte. Dann bin ich aber schon mit der Hälfte meines ersten Teiles der Portionsweide fertig und beginne mit dem gleichen Spielchen ab der Mitte des ersten Feldes.

Ist die erste Teilfläche dann abgeweidet, mähe ich diese Wiese ganz kurz mit einem alten Rasenmäher nieder, damit nur ja kein einziger Halm höher als 1 cm stehen bleibt und sperre diese abgemähte Fläche mit diesem Schafsnetz ab. Nun kommt die 2. rechts liegende Weide dran, die ich wieder auf deren rechten Seite mit meiner "patentierten" Stufennetzaufstellung nach und nach freigebe.

Insgesamt kann ich auf dieser Wiese 4 solcher Portionsweiden aufstellen, ich komme also nach gut 1 1/2 Monaten wieder auf die erste Weide, wo das Futter dann hoffentlich hoch genug gewachsen ist. Zum Herbst hin wächst das Gras dann immer langsamer, deshalb weiche ich dann zu meiner, auf der anderen Seite des Geheges hin gelegenen, Heuwiese aus, wo ich die Tiere nach der 2. Mahd dann ebenfalls weiden lasse. Natürlich auch nach meinem System.

Ich hoffe, ich konnte dieses System einigermaßen verständlich beschreiben, ich werde aber gerne bei Bedarf ein erklärendes Bild - muss erst eines schießen - hier hereinstellen.


Anonymous

Beitrag von Anonymous »

Hm, doch, ich kann es mir vorstellen. Aber das funzt nur bei einer reinen Wiese, so wie du sie hast - mit dem Nachteil, daß du Äste bringen mußt. In schwierigem Gelände mit Sträuchen und Bäumen, komm ich so nicht weiter. Ich erweiter die Weide ca. alle 1-2 Wochen (je nach Gelände).


RoteRübe
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Registriert: 27.12.2005, 16:03

Beitrag von RoteRübe »

Ich habe mich jahrelang penibel an die Anweisung von Arnold/Reibetanz ("Alles für die Ziege") gehalten: "...auf keinen Fall länger als 5 Tage auf dem gleichen Stück Wiese weiden" , da sich bei einigen Wurmarten nach 5 Tagen bereits neue Larven bilden. Wiederbeweidung frühestens nach 6 Wochen.
Umsteckvorschlag von A./R. :

Den gescannten Auszug an dieser Stelle aus dem o.g. Buch mussten wir leider aus urheberrechtlichen Gründen entfernen. Gruß Sven

Nachdem ich bei meinen 4 "Meckerern" praktisch keine Wurmprobleme mehr habe, nehme ich`s denn nicht mehr so genau und stecke meine zwei 50m-Elektrozäune jede Woche einmal komplett um (also ohne kleine Portionsweiden). Arbeitsersparend und funktioniert ganz gut...
Schönen Gruß
Christoph


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