Ziegenbox so ok?

Akela
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Registriert: 04.10.2006, 22:06

Beitrag von Akela »

Hallo Altsteirer,
ich denke, eine funktionierende "Mistmatratze" könnte durchaus akzeptabel sein, wenn man die hohe Kunst dieser Anlage beherrscht. Bei verunglückter Matratzenstreu hat man dann halt eine müffelnde, schimmelnde, feuchte Schicht, die dem "Kuschelfaktor" auch nicht besonders dienlich sein dürfte.
Ich für meinen Teil traue es mir nicht zu, eine gute Matratzenstreu anzulegen, weswegen ich auf andere Lösungen ausweichen mußte - in meinem Fall eben die Drainagematten. Sollten die sich nach längerem Einsatz als nicht tauglich erweisen, schmeiß ich sie raus, verkaufe sie weiter oder spende sie einem Outdoorspielplatz und lege mir Pflaster in den Stall. Ich bin noch in der Experimentierphase, im Moment mit den Matten aber noch sehr zufrieden - und meine Geißen wohl auch.
Grüße von Akela


Axel
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Registriert: 06.02.2004, 11:39

Beitrag von Axel »

@Gerald
Hier wurde ganz konkret nach Ausbildungsmöglichkeiten für den Boden gefragt, nicht nach den gesellschaftspolitischen
Unterschieden zwischen Österreich und Deutschland. Die hast Du uns ja nun mehrfach schon vorgetragen.

Viele Grüße Axel


Der Bock springt hoch, der Bock springt weit, warum auch nicht, er hat ja Zeit.
Anonymous

Beitrag von Anonymous »

Altsteirer hat geschrieben: Ich bin nicht davon überzeugt, dass das den Tieren unbedingt gut tut.

Was meint Ihr dazu?
Kalter Steinboden ohne Einstreu tut vermutlich auch nicht gut......wer täglich oder wöchentlich komplett ausmisten und neu einstreuen kann, der kann das ja gerne machen. Ich kann's nicht.


Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

@Axel

Nichts für ungut, es geht halt bisweilen mit mir durch.

Nun aber wieder zum Thema:

Ich selbst habe im Stall einen Betonboden, den ich nach dem Ausmisten mit Holzasche bestreue (an den Wochenenden heizen wir gerne immer wieder mal mit Holz). Es existiert zwar auch ein Drainagekanal, der entwässert aber nicht den ganzen Bereich und selbst dort, wo er entwässern sollte, kommt nicht viel durch. Über die Asche kommt nun eine eher dünne Schicht mit Alpenspan, d.s. Einstreuspäne für Pferdeboxen, gerade einmal so viel, dass die Asche verdeckt ist. Nun räume ich sämtliche Auffangkörbe bei den Heuraufen aus und streue die verbliebenen Heublumen aus und darüber kommt dann noch Stroh. Nach und nach wüsten die Ziegen mit dem Heu aus den Heuraufen, sodass diese Matrazze an der Oberfläche immer trocken bleibt. Diesmal habe ich wieder einmal die abgenagten Äste gehächselt und das ist auch eine ganz ausgezeichnete Einstreu, die obendrein nach Wald riecht. Am Anfang ist diese Matrazze nicht höher als vielleicht zwei bis drei Zentimeter.

Ich möchte vorausschicken, dass für sämtliche Ziegen erhöht angebrachte Liegeplätze vorhanden sind, sodass sie kaum einmal am Boden liegen müssen. Wann ausgemistet werden muss, bemerkt man, wenn es nach Ammoniak zu riechen beginnt. Aber selbst da ist die oberste Schicht noch nicht feucht. Im Sommer sind die Abstände kürzer - würde sagen - so alle zwei bis drei Monate, im Winter etwas länger.


Ziegenhund
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Registriert: 20.09.2006, 09:18

Beitrag von Ziegenhund »

Hallo,
ich habe letztes Jahr Hier auch hier nach den besten Stallboden und Unterbau gefragt. Es ist sicher auch eine Frage des Geldbeutels. Ich habe dann nur Split ca. 20 cm Tief eigebracht . Dann habe ich aus der Zeitung Gebrauchtes H - Verbundpflaster verlegt ! :P Zur Tiefstreu: Ich habe früher einige Jahre als Pferdepfleger gearbeitet, daher weiß ich das eine Matratzenstreu auch eine Kunst für sich ist!
Feuchte stellen immer wieder ausmisten ,Trockenes Streugut darüber, Fertig. Auf Geruch und Schimmel achten ! Da meine 4 Ziegen aber recht wenig Abfall produzieren habe ich jetzt nach 6 Monaten das erste mal Totall aus gemistet und war Überrascht wie wenig Feuchtigkeit darunter war.Stroh bekomme ich recht billig deshalb spare ich damit auch nicht.
Gruß Heinz #freunde#


Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen,müßen die Tiere fühlen,das Menschen nicht denken!!
Anonymous

Beitrag von Anonymous »

Ziegenhund hat geschrieben:und war Überrascht wie wenig Feuchtigkeit darunter war.
Das ist das Gute an den kleinen trockenen Köteln der Ziegen. Bei den feuchten Pferdeäpfeln - oder noch schlimmer Kuhfladen - wäre das nicht möglich.


India
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Registriert: 26.10.2007, 21:31

Beitrag von India »

Eine sehr interessante Diskussion!
Zum "Kuschelfaktor": Meine Ziegen liegen praktisch nie in der kuschligen Streue. Sie bevorzugen auch nachts im Stall die hölzernen und somit relativ harten, erhöhten Liegeplätze. Da sie ihre Einstreu nur als Klo benutzt haben, habe ich jetzt auch mit der Mattratzenstreu aufgehört und Gummimatten reingetan. Das ist wegen dem Urin nicht ganz optimal, aber mit etwas Sägemehl kann man das wunderbar wegfegen und hat viel (!) weniger Mist und Arbeit. Bedingung ist dabei natürlich regelmässiges Wischen, aber da die häufige, grosse Misterei dabei wegfällt, nehme ich das gerne in Kauf.


Olaf-BRB

Beitrag von Olaf-BRB »

Hallo,
ich baue auch grad einen Stall und lese deswegen hier sehr interessiert mit. Da wir die 2 BDEs erst im Frühjahr kriegen und wir auich keine Erfahrungen haben, wie groß und in welcher Höhe sollten die erhöhten Liegeflächen denn sein ???
Viele Grüße
Olaf


Ziegenhund
Beiträge: 649
Registriert: 20.09.2006, 09:18

Beitrag von Ziegenhund »

Hallo , Ich habe einfach mal zwei ausrangierte Wohnzimmertische in meinen Stall gestellt. Die werden gut angenommen. Den einen baue ich dann noch als Melkstand / Klauenschneidestand um !
Gruß Heinz


Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen,müßen die Tiere fühlen,das Menschen nicht denken!!
Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

Servus Olaf

Einen halben Meter hoch können die Liegeflächen schon sein. Mit Aufstiegshilfe natürlich noch höher, was den Spaßfaktor zudem erhöht. Wenn die Liegeflächen leicht nach vorn abfallen, rollen auch die Kotkügelchen ab und die Liegeflächen bleiben sauber. Auch eine zweite Ebene in ca. 1 1/2 Meter Höhe über einem Teil des Stalls schafft mehr Raum und Rückzugsmöglichkeiten.


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