Waldhaltung

Anonymous

Waldhaltung

Beitrag von Anonymous »

Hallo, bin neu hier und habe mal eine Frage. Ich möchte mir gerne 3-4 Ziegen anschaffen. Einen Stall habe ich bereits. Ich habe hier einen Wald, wo ich 50qm einzäunen möchte. Da im wald kein Gras ist, könnten die Ziegen, wenn ich sie zufütter tagsüber im Wald bleiben oder ist das nichts.
Danke für die Antworten.
Gruß Stephan


Käsemaus
Beiträge: 649
Registriert: 29.04.2005, 16:16

Beitrag von Käsemaus »

Wald lieben Ziegen, aber eine Wiese brauchen sie wohl trotzdem. Außerdem werden sie Dir die Rinde von den Bäumen schälen - Borkenkäfer sind nix dagegen!!! Überleg es Dir gut. Als Abwechselung zur Weidehaltung wäre Wald natürlich schön, aber nur - würde ich nicht empfehlen.


Gruß,
http://www.myheimat.de/pattensen/profil ... 13211.html
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Ein Leben ohne Ziegen ist zwar denkbar, aber sinnlos!
Moritz

Beitrag von Moritz »

50 Quadratmeter, schöner Unbekannter, entsprechen 6 mal 8 Meter. Darauf stehen 4 Bäume bis 10 Bäumchen. Damit sind 4 Ziegen in 4 Tagen fertig. Es sei denn, sie brechen schon vorher aus.
Besser ist es, den Wald so zu pflegen, daß man Überschüssiges rausholt und verfüttert (Baum bis oben hin), denn die besten Teile sitzen meistens oben. Ansonsten killen sie den Baum, der dann eingeht.
Gruß Mo


Finn

Beitrag von Finn »

Moritz hat geschrieben:50 Quadratmeter, schöner Unbekannter, entsprechen 6 mal 8 Meter.
#shock# auf ideen kann man kommen.


Käsemaus
Beiträge: 649
Registriert: 29.04.2005, 16:16

Beitrag von Käsemaus »

Moritz! Ich weiß...... 6x8=48 also ungefähr 50
Hilf den Leuten, aber belehre sie nicht so, dass sie sich in ein Mauseloch verkriechen möchten. Vielleicht gibt es eine Wiese oder Weide, schließlich gibt es doch auch einen Stall (irgendwo). Es war eine Frage - noch keine Entscheidung. Stephan wird (im schlimmsten Fall) merken, dass es nicht geht ohne Wiese und ohne Platz. Die Ziegen sind schlau, die suchen und finden ihren Raum - notfalls bei den benachbarten Gärten oder Wiesen. Aber ich denke, wenn jemand Wald hat, dann hat er auch einen Hof mit Garten oder Ackerland (??!), also, wer Ziegen haben will, muß teilen lernen!!! #daumen_hoch* #freunde#


Gruß,
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Ein Leben ohne Ziegen ist zwar denkbar, aber sinnlos!
Sigrun

Beitrag von Sigrun »

Hallo Stephan,
ich habe zwei meiner Ziegen zur "Waldpflege" zeitlich begrenzt im Wald. Sie fressen z.B. momentan die alten Brombeerblätter vom letzten Jahr (1. Wahl), dann die frisch ausgetriebenen Holunderbüsche... dann gehen sie an die Bäume.(Wildkirsche, Buche, Eiche, Weißtanne (lecker!)... die Waldanemonen werden auch abgefressen. Die Fläche soll mal zu einem lichten Laubwald werden (da stehen auch sehr alte, große Bäume drauf). Wenn du deine Bäume erhalten möchtest, musst du sie unbedingt schützen/einzäunen.
Viele Grüße, Sigrun


Amelie
Beiträge: 1991
Registriert: 14.03.2007, 08:02

Beitrag von Amelie »

@Käsemaus:
Stephan wird (im schlimmsten Fall) merken, dass es nicht geht ohne Wiese und ohne Platz. Die Ziegen sind schlau, die suchen und finden ihren Raum - notfalls bei den benachbarten Gärten oder Wiesen. Aber ich denke, wenn jemand Wald hat, dann hat er auch einen Hof mit Garten oder Ackerland (??!),
Da möchte ich dir wiedersprechen.Wenn er die 3-4 Ziegen unter diesen Bedingungen angeschafft hat ist es zu spät.Da er nichts davon schreibt das er mehr Weidemöglichkeiten hat,kann man nicht unbedingt davon ausgehn.Ich hab mitlerweile genug Ziegen in viel zu kleinen Gehegen gesehen um davon auszugehen das der Wald nur eine Zwischenweide sein soll.Außerdem finde ich Moritz Beitrag nicht belehrend sondern aufklärend.Aber das liegt sicherlich im Auge des Betrachters.

@Stephan:Wenn dir nur der Wald als Weide zur Verfügung steht,ohne jegliche weitere Weide,würde ich dir raten von der Anschaffung der Ziegen abzusehen bis die Gegebenheiten Ziegengerechter sind.Lies dich doch mal hier durch das Forum.Dann wird dir sicherlich schnell klar was Ziegen wirklich brauchen. ;-) Ziegen die nicht artgerecht gehalten werden können extrem anstrengend werden,weil sie schnell zu Ausbrechern werden.


Liebe Grüße

Christine


Der Optimist sieht die Rose,der Pessimist nur die Dornen.
DasBastet
Beiträge: 1379
Registriert: 27.09.2006, 10:49

Beitrag von DasBastet »

Amelie hat geschrieben:@Käsemaus:
Stephan wird (im schlimmsten Fall) merken, dass es nicht geht ohne Wiese und ohne Platz. Die Ziegen sind schlau, die suchen und finden ihren Raum - notfalls bei den benachbarten Gärten oder Wiesen. Aber ich denke, wenn jemand Wald hat, dann hat er auch einen Hof mit Garten oder Ackerland (??!),
Da möchte ich dir wiedersprechen.Wenn er die 3-4 Ziegen unter diesen Bedingungen angeschafft hat ist es zu spät.Da er nichts davon schreibt das er mehr Weidemöglichkeiten hat,kann man nicht unbedingt davon ausgehn.Ich hab mitlerweile genug Ziegen in viel zu kleinen Gehegen gesehen um davon auszugehen das der Wald nur eine Zwischenweide sein soll.Außerdem finde ich Moritz Beitrag nicht belehrend sondern aufklärend.Aber das liegt sicherlich im Auge des Betrachters.

@Stephan:Wenn dir nur der Wald als Weide zur Verfügung steht,ohne jegliche weitere Weide,würde ich dir raten von der Anschaffung der Ziegen abzusehen bis die Gegebenheiten Ziegengerechter sind.Lies dich doch mal hier durch das Forum.Dann wird dir sicherlich schnell klar was Ziegen wirklich brauchen. ;-) Ziegen die nicht artgerecht gehalten werden können extrem anstrengend werden,weil sie schnell zu Ausbrechern werden.
Letzteres muss ich bestätigen:-( Wenn mein Sohn nicht regelmässig gehen würde, haben wir da eine Ausbrecherin, die regt einen nur auf. So lustig wie sie ist in ihrem ganzen Wesen, aber was der alles einfällt nee.
Sogar über das gestapelte Holz ist sie gesprungen, erst habe ich gelacht, als ich jungen Bäume sah, nicht mehr. Diese Ziege ist eine Katatrophe, sogar im Stall hopst sie gemütlich von einer Box zur anderen, sie muss Sprunggelenke aus Metallfedern haben, anders kann es nicht sein.

Tine


Erstens kommt es
zweitens anders
drittens als man denkt.
Moritz

Beitrag von Moritz »

Wenn die Waldfläche der eines größeren Wohnzimmers entspricht und die Bäume selbst ja auch noch etwas Fläche wegnehmen, die Ziegen also förmlich die Beine übereinanderschlagen müssen, um sich nicht selbst zu zertreten - andererseits die Frage so knapp informiert, daß sie schon mit der Phantasie der Leserin ausgeschmückt werden muß, wobei diese ja hoffnungsvoll meist zum Beschönigen der Situtation neigen wird, und nachher kommt dann das Desaster, dann war meine Antwort pädagogisch behutsam, sanft warnend, vorsichtig mögliche negativen Perspektiven aufzeigend und therapeutische Alternativen auswerfend.
Zu dem Frageteil, ob die Ziegen "im Wald bleiben können", ergänzend:
können schon, aber als Fernwandertiere nicht wollen.
Und ehe ein 30, 60, 120 Jahre alter Baum nachgewachsen ist, den die Ziegen ratzfatz fratzemachen, vergehen eben 30, 60, 120 Jahre, wenn es überhaupt gelingt, einen Ersatzbaum nachwachsen zu lassen.
Vielleicht waren statt 50 qm 50 ha gemeint?
......, so schallt es heraus!
Gruß Moritz


Sigrun

Beitrag von Sigrun »

Hallo ihr Lieben,
jeder hat eine andere Art, Ratschläge zu erteilen. Ich sags lieber "durch die Blume" oder nach Montessori "hilf mir, es selbst zu tun" oder abgewandelt, "hilf mir, selbst drauf zu kommen/das Problem selbst zu lösen". Das klappt natürlich von Angesicht zu Angesicht besser als im Forum. Da sind oft klare Meinungsäußerungen besser...
Ich habe gestern mit einem Lehrgang zum Almführer begonnen..
ganz interessant zur Waldhaltung: Auf Almen gilt die Beweidung ohne Hirt und Stab (Zaun); das heißt, die Tiere können auch in den Wald gehen. Als waldschädigende Tiere gelten: Pferde, Schafe, Ziegen.
Die Bestoßung wird in der Einheit Kuhgras festgelegt. Auf Almen zählen Schafe und Ziegen 1/5 Kuhgras; normalerweise ist das Verhältnis 1:7 (Großvieheinheit).
Einheit Kuhgras: was in 100 Tagen gefuttert wird; entspricht 13 DZ Heu
Viele Grüße, Sigrun


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