Nach akuter Verwurmung?

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Altenberger76

Nach akuter Verwurmung?

Beitrag von Altenberger76 »

Hallo,

unsere Ziegen und Schafe sind nun total verwurm, bzw. wurden Krankheiten, welche der TA noch nicht so recht bestimmern kann festgestellt. (Vergiftung, schlechte Muttertierhaltung)

Doch muss ich nun von zwei Koppeln ausgehen, welche total verwurmt sind.
Das hatte ich seit 5 Jahren noch nie!!! Auch immer mit Zukauf.

Meine Fragen nun: Was mach ich mit der Wiese/Koppel?
Wann soll ich umkoppeln? Der Rest wurde am Donnerstag entwurmt.
Fridolin hat mich schon auf meine zuuuu große Koppel hingewiesen, wird nun kleiner.
Aber so recht find ich auch mit der Suchfunktion nichts.

Danke Jeannette


sanhestar
Beiträge: 8258
Registriert: 17.03.2003, 11:56

Re: Nach akuter Verwurmung?

Beitrag von sanhestar »

Hallo Jeanette,

sind nun alle Tiere entwurmt?

Dann würde ich im Laufe der nächsten Woche umkoppeln - so bleiben die ausgeschiedenen Würmer auf der alten, verwurmten Wiese zurück.

Von dieser Wiese würde ich 2 Jahre lang nur Heu machen - der Gärungsprozess beim Trocknen zerstört Wurmeier und -larven - oder die gesamte Wiese umbrechen, mit einer Senfsaat einsäen (Senföle töten Parasiteneier), diese unterpflügen und dann neu einsäen - bedeutet aber noch einige Jahre mehr keine Nutzungsmöglichkeit.

Erstmaßnahmen jetzt: nach dem umkoppeln die Wiese kurz mähen, damit Wurmeier dem UV-Licht ausgesetzt sind. Dieses Jahr nicht mehr nutzen, im Herbst kalken, im kommenden Jahr dann als Heuwiese nutzen (s. oben).

Regelmässige Kotuntersuchungen, ob die verwendete Wurmkur auch greift - vermutlich sind bei Dir resistente Stämme im Bestand und in den nächsten Monaten wirklich penibel entwurmen (Vor- und Nachkontrolle mittels Kotuntersuchung, exakte Gewichtsbestimmung bei ALLEN Tieren und dann eher über- als unterdosieren).

Und dann auch noch eine saubere Diagnostik bzgl. der vom TA geäusserten Verdachtsdiagnosen Vergiftung und schlechte Muttertierhaltung (was auch immer man sich darunter vorstellen soll).

Gruss


Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
Altenberger76

Re: Nach akuter Verwurmung?

Beitrag von Altenberger76 »

Hallo sanhestar,

Ja, nun sind alle entwurmt, unsere komplette Herde war dran.

Mit der Wiese weiß ich nun umzugehen, war eigentlich immer unsere Heuwiese. Nur hatte ich wohl so eine Art Eingebung, dass dieses Jahr die Ziegen und Schafe drauf kommen. War bestimmt auch ne Falsche.
Ich hatte eben noch nie Probleme mit Würmern ect..

Schlechte Muttertierhaltung: Ich weiß nun, dass ich KEINE Tiere mehr zukaufe. Alles was wir brauchen, züchten wir selbst. Meine Mutti war am Anfang sehr dagagen, nun ist sie stink sauer. Es ist ja auch, für uns als Selbstversorger,sehr teuer bis jetzt. Kauf, TA, Weiterbehandlung, Strom für Wärmelampe (1000 Watt), und die Wiese die ich nun erstmal die nächste Zeit in die Tonne hauen kann, das sind 2500 qm!!!

Mit der Muttertierhaltung meinte er im Vergleich zu meinen Böckchen, gleiches Alter, sind die echt klein und ohne Ausbeute. Sah dann meine, sind trotz Milchziege immer noch bei Mama mit 4 Mon., das sind dann aber mal Ziegen die aus ner anderen Haltung kommen.....

Die "Züchterin" sagte mir, nach 2 Wochen ca. die kleinen wären 10 Wochen alt. Hab da echt geschluckt, meine sind 1 Woche Jünger und brauchen, gerade jetzt ihre Mama.

Dort gibt es keine Mineralien, Salz oder eventuell mal so nen Koppelwechsel wie bei uns. Die Ziegen dort, wie ich jetzt beobachte, kennen keinen Koppelwechsel. Es sei denn, die Pferde wollen da drauf.

Ich liebe Pferde auch, wir haben auch vielerlei Tiere, aber spätestens wenn eine Art, egal welche, nicht mehr genug versorgt werden kann oder will, ist Schluss.

Ich habe eine unendliche Wut auf die und auf mich, weil ich nicht aufgepasst, bzw. reagiert habe. Die beiden kamen mir so unheimlich klein vor, ich machte aber den Vergleich zu meinen und die haben eine BDE zur Mama, ist ja dann ein bissel größer.

Der eine wiegt 9,1 der andere 12,6 kg, mit fast 4 Monaten, sehr zart.

Aber danke für deinen Tipp, ich nehme ihn wehmütig an.
Bin ja eigentlich selbst dran schuld. Hätte eben anders reagieren oder gar nicht erst kaufen sollen. Der TA sagte, die beiden waren schon verwurmt bevor sie bei uns waren, sonst gänge es ihnen nicht so schlecht. Meinen geht´s zum Glück noch ganz gut, nur haben wir dieses Jahr keine Milch!

Liebe Grüsse, Jeannette


Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Re: Nach akuter Verwurmung?

Beitrag von Fridolin »

Servus Jeannette

Wechsle aber unbedingt auf die trockene Koppel und verwende die beiden Feuchtwiesen nur zum Heuen. Auf den Feuchtwiesen wirst Du nämlich eher Probleme mit Parasiten haben, als auf einer trockenen Wiese. Wie ich Dir in der PN bereits beschrieben habe, wäre es gut, wenn Du auch die jeweilige Koppel unterteilen könntest und die immer nur stückweise freigibst und dann sofort nachmähst. Wenn möglich mit einem Rasenmäher mit einem Fangkorb, damit keine Halme stehenbleiben und das Schnittgut schön klein zerhächselt wird und auf dem Misthaufen entsorgt werden kann. Auf die Weidewiesen solltest Du diesen Mist dann aber keinesfalls ausbringen.

Noch etwas zum Mist. Wenn Du den Stallmisthaufen und auch das Schnittgut der abgeweideten Flächen beispielsweise mit Urgesteinsmehl und EM Bokashi versetzt und das Ganze mit einer weissen Plastikplane abdeckst, werden die Parasiteneier rascher abgetötet und auch der Vorrottungsprozess geht schneller.


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