EU-Prämien
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Therapiehof
Re: EU-Prämien
Lafayette, und wo kommen die Kürbiskerne her???
Im Gegensatz zu manchem kleinen mittelständischen Betrieb mit so um die 100000 € Betriebsausstattung, der seine Abschlüsse schön geheim halten kann, ist ja ein Abschluß eines kleinen landw. Betriebes mit 1.000.000 Betriebsausstattung ja fast öffentlich, daher hier: meine Photovoltaikanlage macht satte Gewinne, meine Landwirtschaft je nach Jahr Verluste, verechnen darf ich zwar steuerlich, nicht aber beim zuschuß zur Alterskasse. Die angeblichen Steuervorteile der Landwirte beruhen vielleicht eher darauf, daß selbst die Steuerprüfer vom Finanzamt die vielen Regelungen nicht mehr überblicken. Nach 5 tägiger Steuerprüfung hat meiner hier aufgegeben.... wohlgemerkt bei einem zu versteuernden Jahres-Einkommen etwas über dem Sozialhilfesatz ordnet man so eine Steuerprüfung an. Ok ich musste ein paar Euro´s nachzahlen...
Jammern auf hohem Niveau, stimmt was die Meereshöhe angeht. Aber ich bin Bauer geworden, um Tiere zu halten, Getreide anzubauen usw. und nicht um Aktenberge zu studieren, auch wenn der Std.lohn dabei besser ist. Aber zugegeben: Es gibt nix besseres, als sein eigener Chef zu sein und da zu leben, wo andere Urlaub machen und dabei noch 100% leckere Biosachen zu essen. Wozu also noch Geld verdienen, außer für Traktorreparaturen (gestern meinen 105er Fendt abgeholt, 3500 €...)
lg
A.
Im Gegensatz zu manchem kleinen mittelständischen Betrieb mit so um die 100000 € Betriebsausstattung, der seine Abschlüsse schön geheim halten kann, ist ja ein Abschluß eines kleinen landw. Betriebes mit 1.000.000 Betriebsausstattung ja fast öffentlich, daher hier: meine Photovoltaikanlage macht satte Gewinne, meine Landwirtschaft je nach Jahr Verluste, verechnen darf ich zwar steuerlich, nicht aber beim zuschuß zur Alterskasse. Die angeblichen Steuervorteile der Landwirte beruhen vielleicht eher darauf, daß selbst die Steuerprüfer vom Finanzamt die vielen Regelungen nicht mehr überblicken. Nach 5 tägiger Steuerprüfung hat meiner hier aufgegeben.... wohlgemerkt bei einem zu versteuernden Jahres-Einkommen etwas über dem Sozialhilfesatz ordnet man so eine Steuerprüfung an. Ok ich musste ein paar Euro´s nachzahlen...
Jammern auf hohem Niveau, stimmt was die Meereshöhe angeht. Aber ich bin Bauer geworden, um Tiere zu halten, Getreide anzubauen usw. und nicht um Aktenberge zu studieren, auch wenn der Std.lohn dabei besser ist. Aber zugegeben: Es gibt nix besseres, als sein eigener Chef zu sein und da zu leben, wo andere Urlaub machen und dabei noch 100% leckere Biosachen zu essen. Wozu also noch Geld verdienen, außer für Traktorreparaturen (gestern meinen 105er Fendt abgeholt, 3500 €...)
lg
A.
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Finn
Re: EU-Prämien
also bei uns scheint die sonne, wenngleich die nächte herbstlich klamm sind.
nebenbei bemerkt muß man in den bauernverband ja auch nicht eintreten. das landwirtschaftsamt berät genauso beim ausfüllen des gemeinsamen antrages.
über meine rente mach ich mir keine gedanken, ich werd eh keine bekommen, egal ob bauer oder nicht. und meine sozialabgaben sind als berufstätiger erheblich, ich schätze höher als deine, andreas, von daher könnte jeder jammern, wir schaffen den sozialstaat ab und sind alle glücklich dabei. seltsamerweise funktionieren hohe steuerabgaben in nördlichen ländern sehr gut, ohne unzufriedenheit der bürger - eben weil sie den eindruck haben, daß ihre steuern zielführend verwendet werden.
mein erklärtes ziel ist ein rentendasein als selbstversorger. so weit es geht autark zu sein, auch unabhängig von einem fendt-schlepper. :P
bis dahin freue ich mich über jeden euro, den mir die EU oder das landratsamt zuschießt, denn wer weiß wie lange es noch förderungen gibt. es ist für mich als nebenerwerbslandwirt ein honorieren meiner leistung - wenngleich der stundenlohn stark gegen null tendiert.... #damdidam# ...aber lieber den spatz in der hand....
nebenbei bemerkt muß man in den bauernverband ja auch nicht eintreten. das landwirtschaftsamt berät genauso beim ausfüllen des gemeinsamen antrages.
über meine rente mach ich mir keine gedanken, ich werd eh keine bekommen, egal ob bauer oder nicht. und meine sozialabgaben sind als berufstätiger erheblich, ich schätze höher als deine, andreas, von daher könnte jeder jammern, wir schaffen den sozialstaat ab und sind alle glücklich dabei. seltsamerweise funktionieren hohe steuerabgaben in nördlichen ländern sehr gut, ohne unzufriedenheit der bürger - eben weil sie den eindruck haben, daß ihre steuern zielführend verwendet werden.
mein erklärtes ziel ist ein rentendasein als selbstversorger. so weit es geht autark zu sein, auch unabhängig von einem fendt-schlepper. :P
bis dahin freue ich mich über jeden euro, den mir die EU oder das landratsamt zuschießt, denn wer weiß wie lange es noch förderungen gibt. es ist für mich als nebenerwerbslandwirt ein honorieren meiner leistung - wenngleich der stundenlohn stark gegen null tendiert.... #damdidam# ...aber lieber den spatz in der hand....
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Therapiehof
Re: EU-Prämien
ich habe ja gar nichts gegen den Sozialstaat, nur was gegen einen Überwachungsstaat...
aber solange 5 % aller Betrieb wiederum 90 % aller EU Prämien kassieren, darunter das englische Königshaus oder Südzucker... aber wir "Kleinen" mit Festbeträgen moduliert werden (so gibt es z.B. bei Agrardiesel einen Selbstbehalt von 350 Euro, so daß ich als sparsamer Fendt-fahrer gar nie in den Genuß kommen werde..) solange rebelliere ich gegen diesen Hirnschrott aus Brüssel...
Meine Rente sichert mir dank PV Anlage ja die Sonne...
lg
A.
PS: die "tolle" Beratung vom Amt hat mich um 10.000 Euro Junglandwirtprämie gebracht. Hast Du jemals versucht das Amt für eine definitiv falsche mündliche Aussage regresspflichtig zu machen? Viel Spaß
aber solange 5 % aller Betrieb wiederum 90 % aller EU Prämien kassieren, darunter das englische Königshaus oder Südzucker... aber wir "Kleinen" mit Festbeträgen moduliert werden (so gibt es z.B. bei Agrardiesel einen Selbstbehalt von 350 Euro, so daß ich als sparsamer Fendt-fahrer gar nie in den Genuß kommen werde..) solange rebelliere ich gegen diesen Hirnschrott aus Brüssel...
Meine Rente sichert mir dank PV Anlage ja die Sonne...
lg
A.
PS: die "tolle" Beratung vom Amt hat mich um 10.000 Euro Junglandwirtprämie gebracht. Hast Du jemals versucht das Amt für eine definitiv falsche mündliche Aussage regresspflichtig zu machen? Viel Spaß
Re: EU-Prämien
Steirischer Ölkürbis, aus Bioanbau, ich würde sagen: Ungarn :DTherapiehof hat geschrieben:Lafayette, und wo kommen die Kürbiskerne her???
Mein Lieber! Erst rumjammern wegen den Verlusten und dann zugeben, dass man Fendt fährt *fg* Das ist ein Widerspruch in sich.Therapiehof hat geschrieben:...daher hier: meine Photovoltaikanlage macht satte Gewinne, meine Landwirtschaft je nach Jahr Verluste, verechnen darf ich zwar steuerlich, nicht aber beim zuschuß zur Alterskasse. Die angeblichen Steuervorteile der Landwirte beruhen vielleicht eher darauf, daß selbst die Steuerprüfer vom Finanzamt die vielen Regelungen nicht mehr überblicken. Nach 5 tägiger Steuerprüfung hat meiner hier aufgegeben.... wohlgemerkt bei einem zu versteuernden Jahres-Einkommen etwas über dem Sozialhilfesatz ordnet man so eine Steuerprüfung an. Ok ich musste ein paar Euro´s nachzahlen...
Jammern auf hohem Niveau, stimmt was die Meereshöhe angeht. Aber ich bin Bauer geworden, um Tiere zu halten, Getreide anzubauen usw. und nicht um Aktenberge zu studieren, auch wenn der Std.lohn dabei besser ist. Aber zugegeben: Es gibt nix besseres, als sein eigener Chef zu sein und da zu leben, wo andere Urlaub machen und dabei noch 100% leckere Biosachen zu essen. Wozu also noch Geld verdienen, außer für Traktorreparaturen (gestern meinen 105er Fendt abgeholt, 3500 €...)
Weißt Du, dieses Steuer und LAK-Gejammer höre ich jeden Tag.
Ohne Bürokratie und etwas Unternehmertum geht heute in keiner Form der Selbständigkeit was. Das Klischee vom glücklichen Bauern, der von seiner Hände Arbeit lebt, ist seit den 80er Jahren endgültig vorbei. Wer Landwirtschaft ohne Subventionen erleben möchte muss nach Afrika oder Neuseeland auswandern. Diejenigen, die das machen, gehören nicht zu der Dauerjammerfraktion - komisch!
Das mit der Junglandwirteförderung würde mich mal wahnsinnig interessieren. In welchem Jahr wolltest Du den Antrag stellen? Das gibt es doch nicht, dass man Deinen Antrag von Amtsseite verhindert hat! In BaWü kann ich mir sowas gar nicht vorstellen.
Grüßle
Lafayette
Sowas habe ich noch nie gesehen - zumindest nicht als Ziege. (M. H., Ostermontag 2009)
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Therapiehof
Re: EU-Prämien
also zwar offtopic aber dennoch: mein 30 jahre alter Fendt 105er ist der Hauptgrund zu jammern, hat grad den motor weggerafft, und 3500 Euro für reparatur gekostet, das macht dann in verkauftem Gewinn aus Ziegenkäse: 2 Jahre umsonst melken käsen usw...
Gewinne aus PV sind sowas von amtlich, basieren ja auf dem EEG Gesetz, die kann man nicht verschleiern..
ich hab nix gegen Unternehmertum oder notwendige sinnvolle Bürokratie...
zum jundlandwirteprogramm: ich hatte rechtzeitig also mit 39 :D bei beginn der hofpacht einen kleinen Agrarkredit mit Zuschuß beantragt. nachdem ich 40 war, also 1 Jahr später musste ich den Hof kaufen und habe den kleinen in einen großen agrarkredit umgewandelt. Es gab eine mündliche Zusage des Amtes, daß mein junglandwirtzuschuß erhalten bleibt, auch wenn formal ein neuer AKP antrag gestellt werden muß. Als der bewilligt war, hies es ätsch bätsch und der Sachbearbeiter behauptete, so hätte er das nie gesagt, daher nie ohne Zeugen in wichtigen Sachen zum Amt. Dienstaufsichtsbeschwerde blieb logischerweise erfolglos. DIe falsche Beratung (ich hätte nämlich zuerst den kleinen Kredit mit Zuschuss nehmen müssen und dann einfach nochmal einen großen AKp beantragen müssen) hat mich locker 10.000 € gekostet, dafür darf ich dann 6 Jahre umsonst melken käsen usw.
aber: wie schön das das Spaß macht und jetzt geht ich melken... die armen warten schon..
lg
A.
PS: schwätzed die in Afrika ond Neuseeland schwäbisch? no kennt mer jo auswandra...
Gewinne aus PV sind sowas von amtlich, basieren ja auf dem EEG Gesetz, die kann man nicht verschleiern..
ich hab nix gegen Unternehmertum oder notwendige sinnvolle Bürokratie...
zum jundlandwirteprogramm: ich hatte rechtzeitig also mit 39 :D bei beginn der hofpacht einen kleinen Agrarkredit mit Zuschuß beantragt. nachdem ich 40 war, also 1 Jahr später musste ich den Hof kaufen und habe den kleinen in einen großen agrarkredit umgewandelt. Es gab eine mündliche Zusage des Amtes, daß mein junglandwirtzuschuß erhalten bleibt, auch wenn formal ein neuer AKP antrag gestellt werden muß. Als der bewilligt war, hies es ätsch bätsch und der Sachbearbeiter behauptete, so hätte er das nie gesagt, daher nie ohne Zeugen in wichtigen Sachen zum Amt. Dienstaufsichtsbeschwerde blieb logischerweise erfolglos. DIe falsche Beratung (ich hätte nämlich zuerst den kleinen Kredit mit Zuschuss nehmen müssen und dann einfach nochmal einen großen AKp beantragen müssen) hat mich locker 10.000 € gekostet, dafür darf ich dann 6 Jahre umsonst melken käsen usw.
aber: wie schön das das Spaß macht und jetzt geht ich melken... die armen warten schon..
lg
A.
PS: schwätzed die in Afrika ond Neuseeland schwäbisch? no kennt mer jo auswandra...
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Therapiehof
Re: EU-Prämien
@finn: hosch a gschirr dozu odr sodmer rosssach nemme
nachtrag zum jammern: ich hab ja eigentlich wenig verständnis für meine giftspritzenden kollegen, aber was sich derzeit auf den höfen, tut ist schon dramatisch. nach dem krieg bis weit in die 90er jahre haben die bauern gut verdient und vielen hatten den berühmten dicken daimler in der scheune stehen.
und heute müssen die altbauern zusehen, wie die jungen hilflos das erbe von generationen zugrunderichten. verschuldungen und hofaufgaben sind normal. aus meiner zeit in der psychiatrie kenn ich genügend überforderte und verzweifelte bauern. oft genug hat der bauernverband sie ins verderben "beraten". wie zuletzt mit biogas, alle wollten es, man hat es den bauern geraten und mit billigen krediten gelockt. mir kann keiner sagen, daß es den "oberen" nicht von vornherein klar war, daß die Ami´s im großen stil methanol machen werden und der weltmakrt für getreide zusammenbricht und sich der getreidepreis verdoppelt. leider lohnt sich aber bei einem doppelten getreidepreis die biogasanlage nimmer und wieder gehen einige mutige innovative schlaubauern hopps oder nehmen sich das leben...
ich glaube, die suizidrate bei bauern ist um ein vielfaches höher, wie bei agrarberatern oder europapolitkern. (von den kam neulich ein netter berricht in der glotze: sie tragen sich freitags in aller frühe ins anwesenheitsbuch ein, um dann anschließend gleich ins lange wochenende zu fliegen, denn nur mit eintrag in dieses buch gibt es den ganzen freitag lang sitzungsgeld, auch gefilmt eine abgeordnete der grünen, falls hier noch jemand glaubt, die seien besser...)
nachtrag zum jammern: ich hab ja eigentlich wenig verständnis für meine giftspritzenden kollegen, aber was sich derzeit auf den höfen, tut ist schon dramatisch. nach dem krieg bis weit in die 90er jahre haben die bauern gut verdient und vielen hatten den berühmten dicken daimler in der scheune stehen.
und heute müssen die altbauern zusehen, wie die jungen hilflos das erbe von generationen zugrunderichten. verschuldungen und hofaufgaben sind normal. aus meiner zeit in der psychiatrie kenn ich genügend überforderte und verzweifelte bauern. oft genug hat der bauernverband sie ins verderben "beraten". wie zuletzt mit biogas, alle wollten es, man hat es den bauern geraten und mit billigen krediten gelockt. mir kann keiner sagen, daß es den "oberen" nicht von vornherein klar war, daß die Ami´s im großen stil methanol machen werden und der weltmakrt für getreide zusammenbricht und sich der getreidepreis verdoppelt. leider lohnt sich aber bei einem doppelten getreidepreis die biogasanlage nimmer und wieder gehen einige mutige innovative schlaubauern hopps oder nehmen sich das leben...
ich glaube, die suizidrate bei bauern ist um ein vielfaches höher, wie bei agrarberatern oder europapolitkern. (von den kam neulich ein netter berricht in der glotze: sie tragen sich freitags in aller frühe ins anwesenheitsbuch ein, um dann anschließend gleich ins lange wochenende zu fliegen, denn nur mit eintrag in dieses buch gibt es den ganzen freitag lang sitzungsgeld, auch gefilmt eine abgeordnete der grünen, falls hier noch jemand glaubt, die seien besser...)
Re: EU-Prämien
Hallo Andreas,
sag' mal das genaue Jahr Deiner ersten Förderung an. Hattest Du eine Rückforderung?
Die Details würden mich sehr interessieren. Machen wir besser per PN, oder? Den Inhalt von Bescheiden müssen wir hier nun nicht durchsprechen.
So höre die Seite des Agrarberaters: Landwirte hören selten zu, bzw. hören nur das, was sie hören wollen. Generell halten sie sich für ziemlich schlau. Mehr als die Hälfte der Klientel ist beratungsresistent.
Als Berater legt man sich ein breites Kreuz mit dickem Fell zu, denn sonst wäre man definitiv suizidgefährdet! Allein die ständige agrarpolitische Debatte raubt einem den letzten Nerv - und lähmt so manchen Betrieb in der Entwicklung.
Agrarberater sind doof - Landwirte sind doof - Brüssel ist doof! Und nun?
Grüßle
Lafayette
sag' mal das genaue Jahr Deiner ersten Förderung an. Hattest Du eine Rückforderung?
Die Details würden mich sehr interessieren. Machen wir besser per PN, oder? Den Inhalt von Bescheiden müssen wir hier nun nicht durchsprechen.
So höre die Seite des Agrarberaters: Landwirte hören selten zu, bzw. hören nur das, was sie hören wollen. Generell halten sie sich für ziemlich schlau. Mehr als die Hälfte der Klientel ist beratungsresistent.
Als Berater legt man sich ein breites Kreuz mit dickem Fell zu, denn sonst wäre man definitiv suizidgefährdet! Allein die ständige agrarpolitische Debatte raubt einem den letzten Nerv - und lähmt so manchen Betrieb in der Entwicklung.
Agrarberater sind doof - Landwirte sind doof - Brüssel ist doof! Und nun?
Grüßle
Lafayette
Sowas habe ich noch nie gesehen - zumindest nicht als Ziege. (M. H., Ostermontag 2009)
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Therapiehof
Re: EU-Prämien
naja lafayette, ich habe eigentlich die seiten gewechselt, vom unternehmensberater, allerdings für größere mittelständische unternehmen zum eigenen kleinbetrieb, vermutlich war ich doof und bin doof geblieben und bei soviel selbsterkanntnis klatschen selbst die damen aus der EM Szene Beifall..
zum junglandwirt: ich bin geboren mai 1963, den ersten antrag habe ich am 9.4.03 gestellt. Am 21.8.03 hat sich mein verpächter erschossen und der hof wurde zwangsversteigert und daher habe ich 2004 einen neuen großen antrag zum hofkauf gestellt. Der fehler der verwaltung lag darin, daß für den ersten antrag gar kein bescheid erging. man hat mich auf eine anhängige klage des bauernverbandes hingeweisen. Und es gab die zusage des beraters vom landwirtschaftsamt, der junglandwirtezuschuß könne übertragen werden, was er nicht wissen konnte/wollte: ab 2004 galt ein neues EU recht, daß immer nur aktuelle förderrichtlinien angewandt werden dürfen und keine bewilligten altanträge ins neue jahr übertragen werden dürfen.. was solls sind ja nur 10.000 € gewesen... man hat mir unverblümt gedroht, daß mein Förderantrag ganz abgelehnt werde, da ja der topf nie für alle anträge reicht. Auf meine frage, nach welchen kriterien, denn die anträge bewilligt werden, konnte man mir keine klar aussage geben, sondern bot mir quasi den deal an: ich verzichte auf die klage und bekomm den agrarkredit mit 10% zuschuß und 0,8 % Zins aufs darlehen. Zwischenzeitlich musste ich noch meinen Gemüsehandel in eine externe gesellschaft auslagern, die nicht mir gehören darf, da ich mehr als 30% meiner Umsatzerlöse aus Zukauf erzielte. Auch hier ein grober fehler in den richtlinien, es zählt doch nicht der Umsatz, sondern der Gewinn!. Um mit Gemüsezu- und verkauf soviel Gewinn zu machen, wie mit hofeigener Käse- oder Getreideproduktion, braucht es ein vielfaches des Umsatzes. Aber das interessierte niemand und so darf ich jetzt noch eine englische Limited verwalten, und da springt dann doch der ein oder andere Steuervorteil raus. Bisher musste ich ja für jede Tomate, die ich selbst aus meinem eigenen Gewächshaus esse, an den Staat 7 % Märchensteuer vom Marktwert der Tomate abführen (Ust auf Eigenverbrauch bei Optierer), bald zahlt mir der Staat 3,7% Zuschuss an alles was der jetzt regelbesteuerte Landwirt dann an seine Ltd. verkauft, denn die bekommt ja die 10.7% wieder und führt bei Verkauf nur 7% ab, alles Klar :D :P
vermutlich führt allein die tatsache, daß ich mit 8 ha auf 900m erfolgreich vollerwerbsbetrieb bin, und auch noch BIO, dazu, das die vom amt völlig an sich zweifeln.. also Suizidgefahr in süddeutschen Amtsstuben...
lg
A.
PS: ich will baldmöglichst die LTD. in die neue UG haftungsbeschränkt umwandeln, kannst Du mich dann beraten?
zum junglandwirt: ich bin geboren mai 1963, den ersten antrag habe ich am 9.4.03 gestellt. Am 21.8.03 hat sich mein verpächter erschossen und der hof wurde zwangsversteigert und daher habe ich 2004 einen neuen großen antrag zum hofkauf gestellt. Der fehler der verwaltung lag darin, daß für den ersten antrag gar kein bescheid erging. man hat mich auf eine anhängige klage des bauernverbandes hingeweisen. Und es gab die zusage des beraters vom landwirtschaftsamt, der junglandwirtezuschuß könne übertragen werden, was er nicht wissen konnte/wollte: ab 2004 galt ein neues EU recht, daß immer nur aktuelle förderrichtlinien angewandt werden dürfen und keine bewilligten altanträge ins neue jahr übertragen werden dürfen.. was solls sind ja nur 10.000 € gewesen... man hat mir unverblümt gedroht, daß mein Förderantrag ganz abgelehnt werde, da ja der topf nie für alle anträge reicht. Auf meine frage, nach welchen kriterien, denn die anträge bewilligt werden, konnte man mir keine klar aussage geben, sondern bot mir quasi den deal an: ich verzichte auf die klage und bekomm den agrarkredit mit 10% zuschuß und 0,8 % Zins aufs darlehen. Zwischenzeitlich musste ich noch meinen Gemüsehandel in eine externe gesellschaft auslagern, die nicht mir gehören darf, da ich mehr als 30% meiner Umsatzerlöse aus Zukauf erzielte. Auch hier ein grober fehler in den richtlinien, es zählt doch nicht der Umsatz, sondern der Gewinn!. Um mit Gemüsezu- und verkauf soviel Gewinn zu machen, wie mit hofeigener Käse- oder Getreideproduktion, braucht es ein vielfaches des Umsatzes. Aber das interessierte niemand und so darf ich jetzt noch eine englische Limited verwalten, und da springt dann doch der ein oder andere Steuervorteil raus. Bisher musste ich ja für jede Tomate, die ich selbst aus meinem eigenen Gewächshaus esse, an den Staat 7 % Märchensteuer vom Marktwert der Tomate abführen (Ust auf Eigenverbrauch bei Optierer), bald zahlt mir der Staat 3,7% Zuschuss an alles was der jetzt regelbesteuerte Landwirt dann an seine Ltd. verkauft, denn die bekommt ja die 10.7% wieder und führt bei Verkauf nur 7% ab, alles Klar :D :P
vermutlich führt allein die tatsache, daß ich mit 8 ha auf 900m erfolgreich vollerwerbsbetrieb bin, und auch noch BIO, dazu, das die vom amt völlig an sich zweifeln.. also Suizidgefahr in süddeutschen Amtsstuben...
lg
A.
PS: ich will baldmöglichst die LTD. in die neue UG haftungsbeschränkt umwandeln, kannst Du mich dann beraten?
Re: EU-Prämien
*fg*Therapiehof hat geschrieben:naja lafayette, ich habe eigentlich die seiten gewechselt, vom unternehmensberater, allerdings für größere mittelständische unternehmen zum eigenen kleinbetrieb, vermutlich war ich doof und bin doof geblieben und bei soviel selbsterkanntnis klatschen selbst die damen aus der EM Szene Beifall..
Nee, doof biste nicht. Eher ein Idealist mit dem typisch deutschen Hang zum Pessimismus :-) edit und eine gewisse Geschäftstüchtigkeit kann man Dir auch nicht absprechen.
O.k., Modus 2003. Es war das letzte Jahr, in dem man die NLP bis zur Vollendung des 40'sten stellen konnte. In 2004 kam dann die 12 Monats-Frist nach der erstmaligen Niederlassung.Therapiehof hat geschrieben:zum junglandwirt: ich bin geboren mai 1963, den ersten antrag habe ich am 9.4.03 gestellt. Am 21.8.03 hat sich mein verpächter erschossen und der hof wurde zwangsversteigert und daher habe ich 2004 einen neuen großen antrag zum hofkauf gestellt. Der fehler der verwaltung lag darin, daß für den ersten antrag gar kein bescheid erging. man hat mich auf eine anhängige klage des bauernverbandes hingeweisen. ab 2004 galt ein neues EU recht, daß immer nur aktuelle förderrichtlinien angewandt werden dürfen und keine bewilligten altanträge ins neue jahr übertragen werden dürfen.. was solls sind ja nur 10.000 € gewesen...
Fehler von Dir war, dass Du beim ersten Antrag nicht auf einen Bescheid gedrängt hast. Nur der wäre anfechtbar gewesen, weil Du dann Vertrauensschutz gehabt hättest. Für den 2. Antrag galt dann schon neues Recht 2004, Du warst bereits 40 und länger als 12 Monate landwirtschaftlicher Unternehmer. Beides Ausschlussgründe für die NLP. Die Beratung hat sich allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert. So wäre Dein Fall hier in RLP nicht ausgegangen!
Seit die Förderberatung in BaWü bei den Kreisverwaltungen ist, soll die Fehlerquote innerhalb des Verwaltungsapparates erheblich gesunken sein. Würde wohl heute so nicht mehr passieren.
Hee, Du hast zwischendrin editiert! Das ist gemein #stoned#
Jajajajaja, ich hab's gewusst *fg* Du nagst nicht am Hungertuch.
Die Zukaufsgrenze ist nun mal so im Steuerrecht verankert. Du gibst ja selber zu, dass das nicht unbedingt ein Nachteil ist ;-)
Die gewünschte Beratung fällt in den Bereich eines guten Steuerberaters, und da darf und will ich nicht wildern. Das ist eine regelrechte Haftungsfrage. Ich kenne da aber u.U. jemanden, der das leisten kann...muss ich aber erst mal fragen ob er es macht.
Grüßle
Lafayette
Sowas habe ich noch nie gesehen - zumindest nicht als Ziege. (M. H., Ostermontag 2009)