Hall Dipla,
vermutlich haben die Behörden einen gewissen Spielraum. Auch im Gesetz ist nicht alles exakt geregelt. Zum Beispiel sieht das Bauamt hier einen Bauwagen nicht als mobil an (zumindest wenn er im FFH Gebiet aufgestellt wird). Jedoch z. B. ein Weidezelt schon - also von daher kein Problem mit dem Unterstand, wenn ich ein Weidezelt anschaffe.
Habe vielmehr das Problem mit dem Zaun. Ich habe die Ansage, dass ich (da FFH Gebiet) nur den Sommer drüber darauf stehen darf und den Zaun in jedem Fall im Winter abbauen muss (von daher ist ein fester Zaun ohnehin raus), auch den Unterstand. Das Amt will die Fläche über den Winter wieder regenerieren lassen (wegen vertriebenen Tieren und so...), und mir wurde geraten die Tiere deshalb zum Winter schlachten zu lassen.
Meine Idee wäre nun: Vor dem Winter Unterstand und Zaun weg (muss ich ja) und dann nicht schlachten, sondern auf ein anderes Grundstück ausweichen (auch FFH Gebiet) und dort mit mobilem Zaun und Unterstand überwintern. Im Frühjahr/Sommer wieder zurück auf das andere Grundstück. Ich muss also zwingend jedes halbe Jahr umziehen, sonst haut das nicht hin mit der Haltung im FFH Gebiet. Dazu bräuchte ich aber einen Zaun der mobil ist und auch im Winter zuverlässig funktioniert (zumindest für Schafe).
Komme übrigens aus BW, Lkr. CW.
Gruß Markus
Rechtliches betreffs Milch/Fleisch
-
Cirkle-B-Ranch
Re: Rechtliches betreffs Milch/Fleisch
hallo markuss,
mobilzaun = schafszaun, gibt es in 90 cm hoch, 105 cm hoch und ich glaub hühnerzaun ist noch höher,
somit bist du mit dem zaun schon mal mobil ....
unterstand = wenn du nur wenig mittel zur verfügung hast, nimm einfach ne baustahlmatte
und darüber eine lkw plane (bekommst günstig du bei 3.2..1)
somit hast du alle bedenken für ein naturschutzgebiet erfüllt ..... #damdidam#
gruß <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.cirkle-b-ranch.de">www.cirkle-b-ranch.de</a><!-- w -->
mobilzaun = schafszaun, gibt es in 90 cm hoch, 105 cm hoch und ich glaub hühnerzaun ist noch höher,
somit bist du mit dem zaun schon mal mobil ....
unterstand = wenn du nur wenig mittel zur verfügung hast, nimm einfach ne baustahlmatte
und darüber eine lkw plane (bekommst günstig du bei 3.2..1)
somit hast du alle bedenken für ein naturschutzgebiet erfüllt ..... #damdidam#
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Re: Rechtliches betreffs Milch/Fleisch
Hallo,
Vorsicht bei Winterweide in Schutzgebieten - das wird oft nicht gerne gesehen, weil bei Matsch die Schafe dann auch schon mal Trittschäden hinterlassen. Von überbesorgten Spaziergängern, die sich der "verlassenen" Tiere annehmen, mal ganz abgesehen (Anzeigen beim Vet.Amt).
Auch brauchst Du im Winter Vorrichtungen zum zufüttern von Heu = Raufen, am besten überdacht. Vom Boden füttern gibt unschöne Matratzen mit Futterresten, die Du im Frühjahr dann entfernen musst, sonst kommt keine Vegetation hoch. Von der Futterverschwendung mal ganz abgesehen.
Wasserversorgung im Winter - Deine Ecke wird kalt - ist ebenfalls eine logistische Herausforderung = Kanister schleppen, teils mehrfach am Tag, wenn es so kalt ist, dass das Wasser binnen weniger Stunden wieder friert.
Baustahlmatte plus Plane (die Baustahlmatte wird zu einem "U" gebogen, der Bogen bildet den Unterstand) kann bei hohen Schneelasten instabil werden. Auch hält Dir die Plane vermutlich maximal 1 Jahr (UV-Belastung). Geht aber zur Not. Bei Schafen sehe ich die zwingende Notwendigkeit eines mobilen Unterstandes im Sommerhalbjahr nicht unbedingt, SOFERN die Weidefläche so strukturiert ist, dass sie natürlichen Schutz bietet: dichte Hecken, Baumbestand, o.ä.
Ich persönlich würde mich für den Winter für eine Unterbringung in Ortsnähe und Nähe zu Licht und Strom entscheiden. Nachdem ich den Winter 2010/2011 (das war der schneereiche, richtig?) 3 Monate lang Wasser und Futter 2x tgl. auf einem Schlitten, von mir gezogen über 1 km zu meinen Jungböcken rausbringen durfte, bin ich ein starker Verfechter von komfortablen :-) Winterunterkünften geworden. Frag' in Deinem Umfeld doch mal nach, ob es irgendwo aufgegebene Gartengrundstücke gibt oder ein Landwirt, der die Viehhaltung aufgegeben hat, und einen Stall/Scheune, Schuppen, etc. zu verpachten.
Hütenetze oder auch Litzenzaun mit Strom kannst Du im Winter durchaus nutzen. Hoher Schnee kann den Strom zunichte machen aber nach meiner Erfahrung gehen die Tiere bei solchen Schneemengen von sich aus nicht aus den Weiden heraus, solange sie IN der Weide Schutz, Wasser und ausreichend (!) Futter finden - ergo kann man für diese Zeit auch den Strom abschalten.
Und mobile Zäune solltest Du generell mit einplanen, da es keinen Sinn macht, eine Weide komplett für die Tiere am Anfang der Weidesaison freizugeben. Da hast Du zuviel Verlust durch platt treten und Kot - Portionsweide macht mehr Sinn.
Vorsicht bei Winterweide in Schutzgebieten - das wird oft nicht gerne gesehen, weil bei Matsch die Schafe dann auch schon mal Trittschäden hinterlassen. Von überbesorgten Spaziergängern, die sich der "verlassenen" Tiere annehmen, mal ganz abgesehen (Anzeigen beim Vet.Amt).
Auch brauchst Du im Winter Vorrichtungen zum zufüttern von Heu = Raufen, am besten überdacht. Vom Boden füttern gibt unschöne Matratzen mit Futterresten, die Du im Frühjahr dann entfernen musst, sonst kommt keine Vegetation hoch. Von der Futterverschwendung mal ganz abgesehen.
Wasserversorgung im Winter - Deine Ecke wird kalt - ist ebenfalls eine logistische Herausforderung = Kanister schleppen, teils mehrfach am Tag, wenn es so kalt ist, dass das Wasser binnen weniger Stunden wieder friert.
Baustahlmatte plus Plane (die Baustahlmatte wird zu einem "U" gebogen, der Bogen bildet den Unterstand) kann bei hohen Schneelasten instabil werden. Auch hält Dir die Plane vermutlich maximal 1 Jahr (UV-Belastung). Geht aber zur Not. Bei Schafen sehe ich die zwingende Notwendigkeit eines mobilen Unterstandes im Sommerhalbjahr nicht unbedingt, SOFERN die Weidefläche so strukturiert ist, dass sie natürlichen Schutz bietet: dichte Hecken, Baumbestand, o.ä.
Ich persönlich würde mich für den Winter für eine Unterbringung in Ortsnähe und Nähe zu Licht und Strom entscheiden. Nachdem ich den Winter 2010/2011 (das war der schneereiche, richtig?) 3 Monate lang Wasser und Futter 2x tgl. auf einem Schlitten, von mir gezogen über 1 km zu meinen Jungböcken rausbringen durfte, bin ich ein starker Verfechter von komfortablen :-) Winterunterkünften geworden. Frag' in Deinem Umfeld doch mal nach, ob es irgendwo aufgegebene Gartengrundstücke gibt oder ein Landwirt, der die Viehhaltung aufgegeben hat, und einen Stall/Scheune, Schuppen, etc. zu verpachten.
Hütenetze oder auch Litzenzaun mit Strom kannst Du im Winter durchaus nutzen. Hoher Schnee kann den Strom zunichte machen aber nach meiner Erfahrung gehen die Tiere bei solchen Schneemengen von sich aus nicht aus den Weiden heraus, solange sie IN der Weide Schutz, Wasser und ausreichend (!) Futter finden - ergo kann man für diese Zeit auch den Strom abschalten.
Und mobile Zäune solltest Du generell mit einplanen, da es keinen Sinn macht, eine Weide komplett für die Tiere am Anfang der Weidesaison freizugeben. Da hast Du zuviel Verlust durch platt treten und Kot - Portionsweide macht mehr Sinn.
Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
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-
Ziegenzicke
Re: Rechtliches betreffs Milch/Fleisch
Hallo,
muß sanhestar recht geben. Winterquartier in Nähe von Strom u. fleißend Wasser ist sinnvoll u. arbeitssparend!
In der Feldmarkt wird auch nicht geräumt, und wer da kein Trekker o. ä. hat, muß Futter u. Wasser mit dem Schlitten hinbringen.
Strom geht auch im Winter. Bei Eisregen allerdings sitzt das Eis überall u. kann den Strom ableiten. Außerdem machen bei starken minus die Batterien schnell schlapp. Daher besser in Ortsnähe mit Strom, mit einem Hausstromgerät können die Tiere auch draußen gehalten werden.
Was den fahrbahren Unterstand aneblangt: Hab einen alten Treibewagen (gibt auch Melkstände) gekauft und mit Dachlatten und Plane ein Dach drüber gemacht. Auch LFG! Diesen habe ich allerdings für die Pferde erhöht, was mit Schweißarbeiten verbunden war. Dies ist für die Ziegen nicht nötig - Natürlich brauch der Unterstand auch Seitenschutz für den Wind. Ist bei mit alles mit Plane. Hatte erst Bedenken wegen der "Geräuschkulisse" bei starken Wind, aber selbst die Pferde stört das nicht.
Gruß Ela
muß sanhestar recht geben. Winterquartier in Nähe von Strom u. fleißend Wasser ist sinnvoll u. arbeitssparend!
In der Feldmarkt wird auch nicht geräumt, und wer da kein Trekker o. ä. hat, muß Futter u. Wasser mit dem Schlitten hinbringen.
Strom geht auch im Winter. Bei Eisregen allerdings sitzt das Eis überall u. kann den Strom ableiten. Außerdem machen bei starken minus die Batterien schnell schlapp. Daher besser in Ortsnähe mit Strom, mit einem Hausstromgerät können die Tiere auch draußen gehalten werden.
Was den fahrbahren Unterstand aneblangt: Hab einen alten Treibewagen (gibt auch Melkstände) gekauft und mit Dachlatten und Plane ein Dach drüber gemacht. Auch LFG! Diesen habe ich allerdings für die Pferde erhöht, was mit Schweißarbeiten verbunden war. Dies ist für die Ziegen nicht nötig - Natürlich brauch der Unterstand auch Seitenschutz für den Wind. Ist bei mit alles mit Plane. Hatte erst Bedenken wegen der "Geräuschkulisse" bei starken Wind, aber selbst die Pferde stört das nicht.
Gruß Ela