Gewissenskonflikt: Hund übernehmen oder nicht...

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Ulli
Beiträge: 3007
Registriert: 13.03.2008, 07:18

Gewissenskonflikt: Hund übernehmen oder nicht...

Beitrag von Ulli »

Hallo!

Stecke in einem Gewissenskonflikt:

Meine Eltern haben sich vor 5 Jahren einen Airdale-Terrier-Rüden geholt. Eigentlich viel zu gross für meine Mutter, die als einzige mit ihm ging, aber für meinen Vater musste es ja ein Airdale sein..
Damals war er 5 Monate alt und wurde abgegeben, weil die damaligen Besitzer nicht einkalkuliert hatten, dass man einen Welpen/Junghund nicht 8 Stunden am Tag allein lässt...

Leider fehlte es meinen Eltern , genauergesagt meiner Mutter an Energie,Willen und Ausdauer, ihn zu erziehen. Mein Vater war für sowas schon immer ungeeignet, bei meiner Mutter hat es mich überrascht...
Seit 2 Jahren wissen wir, dass das die ersten Anzeichen ihrer Krankheit waren. seit über einem halben Jahr hat sie jetzt Pflegestufe 2, sprich ist ganztags auf Aufsicht angewiesen.

Meinem Vater wird es mit dem Hund zu viel- nicht verwunderlich, aber er passt hier so gar nicht rein...

- er gängelt in einer Tour meinen Hund
-sein Jagdtrieb ist terriertypisch stark ausgeprägt
-dito sein Dickkopf
-Erziehung geht gegen 0
-ich mag ihn nicht besonders....

Einen Hund der Familie ins Heim schicken ist aber auch nicht meins...

So hoffe ich , dass es noch möglichst lange "gut geht" und weiss doch eigentlich, dass dem Hund in der Situation auch niemand gerecht wird...

Hat jemand Erfahrungen mit solchen Hunden und wie lange es dauert, sie in ein System wie unseres (freilaufende Enten, die keine Angst vor Hunden haben, Besuchskinder, die nicht dauernd Stellen haben wollen) zu integrieren?

Hab auch Angst, dass ich neben der immer aufwendiger werdenden Pflege meiner Mutter keine Energie mehr habe, den Hund umzuerziehen...

ratlose Grüsse

Ulli


Leben ist gefährlich und endet immer tödlich
Meli
Beiträge: 952
Registriert: 02.02.2012, 19:35
Wohnort: Landkreis Heilbronn

Beitrag von Meli »

Hallo Ulli,
ein 5 Jahre alter Airdale Terrier Rüde der bisher wenig erzogen würde braucht jemanden der viel Zeit hat. Das hast du in deiner Situation nicht. Ich denke das es für dich und für den Hund besser ist, wenn du jemanden sucht der ihn gerecht wird.
Du kannst selber nach einem geeigneten Herrchen für den Hund suchen oder ein Tierheim oder Tiervermittlung macht das für euch.
Viel Erfolg dabei.
Meli


ElliBesch
Beiträge: 3694
Registriert: 17.03.2008, 10:35

Beitrag von ElliBesch »

Liebe Ulli,

so wie Meli sehe ich das auch.

Und für mich ist es auch ausschlaggebend, dass Du ihn nicht magst. ( ist jetzt kein Vorwurf!) Und das sind keine Voraussetzungen fürs Übernehmen des Hundes.

Ich wünsche Euch gute Vermittlung!

Lieber ein Ende mit (vermeintlichem) Schrecken....

LG Elli #trost#


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Not being vegan is a mistake. ^^
MichelleM
Beiträge: 407
Registriert: 02.06.2014, 10:46

Beitrag von MichelleM »

Ich kann meinen Vorrednern nur Recht geben.
wenndu im Moment ohnehin wenig Zeit hast und die Chemie nicht stimmt solltest du dem Hund und dir zuliebe ein anderes Heim für ihn suchen. Für einen so jungen Hund wird sich sicherlich jemand finden und bis dahin würde ich ihn an deiner Stelle behalten.
Solltest du in der Zwischenzeit feststellen dass es doch gut klappt und ihr zusammen passt kannst du ihn ja immer noch behalten.

VG Michelle


Ulli
Beiträge: 3007
Registriert: 13.03.2008, 07:18

Beitrag von Ulli »

Hallo!

Noch ist er ja bei meinen Eltern...

Jonny gehört nicht mir, daher kann ich erst dann aktiv werden, wenn von meinem Vater die entsprechende Ansage kommt..

Nicht mögen ist etwas überzogen.. ich komme nicht so gut mit seinem permanenten Versuch klar, jeden zu gängeln.. er wäre sicher "hinzubekommen", da er nicht böse, sondern "nur" sehr grob ist.. aber momentan hab ich nicht die Präsenz dafür, ihn zu disziplinieren..

Werde mal nach Tiervermittlungen googeln und mir ein Bild machen...auch wenn er zu mir nicht passt will ich ihn nicht ins Ungewisse abschieben..

LG Ulli


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