Fridolin hat geschrieben:Da würde ich dann doch gleich einen Wildzaun aufstellen. Der kostet zwar etwas mehr, er ist aber wesentlich ausbruchssicherer als irgendwelche Drähte.
Den kannst Du aber nicht elektrifizieren, so dass Du zusätzlich nochmals Litze davorspannen musst, um Verluste zu verhindern.
Auch finde ich Wildzäune für Weideeinzäunungen hässlich, selbst Leute, die einen schwarz aufgebauten Festzaun mit Litze tolerieren würden, wären da am Ende ihrer Toleranz.
Ohne Bestromung muss der Wildzaun zudem deutlich höher sein.
Für eine mobile Einzäunung würde ich zu einem mind. 112 cm hohen Schafsnetz oder Geflügelnetz raten, mit unten engeren Maschen, welches ordentlich unter Strom gesetzt wird. Freilich kein Batteriegerät, das ist für Ziegen zu schwach. 4 Joule Schlagleistung sollten es schon sein.
Zu eng dürfen die unteren Maschen nicht sein, da gerade die Geflügelzäune in meinen Augen für Kleinsäuger und Amphibien Todesfallen sind.
Da unsere Lämmer nicht auf der Koppel, sondern zuhause im Gehege/Stall zur Welt kommen ist die "Diffusionsdichtigkeit" der Schafzäune nicht das wichtigste Kriterium. Zumindest nicht für mich.
Zur Impulsenergie: wir haben nur zwei Batteriegeräte mit 3,5J Schlagenergie. Das reicht. Locker. Wenn man mal die Geräusche gehört hat, die ein Bock macht, wenn er mit der Nase in die Nähe kommt, traut man sich auch nicht mehr dran.
Was aber bei Batteriegeräten superwichtig ist: selbst wenn 100x "bewuchsvernichtend" auf dem Beipackzettel des Geräts steht: durch ableitenden Bewuchs geht ohne Ende Spannung verloren, die das Gerät braucht, um durchschlagenden (im wahrsten Sinne des Wortes) Erfolg bei den Ziegen zu haben.
Beispiel bei mir: Zaun, untere Litze (15cm) nicht freigemäht: 2900V. Noch gerade so eben hütesicher. Bei trockenem Wetter...ein bisschen Regen und das Gras feucht: 1900V.
Sauber ausgemäht bei Trockenheit fast 8000V, bei Nässe unverändert.
Zudem werden die Batterien unverhältnismässig schnell leer.
Gruss,
Michael