Jagdhund Freud oder Leid

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Nellyhexe
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Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Nellyhexe »

da kann ich auch was dazu schreiben. Meine Lucy ist ein Mix aus Jack Russel(eigentlich Parson Jack Russel - Papa) und Dackel,Spaniel(war die Mama). Also, soviel ich weiß, drei Jagdhundrassen(oder gehört der Spaniel nicht dazu?). Ich habe sie jetzt 9 Jahre lang. gut sie ist mit knapp einem Jahr beim Ausreiten einem Rehbock nachgerannt und hat auf dieser tour ein Auge eingebüßt. Das war und blieb ihr einzige Jagdtriebeskapade.
Seitdem ist sie auf dem einen Auge blind, was man ihr aber nicht anmerkt und sie auch keineswegs behindert. Hab ja vorher schon mit ihr gearbeitet, hat aber an diesem Tag nicht geholfen, nach dem Vorfall hab ich natürlich noch mehr gemacht, damit sie hier bleibt, ist ja auch wichtig, wenn man sie mit Pferd mitnimmt.
Sie läuft nach wie vor beim Ausreiten mit, geht auf Kommando brav bei Fuß am Pferd, macht Sitz und Platz auch alles vom Pferd aus. Das war mir wichtig, sonst hätte ich sie ja nie wieder mitnehmen können. Damals hat sie sich halt mehr von dem Rehbock beeinflussen lassen als von mir, da war sie auch noch ziemlich jung.
Jetzt läuft sie schon mal einem Hasen nach, wenn der aufgeschreckt davon läuft, kommt aber auf Zuruf sofort wieder. Also sie hat jetzt seit 8 Jahren absolut keine Jagdtriebanzeichen mehr. Und da bin ich froh drum, denn es könnte sicher auch anders sein.
Wollte bloß bißchen Hoffnung machen #daumen_hoch*
Meine Mum hat eine Beagle-Hündin, da wenn man es übersieht, das sie eine Fährte aufgenommen hat, dann ist sie fort und der Hund ist mitlerweile 10, sie hat auch schon alles mögliche probiert, keine Chance. Da sind halt die Jagdtriebgene arg ausgeprägt .


KunterBunterHund
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Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von KunterBunterHund »

@ nellyhexe
ich hoffe, monis hund muss nicht erst ein auge verlieren, damit sie das jagen in den griff bekommt *oops* wenn dein hund einen aufgescheuchten hasen jagt, dann jagt er schon noch. aber wenn er auf ruf wieder kommt und das in einem rahmen ist, mit dem du und der hund gefahrlos leben könnt, dann ist das doch ok. #daumen_hoch*
@ moni
du hast geschrieben was du mit dem hund alles machst, als beschäftigungsmöglichkeit finde ich das gut. aber dadurch wird er nicht aufhören zu jagen. er jagt ja wahrscheinlich nicht aus hunger, sondern aus spaß. und es wird ihm trotz hundesport noch spaß machen. und er kann durch hundesport nicht lernen, dass jagen tabu ist. wie reagierst du denn in anderen situationen, in denen dein hund mist baut? bsp er soll auf seinem platz bleiben, tut es nicht / du erwischst ihn dabei wie er etwas vom tisch klaut / benehmen an der leine & ohne leine ggüber katzen, radfahrern, joggern, anderen hunden usw.
was habt ihr in der hundeschule/ hast du bereits dagegen unternommen?
liebe grüße und schönen abend


Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste,
ist wohl eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Gesellschaft!
Theodor Heuss
Nellyhexe
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Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Nellyhexe »

um Gottes Willen, das wollte ich damit nicht sagen. :-( DAs war halt bei Lucy eine blöde Situation mit Gott sei Dank nicht ganz so schlimmen Ausgang. Es lag ja auch an dem Autofahrer, der sie angefahren hat und dann an dem Bauer, der sie gefunden hat, aber nichts getan hat, wegen denen hat sie schlußendlich ihr Augenlicht verloren.
Ich denke auch nicht, das sie durch diese Situation nicht mehr jagd. Vor Autos hat sie nach wie vor keine Angst(hab gehofft, das das wenigstens das Positive dran gewesen wäre), wir haben halt lange geübt.


KunterBunterHund
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Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von KunterBunterHund »

hihi, keine sorge, ich glaube so hat das auch niemand aufgefasst! war wohl von mir etwas blöd geschrieben ;-)


Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste,
ist wohl eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Gesellschaft!
Theodor Heuss
Monica

Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Monica »

Guten Morgen Sabrina,

also....auch wenn es sich blöde anhört, Kira hört in allen anderen Situationen ( außer Jagen ) fast perfekt.
Platz u Sitz auch aus größerer Distanz, Abliegen, Fuß gehen alles kein Problem. Ich möchte nicht übertreiben, aber all das klappt sehr sehr gut. Klauen tut sie sowieso nicht. Radfahrer und Jogger sind ebenso überhaupt kein Problem. Wir haben zwar noch keine BH Prüfung abgelegt, aber die würde sie locker bestehen. Die Beschäftigungen machen ich mit ihr um sie auszulasten, nicht nur körperlich sondern auch geistig.
Es ist aber auch nicht so das sie ein Balljunkie oder sowas in der Art ist, sie liegt auch mal Stundenlang nur in ihrem Korb und döst, und das ist dann auch kein Problem.
Bei Katzen ist es so dass sie die zwar interessiert beobachtet aber ansonsten eher ignoriert. Zumindest wenn sie an der Leine ist. ( Wenn sie frei läuft haben wir noch keinen Kontakt gehabt )
Wir haben früher schon mal an der 15 Meter Leine geübt, da ist es so, wenn sie nen Hasen oder Fasan sieht, dann schaut sie zwar danach, aber sie rafft ja durchaus dass sie an der Leine ist, und startet dann auch nicht durch.
Das ist ja das schwierige bei Kira, so hört sie fast perfekt, aber wenn sie frei läuft dann kann ich sie nur selten stoppen....( wenn sie Fasan sieht ) manchmal klappt es noch sie zu bremsen, aber nicht immer.
Klar jagt sie nicht aus Hunger, sondern aus reinem Trieb, und der ist bei ihr extrem stark ausgeprägt.
Und sie kann sehr gut unterscheiden, bin ich an der Leine bzw. Schleppleine, nun da probiert sie erst gar nicht, bin ich frei....da leg ich los.

Hoffnungsvolle Grüße
Moni


Fuchshub

Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Fuchshub »

Monica hat geschrieben:Klar jagt sie nicht aus Hunger, sondern aus reinem Trieb, und der ist bei ihr extrem stark ausgeprägt.
Und sie kann sehr gut unterscheiden, bin ich an der Leine bzw. Schleppleine, nun da probiert sie erst gar nicht, bin ich frei....da leg ich los.
Damit wär das "Problem" doch eigentlich gelöst, oder?


KunterBunterHund
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Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von KunterBunterHund »

Fuchshub hat geschrieben:
Monica hat geschrieben:Klar jagt sie nicht aus Hunger, sondern aus reinem Trieb, und der ist bei ihr extrem stark ausgeprägt.
Und sie kann sehr gut unterscheiden, bin ich an der Leine bzw. Schleppleine, nun da probiert sie erst gar nicht, bin ich frei....da leg ich los.
Damit wär das "Problem" doch eigentlich gelöst, oder?
wenn du damit meinst, dass moni ihren hund an der leine lassen soll, dann ist das problem damit nicht gelöst, sondern wird einfach nur vermieden. vorausgesetzt du hast das so gemeint, wie ich es aufgefasst habe. ;-)

moni, du schreibst, dass sie ohne leine sofort anfängt fährten zu suchen, richtig? lässt du das zu? wenn du mit ihr an der leine in situationen gehst, in denen sie ohne leine sofort weg wäre, zeigt sie nicht mal ein fünkchen interesse? meine fragerei bzgl mist bauen deshalb, weil ich wissen wollte wie du reagierst, wenn sie unerwünschtes verhalten zeigt. :-)


Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste,
ist wohl eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Gesellschaft!
Theodor Heuss
Monica

Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Monica »

Hallo Sabrina,

wenn Kira an der Leine ist nimmt sie schon mal ne Spur auf, schaut auch nach Fasanen und sonstigem Getier.
Ich korrigiere dann mit Nein, wenn sie sich auf mich konzentriert wird sie gelobt. Schaut sie wieder nach dem Objekt der Begierde gebe ich nen kurzen Leinenruck und versuche ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, dann wird wieder gelobt.
Lässt sie sich schwer ablenken, dann werd ich auch mal lauter mit der Stimme und schimpfe auch schonmal. Auch hier wieder, bei positivem Verhalten wird gleich wieder gelobt.

LG
Moni


Fuchshub

Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Fuchshub »

Warum siehst Du Spaziergänge an der Leine als "Vermeidung des Problems"?

Wenn es ansonsten genug Möglichkeiten gibt ohne Gefahr frei zu laufen, dann sind Spaziergänge an der Leine nun wirklich kein Problem für einen Hund, eher für viele Menschen ;)


Anonymous

Re: Jagdhund Freud oder Leid

Beitrag von Anonymous »

sorry das ich mich einmische,hier bei uns werden die Hundehalter ,die man mittlerweile alle kennt,gebeten,wenn sie Ihre Hunde nicht im Griff haben,sie an der Leine im Revier zu führen,da haben auch alle Verständnis ,auf die Art und Weise ,sind auch schon einige dankbar zum Hundelehrgang mit Ihren Vierbeinern.

Es macht nämlich keinen Spaß, wenn jeweils Jahreszeitlich bedingt,die Junghasen oder Gelege von Fasan und Rebhuhn ,gejagd oder geplündert werden . Die Landwirte und Jäger haben hier ein gutes Verhältnis zu den Hundehaltern.

Es gab mal eine Dame die kam immer zu bestimmten Zeiten mit dem PKW,ließ 6 Hunde raus,die dann anschließend Chaos hinterlassen haben,Getreidefelder ,Maisfelder usw.,die Wirtschaftswege sind breit und lang genug,da muss nicht durch die Felder gejagd werden.

Es ist ja machbar JEDEN Hund so zu erziehen ,das er anderen keinen Schaden zu fügt.

Disziplin auf Beiden Seiten

schöne Grüße
Nora


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