neues Dach für Heuboden

Ziegenmüller
Beiträge: 56
Registriert: 26.02.2008, 20:50

neues Dach für Heuboden

Beitrag von Ziegenmüller »

Moin Moin,

wegen inzwischen akuter undichtigkeit (herabgestürzte Ziegel vom Nachbarstall) muß ich das Dach vom Heuboden erneueren.
Welche Vor bzw. Nachteile haben Holzdach mit Schweißbahn oder Trapezbleche? Der Preis ist ähnlich.
Ich denke dabei vor allem an Kondenswaser.


Danke für Eure Tips!

Tschüß
Thomas


Wovon sollte satt ich sein, sprang doch nur über Gräbelein! Mäh Mäh!
Obwaldner

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Obwaldner »

Guten Morgen Thomas

Eine Schweissbahn direkt auf das Holz geklebt lässt die Feuchtigkeit kaum mehr aus diesem austreten, das heisst, wenn es im Stall feucht ist und diese Feuchtigkeit innen am Dach kondensiert und ins Holz eindringt, kann sie gegen aussen nicht mehr austreten und das Holz kann zu faulen beginnen.
Wenn der Heuboden gut durchlüftet ist würde ich bei gleichem Preis Trapezbleche empfehlen. Solange genügend Luft von innen an die Bleche kommt ist die Gefahr von Kondensat gering, eine eventuelle Feuchtigkeit wird abtransportiert.

Die Repararuren sind bei einer Schweissbahn einfacher, ein Trapezblechdach hingegen ist viel rouster gegenüber herunterfallenden Dachziegeln.
Bei der Befestigung der Trapezbleche würde ich nur rostfreie Schrauben verwenden.

Viele Grüsse

Alex


Anonymous

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Anonymous »

Trapezblech (am besten Alu) hält wesentlich länger. Und erfordern weniger Unterbau (Sparrenweite etc.)
Hast Du Dich schon mal nach Sandwichplatten umgesehen? Die gibts manchmal als Sonderposten im bekannten Auktionshaus. Da ist das mit dem Schwitzwasser schon mal besser. Man bekommt auch manchmal makellose gebrauchte Trapezbleche: ich konnte vor 3 Jahren aus einem Hallenabriss 300 qm Alublech abgreifen. Für Schuppen, Scheunen etc. allemal noch brauchbar.
Unser Nachbar hat beschichtete Trapezbleche, die weniger tropfen sollen, er ist zufrieden.
Über welche Flächen reden wir eigentlich?
Ansonsten Axel fragen, der ist vom Fach.

Gruss,
Michael


Anonymous

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Anonymous »

Obwaldner hat geschrieben: Bei der Befestigung der Trapezbleche würde ich nur rostfreie Schrauben verwenden.
Wenn das bisschen Chemie, an das ich mich noch erinnern kann, noch stimmt, sollte man gerade das nicht machen. Gerade zwischen Edelstählen und normalen Stählen können deutliche Unterschiede in der Spannungsreihe auftreten. Dann gibts galvanische Korrosion und zerfressene Löcher --> undicht.

Zumindest im Wassersportbereich ist das ein absolutes no-go. Gleiches mit gleichem Verbinden, oder isolieren (Dichtmasse, beschichtete Schrauben, Löcher grösser etc.)

Gruss,
Michael


Ziegengeli26
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Registriert: 09.11.2008, 09:12

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Ziegengeli26 »

Hallo!
Ich hab von einem Ziegenhof erfahren, das es auch von innen beflieste, also isolierte
Trapezbleche gibt.
Die Nässen und drücken nicht durch und halten auch die Wärme besser im Stall.
Die haben auf diese Weise einen Ziegenstall in Holzbauweise mit Trapezblechen erweitert.
Viel Glück!
Angelika


Anonymous

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Anonymous »

Hallo
diese isolierten Trapez-Bleche hat hier ein Landwirt Neu auf seinem Heustall,ich habe ihn gefragt,dann und wann tropft es trotzdem.

Wir haben auf unserem Winterstall,wo auch das Heu lagert,Eternit Wellplatten,da bildet sich kein Schwitzwasser.

Einen Weidestall mit Onduline-Platten und von unten mit Holz verkleidet. Tropft auch nix

Der andere Weidestall mit nicht isolierten Trapezblechen,hin und wieder Schwitzwasser bei Temperatur Schwankungen .

Wir würden immer wieder die Eternit Wellplatten nehmen,da sie im Gegensatz zu den anderen auch begehbar sind,wenn man Dachrinnen reinigen muss usw.

schöne Grüße
Nora


Anonymous

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Anonymous »

Trapezbleche sind bei der entsprechenden Weite der Unterkonstruktion völlig problemlos begehbar. Und um Welten sicherer. Nach ein paar Jahren sind Eternitplatten spröde Todesfallen, die ohne Bretter als Stege nicht begangen werden sollten.
Mir ist vor 3 Jahren ein Dachdecker beim reinigen des Daches durch die Platten gebrochen, weil der Vollpfosten nicht auf mich gehört und über die Dielen gegangen ist, die ich ihm hochgelegt hatte. Nach knapp 4 m freiem Flug ist er auf einem mit Walzhafer gefüllten 500-Liter Faß gelandet - das hat ihm das Leben gerettet.
Es gibt einige Dachdecker, die sich schlichtweg weigern, ältere Eternitdächer zu betreten.
Das passiert bei Trapezblechen niemals. Wir haben hier auf den Sparren in 60cm Abstand 60x40mm Latten, auf denen dann die Trapezbleche verschraubt sind. Da kann man mit der Schubkarre drüber...


Gruss,
Michael


Ziegenmüller
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Registriert: 26.02.2008, 20:50

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Ziegenmüller »

Jo Hi, :-)

ich danke Euch erst mal für die Antworten, aber vielleicht habe ich mich zu kurz gefaßt beim ersten Eintrag. #ka#
Ich halte die Ziegen im Normfall nicht in dem Gebäude, die Guten haben einen Holzstall auf der Weide, den sie nutzen können wie sie wollen. Sollte es arktisch kalt werden würde dies ihr Notquartier. #sleep#
Bei dem Bau handelt es sich um einen zweigeschossigen Stall (50m² pro Geschoß) aus dem beginnenden 20.ten Jhdt..
Das Schweißbahndach würde nicht aus Eternit oder Bituwellplatten , sondern aus Holzbohlen bestehen, die mit Schweißbahnlagen bedeckt sind.
Mein Favorit ist die Holz- Schweißbahndeckung (Bauchgefühl).
Meine Frage tendiert also eher dahin, ob jemand angefaulte Holzdächer über einem Heu- / Strohlager kennt... #ka# #ka# #ka#

Tschüß
Thomas
#ziegendrink#


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Annabella
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Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Annabella »

Hallo,

darf ich als Frau mal dumm fragen?
Danke!
Es ist scheimbar ein zweigeschossiges Gebäude, also unten eine Art Stall, darüber Balkenlage mit Brettern drauf, und dann? Wie war das Obergeschoss bisher eingedeckt?
Unter der Beschreibung: "Das Schweißbahndach würde nicht aus Eternit oder Bituwellplatten , sondern aus Holzbohlen bestehen, die mit Schweißbahnlagen bedeckt sind" kann ich mir nun gar nichts vorstellen, denn Bohlen sind für mich ziemlich dicke Bretter, aus denen man mit Sicherheit keine Dachschalung baut????

Ich kann nur sagen, wie bei uns zweigeschossige Gebäude gebaut sind, in denen unter Dach Heu gelagert wird:
Auf den Dachsparren liegt eine Holzschalung, darauf Dachpappe, darüber Dachlatten und Dachschindeln (Ton oder Beton...)
Und da gibt es weder Probleme mit Schwitzwasser, selbst wenn bis unter die Oberkante Heu lagert. Reine Holzdächer habe ich noch nie gesehen und kann ich mir auf Dauer nicht als besonders witterungsbeständig vorstellen.
Bin gespannt, wie das aussehen soll....


Liebe Grüße,
Katja
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Ich bin wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich!
(Konrad Adenauer)
Ziegenmüller
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Registriert: 26.02.2008, 20:50

Re: neues Dach für Heuboden

Beitrag von Ziegenmüller »

Hi Annabelle,

dann darf ich als Mann aber auch dumm antworten #jubel# ...

nein mal ernst... *oops* auf die Sparren werden kräftige Bretter 25-30 mm vollflächig verschraubt und darauf dann in zwei oder drei Lagen UV- beständige Teerpappe (Schweißbahn) genagelt und verschweißt...
Bisher besteht das Dach aus einer Wellasbest- auf Sparren/Lattenkonstruktion mit Löchern ... #daumen_runter#

Meine Befürchtung bei Trapezblechen ist eben das TROPFEN... und mein Bauchgefühl sagt mir, bei einer Holzdecke trocknet das wieder...( ich hatte mein Heu bisher immer überdacht, aber ohne Wände gelagert... der Platz reichte aber nie für einen ganzen Winter, so daß ich immer mal teuerer nachkaufen mußte)

Tschüß Thomas


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